TVK Interview: Ben Köß

Ben Köß ist zurück beim TV Korschenbroich und hilft dem Verein aus, bildet nun gemeinsam mit Sven Bartmann das Torhütergespann. So kann Felix Krüger sich voll und ganz auf sein Comeback konzentrieren und in Ruhe fit werden. Für die TVK INSIDE stand uns vor dem Heimspiel gegen Aachen Ben Köß Rede und Antwort.

Das neue Jahr hat Monat zwei erreicht: Welche Wünsche hast du persönlich und welche für den TVK?
Ben Köß: Gesundheit steht für mich ganz oben, für meine Familie und mein Umfeld. Sportlich will ich körperlich so stabil sein, dass ich dem TVK Woche für Woche helfen kann. Für den TVK ist das Ziel klar: Die nötigen Punkte holen und unsere Ambition mit Überzeugung auf die Platte bringen.

Nach der Anfrage von Klaus Weyerbrock im Dezember, hast du dem TVK deine Zusage gegeben. Was hat den Ausschlag gegeben vom Tabellenführer der Verbandsliga, Unitas Haan II, zum TVK zu wechseln?
Ben Köß: Das war keine Entscheidung gegen Unitas. Ich habe dort viel Wertschätzung erlebt und sportlich lief es als Tabellenführer sehr gut. Bei mir haben sich beruflich und familiär zuletzt einige Dinge verschoben und dann kam die Anfrage vom TVK genau in diesem Moment. Das war ein Stück weit Zufall und am Ende stimmig, weil ich den TVK seit Jahren kenne und schnell reinfinde.

Du hast bereits mehrfach beim TVK unter Vertrag gestanden. Wie hat dich die Mannschaft, das Umfeld und die Fans aufgenommen?
Ben Köß: Sehr offen und sehr positiv. Als Spieler war ich insgesamt zwei Jahre beim TVK, zusätzlich später kurz als Torwarttrainer. Die Mannschaft ist homogen, viele Gesichter kenne ich aus früheren Zeiten. Bei den Fans habe ich einige von damals wiedergetroffen und gemerkt, wie sehr die Fangemeinschaft gewachsen ist. Das gibt Energie.

Wie fällt es dir nach einigen Wochen wieder beim TV Korschenbroich dabei zu sein?
Ben Köß: Es fühlt sich jedes Mal mehr nach zu Hause an. Unter Frank Berblinger ist die Mischung aus Klarheit, Struktur und guter Stimmung genau richtig. Jede Einheit und jedes Spiel machen Freude, weil du mit einer klaren Mission reingehst: Punkte holen. Ich will Verantwortung übernehmen und Spaß haben, dies gelingt am besten mit erfolgreichem Handball.

Wie für dich die Zusammenarbeit mit Sven Bartmann und Torwarttrainer Simon Vall?
Ben Köß: Mit Sven verbindet mich seit über zehn Jahren eine Freundschaft, wir haben auch bei der HSG Krefeld als Torwartgespann erfolgreich zusammengearbeitet. Simon ist als junger Torwarttrainer sehr offen und lernwillig. Mit Sven und mir als erfahrenen Torhütern ist das aktuell ein starkes Trio, wir arbeiten eng zusammen und entwickeln Details weiter.

Heute steht das Heimspiel gegen den BTB Aachen auf dem Programm. Wie siehst du diese Aufgabe?
Ben Köß: Aachen ist eine Aufgabe, die volle Konzentration fordert. Entscheidend wird sein, dass wir kompakt verteidigen, im Umschalten sauber bleiben und uns keine einfachen Gegentore einschenken.

Wie schätzt du die Regionalliga Nordrhein in dieser Saison ein?
Ben Köß: Sehr eng und sehr intensiv. Du bekommst nichts geschenkt und oft entscheiden Kleinigkeiten. Wer konstant bleibt, holt am Ende die Punkte. Uns fehlte zuletzt etwas Fokus.

Du wirst auf bis zum Saisonende beim TV Korschenbroich bleiben. Wie sehen deine Pläne für die neue Spielzeit aus?
Ben Köß: Stand jetzt ist mein Arrangement bis Ende Februar begrenzt. Ich bleibe bis Saisonende spielberechtigt und es kann sein, dass ich im Bedarfsfall nochmal aushelfe, geplant ist das aktuell aber nicht. Parallel soll Felix in Ruhe wieder fit werden. Früher habe ich für eigene Erfolge gekämpft. Heute kämpfe ich für die Freude meiner Familie und für das Lachen meiner Kinder nach einem Heimspielabend. Genau dafür bietet der TVK mit seinen Fans den besten Rahmen, das bedeutet mir sehr viel. Ich habe vor Jahren schon gesagt, dass ich beim TVK gerne meine Karriere beenden würde, aber ich bin nicht fest festgelegt. Für die neue Spielzeit gilt: Ich sage niemals nie, egal ob beim TVK oder woanders. Es muss sportlich passen, menschlich passen und mit dem Beruf im Einklang sein. Noch spielt mein Körper gut mit.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Foto: TV Korschcnbroich

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