TVK Interview mit Mannschaftsarzt Friedbert Schneider

Friedbert Schneider ist seit langem Mannschaftsarzt des TV Korschenbroich, sein Sohn Philip war erst Spieler und gehört seit dieser Saison dem Trainerteam an. Markus Hausdorf sprach für die TVK INSIDE mit Friedbert Schneider über das neue Jahr, seine Tätigkeit und vor allem über das heutige Derby gegen Borussia Mönchengladbach.

Das neue Jahr ist noch recht frisch: Welche Wünsche hast du persönlich, welche für den TVK?
Friedbert Schneider: Natürlich erst einmal Gesundheit für meine Familie und das in Europa das Kriegsgeschehen ein Ende findet. Für den TVK wünsche ich mir, dass die Spieler gesund bleiben und man eine ähnliche Mannschaftsleistung einschließlich Platzierung wie am Ende des Jahres 2025 zeigt.

Du bist seit einigen Jahren Mannschaftsarzt des TV Korschenbroich. Aber nur wenige wissen, dass du selbst auch erfolgreich Handball gespielt hast. Gib uns doch mal einen kurzen Einblick in deine aktive Karriere…
Friedbert Schneider: Mit 14/15 Jahren habe ich mit dem Handballspiel bei der Spvg Neuss-Weißenberg begonnen. Schon während der A-Jugend Zeit spielte ich bei den Senioren in der Landesliga mit. Danach wurde mir eine Vorstellung bei Bayer Dormagen ermöglicht. Dort habe ich dann fast zehn Jahre mit der 1. Mannschaft in der zweithöchsten Liga gespielt, zuerst noch Regionalliga genannt und im weiteren Verlauf wurde es dann die 2.Bundesliga.

Du warst später aber auch als Trainer unterwegs…
Friedbert Schneider: Stimmt! Zum Beginn meiner Tätigkeit im Krankenhaus und zum Abschluss meiner aktiven Handballzeit habe ich die letzten Jahre als Spielertrainer bei der HG Kaarst Büttgen mit Freude und Erfolg gearbeitet. Es waren viel schöne und erfolgreiche Jahre. Der Leistungssport forderte schon damals einige Entbehrungen, aber hat das alltägliche Leben als Sport- und später auch als Medizinstudent erleichtert.
Der Handballsport hat meine persönliche und berufliche Entwicklung dermaßen geprägt bzw. bestimmt, so dass ich dem Sport im Allgemeinen und dem Handball insbesondere immer verbunden bleibe. Erleichtert wird dies auch durch die sportliche Entwicklung meines Sohnes Philip, der ebenfalls seine Liebe zum Handball schon früh gefunden hatte. Aber auch die sportliche Affinität meiner Frau und Tochter (Tennis, Fitness, Hockey und Fußball) erleichtert mir heute noch mein Hobby.

Wie sieht deine Arbeit als Mannschaftsarzt beim TVK aus, wie hast du zuletzt zum Beispiel die Verletzungen von Felix Krüger und Henrik Schiffmann begleitet…
Friedbert Schneider: Erst einmal muss man sagen, dass es mit unseren Spielern und auch unserer physikalischen Abteilung sehr viel Spaß macht zusammen zu arbeiten. Der Aufwand der „medizinische Abteilung“ ist nicht ohne. Unsere Physios bearbeiten regelmäßig im Laufe der Woche schon alle kleineren Verletzungen weg und unterstützen die Regeneration. Durch unseren kleinen Kader sind die Spieler mehr gefordert. Nach fast jedem Meisterschaftsspiel wird unsere orthopädische Praxis von dem ein oder anderen Spieler aufgesucht. Als Mannschaftsarzt des TVK steht man im engen Kontakt mit der Berufs-Genossenschaft (BG). Alle Spieler sind somit bei Verletzungen gut versorgt und abgesichert! Auch die aktuellen Krankheitsfälle Felix Krüger und Henrik Schiffmann genießen dieses Privileg. Trotzdem hoffen wir ohne größere Verletzungen den Rest der Saison zu bestreiten.

Wie hast du den bisherigen Saisonstart des TVK gesehen?
Friedbert Schneider: Nach den nicht so optimal verlaufenden Testspielen (verletzungsbedingt) ist es in der Meisterschaft bisher wesentlich besser gelaufen. Trotz des kleinen Kaders und der unglücklichen Niederlage in Dormagen steht der TVK auf Platz eins und sollte dort auch am Ende der Saison zu finden sein.

Heute steht das Derby gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Wie groß ist deine Vorfreude auf dieses Duell und wie siehst du das Spiel?
Friedbert Schneider: Man fiebert diesem Spiel regelrecht entgegen. Der TVK ist klarer Favorit, aber man darf die Borussia nicht unterschätzen. Es ist ein Derby und es gelten ähnliche Gesetze wie in einem Pokalspiel: Mannschaften wachsen über sich hinaus und machen dem Favoriten das Leben schwer. Die gute Abwehr- und Torwartleistung aus dem letzten Jahr wird den Sieg bringen. Sollte die Torquote zusätzlich passen, dann wird es ein deutlicher Sieg. Egal wie es ausgeht, wir freuen uns auf ein faires Spiel.

Vielen Dank für das Gespräch.

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