Niko Karolidis kehrt mit Griechenland auf Platz 24 von der U20-EM in Rumänien zurück

Die Handball-Europameisterschaft in Rumänien endete für den Neuzugang des TV Korschenbroich, Niko Karolidis, nach acht Spielen am Sonntagvormittag mit einer bitteren 34:35-Niederlage nach Siebenmeterwerfen gegen die Türkei. Nach einer starken Zwischenrunde der Griechen landete man am Ende auf dem 24. und somit letzten Platz der U20-Europameister.

55 Zuschauer verfolgten das erste Spiel der griechischen U20-Nationalmannschaft gegen Portugal in der BT Arena in Cluj-Napoca. Rechtsaußen Niko Karolidis, einer von insgesamt sieben Neuzugängen des TV Korschenbroich, lief mit der Trikotnummer 46 für Griechenland auf. Der gebürtige Neusser war aber im ersten Spiel mit seinem Team chancenlos, musste sich mit 21:39 (9:20) geschlagen geben. Karolidis konnte bei drei Versuchen zwei Treffer erzielen.

Im zweiten Duell konnte sich das griechische Team dann steigern. Dennoch musste man sich gegen Frankreich nach sechzig Minuten mit 27:31 (10:14) geschlagen geben. Auch in dieser Partie konnte sich Karolidis zweimal in die Torschützenliste eintragen.

Im dritten und letzten Spiel der Vorrundengruppe A ging es dann gegen Deutschland. Und auch diese Partie verloren die Griechen am Ende deutlich mit 19:28 (9:14). Der 19-jährige Rechtsaußen blieb im dritten Spiel ohne eigenen Treffer. Damit war klar, dass Griechenland die Vorrundengruppe A auf Platz 4 mit 0:6 Punkten beendete.

In der Zwischenrunde ging es für die griechische U20-Nationalmannschaft in der Gruppe 1 weiter. Dort traf man auf die Türkei und Serbien, zudem wurden aus Sicht der Griechen auch das Ergebnis aus der Vorrunde gegen Portugal (21:39) mitgenommen. Griechenland gelang es Serbien mit 30:28 (15:17) zu besiegen und jubelte über den ersten Sieg bei der diesjährigen Europameisterschaft. Der Korschenbroicher Neuzugang, der vom Regionalliga-Aufsteiger TuS Lintorf zum TVK kommt, steuerte zum Erfolg seiner Mannschaft zwei Treffer bei. Und auch das Duell gegen die Türkei konnte Griechenland in der Zwischenrunde für sich entscheiden. Nach sechzig Minuten stand ein 29:27 (13:13)-Erfolg für das Team von Niko Karolidis, der in der fünften Partie des Turniers viermal erfolgreich war. Somit beendete Griechenland die Zwischenrunde auf Platz 2 mit 4:2 Punkten hinter Portugal (6:0 Punkte).

So ging es für die griechische Mannschaft bei der Europameisterschaft mit den Spielen um die Plätze 17 bis 24 weiter. Dort traf man zuerst auf Serbien, die man noch in der Zwischenrunde besiegen konnte. Diesmal unterlagen die Griechen den Serben mit 28:32 (17:15), Niko Karolidis konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen. Bei den Spielen um die Plätze 21 bis 24 musste sich Griechenland unglücklich Tschechien mit 26:27 (13:15) geschlagen geben, der Korschenbroicher Rechtsaußen erzielte einen Treffer. Am Sonntag ging es im abschließenden Duell gegen die Türkei um Platz 23. Griechenland musste sich nach Siebenmeterwerfen mit 34:35 (13:16, 31:31) geschlagen geben, beendete die EM am Ende auf dem 24. und damit letzten Platz. Niko Karolidis erzielte beim letzten Spiel noch einmal zwei Treffer für sein Team.

Niko Karolidis war zum ersten Mal für Griechenland bei einer Europameisterschaft nominiert. Dabei absolvierte er acht Spiele und erzielte insgesamt 13 Treffer für sein Heimatland.

„Mit dem 24. und damit letzten Platz ist von uns keiner so richtig zufrieden. Wir hatten uns deutlich mehr erhofft. Vor allem, nachdem wir in der Vorbereitung zweimal nur mit einem Tor gegen Israel, die die EM auf Rang 15 beendeten, verloren haben. Nach guten Leistungen und zwei Erfolgen gegen Serbien und die Türkei in der Zwischenrunde ist es uns leider nicht gelungen, diese Form auch in den Platzierungsspielen zu zeigen. Mit meiner eigenen Leistung war ich recht zufrieden, ich habe immer 30 Minuten spielen können, meine Wurfquote war in Ordnung“, sagte Niko Karolidis. „Ansonsten war die EM eine unglaubliche Erfahrung, die ich gerne wiederholen möchte. Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl in den großen Arenen zu spielen und bei einer EM dabei sein zu können. Die Orga rund um das Turnier war top. Und es war eine Supererfahrung. Trotz des 24. Platzes hat es richtig viel Spaß gemacht.“

Fotos: EHF

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