Simons Handball-Abenteuer in Kenia – Teil fünf einer außergewöhnlichen Reise

In diesem Monat wurde das Projekt hier in Juja vom deutschen Jugendtrainer Martin Berger besucht, welcher bereits die Jugend der Füchse Berlin und in Zukunft die des Bayer Dormagen trainieren wird. Außerdem konnten wir nun das Turnier final planen und somit wird dieses am 12.03 stattfinden, bei dem sowohl alle Teilnehmer/-innen, als auch die Gewinner nochmal extra etwas bekommen. Gerne möchte ich nochmal genauer die Organisation PlayHandball beschreiben, durch deren Arbeit mein Projekt überhaupt erst möglich gemacht wurde.

Handballprojekt:

Im Februar wurden wir durch Martin im Projekt und somit bei unserer Trainingsplanung und Ausführung unterstützt. Neben der jahrelangen Erfahrung als Trainer dreht sich bei Martin fast alles im Leben um Handball und somit hat er ebenfalls eine eigene Organisation “Handball kennt keine Grenzen” gegründet bei der der Name Programm ist. Ebenfalls reist er bereits seit langem durch die Welt um dem Handball den Menschen noch näher zu bringen. Da Martin schon seit längerem PlayHandball unterstützt, lag es nahe auch die Projekte und TrainerInnen in Kenia im Rahmen seiner Handball-Weltreise zu besuchen. Nach Kenia wird Martin bei PlayHandball in Südafrika vorbeischauen. Weitere Eindrücke seiner Reise kann man auf den Youtube Kanal “Handball Inspires” bekommen. Somit habe ich auch nochmal durch seine Hilfe einiges vor allem in Bezug auf Methodik dazu gelernt, was ich in Zukunft bei den Einheiten durchweg einsetzen kann. Das Training selber wurde vor allem darauf konzentriert, dass die Schüler/-innen sich mehr mit dem eigentlichen Handballspiel identifizieren können. Mit Hinblick auf das Turnier ist dies dann auch äußerst wichtig. Dabei viel uns auf das die Kinder häufig noch Berührungsängste hatten, wenn es zum Verteidigen kam. So haben wir auch viele Abwehrübungen ins Training eingebaut bei denen sich die Kids langsam an das so typische körperbetonte Verteidigen bei Handball gewöhnen konnten. Zudem mussten wir leider auch noch einmal eine Schule wechseln, da aufgrund von den finalen Examen eine Schulmannschaft leider nicht mehr zum Training kommen durfte. Dadurch hatten wir den Montag wieder frei. Da wir allerdings von dem zweiten Standort einer Schulgemeinschaft angefragt wurden, bei der wir bereits trainieren war unsere Woche auch wieder gefüllt und somit haben wir nun auch vier Primary Schools die an dem Turnier teilnehmen. Am letzten Samstag des Monats haben wir nochmal ein offenes Training für die Community und alle Schulen, welche wir trainieren veranstaltet. Um Martin auch mal ein wenig die Umgebung von Juja zeigen zu können hatten wir uns dazu entschieden eine weitere, aber diesmal nicht ganz so anstrengende Radtour zu machen. Dabei konnten wir echt nochmal einiges sehen und haben einen echt sehr schönen Wasserfall auf unserem Weg gefunden. Auf dem Rückweg hatte ich leider einen kleinen Fahrradunfall, durch den ich dann leider die letzte Woche im Februar aufgrund von offenen Wunden aussetzen müsste. Dies habe ich auch mit dem Hinblick darauf gemacht, um Anfang März wieder fit zu sein, da Martin und ich dort einen fünftägigen Aufstieg auf den Mount Kenya geplant hatten.

Die Organisation „PlayHandball“: Im Folgenden würde ich gerne nochmal genauer auf die Rahmenbedingungen eingehen, welche mir und anderen Freiwilligen dieses soziale Jahr im Ausland überhaupt erst ermöglichen. Wie bereits in vorherigen Berichten erwähnt, unterstütze ich die Organisation PlayHandball im Aufbau von Handballstrukturen bei ihrem Partner „Pendo Amani“. PlayHandball hat zusammen mit meiner Entsendeorganisation “Jugend-im-Ausland” meinen Freiwilligendienst hier in Kenia überhaupt ermöglicht. PlayHandball (Link zu www.play-handball.org) ist eine Sport- und Entwicklungsorganisation mit dem Fokus auf die Sportart Handball und die Jugendentwicklung. Die gemeinnützige Organisation nutzt Handball als Entwicklungsinstrument und unterstützen gleichzeitig die Verbreitung des Sports in Südafrika, Kenia und darüber hinaus. Ziel ist es durch und mit dem Handballsport benachteiligte junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihnen Kompetenzen zu vermitteln, eine positive Zukunft für sich und ihr Umfeld mitzugestalten. Handball ist das Mittel, um Lernerfahrungen rund um wertvolle Sozialkompetenzen und wichtige gesellschaftliche Themen zu schaffen. PlayHandball wurde 2014 durch die ehemalige Bundesligaspielerin Nicola Scholl in Südafrika gegründet, und ist seit 2016 auch in Kenia aktiv. Die gemeinnützige Organisation arbeitet eng und partnerschaftlich mit lokalen sogenannten „Grassroots“-Organisationen (wie PendoAmani in Juja) zusammen und unterstützt diese im Aufbau von Kompetenzen, Ausrüstung und freiwilligen Helfern. Neben dem Weltwärts-Freiwilligen-Programm, das gemeinsam mit meiner Entsendeorganisation „Jugend-im-Ausland“ organisiert wird, ermöglicht PlayHandball auch kurzfristige Freiwilligendienste, organisiert eine trilaterale virtuelle Jugend-TrainerInnen-Begegnung zur Fortbildung junger TrainerInnen aus Südafrika, Kenia und Deutschland und bietet Schulungen für TrainerInnen und LehrerInnen an. Zudem hat PlayHandball den PlayHandball Supercup (Link zum Supercup-Video https://www.youtube.com/watch?v=uvs0AzidVHs) initiiert, das erste Handballturnier mit dem Ziel auf den Umweltschutz und Klimawandel aufmerksam zu machen. Im Rahmen des Umweltprojektes, hat die gemeinnützige Organisation Spiele entwickelt, die Handball und kleine Spiele mit wichtigen sozialen Themen wie Umweltschutz verknüpfen. Im Rahmen dessen, habe ich nun auch an den Schulen die Ecobrick-Challenge gestartet und hoffe auf unserem Zwischenseminar im April bei Nicola, der Gründerin von PlayHandball, noch mehr zu dem Thema Handball & Umwelt zu erfahren. Wenn ihr mehr über PlayHandball wissen wollt, könnt ihr euch auf deren Webseite www.play-handball.org  oder den sozialen Medienkanälen – Instagram @play.handball, Facebook @PlayHandballZA oder YouTube @playhandball1 – informieren.

Falls ihr wie ich als freiwillige(r) HandballtrainerIn in Gemeindeprojekten in Kenia oder auch Südafrika helfen möchtet, dann informiert euch hier: http://play-handball.org/de/mitmachen-3/  oder einfach ein formlose Anfrage an info@play-handball.org senden. Für den Weltwärts-Freiwilligendienst könnt ihr euch direkt an „Jugend-im-Ausland“ wenden

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