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David Breuer verlässt den TVK
15.06.2011
Am Mittwoch hatte der Aufsichtsratsvorsitzende der TVK Handball GmbH & Co. KG eine traurige Nachricht zu überbringen. Heijo Hauser musste David Breuer, Kapitän der Bundesligamannschaft, mitteilen, dass ihm kein Vertragsangebot für die kommende Saison gemacht werden kann: „Wir haben bis zur letzten Minute alles versucht und Dave hat ebenso lange auf unser Angebot gewartet, denn er wollte unbedingt bei uns bleiben. Leider hat es aus finanziellen Gründen nicht gereicht.“
Am Mittwoch hatte der Aufsichtsratsvorsitzende der TVK Handball GmbH & Co. KG eine traurige Nachricht zu überbringen. Heijo Hauser musste David Breuer, Kapitän der Bundesligamannschaft, mitteilen, dass ihm kein Vertragsangebot für die kommende Saison gemacht werden kann: „Wir haben bis zur letzten Minute alles versucht und Dave hat ebenso lange auf unser Angebot gewartet, denn er wollte unbedingt bei uns bleiben. Leider hat es aus finanziellen Gründen nicht gereicht.“
Tief bewegt drückte Breuer sein Verständnis für die Entscheidung aus und verdeutlichte damit einmal mehr, dass ihm der gesamte Verein in den letzten vier Jahren sehr ans Herz gewachsen ist: „Leider kann der TVK mir keinen Vertrag für die kommende Saison anbieten. Ich hätte mir gut vorstellen können in Korschenbroich zu bleiben. Die Mannschaft, die Vereinsführung, das gesamte Team ums Team und das Publikum sind mir ans Herz gewachsen. Vielleicht gibt es irgendwann nochmal die Chance gemeinsam zu arbeiten.“ Darüber hinaus versprach er „beim einen oder anderen Spiel“ auch als Zuschauer gerne in die Waldsporthalle zu kommen. Allen Beteiligten am Projekt Hand.Ball.Herz. danke er für eine wunderbare Zeit. „Die Verantwortlichen haben alles getan, um die gesamte Mannschaft zu halten. Angesichts der wirtschaftlichen Lage ist es beeindruckend, dass dies annähernd geschafft wurde und der Bundesligahandball in Korschenbroich ein weiteres Jahr gesichert ist. Leider werde ich nächstes Jahr kein aktiver Teil davon sein.“
Unisono bedauerten alle Verantwortlichen des TVK diesen herben Verlust. Geschäftsführer Dr. Peter Irmen sprach von „einer sehr traurigen Entscheidung“. Dennoch habe es für ihn und seine Kollegen keine andere Entscheidungsmöglichkeit gegeben: „Wir können nur immer wieder betonen, dass wir exakt so viel Geld ausgeben werden, wie uns zur Verfügung steht. Trotz intensiver Sponsorengespräche in den letzten Wochen ist es uns nicht gelungen, die nötige Summe zu akquirieren, um Dave weiterhin bei uns zu behalten.“ Auch Marketingmanager Kai Faltin, der bis kurz vor der Entscheidung ebenfalls noch alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, war tief enttäuscht: „Daves Weggang ist natürlich sportlich wie menschlich schmerzhaft und äußerst schade. Als Torgarant und Sympathieträger ist sein Wechsel für jeden TVK‘ler ein herber Verlust. Aber, wir haben immer betont, wirtschaftlich sauber zu arbeiten und entsprechend die Verträge abzuschließen. Leider haben sich unsere intensiven Bemühungen, die finanziellen Mittel für seine Vertragsverlängerung aufzubringen, zum Stand heute nicht erfüllt.“
Aufsichtsratsvorsitzender Heijo Hauser, dem wie eingangs bereits erwähnt die undankbare Aufgabe des Übermittlers der schlechten Nachrichten zuteil geworden war, zeigte sich ebenfalls sehr betroffen: „Ich finde es sehr schade, dass wir David Breuer nicht beim TVK halten konnten. Wir haben bis zur letzten Minute alles versucht und Dave hat ebenso lange auf unser Angebot gewartet, denn er wollte unbedingt bei uns bleiben. Leider hat es aber aus finanziellen Gründen nicht gereicht. Da wir keine Abenteuer eingehen wollen, haben wir Dave leider kein konkretes Angebot machen können. Das tut mir leid, das tut Dave leid und ich kann verstehen, dass unsere Fans jetzt sehr traurig sind. Ich möchte mich im Namen aller Beteiligten beim TVK ganz herzlich bei David Breuer für vier tolle Jahre in Korschenbroich und sein jederzeit vorbildliches Engagement bedanken. Dave ist ein toller Kerl, dem ich von Herzen für die Zukunft alles Gute wünsche.“
Somit wird David Breuer auch nicht unter dem neuen Korschenbroicher Trainer Jörn Ilper spielen können, mit dem er u.a. auch gemeinsam die Mittelrheinauswahl trainiert. Der TVK-Coach war naturgemäß wenig begeistert, den jahrelangen Top-Torschützen nicht länger im Team zu haben: „Dass David uns jetzt verlässt, ist natürlich ein herber Verlust. Uns wird sowohl seine Erfahrung, als auch seine große Spielfähigkeit fehlen. Ich bin mir aber sicher, dass es meinen Jungs als Team gelingen wird, diesen Verlust zu kompensieren – auch wenn das Unterfangen eingleisige 2. Liga mi einem David Breuer im Team zweifellos ein leichteres gewesen wäre.“ Darüber hinaus betonte er neben dem sportlichen auch den immensen menschlichen Verlust: „Es ist immer hart, wenn der Kapitän von Bord geht. Dave hat sich jederzeit, auch in den letzten Wochen, als vieles unklar war, menschlich absolut einwandfrei verhalten. Ich wünsche ihm sportlich und auch persönlich nur das Beste.“
Nach dem nun feststehenden Abgang von David Breuer sieht Ilper auch personell noch Handlungsbedarf. Zwei Spieler würde er noch gerne in seinen Kader aufnehmen, insbesondere die Lücke im rechten Rückraum müsse gefüllt werden, „auch wenn klar ist, dass wir keinen bezahlbaren adäquaten Ersatz von der Qualität eines David Breuer finden werden.“
Der TV Korschenbroich hat einen weiteren Spieler für die kommende Saison verpflichtet: Björn Marquardt (20) kommt vom niederländischen Erstligisten Limburg Lions. Die Namensgleichheit mit dem Korschenbroicher „Ur-Gestein“ Dennis Marquardt ist kein Zufall, der Rechtshänder ist der jüngere Bruder des TVK-Abwehrhünen. Damit wird auch die Tradition der Brüderpaare im Dress des Hand.Ball.Herz.-Teams weiter ausgebaut.
Sein künftiger Trainer Jörn Ilper freut sich nach eigenem Bekunden schon sehr auf seinen zweiten Neuzugang: „Es ist sehr schön, dass wir Björn Marquardt verpflichten konnten. Er ist ein sehr talentierter junger Spieler. Ich erwarte von Björn vor allem eine überragende kämpferische Einstellung – das ist mir bei der Beobachtung am meisten aufgefallen. Er hängt sich immer zu 100% rein. Ich glaube, mit dieser Eigenschaft passt er gut in unser Team.“ Ilper hatte den jüngeren der beiden Marquardt-Brüder bereitsvor einem Jahr ins Visier genommen, „damals hat er mir aber noch nicht so gut gefallen. Er hat sich aber in der Zwischenzeit körperlich extrem weiterentwickelt. Jetzt hat er mich imProbetraining und bei den Spielen, die ich von ihm gesehen habe, überzeugt.“
Björn Marquardt selber freut sich sehr über den Wechsel nach Korschenbroich: „Der Kontakt ist natürlich über meinen Bruder zustande gekommen. Den TVK und die Waldsporthalle kenne ich bereits durch zahlreiche Besuche.“ Die Möglichkeit, mit seinem älteren Bruder in einer Mannschaft zu spielen, war für ihn sicherlich ein positiver Faktor, der zu seiner Entscheidung beigetragen hat, entscheidend war aber wohl vor allem die sportliche Perspektive. „Natürlich ist es schön, wenn man mit seinem Bruder gemeinsam spielen kann, bislang haben wir nur gemeinsamt trainiert und im Grunde ist es das, worauf wir lange gewartet haben – entscheidendes Kriterium war das aber nicht.“ Auch bei der Verpflichtung von Björn Marquardt hat sich einmal mehr gezeigt, was für ein Pfund der TVK mit seinem extrem begeisterungsfähigen Publikum vorzuweisen hat: „In Holland ist das Publikum sehr ruhig, teilweise scheinen die Leute während des Spiels einzuschlafen – in Korschenbroich ist das ja ein wenig anders“, so der 20-Jährige mit einem Augenzwinkern. Dabei habe ihn besonders beeindruckt, „dass die Stimmung immer positiv ist. Ich habe nicht einmal erlebt, dass sich bei den Zuschauern negative Stimmunggegenüber der Mannschaft entwickelt hat.“
In der vergangenen Woche stand er mit seinem alten Verein Limburg Lions noch im Finale um die niederländische Meisterschaft, verlor dieses jedoch. Marquardt, der neben seiner Hauptposition im linken Rückraum auch als Mittelmann eingesetzt werden kann, erhält in Korschenbroich einen Einjahresvertrag. Neben dem Neuzugang selber, freut sich natürlich auch der große Bruder über den Vertragsabschluss mit dem 1,90m-Man: „Björn und ich liegen altersmäßig fünf Jahre auseinander, früher habe ich ihn sogar noch trainiert - natürlich wünscht man sich, dass man dann eines Tages auch mal gemeinsam in einer Mannschaft spielt. Dass das jetzt so schnell geklappt hat, ist super.“ Wie auch schon Trainer Jörn Ilper attestiert auch Dennis seinem jüngeren Bruder große Willenskraft: „Er ist sehr verbissen, hängt sich immer absolut rein und will es unbedingt. Er kommt ja genau wie ich vor vier Jahren aus Holland zu uns und ich glaube, dass er uns trotz seines noch jugendlichen Alters schon weiterhelfen kann.“ Und nach einer kurzen Pause ergänzt er grinsend: „Vielleicht haben wir ja irgendwann den Marquardt-Innenblock.“
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Bevor Spieler und Verantwortliche den wohlverdienten Urlaub antraten bzw. sich vollends in die Vorbereitung und Organisation der neuen Saison stürzten, feierten sie in der vergangenen Woche noch einmal im engsten Kreise die sensationelle Spielzeit 2010/2011. Zudem wurden bei dieser Gelegenheit noch einmal die scheidenden Spieler und Trainer Khalid Khan intern verabschiedet. Kapitän David Breuer ließ es sich nicht nehmen, auch einmal den zahlreichen Helfern zu danken, die sonst eher im Hintergrund bleiben.
Die Veranstaltung im Liedberger Landgasthaus gefiel auch Geschäftsführer Dr. Peter Irmen: „Ich fand es toll, dass wir auch noch einmal im kleinen Kreise auf die grandiose Saison anstoßen konnten. Zudem haben wir uns auf diese Art und Weise bei einigen unserer ehrenamtlichen Mitstreiter für die vielen Mühen während der Saison bedankt.“
Auch Gerd Bennewirtz, geschäftsführender Gesellschafter des TVK-Hauptsponsors SJB FondsSkyline OHG 1989, weilte bei der Veranstaltung. Ermöglicht wurde diese auch durch einen Gutschein, den die Stadt Korschenbroich ihrem sportlichen Aushängeschild nach dem souveränen Durchmarsch in der Regionalligasaison 2008/2009 (der TVK stieg mit 60:0 nach nur einem Jahr Drittklassigkeit wieder in die 2. Liga auf) überreicht hatte. „Es ist natürlich nicht ganz einfach, im engen Terminplan unseres Hand.Ball.Herz.-Teams eine Gelegenheit zu finden, an der wir alle Leute zusammen bekommen – umso schöner, dass das jetzt endlich geklappt hat und wir den Gutschein der Stadt Korschenbroich, für den ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte, endlich seiner Bestimmung zuführen konnten“, so Dr. Irmen. Während David Breuer für die scheidenden Spieler, Khalid Khan und die verschiedenen Helfer mit kleinen Präsenten bedachte, hatte Christoph Gelbke mit einer kurzweiligen Abschiedsrede die Lacher klar auf seiner Seite.
TVK-Fotograf Joachim Hering hat die Veranstaltung bildlich festgehalten, sehen Sie hier seine besten Schnappschüsse.
Vertragsverlängerung: Simon Breuer weiter im TVK-Trikot
Was lange währt, wird endlich gut! Simon Breuer unterschrieb am Dienstagabend einen Vertrag für die Saison 2011/2012. Der 27 Jahre alte Mittelmann geht somit in seine fünfte Spielzeit im TVK-Dress. Breuer selber, sowie die beiden Geschäftsführer Dr. Klaus Hintzen und Dr. Peter Irmen und Marketingmanager Kai Faltin zeigten sich sehr erfreut über den erfolgreichen Abschluss der langwierigen Verhandlungen.
„Wir sind alle begeistert und freuen uns, dass Simon mindestens ein weiteres Jahr bei uns in Korschenbroich bleibt. Die Mannschaft hat sich in den letzten vier Jahren insgesamt toll entwickelt, aber man muss sagen, dass Simon einen ganz besonders großen Sprung gemacht hat. Seine Vertragsverlängerung ist ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des TVK, insbesondere im Hinblick auf die schwierige nächste Saison.“ Auch sein Kollege in der Geschäftsführung der TVK Handball GmbH & Co KG, Dr. Klaus Hintzen, der bei der Vertragsverhandlung mit Simon Breuer federführend war, brachte seine Freude über die erfolgte Unterschrift zum Ausdruck: „Ich bin mehr als glücklich, dass ich mit Simon zu einem Abschluss gekommen bin. Wir haben uns über eine sehr lange Zeit immer wieder ausgetauscht und haben jetzt Modalitäten gefunden, mit denen beide Seiten gut leben können. Für den Verein ist Simons Vertragsverlängerung sehr wichtig und ich bin froh, dass wir damit erneut zeigen konnten, dass es uns auch auf Kontinuität im Kader ankommt.“
Der Spieler selber war vor allem erleichtert, dass nach den wochenlangen Gesprächen nun Klarheit herrscht: „Ich bin sehr zufrieden, dass die Vertragsunterzeichnung jetzt über die Bühne ist, denn es hat sich ja schon länger hingezogen.“ Die Gründe dafür seien vielschichtiger Natur, es sei „natürlich schwierig, wenn der Verein auf der einen Seite aus wirtschaftlichen Gründen sparen muss, ich mich auf der anderen Seite aber im besten Handballalter befinde“. Breuer, der seit der ersten Bundesligaminute für den TVK am Ball ist, wird im Hinblick auf den gesamten Kader – nicht nur – von Seiten der Geschäftsführung der wohl größte Sprung in der persönlichen Entwicklung zugesprochen. Zudem avancierte er in dieser Saison mit 188/32 Treffern zum zweitbesten Torschützen hinter seinem Bruder David. Dessen unklare Zukunft sei ein weiterer Grund gewesen, weshalb er sich so lange Zeit gelassen habe, bis er seine Unterschrift unter das neue Arbeitspapier setzte. In der kommenden Saison könne man froh sein, „wenn wir die Klasse halten. Der Kampf wird mindestens genauso hart, wie in dieser Saison.“
Auch aus marketingtechnischer Sicht ist die Vertragsverlängerung des Denkers und Lenkers im Korschenbroicher Spiel ein positives Signal, wie Kai Faltin befindet: „Es freut mich sehr das Simon bleibt. Er ist eine wichtige Personalie und hat maßgeblichen Anteil an dieser überaus erfolgreichen Saison. Gerade in den letzten Spielen hat Simon gezeigt wie wichtig er für unser Team und für den Erfolg unserer Mannschaft ist. Sein sehr variables Angriffsspiel und seine Spielübersicht machen es nahezu unmöglich ihn vollständig aus dem Spiel zu nehmen."
Somit ist die Zukunft fast aller Akteure aus dem aktuellen TVK-Kader geklärt. Inklusive Simon Breuer haben jetzt elf der 15 Spieler für die neue Saison unterschrieben, beim Top-Torjäger David Breuer ist die Zukunft noch unklar. Dominic Kasal und Christoph Gelbke werden den Verein verlassen und Jörn Ilper wechselt vom Spielfeld auf die Trainerbank.
Tränen, Medaillen und noch einmal zwei Punkte zum Abschluss
Der sportliche Wert der Partie des TV Korschenbroich gegen die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen war nur minimal, viel mehr standen am Samstagabend die (Abschieds-) Feierlichkeiten im Vordergrund. Durch den 38:31 (19:19) Erfolg ist der TVK aber sogar tabellarisch noch um einen Platz nach oben gerückt. In der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga Süd 2010/2011 nehmen die Korschenbroicher einen hervorragenden sechsten Platz ein (43:25 Punkte, Tordifferenz +51).
Zum Glück sind die beiden Schiedsrichter Christoph Maier und Michael Kilp sehr geduldige Zeitgenossen und hatten kein Problem damit, dass das letzte Saisonspiel des TVK mit gehöriger Verspätung angepfiffen werden konnte. Grund hierfür waren die zahlreichen Ehrungen und Verabschiedungen, die TVK-Geschäftsführer Dr. Peter Irmen und der Aufsichtsratsvorsitzende Heijo Hauser vorzunehmen hatten. Neben den beiden scheidenden Spielern Dominic Kasal und Christoph Gelbke erhielten auch Khalid Khan, der nach 3 ½ Jahren als Cheftrainer den Verein ebenso verlassen wird wie „The Voice“ Jürgen Boss, der nach 15 Jahren als Hallensprecher das Mikro an den Nagel hängt, das obligatorische Fässchen Bolten.
Die darauffolgenden 60 Minuten Handball hätten Khan wohl unter normalen Umständen zur Weißglut getrieben, am Samstagabend drückte der erfolgreichste Trainer der Korschenbroicher Vereinsgeschichte aber ein Auge zu und sah zum Beispiel großzügig darüber hinweg, dass sich die Abwehrarbeit seiner Schützlinge in den ersten 30 Minuten auf das Allernötigste beschränkte. Da die Gäste aus dem Landkreis Böblingen ihrerseits alles daran setzten, sich mit einer couragierten Vorstellung aus Liga 2 zu verabschieden, musste der TVK im ersten Durchgang 19 Gegentreffer hinnehmen. Allerdings erzielten die Korschenbroicher, allen voran der starke Marcel Görden, genauso viele Tore in Durchgang 1, lagen dabei zwischenzeitlich 8:5 (11.), 11:8 (15.) und 14:10 (21.) in Führung.
In der zweiten Halbzeit steigerten die Hausherren sich dann. Vor allem Oliver Mayer, der für Sven Bartmann zwischen die Pfosten des TVK-Tores rückte, sorgte dafür, dass man sich über das 24:20in der 35. Minute auf ein vorentscheidendes 31:24 nach 47 gespielten Minuten absetzen konnte. Das Endergebnis von 38:31 spiegelt das Kräfteverhältnis der beiden Mannschaften an diesem Abend zwar durchaus realistisch wider, viel wichtiger als die beiden Punkte waren die gemeinsamen Feierlichkeiten von Spielern, Fans und Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff. Zusammen freute man sich über die erfolgreiche Saison, die letztlich in der souveränen Qualifikation für die eingleisige 2. Liga mündete. Ein Erfolg, den man gar nicht hoch genug bewerten kann, vergleicht man allein schon die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des TVK mit den Konkurrenten, die auf der Strecke geblieben sind.
Trainer Khalid Khan verabschiedete sich auf seine ganze eigene Weise aus Korschenbroich: Anstatt die übliche Pressekonferenz nach Spielende abzuhalten, bat er alle seine Spieler sowie das gesamte Funktionsteam und die Verantwortlichen noch einmal nach vorne und überreichte jedem einzelnen eine eigens angefertigte Medaille. „Wir konnten dieses Jahr ja leider keinen richtigen Aufstieg feiern, deswegen will ich meine Jungs trotzdem mit einer Goldmedaille ehren und sie zur besten Mannschaft der 2. Liga küren“, begründete der Handballlehrer seine außergewöhnliche Aktion, die ihm erneut großen Beifall des Korschenbroicher Publikums einbrachte, nachdem er schon vor Anpfiff mit Standing Ovations bedacht wurde.
Nach einem letzen Freundschaftsspiel am Sonntag in Lobberich verabschiedet sich die Mannschaft zunächst einmal Ende der nächsten Woche für die obligatorische Mannschaftsfahrt nach Mallorca, ehe es dann in den wohlverdienten Urlaub geht.
„Also zum Spiel - 38:31, Danke! Das war‘s. Ich möchte mich bei euch allen für die dreieinhalb Jahre aus tiefstem Herzen bedanken. Wir konnten ja dieses Jahr leider keinen richtigen Aufstieg feiern, deswegen will ich meine Jungs trotzdem mit einer Goldmedaille ehren und werde sie zur besten Mannschaft der zweiten Liga küren. Ich möchte symbolisch noch eine Person vom Fanclub haben, um mich bei den Zuschauern auch mit einer Medaille zu bedanken. Zu meiner Zukunft kann noch nichts sagen und es interessiert mich heute auch nicht. Heute bleib ich hier und heute Abend lassen wir die Sau raus. Und nein, ich werde kein Frauentrainer.“
Dennis Marquardt
„Wir haben uns vor der Saison Ziele gesetzt, haben mit der Mannschaft besprochen, wie viel Punkte wir holen wollen, was wir für ein Ziel erreichen wollen, das haben wir geschafft. Am vorletzten Spieltag haben wir dann alles klar gemacht, haben den Platz in eingleisigen 2. Bundesliga gesichert. Wir konnten heute ein ganz lockeres Spielchen machen, da hat sich keiner mehr was getan und ich glaube, das war ein ganz guter Saisonausklang. Es ist schwer zu sagen, wie die Liga in der nächsten Saison sein wird. Der Vergleich Nord- und Südliga ist schwer und ich weiß nicht, was passiert, wenn die beiden jetzt zusammengelegt werden. Wir haben ja in Schwartau gespielt, haben da leider im DHB-Pokal ein schlechtes Spiel gemacht, und am Ende mit vier Toren verloren. Wir lassen uns von der nächsten Saison einfach mal überraschen. Ich glaube das wird eine ganz ordentliche Wundertüte. Wir haben absolut nichts zu verlieren und unser Ziel lautet schlicht Klassenerhalt.“
Florian Korte
„Es war ein lockeres Spiel, aber mit Sicherheit kein schönes. Wir haben es erfolgreich hinter uns gebracht, das Ziel erreicht und in diesem Sinne die Saison abgerundet. Eine durchaus erfolgreiche Saison, wie ich finde und jetzt hoffe ich, dass die beiden Breuer-Brüder auch noch vertraglich gebunden werden dann, steht einer neuen erfolgreichen Saison auch nichts mehr im Wege. Die Liga wird grundsätzlich stärker, schon allein dadurch, dass die besten Teams aus beiden Staffeln zusammengelegt werden. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir hier vom Standort her ziemlich zentral in Deutschland liegen, die Fahrten nicht zwangsläufig viel weiter werden und sich dadurch für uns nicht so viel verändert. Wir müssen so oder so jedes Spiel Vollgas geben, um zu gewinnen und deswegen ändert sich nicht so viel für uns.“
Wie die unabhängige Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga GmbH am Donnerstagabend mitteilte, erhält der TV Korschenbroich die Lizenz für die eingleisige 2. Bundesliga – und zwar ohne Auflagen. Spieler, Fans und Verantwortliche haben also noch einen Grund mehr, beim letzten Saisonspiel kräftig zu feiern. Die Partie des TV Korschenbroich am kommenden Samstag (18 Uhr, Waldsporthalle) gegen die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen ist in mehrfacher Hinsicht das ‚letzte‘ Spiel. Es ist die letzte Begegnung einer herausragenden Saison 2010/2011, die in der Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga mündete. Es ist zudem die letzte Partie mit Trainer Khalid Khan an der Seitenlinie, das letzte Mal, dass Christoph Gelbke und Dominic Kasal für den TVK auflaufen. Und es ist das letzte Handballpartie als Spieler in der langen Karriere von Kreisläufer Jörn Ilper.
Der 36-Jährige, der in der kommenden Saison das Amt des Cheftrainers beim TVK bekleiden wird, weiß noch nicht, wie die letzten 60 Minuten als Spieler für ihn sein werden: „Das ist mein letztes Spiel, natürlich ist das etwas besonderes. Ich kann vorher aber noch nicht genau sagen, wie ich mich fühlen werde, auf jeden Fall bin ich schon jetzt aufgeregt.“ Viel Besuch hat sich angekündigt, seine Eltern werden anreisen und einige Freunde. Mit ihnen und den zahlreichen TVK-Fans will er den Abschluss der „grandiosen Saison, in der wir ganz viel geschafft haben“ feiern und „diese 60 Minuten ganz bewusst erleben“. Weit über 100 Partien hat er absolviert in den vier Saisons, in denen er in Korschenbroich unter Vertrag stand und in der Zeit viel erlebt. „Das war zum Beispiel der erste Abstieg meiner Karriere (gemeint ist der Abstieg aus der 2. Liga 2008, Anm. d. Red.), damals wäre ich fast schon wieder weg gewesen aus Korschenbroich. Ich hatte das ganze Jahr über grottenschlecht gespielt, war überhaupt nicht zufrieden mit meiner Leistung. Ich hab diesen Abstieg auch als persönliche Niederlage empfunden – und gerade deshalb bin ich damals, genau wie fast alle anderen, hier geblieben. Wir hatten das Gefühl, dass wir etwas wieder gut zu machen hatten.“
Das ist ihnen in den darauffolgenden Jahren mehr als eindrucksvoll gelungen. Dem verlustpunktfreien Wiederaufstieg folgten ein souveräner Klassenerhalt und in diesem Jahr die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga. Erfolge, an denen Ilper maßgeblichen Anteil hatte. „Wenn man allein mal die letzten beiden Saisons sieht, ist das absolut außergewöhnlich, was wir mit unserem schmalen Etat und unserem Kader geleistet haben. Die Qualifikation ist etwas ganz besonderes. Wir hatten uns das zwar vor der Saison als Ziel gesetzt, aber es war absolut nicht zu erwarten, dass wir das so souverän schaffen. Damit war einfach nicht zu rechnen“, so der Routinier. „Man muss vor allem bedenken, wen wir da alles hinter uns gelassen haben. Vereine mit einem deutlich höheren Etat und einer viel größeren Tradition, aber eben nicht mit so viel Leidenschaft, wie wir sie gezeigt haben. Darauf können alle Beteiligten stolz sein.“
Nun wechselt Ilper also vom Spielfeld auf die Trainerbank und beerbt dort den Mann, der den Titel „erfolgreichster Trainer der Korschenbroicher Vereinsgeschichte“ führt: Khalid Khan. Khan, der die Mannschaft 2007 in prekärer Lage von Olaf Mast übernommen und fast noch zum Klassenerhalt geführt hat, der in der darauffolgenden Saison den Wiederaufstieg schaffte und nun nach zwei Jahren in der zweithöchsten deutschen Spielklasse den TVK zu einem respektablen Bundesligisten geformt hat. Gegenüber der Neuß-Grevenbroicher Zeitung bezeichnet er die Zeit in Korschenbroich als „prägendste, aber erfolgreichste“ seiner Karriere als Trainer. „Es waren sehr lehrreiche und interessante Jahre, in denen ich unter schwierigen Bedingungen arbeiten musste.“ Die schwierigen Bedingungen führt Khan dabei vor allem auf die finanziellen Gegebenheiten in Korschenbroich zurück, die nicht zuletzt daraus resultieren, dass die Verantwortlichen des TVK nur so viel Geld ausgeben, wie sie auch im Laufe einer Saison einnehmen.
Dass dem definitiv so ist, bescheinigt nicht zuletzt eine Presseaussendung der HBL, die am Donnerstagabend auch in Korschenbroich für viel Freude sorgte. In eben dieser Mitteilung verkündete die Lizenzierungskommission die Ergebnisse ihrer Arbeit, konkret für den TV Korschenbroich bedeutete dies die Erteilung der Lizenz für die Premierensaison der eingleisigen 2. Bundesliga - und das ohne Auflagen. Geschäftsführer Dr. Peter Irmen freute sich sehr über diese Nachricht: „Die Erteilung der Lizenz ohne Auflagen attestiert mir und meinen Kollegen, dass wir mit unserer Arbeit der letzten Jahre nicht gänzlich falsch gelegen haben können. Wir freuen uns, dass wir jetzt die absolute Gewissheit haben, auch im nächsten Jahr Bundesligahandball in Korschenbroich bieten zu können. Das wollen wir am Samstag mit allen unseren Fans feiern.“ Es gibt also reichlich Gründe, um am Samstag noch länger als gewöhnlich in der Waldsporthalle zu bleiben, wie sich auch Jörn Ilper wünscht: „Ich hoffe, die Halle ist am Samstag noch einmal rappelvoll, alle bleiben lange da und wir haben einen schönen Saisonausklang. Das würde mich persönlich sehr freuen.“
Am Samstagabend (18 Uhr) steigt in der Korschenbroicher Waldsporthalle das letzte Saisonspiel. Gegner ist die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen. Rund um die Partie haben die Verantwortlichen des TVK einiges geplant.
Los geht es schon am Freitagabend. Dann steigt nämlich im Platanengarten der Gaststätte Deuss (Kleinenbroicher Straße in Pesch) um 19 Uhr zum 20. Mal „Jazz bei Johannes“. An der wohltätigen Veranstaltung zugunsten der Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf werden auch zwei bekannte TVK-Gesichter teilnehmen: Rechtsaußen Mathias Deppisch und Marketingmanager Kai Faltin freuen sich schon jetzt auf Jazz von „Herrmanns Feuerwehrkapelle“ aus Mönchengladbach. Zusätzlich hat der TVK drei exklusive Fan-Pakete geschnürt, die an diesem Abend versteigert werden sollen. Inhalt dieser Pakete sind jeweils 2 Eintrittskarten, ein Trikot, ein Fan-Schal und ein signierter Handball. „Ehrensache, dass wir diese traditionsreiche Wohltätigkeitsveranstaltung unterstützen. In der Vergangenheit haben die Korschenbroicher mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie ein großes Herz haben und es sich nicht nehmen lassen, für den guten Zweck auch mal tiefer in die Tasche zu greifen. Ich würde mich freuen, wenn wir mit unseren drei exklusiven Fan-Paketen einmal mehr eine stattliche Summe zusammen bekommen, um sie dann der Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf zur Verfügung stellen zu können“, kommentiert Faltin den Beitrag des TVK zum Gelingen der Veranstaltung, zu der der Eintritt übrigens frei ist.
Am Samstag dann heißt es zum letzten Mal vor der Sommerpause ‚Bundesligahandball in Korschenbroich‘. Das Gastspiel der SG H2Ku ist zudem der letzte TVK-Auftritt in der geteilten Spielklasse, am vergangenen Wochenende haben die Korschenbroicher ja bekanntlich die Qualifikation für die neu eingeführte eingleisige 2. Bundesliga geschafft. Die Mannschaft um Torjäger David Breuer wird es sich nicht nehmen lassen, diesen überragenden Erfolg mit ihren treuen Anhängern zu feiern. Damit auch alle Fußballfans auf ihre Kosten kommen, wird das Endspiel des DFB-Pokals zwischen dem FC Schalke 04 und dem MSV Duisburg auf der Leinwand in der Halle gezeigt. Geschäftsführer Dr. Peter Irmen freut sich schon jetzt auf einen tollen Abend: „Erst gibt es noch einmal Korschenbroicher Spitzenhandball und anschließend eine ausgelassene Feier mit unseren tollen Fans – viel besser kann ein Samstagabend doch gar nicht aussehen.“ Zudem sollen die scheidenden Spieler Christoph Gelbke und Dominic Kasal sowie Trainer Khalid Khan verabschiedet werden.
Die allerletzte Gelegenheit, das Hand.Ball.Herz.-Team in Aktion zu sehen, gibt es am Sonntag, der TVK spielt in der Werner-Jaeger-Halle in Lobberich. Dort feiert der TV Lobberich seinen 150. Geburtstag. Um 14 Uhr spielen die Bundesligadamen des TSV Bayer 04 Leverkusen gegen die 1. Damen des TVL, übrigens frischgebackene Meisterinnen der Oberliga Niederrhein, um 17.30 Uhr dann der TV Korschenbroich gegen die 1. Herren, die am vergangenen Wochenende den Aufstieg in die Oberliga klar gemacht hat.
Simon Breuer: „Wir sind froh, dass wir endlich den Deckel drauf gemacht haben. Das war heute ein verdienter Sieg. Wir haben im gesamtem Spiel nicht einmal zurückgelegen, auch wenn es gegen Groß-Bieberau wie erwartet schwer war. Die spielen ihre Angriffe immer sehr lange aus und wir mussten dabei die ganze Zeit hochkonzentriert bleiben. Die Freude darüber, dass wir die Qualifikation geschafft haben ist natürlich groß, auch wenn ich persönlich mich derzeit über andere Dinge mehr freue. Nächste Woche sind natürlich alle Fans herzlich in die Waldsporthalle eingeladen, wo wir zusammen groß feiern wollen.“
David Breuer: „Über die erfolgreiche Qualifikation freuen wir uns natürlich sehr. Wir haben schon in der letzten Minute auf der Bank angefangen zu feiern, weil wir unser großes Ziel endlich erreicht haben. Gegen Groß-Bieberau sind wir ganz gut ins Spiel reingekommen, konnten direkt mit einigen Toren in Führung gehen. Allerdings hat sich Bieberau das ganze Spiel über nicht abschütteln lassen und ist besonders über den starken Rückraum zu Toren gekommen, wir mussten ordentlich dagegen halten, damit wir die Punkte am Ende mitnehmen konnten. Das war heute sicher keine optimale Leistung, aber wir haben uns kämpferisch gut präsentiert. Auf der Rückfahrt haben wir schon angefangen zu planen, wie wir nach dem Spiel nächste Woche die Saison gemeinsam mit den Fans ausklingen lassen. Die Spieler werden sich sicher unter die Zuschauer mischen, dann wollen wir das DFB-Pokalfinale gemeinsam gucken und drum herum auch ein bisschen Programm bieten, so dass die Leute schön mit uns feiern können.“
Markus Breuer: „Das ist natürlich sehr schön, dass wir heute endgültig alles klar machen konnten. Es war doch ein schwieriges Spiel und nich so ein Sieg, wie wir uns eigentlich erhofft hatten. Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war sehr groß. Wir haben uns vom Bieberauer Spiel ein wenig einlullen lassen, die Schiedsrichter haben die langen Angriffe leider zugelassen und hätten vielleicht einige Male eher den Arm heben können. Wir sind aber ruhig geblieben und haben unser Spiel durchgezogen und sind zu einfachen Toren gekommen. Ich denke, das war ein verdienter Sieg. Die TSG wollte heute nochmal alles zeigen und hat sich nicht hängen lasen. Wir freuen uns jetzt alle auf nächste Woche und einen schönen Abschluss mit den Fans.“
Am vorletzten Spieltag der Saison 2010/2011 hat der TV Korschenbroich in der 2. Handballbundesliga Süd alles klar gemacht: Durch den 34:31 (17:15) Sieg bei der TSG Groß-Bieberau wurden auch die allerletzten Zweifel beseitigt – der TVK hat die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga in der Tasche. Die Schützenhilfe aus Erlangen, wo der gastgebende HC den EHV Aue mit einem 23:20 (14:7) nach Hause schickte, wurde letztendlich nicht mehr benötigt.
Bei den Odenwäldern, für die die Partie gegen den TVK das vorerst letzte Heimspiel in der 2. Liga war, bewiesen die Korschenbroicher einmal mehr ihre Auswärtsstärke und beherrschten den Gegner über die volle Distanz. In der ersten Halbzeit erwischten die Gäste den besseren Start und lagen nach einer Viertelstunde bereits mit 9:5 in Front. Über 13:9 (20.) und 15:12 (25.) sprang zur Pause eine 17:15 Führung heraus. Weil auch im zweiten Durchgang kein Leistungseinbruch erfolgte, stand am Ende das 34:31 für die Gäste auf der Anzeigetafel in der Großsporthalle zu Groß-Bieberau.
Nach der deutlichen Niederlage in Eisenach (25:33) vom Mittwoch bleibt dem Hand.Ball.Herz.-Team nur wenig Zeit zur Regeneration. Schon am Samstagabend (18 Uhr, Großsporthalle Groß-Bieberau) muss die Mannschaft wieder antreten. Dann steht nämlich das letzte Auswärtsspiel der Saison gegen die TSG Groß-Bieberau an.
Das Hinspiel im Dezember hatte der TVK deutlich dominiert, siegte am Ende völlig verdient mit 33:25 und hätte eigentlich noch mehr für die Tordifferenz tun müssen. Dass die Mannschaft im Laufe der Saison trotzdem genug Treffer erzielt hat, zeigt die aktuelle Tabelle: Der TVK liegt mit 39:25 Punkten auf dem achten Rang, vier Zähler trennen ihn vom Relegationsplatz zehn, den der EHV Aue innehat. Bei noch zwei ausstehenden Spielen – also vier zu vergebenden Punkten – können die Erzgebirgler maximal noch Punktgleichheit mit dem TVK erreichen. Und dass selbst das nicht reichen würde, um die Korschenbroicher in die Relegation zu zwingen, dafür spricht eben die um 44 Treffer bessere Tordifferenz. Geschäftsführer Dr. Peter Irmen lehnt sich demnach nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn er sagt: „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir die direkte Qualifikation noch verfehlen sollten. Im Prinzip können wir in den beiden letzten Partien doch locker aufspielen.“
Allzu locker sollten es die Spieler seiner Meinung nach aber auch nicht angehen: „Es ist natürlich schade, dass wir in Eisenach so deutlich verloren haben, aber ich bin mir sicher, dass sich die Mannschaft in den letzten beiden Spielen noch einmal am Riemen reißt und wir erst in Groß-Bieberau unsere alte Auswärtsstärke unter Beweis stellen und dann in der darauffolgenden Woche im letzten Heimspiel noch einmal mit unseren Zuschauern ein tolles Handballfest feiern werden.“ Mit dem gesamten Saisonverlauf sei er „natürlich sehr zufrieden“. Die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga, vor der Saison als großes Ziel ausgegeben, ist so gut wie erreicht, was „ein überragendes Ergebnis“ einer „genialen Spielzeit 2010/2011“ sei.
Um ihren Geschäftsführer, der den TVK-Tross am Samstag in den Odenwald begleiten wird, noch glücklicher zu machen, sollten die Spieler also darum bemüht sein, ihre ohnehin schon hervorragende Auswärtsbilanz noch ein bisschen aufzupolieren. Derzeit gehört der TVK zu den fünf Teams der 2. Handballbundesliga Süd, die in der Auswärtstabelle ein positives Punktekonto aufzuweisen haben (17:15).
Der TV Korschenbroich hat sein vorletztes Auswärtsspiel der Saison verloren. Beim ThSV Eisenach setzte es im Nachholspiel am Mittwochabend eine deutliche 25:33 (14:18) Niederlage. Die Korschenbroicher mussten von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen, lagen Mitte des zweiten Durchgangs sogar mit zwölf Toren Differenz zurück (17:29, 48.). Grund für die deutliche Pleite seines Teams war laut Rechtsaußen Mathias Deppisch, dass „Eisenach in vielen Dingen überlegen war“.
Den ersten Rückschlag, wenngleich aus erfreulichem Anlass, musste die Truppe noch vor dem Anpfiff hinnehmen: Simon Breuer hatte die Reise nach Thüringen erst gar nicht angetreten, da bei seiner hochschwangeren Ehefrau Mirka am Mittag die Wehen eingesetzt hatten und der Mittelmann bei seine Gattin im Krankenhaus weilte. Mathias Fuchs ersetzte seinen Mannschaftskollegen auf der Rückraummitte.
Der Start lief für die Sieben vom Niederrhein alles andere, als gut. Nach acht Minuten lag der TVK bereits mit 2:6 zurück, ein Rückstand, von dem sich die Mannschaft über die gesamte Spieldauer nicht mehr erholen sollte. Angetrieben von ihren extrem begeisterungsfähigen Fans sorgten die Thüringer bis zum Pausenpfiff der beiden EHF-Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies für immer mindestens drei Tore Differenz. 5:10 (13.), 9:13 (20.) und 12:17 (26.) lauteten aus TVK-Sicht die Stationen bis zur 18:14-Halbzeitführung der Gastgeber.
Anstatt im zweiten Durchgang mit neuem Elan die Aufholjagd in Angriff zu nehmen, geriet der TVK jetzt erst so richtig unter die Räder. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit konnte die Partie noch ausgeglichen gestaltet werden, es bliebt bei einer Differenz von fünf Treffern (17:22, 40.). Dann aber legte der ThSV eine 7:0 (!) Serie bis in Minute 48 hin (17:29) und sorgte somit für die Entscheidung. Auch eine Auszeit von TVK-Coach Khalid Khan beim Stand von 17:25 (43.) verpuffte wirkungslos. Khan sagte nach Spielende über diesen Abschnitt der Partie: „Bis dahin war es schlecht, ab da desolat.“ In den verbleibenden rund zehn Minuten schalteten die Wartburgstädter dann einen Gang zurück und gestatteten ihren Gästen vom Niederrhein noch, das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten. Am Ende zeigte die Anzeigetafel in der mit 2.100 Zuschauern gefüllten Werner-Aßmann-Halle das Resultat von 33:25 an.
Somit blieb den Korschenbroichern nach den enttäuschenden 60 Minuten nur die Rolle des Gratulanten, denn für den ThSV Eisenach bedeuteten die beiden Punkte die sichere Qualifikation für die eingleisige 2. Liga – das Ziel, zu dem dem TVK rein rechnerisch noch ein Punkt fehlt.
Die nächste Auswärtsaufgabe wartet schon am kommenden Samstag auf den TVK. Um 18 Uhr treffen die Korschenbroicher in der Großsporthalle Groß-Bieberau auf die heimische TSG, ehe in der darauffolgenden Woche zur selben Anwurfzeit die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen, oder kurz SG H2Ku zum letzten Saisonspiel in die Korschenbroicher Waldsporthalle kommt.
„Wir hatten nicht den Hauch einer Chance, ich habe keinen einzigen Spieler in Normalform gesehen. In der Verfassung sind wir mit dem Ergebnis noch gut bedient. Eisenach war sehr stark, aber unsere Vorstellung war einfach nur enttäuschend. Ich erwarte an diesem und am nächsten Samstag eine charakterlich einwandfreie Vorstellung meiner Truppe.“
Jörn Ilper
„Wir hatten von der ersten bis zur letzten Minute keine Chance. Eisenach war einfach in allen Belangen besser, zudem fehlte uns Simon. Mathias Fuchs hat seine Sache nicht schlecht gemacht, allerdings hatte er in den letzten Wochen wenig Spielanteile, so dass es unserem Spiel an Rhythmus und Sicherheit fehlte. Nach dem frühen Rückstand haben wir uns noch einmal bis auf drei Tore heran gekämpft, mussten dann aber wieder abreißen lassen. Ich kann heute noch nicht einmal richtig wütend sein, so schlecht waren wir. Das soll nicht heißen, dass wir das Spiel irgendwie abgeschenkt haben oder so, aber man hat halt manchmal solche Spiele, in denen nichts gelingt. Ich weiß gar nicht konkret, was falsch lief – wir waren einfach immer einen Schritt zu spät.“
Mathias Deppisch
„Eisenach war uns in vielen Dingen überlegen und hat das Spiel absolut verdient gewonnen. Wir haben taktisch sehr viel versucht, aber so richtig hat davon nichts gefruchtet. Insgesamt hat die gesamte Geschwindigkeit und Bewegung gefehlt.“
Offiziell ist beim TV Korschenbroich im Kampf um die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga noch keine Entscheidung gefallen, praktisch gesehen ist es aber fast unmöglich, dass der TVK noch in Gefahr gerät, sein Saisonziel zu verfehlen. Derweil wurde mit Sebastian Bartmann der erste Neuzugang unter Vertrag genommen.
Der TVK hat zwar am kommenden Mittwoch noch sein Nachholspiel beim ThSV Eisenach zu absolvieren, unabhängig vom Ergebnis dieser Partie bestehen aber vor den letzten beiden Saisonspielen vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 10. Zudem haben die Korschenbroicher eine um 52 Treffer bessere Tordifferenz gegenüber dem auf eben diesem 10. Tabellenplatz liegenden EHV Aue vorzuweisen. Somit darf bereits zwei bzw. für den TVK drei Spiele vor Saisonende gratuliert werden: Der TV Korschenbroich hat sein großes Saisonziel erreicht und die sportliche Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga erlangt. Nichtsdestotrotz können sich alle TVK-Fans sicher sein, dass ihre Mannschaft auch in den verbliebenen drei Partien alles abrufen wird, um eine schon jetzt überaus erfolgreiche Saison positiv zu beenden – „Ich erwarte für den Rest der Saison ein vernünftiges Auftreten, die Jungs haben sich aber auch selber vorgenommen, nach Möglichkeit alle verbliebenen Spiele zu gewinnen“, ist sich auch Trainer Khalid Khan sicher, dass keiner seiner Schützlinge vorzeitig abschenken wird.
Hinter den Kulissen wird weiter fleißig am Kader für die kommende Spielzeit gearbeitet. Am vergangenen Wochenende hat auch der erste Neuzugang seinen Vertrag beim TVK unterschrieben: Sebastian Bartmann, Bruder des TVK-Torhüters Sven Bartmann, wird in der kommenden Saison für die Korschenbroicher in der 2. Bundesliga auflaufen. Der am 21.04.1991 in Krefeld-Uerdingen geborene Kreisläufererhält zunächst ein Arbeitspapier für ein Jahr. In der aktuellen Saison ist er für die Sportfreunde Hamborn in der Oberliga am Ball und wird auch in der neuen Spielzeit per Doppelspielrecht weiter für das Duisburger Team auflaufen. Nachdem er seine gesamte Jugendzeit in seinem Heimatverein SC Bayer Uerdingen verbracht hat und dort als A-Jugendlicher schon zwei Jahre Regionalliga spielen durfte, war er vor der Saison 2010/11 zu den Sportfreunden Hamborn gewechselt. „Ich möchte in der neuen Saison erst einmal schauen, wie es ist, in der 2. Liga zu spielen“, äußert sich der 1,98m große gelernte Industriemechaniker bescheiden zu seiner handballerischen Zukunftsperspektive. „Wenn es hier klappt, dann klappt’s. Ich kann mir auf jeden Fall sagen, dass ich es mal versucht habe – ich werde natürlich alles dafür geben, dass es klappt“, antwortet der 20-Jährige angenehm zurückhaltend auf die Frage nachseinen persönlichen Zielen für die nächste Saison. Überhaupt tritt der Hüne überaus bedächtig und fast sanftmütig auf, dass er diese Zurückhaltung auf dem Handballfeld aber durchaus ablegen kann, davon hat sich Korschenbroichs designierter Trainer Jörn Ilper in den vergangenen Monaten persönlich überzeugt: „Wir haben Sebastian Bartmann geholt, weil wir in den letzten Wochen und Monaten seine Entwicklung in der Oberliga beobachtet haben und weil wir wissen, dass er mit seiner Körpergröße, seiner Kraft und seinem Gewicht etwas repräsentiert, was wir so in der Form in der Mannschaft nicht haben. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr in enger Zusammenarbeit mit Hamborn einen Spieler heranziehen, der Hamborn und uns große Freude macht.“
Ein Bild seines neuen Vereins konnte sich Sebastian Bartmann bei verschiedenen Besuchen in der Waldsporthalle machen: „Die Stimmung ist hier auf jeden Fall gut. Soweit ich das beurteilen kann, wird hier insgesamt nach einem sehr guten Konzept gearbeitet.“ Grund für seine Besuche in Korschenbroich war sein älterer Bruder Sven, der seit dieser Saison das TVK-Tor hütet und sich „natürlich“ darüber freut, dass er „nach den zwei Jahren in Uerdingen wieder mit meinem Bruder in einer Mannschaft zu spielen. Wir haben zwar sowieso schon viel miteinander zu tun, aber so hat man tagtäglich noch ein bisschen mehr Kontakt. Wir haben das in Uerdingen schon sehr genossen.“ Anders, als man vielleicht vermuten mag, ist der Kontakt zum TVK aber nicht über ihn zustande gekommen: „Jörn ist auf mich zugekommen und hat mir gesagt, dass er ein Auge auf meinen Bruder geworfen hat und hat mich so dabei indirekt um meine Zustimmung zu der ganzen Sache gefragt. Das fand ich sehr bewundernswert.“ Die Gelegenheit, im Hand.Ball.Herz.-Team Bundesligaluft zu schnuppern, sei für seinen Bruder „eine riesen Möglichkeit, sich zu präsentieren. Ich habe Jörn gesagt, dass es für Sebastian das Größte wäre, auch mal Bundesliga zu spielen. Das war im letzten Jahr für mich genau dasselbe und ihm wird es jetzt nicht anders ergehen.“
Zunächst gilt es aber noch, sich auf den Abschluss der laufenden Spielzeit zu konzentrieren. Und da steht eben am Mittwochabend das Nachholspiel in Eisenach an. „Die Ausgangslage ist natürlich die, dass der ThSV noch unbedingt einen, wenn nicht sogar zwei Punkte braucht und das Spiel vorab schon als ‚Endspiel‘ tituliert hat. Die sind haushoher Favorit“, rückt TVK-Coach die Kräfteverhältnisse vor dem Aufeinandertreffen mit den Thüringern um 20 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle klar. „Aber wir haben eine berechtigte Aussenseiterchance, wenn wir und auch die leitenden Unparteiischen eine vernünftige Leistung bringen“, schiebt er jedoch gleich hinterher.
Ein packendes Derby lieferten sich am Freitagabend der TV Korschenbroich und die HSG Düsseldorf in der mit 699 Zuschauern ausverkauften Korschenbroicher Waldsporthalle. 27:31 (14:12) lautete der Endstand einer Partie, die genauso gut auch anders herum hätte ausgehen können. Eine mangelhafte Chancenverwertung in den entscheidenden Situationen und der eine oder andere unglückliche Pfiff der Unparteiischen Christoph Immel und Ronald Klein brachten den TVK letztlich um den möglichen Sieg.
Die Waldsporthalle in Korschenbroich war noch nie ein gutes Pflaster für die HSG Düsseldorf. Zweimal versuchte der ambitionierte Club aus der Landeshauptstadt bislang, die Heimspielstätte des TVK zu erobern, zweimal musste die Profitruppe unverrichteter Dinge wieder abziehen, zuletzt in der ersten DHB-Pokalrunde im vergangenen August. In den ersten 30 Minuten der Zweitligabegegnung am Freitagabend sah es ganz so aus, als wäre auch diesmal in Korschenbroich nichts zu holen für die Düsseldorfer. Zu gut hielt TVK-Keeper Oliver Mayer, zu sicher stand die Abwehr um den Innenblock mit Jörn Ilper und Dennis Marquardt. Wenn es am Spiel des TVK in der ersten Halbzeit etwas auszusetzen gab, dann vielleicht, dass der Vorsprung beim Seitenwechsel nur zwei Treffer betrug (14:12). Gelegenheiten, die Führung noch deutlicher ausfallen zu lassen waren vorhanden, aber weder nach dem 8:4 (12.), 11:7 (18.) oder 14:11 (27.) konnten die Hausherren sich deutlicher absetzen.
Dass sich so etwas im Handball in aller Regel rächt, mussten die Korschenbroicher dann in Durchgang zwei erleben. Binnen der ersten fünf Minuten glich die HSG Düsseldorf durch Michael Hegemann zum 17:17 aus. In der Folge entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, den keines der beiden Teams zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Ursache dafür waren sicherlich auch einige diskussionswürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes. „Jeder in der Halle hat gesehen, dass wir unsere Spielweise in der Abwehr in der zweiten Halbzeit nicht geändert haben. Wir haben auf einmal Zeitstrafe auf Zeitstrafe bekommen“, drückte TVK-Coach Khalid Khan nach Spielende sein Unverständnis über so manchen Pfiff aus.
Nichtsdestotrotz boten sich den Korschenbroichern etliche Gelegenheiten, den Spielverlauf für sie positiv zu beeinflussen. In der 47. Minute sah Maximilian Weiß, der abwehrstarke Kreisläufer der Düsseldorfer, nach seiner dritten Zeitstrafe beim Stand von 22:23 den roten Karton. Weil aber auch der TVK kurz darauf durch eine unnötige Zeitstrafe gegen Markus Breuer in Unterzahl agieren musste, stand es nach 51 gespielten Minuten immer noch 25:25 unentschieden. Mathias Deppisch hatte für seine Farben ausgeglichen.
Die Schlussphase hatte es dann in sich. Florian von Gruchalla und der starke Daniel Brack besorgten beim 25:27 einen 2-Tore-Vorsprung für die HSG (55.). Im direkten Gegenzug räumte Patrick Fölser Korschenbroichs Mathias Fuchs bei einem Gegenstoß des TVK gesundheitsgefährdend ab und leistete folgerichtig Maximilian Weiß Gesellschaft unter der Dusche. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Simon Breuer sicher zum 26:27. Weil aber dann Florian Korte und Jörn Ilper an Matthias Puhle im HSG-Tor scheiterten und auf der Gegenseite Michael Hegemann und Nils Artmann sicher verwandelten, konnte Daniel Brack eine Minute vor Spielende mit seinem Tor zum 27:30 für die Entscheidung sorgen. Den Schlusspunkt setzte Puhle, der vom eigenen Kasten aus in das - zu Gunsten eines weiteren Feldspielers - verwaiste TVK-Tor zum 27:31-Endstand traf.
Dass nach dem Schlusspfiff die Düsseldorfer einen relativ deutlichen Sieg feiern würden, war über weite Strecken des Spiels nicht abzusehen und die vier Tore Differenz drücken am Ende bei weitem nicht das wahre Leistungsverhältnis aus. Für den TVK geht es nun mit einer englischen Woche weiter. Am Mittwoch steigt in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle um 20 Uhr das Nachholspiel des 24. Spieltags, anschließend treten die Korschenbroicher am Samstag um 18 Uhr bei der TSG Groß-Bieberau an.
„Wir haben uns mehr vorgenommen wollten hier Zuhause natürlich gewinnen. Wir wissen, dass mit dem Publikum im Rücken eine Menge geht. Gerade, wenn die Halle ausverkauft ist, macht es eine Menge Spaß, hier zu spielen. Ich denke wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben aber in den entscheidenden Phasen, z.B. bei den beiden roten Karten, unsere Chancen nicht nutzen können. Wir verlieren als Mannschaft und gewinnen als Mannschaft. Ich freue mich, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe, dass wir alle ein gutes Spiel gemacht haben. Das Ende ist dann ein bisschen unglücklich gelaufen. Vier Tore Differenz sind vom Spielverlauf her zu viel. Bei ein oder zwei Toren Differenz hätte niemand etwas gesagt, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“
Marcel Görden
„Eine definitiv unglückliche Niederlage gegen Düsseldorf. Ich glaube, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf in keinster Weise wieder und auch nicht unsere Leistung, wir hätten heute durchaus einen Punkt verdient gehabt. Wir kommen sehr gut in das Spiel rein und machen es Düsseldorf sehr schwer, führen ja dann mit zwei Toren zur Halbzeit und dann haben wir uns vorgenommen gut wieder aus der Kabine zu kommen. Das haben wir dann soweit auch geschafft, auch wenn Düsseldorf dann direkt ausgeglichen hat, danach haben wir das Spiel relativ offen gestaltet. Es ist schwierig direkt nach dem Spiel die Gründe zu analysieren, das muss man sich auf Video angucken. Es waren viele unglückliche Aktionen dabei, die mit Sicherheit auch anders hätten gesehen werden können. Gegen Ende haben wir die Außen nicht mehr in den Griff bekommen, die konnten zu viele Tore werfen. Wie gesagt, ich glaube wir hätten einen Punkt verdient gehabt und am Ende sind vier Tore Differenz einfach zu hoch.“
Ronny Rogawska
„Ich finde nicht, dass wir am Ende mehr Glück gehabt haben. Das war ein Spiel, was so gelaufen ist, wie unser Pokalspiel damals. Uns war klar, dass es in dieser Halle nicht einfach ist zu gewinnen. Für uns ging es darum, das Spiel bis zum Ende offen zu halten. Das haben wir dann auch erst mal hingekriegt. Die Jungs haben das umgesetzt, was wir wollten. Wir wollten Korschenbroich keine einfachen Tore ermöglichen. Wir kamen wir selber gut ins Spiel. und haben einfache und schnelle Tore gemacht. Unsere Taktik war, Geduld zu haben. Korschenbroich ist eine sehr aggressive Mannschaft, die alle Facetten im Spiel beherrscht. Vom Kreis, über den Rückraum und die Außen, mit vielen kleinen Tricks. Von meiner Seite ein riesen Lob an meine Mannschaft, das man hier in Korschenbroich gewinnt ist nicht einfach. Es ist auch mit Sicherheit der Schlüssel zum Sieg gewesen das Matthias Puhle sehr gut gehalten hat. Man braucht immer eine gute Torhüterleistung und heute war es Matthias Puhle“
Khalid Khan
„Glückwunsch an Ronny! Ich denke, wenn wir erst mal bei uns anfangen und uns an die eigene Nase packen, müssen wir sagen, dass wir in der zweiten Halbzeit kurz vor Schluss die Chance haben, den Ausgleich zu erzielen und geben diesen Ball leider sehr naiv weg. Kriegen dann postwendend die -2 und davon haben wir uns auch nicht mehr erholt, das war sehr sehr schade. Ich war in den letzten beiden Wochen überhaupt nicht einverstanden mit der Art und Weise. Jeder der heute in der Halle war, hat gesehen, dass die Mannschaft alles abgerufen hat, was drin war. Ich hab meiner Mannschaft in der Halbzeit gesagt ‚Warten wir mal ab, ob die Schiedsrichter so konsequent den Arsch in der Hose haben und weiter ihre Linie fahren.‘ Jeder in der Halle hat gesehen, dass wir unsere Spielweise in der Abwehr nicht geändert haben. Wir haben auf einmal Zeitstrafe auf Zeitstrafe bekommen und dass das im Endeffekt gegen so eine starke Mannschaft tödlich ist, ist klar. Respekt an meine Mannschaft, Respekt an Ronny, Glückwunsch!“