Der TVK wird am kommenden Freitag beim MAXMO-Lauf (ab 18 Uhr, Grenzlandstadion) in Mönchengladbach teilnehmen. Seinen ersten Einsatz im TVK-Trikot wird das Trio Christoph Gelbke, Dominic Kas...
Der TVK wird am kommenden Freitag beim MAXMO-Lauf (ab 18 Uhr, Grenzlandstadion) in Mönchengladbach teilnehmen. Seinen ersten Einsatz im TVK-Trikot wird das Trio Christoph Gelbke, Dominic Kasal und Thomas Bauer haben.
„Ich habe schon mitbekommen, dass sich der TVK das ganze Jahr über wohltätig engagiert. Ich freue mich, dass ich beim ersten öffentlichen Event der neuen Saison gleich mit dabei sein kann!“ Das waren die ersten Worte, die Thomas Bauer per Mail an den TVK schrieb, als nach dessen Bereitschaft gefragt wurde, am Wohltätigkeitslauf teilzunehmen.
Und schon anhand dieser wenigen Zeilen wird deutlich, dass der österreichische Nationaltorhüter („Die EM 2010 ist mein großes Ziel.“) auch menschlich bestens ins TVK-Team passen wird. Dabei hätte der 22-Jährige durchaus Grund gehabt, sich erstmal auf die faule Haut zu legen. Schließlich weilte der 1,87 m große Schlussmann nach der Saison mit der Nationalmannschaft noch bei einem Trainingslager auf Island. Und in diesen Tagen steht der Umzug von der Alpenrepublik nach Düsseldorf an.
Hierbei kann er sich auf die Hilfe seiner Eltern verlassen – und natürlich seiner Lebensgefährtin Laura Magelinskas, mit der er künftig unter einem Dach leben wird. Laura ist ebenfalls in der österreichischen Handball-Nationalmannschaft und wechselt jetzt vom süddeutschen Zweitligisten TV Nellingen zum TV Beyeröhde nach Wuppertal. „Von Düsseldorf haben wir es beide nicht so weit zum Training und zu den Spielen“, erklärt „Tom“.
Christoph Gelbke, in der Schlussphase der abgelaufenen Spielzeit sogar mit Einsätzen in der 1. Liga, und dem „waschechten“ Korschenbroicher Dominic Kasal bleibt ein Umzug erspart. Sie bleiben in Neuss bzw. Korschenbroich wohnen. Auch sie freuen sich natürlich auf ihren ersten Einsatz im TVK-Dress. „Wir trainieren derzeit ohnehin viel im Ausdauerbereich, da passt der Lauf doppelt gut“, sagt der 18-Jährige Kasal.
Beim Maxmo-Lauf geht es in erster Linie aber um den guten Zweck. Schließlich werden sämtlichen Einnahmen dem Kinderhaus Viersen zur Verfügung gestellt. Dort werden 14 schwerst-mehrfach behinderte Kindern betreut – und dafür fehlt noch Geld. Das Konzept des Laufes ist ganz einfach. Für jede gelaufene Stunde legt jeder Teilnehmer sein Startgeld (mindestens 5 Euro) selbst fest. Der Lauf geht über das gesamte Wochenende, daher auch das Motto „50 Stunden für den guten Zweck“.
„Wir unterstützen diese Veranstaltung natürlich gerne“, sagt TVK-Geschäftsführer Dr. Peter Irmen, der aber nicht nur die Spieler der 1. Herren in die Pflicht nehmen will. „Es wäre eine tolle Sache, wenn sich noch mehr Sportler vom gesamten TVK für den Lauf engagieren würden. Ich denke, hier kann jeder etwas tun, ob als Läufer, Kuchenbäcker oder sonstiger Helfer.“
Für das neue TVK-Trio keine Frage: Sie wollen (und werden) die 60 Minuten auf der Laufbahn im Mönchengladbacher Grenzlandstadion voll machen. Bereits am späten Nachmittag wird der TVK vor Ort sein und das ohnehin schon tolle Rahmenprogramm ergänzen. Selbstverständlich stehen sämtliche Spieler für Autogramme, Interviews oder einen kleinen „Plausch“ zur Verfügung. Ab 19 Uhr geht es für die Bundesligaspieler – unter ihnen natürlich alle Neuzugänge – dann auf die Laufbahn. Neben dem guten Zweck bereiten sie sich so gewissenhaft auf die am 22. Juli beginnende intensive Trainingsphase vor. Und im Sinne des TVK-Mottos „Hand.Ball.Herz“ könnte das fast kein besserer Einstand sein...
Meister gegen Meister: TVK im DHB-Pokal in Mundenheim
28.06.2009
Der TVK trifft in der ersten des DHB-Pokals auf den Regionalligisten VTV Mundenheim. Am Wochenende 29./30. August 2009 findet somit das erste Pflichtspiel des Westdeutschen Meister statt.Der TVK ...
Der TVK trifft in der ersten des DHB-Pokals auf den Regionalligisten VTV Mundenheim. Am Wochenende 29./30. August 2009 findet somit das erste Pflichtspiel des Westdeutschen Meister statt.
Der TVK war mit gleich vier Offiziellen bei der HBL-Ligaversammlung in Dortmund vertreten. Bei der dortigen Auslosung des DHB-Pokals wurde der TVK dann auch gleich als zweites Team gezogen. Das Los bescherte ein Auswärtsspiel beim VTV Mundenheim und das bedeutet: Meister gegen Meister!
285 Kilometer Wegstrecke gilt es bis zum Vorort von Ludwigshafen zurückzulegen. Der Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saarland stellte den besten Angriff und die beste Abwehr der Liga und verlor überdies kein Heimspiel. Mit 51:9 Punkten wurde man mit zwei Punkten Abstand Meister. 730 Zuschauer, davon 600 Sitzplätze, fasst die Mundenheimer Heimspielstätte.
Für den TVK als Zweitligisten kann das Ziel natürlich trotzdem nur lauten, die 2. Runde am 23.9. zu erreichen. Denn dann kann es mit ein wenig Losglück erneut gegen einen Erstligisten gehen - so wie in den letzten beiden Jahren, als der TVK zuhause gegen Tusem Essen, MT Melsungen und - wer erinnert sich nicht - gegen den THW Kiel spielte.
In der Vergangenheit hat der TVK getreu seinem Motto „hand.ball.herz“ zahlreiche soziale Projekte unterstützt. Jetzt kommt es zur Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des MAXMO-Laufs, der vom 3. bis zum 5. Juli im Grenzlandstadion Mönchengladbach stattfindet.
„Als wir von der Sache gehört haben, waren wir uns schnell einig: Wir helfen!“, erklärt Geschäftsführer Dr. Peter Irmen, der selbst in einem Kölner Krankenhaus tätig ist. Schließlich sind die Jungs vom TVK Handballer mit Herz. Das bedeutet auf dem Spielfeld, dass sie bis zur letzten Sekunde kämpfen, ihren Sport mit viel Leidenschaft regelrecht leben.
Aber auch abseits des Handballfeldes beweist der Bundesliga-Aufsteiger sein Herz: ob Straßenkinder in Südamerika, das örtliche Rote Kreuz oder zuletzt die Einrichtung „Glehner Sorgenkinder“ – der TVK hilft denen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem TVK kurzfristig einen so prominenten Partner mit ins Boot holen konnten“, sagt Oliver Dienst, Organisator des MAXMO-Laufs. 50 Stunden für den guten Zweck: Der Ultra-Lauf beginnt am 3.7. um 15 Uhr und endet am 5.7. um 17 Uhr. Doch was genau steckt überhaupt hinter dem MAXMO-Lauf?
Gelder für die Betreuung behinderter Kinder
Es geht um 14 Plätze zur Betreuung von schwerst-mehrfach behinderten Kindern. Ein hoher sechsstelliger Betrag fehlt, den das Kinderhaus Viersen in die spezielle Einrichtung des Hauses investieren möchte. Der Förderverein des Kinderhauses Viersen sammelt deshalb Gelder, damit Verschiedenes für das Kinderhaus angeschafft werden kann, das es von einem kühlen Krankenhaus unterscheidet. Das sind zum einen kleine Dinge wie spezielle (Dekubitus-)Matratzen, warme Lichtquellen und freundliche Vorhänge an den Fenstern. Zum anderen jedoch auch so kostenintensive Punkte wie eine schöne Außenanlage mit Garten, für den sogar ein Schaf angeschafft werden soll – weil erwiesen ist, dass die Kinder länger leben, wenn Sie mit Tieren umgehen können.
Der wichtigste Faktor jedoch ist die Betreuung der kleinen Patienten. Besondere Fortbildungen und spezielle Ausbildungen für das Personal sollen ebenfalls von diesem Geld bezahlt werden.
Prominentes Teilnehmerfeld
Und mit ihrer Sportbegeisterung möchten der TVK und die MAXMO-Apotheken den Förderverein des Kinderhauses mit ihrem Ultra Lauf unterstützen. „Als Apotheke mit eigenem Laufteam ist es für uns absolute Ehrensache, dass wir nicht nur Veranstalter sind, sondern uns auch aktiv am Lauf beteiligen“, berichtet Dienst.
Neben den zukünftigen Bundesliga-Cracks des TVK konnten einige prominente Läufer für den Ultra-Lauf gewonnen werden. Andreas Niedrig, bekannt aus dem Kinofilm „Lauf um Dein Leben – vom Junkie zum Ironman“ ist einer von Ihnen. Sonja Oberem, Triathlon Jugendweltmeisterin 1995 ist genauso dabei wie Astrid Benöhr, ein in der Szene bekannte Ultra-Triathletin.
Wer hilft noch?
Die 1. Herrenmannschaft des TVK wird nicht nur selbst an den Start gehen, sondern versucht weitere Läufer aus dem Verein zu aktivieren. Mitmachen und -helfen kann jeder: ob als Helfer, Kuchenbäcker oder Zuschauer. Und natürlich als Läufer, wobei eine Stunde gelaufen werden sollte. Das Startgeld (mindestens 5 Euro) bestimmt jeder selbst, private oder gewerbliche Sponsoren dafür sind herzlich willkommen. Spendenquittungen werden ab 50,- Euro ausgestellt.
Für die ganzen drei Tage haben die Organisatoren ein buntes Rahmenprogramm erstellt. Zahlreiche Spiele wie eine Hüpfburg und Wettbewerbe, z.B. Weitsprung mit tollen Gewinnen zur Unterhaltung sind geplant. Nachts wird das Grenzlandstadion beleuchtet sein.
Und auch ansonsten geht der Betrieb hier nahtlos weiter: Oliver Dienst, der Initiator, geht mit gutem Beispiel voran. Er läuft selbst in der Nacht von Freitag auf Samstag von 23.00 Uhr bis 3.00 Uhr und in der Nacht von Samstag auf Sonntag von 3.00 bis 7.00 Uhr, sowie im Start und Zielleinlauf.
Eine überdachte Tribüne bietet Platz für 2.500 nachtaktive Zuschauer. Der Lauf wird rund um die Uhr moderiert und von den Medien, wie Radio 90,1 begleitet.
Unter www.maxmo.de können sich Interessierte um eine Teilnahme am Lauf bewerben.
Ihr Ansprechpartner: Oliver Dienst,Geschäftsleitung MAXMO Apotheke, Dahlener Straße 69, 41239 Mönchengladbach,Tel. 02166 – 99 88 29 – 0, Fax. 02166 – 99 88 29 – 534, Oliver.Dienst@maxmo.de
Oder nehmen Sie Kontakt zum TVK auf; Ihre Ansprechpartnerin istAndrea Kowalewski, Hindenburgstraße 1, 41352 Korschenbroich,Tel.: 02161 / 9 46 99 52,Fax: 02161 / 9 46 99 53, andrea.kowalewski@tvk-gmbh.de
Für Sie: 17 x Heimrecht in der 2. Handball Bundesliga!
Sichern Sie sich jetzt Ihren Stammplatz bei den Heimspielen des TVK in der Bundesliga-Saison 2009/2010! Wer bis zum 16. August eine Bundesliga-Dauerkarte bestellt, spart bis zu 30 € (Sitzplatz Mitteltribüne, Option A) im Vergleich zu Einzeltickets und erhält gratis einen Fan-Schal dazu!
Die Tickets können bei Knepperges & Zimmer, Hindenburgstr. 4, in Korschenbroich erworben werden. Ebenso können Sie Ihre Dauerkarten online unter buero@tvk-gmbh.de oder über die Ticket-Hotline: 02161 - 977 28 12 reservieren. Die Ausgabe der Karten inkl. Fan-Schal erfolgt in der 34. Kalenderwoche. (Angebot mit Fan-Schal nur solange der Vorrat reicht!)
Der TVK war in der abgelaufenen Saison mit 60:0 Punkten nicht nur die sportlich beste Mannschaft, sondern konnte beim Heimspiel gegen den TuS Ferndorf am 9.4. auch die meisten Zuschauer einer Partie begrüßen. 1 250 Fans strömten in die Glockenspitzhalle, unter ihnen auch zahlreiche Nachwuchshandballer des TV Aldekerk. Und genau jene "Stars von morgen" wurden jüngst vom TVK belohnt; als Dankeschön für die stimmungsvolle Atmosphäre im damaligen Ausweichsdomizil. In Absprache mit dem Aldekerker Willi Nellessen demonstrierten die TVK-Cracks ihr handballerisches Können bei einer exklusiven Trainingsstunde. Auf Wunsch des ATV, mit dem der TVK auch in Zukunft ein freundschaftliches Verhältnis pflegen wird, waren Marcel Görden, Jörn Ilper und Trainer Khalid Khan zu Gast in der Vogteihalle.
Besonders auf das Kommen des ehemaligen Aldekerker Marcel Görden hatten sich die Kinder schon Tage vorher gefreut. Schließlich ist der aktuelle Junioren-Nationalspieler für viele das sportliches Vorbild. "So wie Marcel in der Nationalmannschaft und in der Bundesliga zu spielen, das wäre ein Traum", sagte einer der 11- bis 13-Jährigen.
Gemeinsam erklärten und zeigten die TVK-Akteure der weiblichen und männlichen D-Jugend, worauf es beim Handball ankommt - Begeisterungsfähigkeit, Lernwille, Zielstrebigkeit, Trainingsfleiß, Spaß und ein Kämpferherz, eben hand.ball.herz. Die Mädchen und Jungs waren genauso begeistert wie "platt" von der 60minütigen Trainingseinheit.
Khalid Khan lobte den Leistungsstand und die hohen technischen Fähigkeiten der ATV-Jugendlichen und sagte zu, bei ähnlichen zukünftigen Veranstaltungen wieder zu unterstützen.
Mit einem Knüller startet der TV Korschenbroich in die neue Saison. Zum ersten Zweitliga-Spiel nach der erfolgreichen Rückkehr ins Handball-Unterhaus empfängt der Wieder-Aufsteiger TVK am 5. September 2009 den dreimaligen deutschen Meister und Ex-Europapokalsieger TuSEM Essen.
„Mit solch einem Schlagerspiel werden Mannschaft und Fans gleich zum Saisonbeginn elektrisiert“, freut sich Marketing-Manager Kai Faltin über den attraktiven Auftaktgegner. In der ersten Auswärtspartie wartet eine Woche später gleich ein dicker Brocken auf das Team von Trainer Khalid Khan. Der TV Bittenfeld, der seine Heimspiele in der mehr als 6.000 Zuschauer fassenden Stuttgarter Porsche-Arena austrägt, war nach Erstliga-Aufsteiger HSG Düsseldorf die zweitbeste Mannschaft in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit in der Zweiten Liga Süd. Zum zweiten Heimspiel am 19. September erwartet der TVK dann Mit-Aufsteiger HG Saarlouis in der Waldsporthalle.
Zum Saisonende hin hat der Spielplan es gut gemeint mit den Korschenbroichern: Drei der letzten fünf Begegnungen sind Heimspiele gegen den Leichlinger TV, der ‚eigentlich’ als Vorletzter schon abgestiegen war, aber wegen der Insolvenz der HR Ortenau ‚begnadigt’ wurde, Mitaufsteiger TV Neuhausen/Erms und der TuSpo Obernburg, der sich als Drittletzter erst in der Relegation den Klassenverbleib gesichert hat. Mit den Partien in der heimischen Waldsporthalle gegen drei Mitstreiter gegen den Abstieg könnte sich die Khan-Truppe – wenn nötig – im Endspurt aus eigener Kraft in Sicherheit bringen.
Mosemann wechselt nach Rheinbach
Aber das ist noch Zukunftsmusik: Einstweilen absolvieren die Spieler noch eine Woche Training, ehe vier Wochen Urlaub bis zum 21. Juli anstehen, wenn die Vorbereitung beginnt. Nicht mehr dabei sein wird dann Dennis Mosemann. Der 25-jährige Zweit-Rechtsaußen. der im Dezember 2008 nach einem Auslandsaufenthalt zum TVK gestoßen war, wechselt zum Regionalliga-Aufsteiger HSG Rheinbach. Der frisch diplomierte Wirtschafts-Informatiker nahm ein vielversprechendes berufliches Angebot in Montabaur an. „Wir wünschen „Mosi“ beruflich und sportlich alles Gute!“, sagt sein Positionskollege Mathias Deppisch stellvertretend für den Rest des TVK-Teams.
(als Spieltage sind jeweils die Samstage angegeben, die endgültigen Termine können abweichend davon auch an Frei- oder Sonntagen liegen und werden erst noch genau festgelegt, am 14. Oktober ist der nach derzeitigem Stand einzige Mittwochs-Spieltag terminiert)
05.09.2009: TV Korschenbroich – TUSEM Essen 12.09.2009: TV Bittenfeld - TV Korschenbroich 19.09.2009: TV Korschenbroich - HG Saarlouis 26.09.2009: TSG Friesenheim - TV Korschenbroich 03.10.2009: SG BBM Bietigheim - TV Korschenbroich 10.10.2009: TV Korschenbroich - 1. SV Concordia Delitzsch 14.10.2009: EHV Aue - TV Korschenbroich 17.10.2009: TV Korschenbroich - HC Erlangen 24.10.2009: TSG Groß-Bieberau - TV Korschenbroich 31.10.2009: TV Korschenbroich - Bergischer HC 07.11.2009: TSG Münster - TV Korschenbroich 14.11.2009: TV Korschenbroich - TV 05/07Hüttenberg 21.11.2009: Leichlinger TV - TV Korschenbroich 28.11.2009: TV Korschenbroich - ThSV Eisenach 05.12.2009: TV 1893 Neuhausen - TV Korschenbroich 12.12.2009: TV Korschenbroich – HSC 2000 Coburg 19.12.2009: TUSPO Obernburg - TV Korschenbroich
Rückrunde: 26.12.2009: TUSEM Essen - TV Korschenbroich 06.02.2010: TV Korschenbroich - TV Bittenfeld 13.02.2010: HG Saarlouis - TV Korschenbroich 20.02.2010: TV Korschenbroich - TSG Friesenheim 27.02.2010: TV Korschenbroich - SG BBM Bietigheim 06.03.2010: 1. SV Concordia Delitzsch - TV Korschenbroich 13.03.2010: TV Korschenbroich - EHV Aue 20.03.2010: HC Erlangen - TV Korschenbroich 27.03.2010: TV Korschenbroich - TSG Groß-Bieberau 03.04.2010: Bergischer HC - TV Korschenbroich 10.04.2010: TV Korschenbroich - TSG Münster 17.04.2010: TV 05/07 Hüttenberg - TV Korschenbroich 24.04.2010: TV Korschenbroich - Leichlinger TV 01. 05.2010: ThSV Eisenach - TV Korschenbroich 08.05.2010: TV Korschenbroich - TV 1893 Neuhausen 15.05.2010: HSC 2000 Coburg - TV Korschenbroich 22.05.2010: TV Korschenbroich - TUSPO Obernburg
Einen weiteren wichtigen Baustein für das Zweitliga-Team 2009/2010 hat der TV Korschenbroich verpflichtet. Als zweiter Torhüter neben Marcel Leclaire wurde der Österreicher Thomas Bauer unter Vertrag genommen. Mit dem 22-jährigen Bauer hat der TVK nach Junioren-Nationalspieler Marcel Görden seinen ersten ‚richtigen’ Nationalspieler im Aufgebot. Beim Zweitliga-Aufsteiger will er sich seinen Stammplatz für die EM 2010 im Heimatland empfehlen: „Das ist natürlich mein großes sportliches Ziel“, betont er.
Aber ist der Wechsel vom österreichischen Cupsieger und Meisterschafts-Halbfinalisten aon Fivers Margareten Wien in die deutsche Zweite Liga nicht ein Rückschritt? „Nein, auf gar keinen Fall“, sagt Bauer, „ich war beeindruckt von der Spielstärke der Vereine und einige meiner Mitspieler aus der Nationalmannschaft, wie (der Düsseldorfer) ‚Paco’ Fölser oder (der für Hannover-Burgdorf spielende) David Szlezak haben mir bestätigt, dass es ein Schritt nach vorne ist.“
Insgesamt sei das Niveau der Partien im hiesigen Unterhaus mit dem in der Handball Liga Austria (HLA) nicht nur vergleichbar. „Es ist viel ausgeglichener in Deutschland: In Österreich dominieren nur vier Vereine,. Dass man als Dritter beim 10 oder 13. verliert, ist undenkbar. Hier wird man jede Woche echt gefordert.“
Und was gab den Ausschlag, aus der Alpenrepublik ausgerechnet an den Niederrhein zu wechseln? „Das Gesamtpaket hat einfach gestimmt. Ein toller Trainer, eine tolle Mannschaft, die Tempohandball spielt, dazu das Umfeld: Wir waren kreuz und quer in Deutschland unterwegs, haben uns eine Menge angeschaut, aber hier stimmte für uns einfach alles am besten.“
Freundin Laura ist auch Nationalspielerin
Wir, das sind Thomas Bauer und seine Freundin Laura Magelinskas. Die spielt ebenfalls in der österreichischen Handball-Nationalmannschaft und wechselt jetzt vom süddeutschen Zweitligisten TV Nellingen zum Zweitliga-Aufsteiger TV Beyeröhde nach Wuppertal. Nur folgerichtig wollen Thomas und Laura nach Düsseldorf ziehen: „Da haben wir es beide nicht so weit zum Training und zu den Spielen“, erklärt Thomas.
Er lässt seine Freundin aber zunächst mit den Umzugsvorbereitungen alleine: Mit der Nationalmannschaft spielt er erst gegen die Schweiz, dann geht es für einen Lehrgang und zu weiteren Spielen in die isländische Heimat von Trainer Dagur Sigurdsson. „Ab Mitte Juni kann ich Laura dann helfen“, sagt Bauer. Für ihn beginnt mit dem Rest des TVK das ‚Abenteuer Zweite Liga’ mit dem Trainingsauftakt am 21. Juli.
Während die Spieler des TV Korschenbroich sich bei der - nach 60:0-Punkten in der Regionalliga wohl verdienten - Mannschaftstour am Ballermann tummeln und Trainer Khalid Khan an den Plänen für die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit arbeitet, ist in der Vorstandetage des frisch gebackenen Handball-Zweitligisten eine wichtige ‚Neuerwerbung’ finalisiert worden. Der Aufsichtsrat des TVK hat Dr. Klaus Hintzen zum gleichberechtigten zweiten Geschäftsführer neben Dr. Peter Irmen bestellt.
Die beiden ‚Bosse’ haben eine klare Arbeitsteilung: Irmen ist für die Bereiche Sponsoring, Marketing und Kommunikation zuständig, ‚Micki’ Hintzen kümmert sich um den gesamten kaufmännischen und sportlichen Bereich und wird gemeinsam mit Karl-Heinz Göris auch als ‚Sportlicher Leiter’ geführt.
Was aber keinerlei Degradierung oder Einmischung in die Arbeit von Coach Khan bedeuten soll. „Es geht darum, ihn zu unterstützen“, macht Hintzen (im Bild links mit Bürgermeister Heinz Josef Dick) klar, der sich in der kommenden Woche mit Göris, Khan und dem künftigen Co-Trainer Jörn Ilper zusammensetzen will. „Die sportliche Kompetenzen und das Sagen bei allen Entscheidungen im sportlichen Bereich hat weiterhin uneingeschränkt der Trainer.“
Keine Probleme mit der Lizenz erwartet
Wobei Hintzen (und Göris) sich allerdings einmischen wollen, oder sogar müssen, wenn finanzielle Belange berührt werden. „Leider unterliegen wir, wie alle Vereine, wirtschaftlichen Zwängen, daher lässt sich leider nicht alles realisieren, was sportlich wünschenswert wäre.“ Als erste Mammutaufgabe hat der 61-Jährige die TVK-Unterlagen für die Zweitliga-Lizenz zusammengestellt und eingereicht. „Auch wenn man natürlich nie ganz sicher sein kann, sollten wir die Lizenz aber ohne Probleme bekommen“, glaubt er.
“Unser Etat musste gegenüber der gerade zu Ende gegangenen Saison um 20 Prozent zurückgefahren werden“, erklärt ‚Micki’ Hintzen, „Ein ausdrückliches Dankeschön an die Spieler, dass es trotzdem möglich war, den Kern der Mannschaft zusammen zu halten.“ In den nächsten Tagen sollen die Verträge mit einem neuen Torhüter - und wenn finanziell machbar - einem weiteren Linkshänder für die rechte Seite unterschrieben werden, dann steht das 13 Spieler kleine Aufgebot für das Abenteuer Zweite Liga. „Natürlich wäre ein größerer Kader besser, aber mehr geht aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht.“
Alle an einem Strick - in die selbe Richtung
Worin sieht Hintzen - neben der Beinahe-Unmöglichkeit, sportliche Ziele und finanzielle Möglichkeiten unter einen Hut zu bringen – seine Aufgaben? „Wir wollen dafür sorgen, dass Mannschaft, Trainer und Geschäftsführung alle an einem Strick ziehen – und zwar in die selbe Richtung“, erklärt er schmunzelnd. Um Konflikte („da wir sicherlich nicht weiter so spielerisch leicht alles dominieren können wie in der vorigen Saison, sind die unvermeidlich“) mit möglichst wenig Reibungsverlusten lösen zu können, wurde zudem ein Spielerrat mit David Breuer, Marcel Görden und Mathias Deppisch ins Leben gerufen. „Die Strukturen sind geschaffen, nun müssen wir sie mit Leben erfüllen.“
Ein Heimkehrer ist der neue Mann beim TV Korschenbroich. Nach mehr als 25 Jahren im beruflichen ‚Exil’ ist Dr. Klaus Hintzen an den Niederrhein zurückgekommen und vom Aufsichtsrat des Aufsteigers in die Zweite Handball-Bundesliga zum zweiten Geschäftsführer neben Dr. Peter Irmen bestellt worden.
Hintzen, den seine Freunde nur ‚Micki’ rufen, ist in Korschenbroich aufgewachsen und hat auch beim TVK (zumeist Feld-) Handball gespielt, bis ein Kreuzbandriss seine sportliche Karriere früh beendete. Nach dem Abitur 1968 studierte er in Aachen Physik und promovierte als Ingenieurwissenschaftler in Verfahrenstechnik. Beruflich verschlug es ihn zunächst nach Lübeck, nach drei Jahren übernahm er für die Drägerwerke die französische Niederlassung.
Un-Ruheständler bei den 'Lange Lulatschen'
Aus den anfänglich anvisierten „ein oder zwei Jahren in Paris“ wurde schließlich für ihn, seine Frau Hiltrud und die vier Kinder ein komplettes Berufsleben in der Seine-Metropole. Während seine drei Söhne und seine Tochter später zum Studium nach Deutschland zurückkehrten, waren es bei Hintzen selbst nur Kurzbesuche in der Heimat – bis zum August 2008.
Mit damals 60 Jahren akzeptierte er den ‚Goldenen Handschlag’ und ließ sich in den Vorruhestand versetzen und kehrte zurück. Mit seiner Frau wohnt er in Mönchengladbach Venn im ehemaligen Haus seiner Schwiegereltern und ist außer im TVK auch im Schützen- und Kegelclub ‚Lange Lulatsche’ und eben rund um das Korschenbroicher Brauchtum überaus aktiv. Bezeichnend für den ‚Unruheständler’ ist, warum er einst ‚Micki’ genannt wurde „Weil ich früher immer so hippelig und quirlig wie eine Micky Maus war“, gesteht Hintzen. Woran sich bis heute kaum etwas geändert hat . . .
Den TV Korschenbroich und den VfL Potsdam verbindet eine beeindruckende Bilanz: mit 60:0 Punkten dominierte der TVK die Regionalliga West, Potsdam mit der gleichen Ausbeute die Staffel Nord-Ost. Hinter den Erfolgen stecken zwei unterschiedliche Trainerphilosophien. Der Korschenbroicher Khalid Khan (43) freute sich über knapp 38 erzielte Tore pro Spiel. In Potsdam war unter dem 53-jährigen Peter Melzer die Defensive bei durchschnittlich nur 22Gegentreffern der Schlüssel zum Titel. Die TVK-Presseabteilung sprach mit den Erfolgtrainern.
Herr Khan, Herr Melzer, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Kennen Sie sich eigentlich?
Khan: Ich kenne Peter Melzer nicht persönlich, habe nur seinen Sohn schon spielen sehen. Potsdams tolle Bilanz habe ich natürlich verfolgt.
Melzer: Nein, ich kenne Herrn Khan nicht, weiß nur, dass in Korschenbroich gute Arbeit geleistet wird und die Mannschaft letztes Jahr unglücklich aus der 2. Liga abgestiegen ist.
Mal ehrlich: War ihre Regionalliga so schwach oder ihre Mannschaft so stark, dass es ein solcher Spaziergang wurde?
Khan: Ich behaupte, dass unsere Liga definitiv stärker war als die letzten drei Jahre. Das gilt vielleicht nicht für die Spitze, da fehlte dem einen oder anderen Team etwas, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Das soll nicht heißen, dass woanders nicht gut gearbeitet wurde, aber wir waren in einigen Dingen wie dem Trainingsumfang weiter. Unsere Mannschaft hatte aber auch eine richtig gute Mischung aus gestandenen Bundesliga-Spielern und entwicklungsfähigen Talenten. Was diese Mannschaft und meine Person vereint, ist der Hunger auf Erfolg.
Melzer: Das hat sich beides so ergeben. Es gab grundsätzlich in dieser Saison weniger Aufstiegsaspiranten. Wir hatten das Glück, dass wir nahezu ohne Verletzungen durchs Jahr gekommen sind. Aber wir haben auch am meisten intensiviert, fünf Mal Training die Woche war Minimum, einige haben noch mehr trainiert. Wenn ich an unsere Spiele bei Usedom oder in Flensburg denke – da hatten wir in der Schlussphase immer noch was zuzusetzen. Da machen sich die Trainingsumfänge einfach bemerkbar.
Wie haben sie es geschafft, Ihre Spieler in jedem Spiel und jedem Training zu motivieren, wenn man die Liga derart beherrscht?
Khan: Ich bin zunächst einmal sehr glücklich, dass meine Spieler den absoluten Anspruch auf Top-Leistung haben. Meine Art und Weise, nicht mit Druck und Strafe, sondern aufgabenorientiert und mit Zielen und Visionen zu arbeiten, hat manchmal vielleicht die letzten Prozente aus der Mannschaft herausgeholt.
Melzer: Das war schon eine schwierige Aufgabe. Der eine oder andere hatte nicht immer die Einstellung, die ich erwarte. Da musste ich meine Spieler schon mal ein bisschen ärgern. Auch die vermeintlich etablierten Spieler haben bei mir nie eine Stammplatzgarantie. Meine Spieler sollen immer denken ‚Bei dem Alten kannst Du Dir nie sicher sein’. Konkurrenz braucht jedes Team, sonst schläft man ein.
Wie hätte Sie bzw. Ihre Mannschaft denn reagiert, wenn es zwischendurch mal eine Niederlage gegeben hätte. Wäre der Aufstieg da in Gefahr geraten?
Khan: Das wäre sicher eine harte, aber interessante Bewährungsprobe gewesen. Ich persönlich glaube nicht, dass eine Niederlage ausschlaggebend gewesen wäre. Aber das ist natürlich hypothetisch.
Melzer: Wir waren schon ziemlich gefestigt. Die Euphorie vor Weihnachten war aber schon recht hoch, da musste ich mir als Trainer schon was einfallen lassen, auch mal ungerecht werden. Ich sage ganz klar: Wenn wir mit dieser Einstellung in der 2. Liga gewesene wären, hätten wir in der 2. Liga im Januar keinen Punkt geholt. Ich erwarte eine professionelle Einstellung.
Der TVK war die mit Abstand angriffstärkste Mannschaft, Potsdams Abwehr war kaum zu überwinden. Entsprechen diese Tatsachen auch Ihrer persönlichen Trainerphilosophie?
Khan: Natürlich stehe ich für Angriffshandball; ein Tor zu erzielen, muss immer das Ziel sein, und das auch gerne spektakulär. Aber ich warne vor Statistiken: Eine hohe Angriffsfrequenz führt natürlich auch zu mehr Gegentoren. Deswegen muss aber die Abwehr nicht schlecht sein. Im Gegenteil: Unsere Defensive inklusive der Torhüter ist im Laufe der Saison immer besser geworden. Ich möchte, dass meine Mannschaft immer Druck auf den Gegner ausübt- vorne genauso wie hinten.
Melzer: Ich war selber als aktiver Spieler Mittelmann und habe lieber Angriff als Abwehr gespielt. Aber Meisterschaften gewinnst Du in der Abwehr. Wir haben von einem sehr starken Torhütergespann profitiert, dem wohl besten in der Liga. Grundsätzlich stehe ich für ein taktisch gepflegtes Spiel, das ist mein Hobby. Mit meinen jungen Leuten musste ich viel Abehrarbeit trainieren. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff gibt es bei mir feste taktische Vorgaben.
Was erwarten Sie von der neuen Saison in der 2. Bundesliga. Können Sie dort Ihren Stil genauso durchziehen oder müssen Sie sich umstellen?
Khan: Wir werden unser Spiel zu 100 % durchziehen und davon bin ich auch überzeugt. Wir werden unseren Stil noch weiter verschärfen. Aber ändern werden wir ihn nicht, dafür haben wir auch gar nicht die Spieler, da wir unseren Kader überwiegend beibehalten.
Melzer: Wir sind keine Profitruppe. Aber bei mindestes fünf Einheiten die Woche bleibt es, für die Sportschüler und Studenten wahrscheinlich mehr. Als Trainer hat man immer Wünsche, was verbessert werden kann. Ich persönlich werde mich sicher nicht umstellen, für mich bedeutet Leistungssport schwarz oder weiß, da lasse ich relativ wenig mit mir reden. Aber man kann schon mit mir auskommen.
Was würden Sie denn als Erfolg werten, wenn die kommende Saison gespielt ist? Zählt für Sie nur der Klassenerhalt oder auch das „wie“?
Khan: Der Klassenerhalt wäre natürlich ein Erfolg, weil wir uns weiter verjüngen. Der Erfolg steht über dem „wie“, aber ich bin bester Hoffnung, dass das bei uns einhergehen wird.
Melzer: Das eine hängt vom anderen ab. Wenn wir unsere gefestigten Konzepte durchziehen und dem Gegner unser Spiel aufdrängen, werden wir die Klasse halten – auch wenn es schwer wird.
Eine Saison mit sage und schreibe vier (!) Titeln liegt hinter TVK-Rechtsaußen Mathias Deppisch. Der 29-Jährige war nicht nur einer der Stützen des Bundesliga-Aufsteigers, für den er 136 Treffer erzielte, sondern er war auch mit mehreren Auswahlmannschaften der Polizei erfolgreich.
Nein, auf den Kopf gefallen ist Mathias „Tissy“ Deppisch sicher nicht. Deswegen weiß er die diesjährigen Erfolge auch genau einzustufen: „Ganz klar, die Meisterschaft mit dem TVK steht sportlich gesehen über allem anderen. Es war auch für mich überraschend, dass wir gänzlich ohne Verlustpunkt bleiben. Das war schon eine tolle Leistung vom gesamten Team, unserem Umfeld und den Fans.“
Seit dem 1.9.2007 ist der diplomierte Sportwissenschaftler bei der Polizei. „Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich dort auch so oft zum Handball greifen würde“, so der angehende Kommissar, der an der Fachhochschule Köln studiert und derzeit ein Praktikum in Köln-Nippes absolviert. „Wenn man soviel Theorie gepaukt hat, ist es schon sehr spannend, wenn man endlich mit Uniform, Dienstwaffe und allem was dazugehört Streife fährt“, berichtet Deppisch.
Für Einsätze mit den Auswahlmannschaften wurde der Rechtsaußen von seiner Behörde freigestellt – und auch der TVK legte ihm keine Steine in den Weg. Wenngleich es sich um dienstliche Verpflichtungen handelte, schickt Deppisch ein dickes Dankeschön in Richtung der TVK-Verantwortlichen: "Klasse, dass ich zu all diesen Veranstaltungen vom Verein frei gestellt wurde."
Besonders der Europameistertitel, im August 2008 in Ungarn errungen,sei ihm in Erinnerung geblieben. „Ich hatte schon Bauchschmerzen, weil ich zwei Wochen in der Vorbereitung gefehlt habe. Aber Khalid wusste ja, dass ich alles andere als auf der faulen Haut gelegen habe.“ Mit der Deutschen Polizei-Nationalmannschaft gewann „Tissy“ als Stammspieler dann auch seine erste Gold-Medaille. Im Finale übrigens gegen Rumänien, die nicht weniger als vier Nationalspieler in ihren Reihen hatte, die auch bei der WM in Kroatien antreten sollten.
Schließlich holte der TVK-Rechtsaußen dann noch mit seiner Ausbildungsbehörde Köln den Landesmeistertitel und war in der letzten Woche mit der NRW-Auswahl zudem noch bei den Deutschen Meisterschaften in Bruchsal erfolgreich. „Mir ist das eigentlich erst jetzt aufgefallen, dass das der vierte Titel diese Saison war“, so Deppisch, der aber auch feststellt: „Ich bin auch froh, dass in den nächsten zwei Jahren keine Meisterschaften anstehen. So kann ich mich auf die beiden wichtigsten Säulen konzentrieren: Meine Ausbildung und die 2.Liga-Saison mit dem TVK.“ Er ist halt nicht auf den Kopf gefallen...
Mit einem Lokalmatador wird der TV Korschenbroich in die neue Saison in der Zweiten Liga starten. Nach drei Jahre beim Bergischen HC kehrt Dominic Kasal zum TVK zurück.
„Um zu lernen“ kommt Dominic in seine Heimatstadt zurück. Vor drei Jahren hat der jetzt gerade 18-Jährige Korschenbroich verlassen und seitdem in Solingen beim Nachwuchs des derzeitigen Zweitliga-Dritten BHC 06 trainiert und gespielt. Seine Leistung beim Testspiel während der WM-Pause im Januar überzeugte TVK-Trainer Khalid Khan davon, sich um die Dienste des Mittelspielers zu bemühen.
„Ein interessanter junger Spieler“, sagt der TVK-Coach über Kasal, den er „ganz vorsichtig aufbauen“ will und der „sicherlich über die Saison hin seine Chancen bekommen wird“. Dominic findet es „natürlich ganz toll, bei einer klasse Mannschaft mit einem sehr guten Trainer“ die nächsten Schritte in seiner handballerischen Entwicklung machen zu können.
Vorbild ist Ivano Balic
Denn : „Erfahrung sammeln, ist jetzt das Wichtigste“, weiß der Schüler, der im Sommer 2010 auf der Lore-Lorentz-Schule in Düsseldorf sein Abitur bauen und anschließend – am liebsten auf der Sporthochschule Köln - Sport studieren möchte.
Auf den ersten Blick scheint er gut ins spielerische Konzept des TVK zu passen, der in der gerade beendeten Saison mit überwältigendem Tempospiel und 60:0-Punkten durch die Regionalliga gefegt ist. „Meine Geschwindigkeit und ein gutes Auge“, nennt Kasal, der erklärter Fan des THW Kiels und dessen Hochgeschwindigkeits-Handballs ist, selbst als seine größten Stärken. „Noch explosiver“ müsse er werden und zudem an seiner Sprungkraft arbeiten, gesteht er als seine schlimmsten Mankos.
„Den Zweitliga-Verbleib schaffen und mich in der Mannschaft etablieren“ möchte Dominic in seinem ‚ersten Lehrjahr’ beim TV Korschenbroich. Was er danach noch vorhat, zeigt sein sportliches Vorbild: Das ist der zweimalige Welt-Handballer Ivano Balic, der Kroatien als Regisseur zur Olympischen Goldmedaille 2004, zum Weltmeistertitel 2003 und unzähligen weiteren Erfolgen geführt hat.
Gelungener Abschluss - Aufstiegsfeier in der Jever Skihalle
Mit vielen Fans und Freunden sowie einigen prominenten Besuchern wie Landratskandidat Hans-Jürgen Petrauschke (Bild, links)und Jürgen Steinmetz (Bild, am Ball), dem Dezernenten des Rhein-Kreises Neuß für Wirtschaft, Europa und Sport, hat der TV Korschenbroich in der Jever Skihalle noch einmal den Aufstieg in die Zweite Liga gefeiert.
In bester Laune präsentierte sich das TVK-Team seinen Anhängern, Freunden und Familien am ‚Neußer Gletscher’. In einigen Talkrunden wurden auch die privaten Seiten der frisch gebackenen Zweitliga-Akteure beleuchtet - so wissen alle, die brav zugehört haben, jetzt auch Bescheid, wie Markus Breuer seinen 'Spätzle'-Nachschub bekommt, oder welche Spieler am fleißigsten bei Dennis Marquardt im Fitness-Studio sind. Zudem konnten nicht nur die jungen Fans ihr handballerisches Können beim Torwandwerfen beweisen.
Wegen technischer Probleme erschien Trainer Khalid Khan erst verspätet. Und lediglich Mathias Deppisch fehlte aus dem Team des Westmeisters – obwohl gerade er noch einen weiteren Grund zum Feiern gehabt hätte. Schließlich hatte er in dieser Woche gerade mit der Mannschaft Nordrhein-Westfalens den Titel als Deutscher Handball-Polizeimeister geholt. Trotz Meisterschaft stand für den TVK-Rechtsaußen aber am Samstagabend Dienst statt Party auf dem Plan.
Die schönsten Bilder von der Aufstiegsfeier finden Sie hier in unserer Bildergalerie. Viel Spaß!
"TVK hautnah - Wir sind zurück in der 2. Liga". Unter diesem Motto präsentiert sich die erfolgreiche Mannschaft des TV Korschenbroich am Samstag, 16. Mai, beim Premium-Sponsor JEVER SKIHALLE Neuss.
Hier haben Fans und Interessierte die Möglichkeit die Spieler des souveränen Aufsteigers hautnah kennen zu lernen und erleben diese nochmals in Aktion. „Hier zu feiern macht immer besonders viel Spaß und nun die Westdeutsche Meisterschaft mit allen Fans – einfach toll“, freut sich TVK-Rechtsaußen Mathias Deppisch schon auf Samstag.
Ab 17 Uhr feiert die Mannschaft im Biergarten der Jever Skihalle mit ihren Fans noch einmal den direkten Wiederaufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. „Wir freuen uns den Saisonabschluss nochmals mit unseren Fans an diesem Tage feiern zu können“, so der wurf- und abwehrstarke Dennis Marquardt zur Feierlichkeit.
Viel Musik, eine Menge informative Interviews mit Spielern und Trainer über die gerade absolvierte und die kommende Saison, ein Gewinnspiel, Torwandschießen und Siebenmeter-Werfen gegen die TVK-Torhüter sorgen bis etwa 20 Uhr für beste Unterhaltung. Auch anschließend wollen die Spieler natürlich am Neußer Gletscher mit ihren Fans noch weiter feiern - Ende offen.
9:2-Sieg in Glehn - TVK beweist seine Klasse beim Kicken
Nach 30 Siegen in der Handball Regionalliga West hat der TV Korschenbroich zum Abschluss der Saison auch seine Premiere auf dem Fußballfeld gewonnen. Beim Benefizspiel zugunsten der 'Glehner Sorgenkinder' setzte sich das Team um Torhüter Simon Breuer mit 9:2 (3:1) bei den Alten Herren des SV Glehn 1924 durch.
Wie in den Jahren zuvor, als beispielsweise die Mönchengladbacher Weisweiler-Traditionself und die WDR-Prominentenmannschaft mit Handball-Bundestrainer Heiner Brand für den guten Zweck ihre sportliche Visitenkarte in Glehn abgegeben hatten, erwies sich der SV als perfekter Gastgeber und überließen den Gästen die größeren Spielanteile und den Sieg. Einige Male ließen die Hausherren zwar ihre technischen Fertigkeiten am Ball und ihr Spielverständnis aufblitzen. Meist gaben jedoch die deutlich laufstärkeren Handball-Westmeister trotz des ungewohnten Rasenplatzes den spielerischen Ton an.
Nicht nur der sonstige TVK-Regisseur Simon Breuer, der diesmal als Torhüter ruhender Pol seines Teams war, bewies ungeahnte Fähigkeiten mit dem großen Ball. Dennis Marquardt, Marcel 'The Wall' Leclaire und Jörn Ilper bildeten eine beinahe unüberwindliche Dreier-Kette in der Deckung. Im Spiel nach vorne verdiente sich Markus Breuer (Bild rechts) auf der rechten Seite die Bestnote, unter den mehreren Hundert Handball und Fußball-Fans wurde schon gemunkelt, dass der sonstige TVK-Linksaußen 'Diego' mit zweitem Vornamen hieße.
Zum Torjäger Nummer eins, den der Glehner Stadionsprecher im Überschwang der Begeisterung erst an den VfL Wolfsburg, später gar an die Bayern verhökern wollte, avancierte Marcel Görden (Bild: sein Treffer zum 3:1). Der (Handball-) Junioren-Nationalspieler erzielte vier blitzsaubere Treffer, nutzte die einige Male ziemlich perfekt aussehende Vorarbeit von 'Diego' Breuer, Dennis Mosemann, Lukas Esser, David Breuer, Christopher Bath und Christian Rommelfanger. Die beiden letzteren markierten jeder zwei Tore, wobei der Volley-Knaller von 'Chrisse' Rommelfanger nach 'Diegos' Flanke zum 2:0 eindeutig das schönste Tor des Abends war. Der neunte Korschenbroicher Treffer resultierte aus einem Eigentor.
Ilper wird erst Co-Trainer und später Sportlicher Leiter
Heijo Hauser, der Aufsichtsratsvorsitzende der TV Korschenbroich Handball GmbH beendet die aus seiner Sicht unverständlichen Spekulationen. „Am Ende einer überragenden Saison, in der wir mit 60:0 Punkten in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind, haben mich die Diskussionen der letzten Tage doch sehr überrascht. Khalid Khan und das Team haben eine phantastische Saison gespielt und das ist das, was für uns zählt.“
Dieser tolle Erfolg, der in ganz Handball-Deutschland Beachtung findet, wird in diesen Tagen gefeiert. „Das haben Trainer, Mannschaft und alle im Unfeld sich redlich verdient.“ Am Samstag steigt die offizielle Aufstiegsfeier in der Jever Skihalle in Neuss, Beginn 17 Uhr.
Danach richtet sich der Blick nach vorne. „Ab der nächsten Woche beginnt mit voller Konzentration die Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Bundesliga“ so Hauser (Bild). „Wir alle wissen, dass eine schwere Aufgabe vor uns liegt, die wir nur gemeinsam in einem gut funktionierenden Team bewältigen können. Deshalb werden wir Khalid Khan besser als in dieser Saison unterstützen, damit er sich ganz auf seine Rolle als Cheftrainer konzentrieren kann.“
Bei Bedarf als Spieler zur Verfügung
Jörn Ilper wird ihm ab sofort als Co-Trainer zur Seite stehen. „Nächste Saison wird Jörn uns bei Bedarf noch als Spieler zur Verfügung stehen. Auch nach seiner aktiven Zeit als Spieler wird er eine ganz wichtige Rolle in unseren Zukunftsplanungen spielen, da er dann die Funktion des Sportlichen Leiters übernehmen wird. Seine Persönlichkeit, Erfahrung und Kontakte in der Handball-Szene prädestinieren ihn für diese Aufgabe“.
In der nächsten Saison werden sich zwei alte Hasen des TVK übergangsweise die Aufgaben in der sportlichen Leitung teilen. „Karl-Heinz Göris und Dr. Klaus Hintzen werden diese Aufgaben mit sehr viel Erfahrung und TVK-Hand.Ball.Herz. übernehmen. Ab sofort sind sie in die Planungen für die nächste Saison eingebunden.“
Göris hatte diese Aufgabe bereits lange Jahre im TVK ausgeübt und freut sich nun darauf, noch einmal Bundesliga-Luft schnuppern zu können. Dr. Hintzen wird diese Aufgabe neben seiner Funktion als Geschäftsführer der TVK Handball GmbH ausüben. „Göris und Dr. Hintzen als sportliche Leiter, Khan und Ilper als Trainer und der Spielerrat mit Kapitän David Breuer, Mathias Deppisch und Marcel Görden sind ein tolles Team, mit dem wir die vor uns liegende schwierige Saison erfolgreich planen und dann bestreiten werden. Sie haben mein volles Vertrauen“ so Aufsichtsratschef Hauser.
Dieses Team wird in den nächsten Wochen auch die noch anstehenden Neuverpflichtungen vorantreiben. „Wir freuen uns darüber, dass der Kern unserer Aufstiegsmannschaft dem TVK treu bleibt. Jetzt müssen wir erst einmal Kassensturz machen, denn nach wir vor gilt: wir sind keine Hasardeure“ so Hauser. „Wir können und werden keine teuren Neuverpflichtungen tätigen, so lange wir nicht das Budget dafür haben. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen haben wir keine Schulden und werden auch in der Zukunft keine machen.“
Junge Spieler mit Perspektive
Deshalb arbeiten Geschäftsführer Dr. Peter Irmen und Marketing-Manager Kai Faltin derzeit rund um die Uhr daran, die bisherigen Sponsoren zu halten und möglichst neue hinzu zu gewinnen. „Die beiden machen einen tollen Job und ich bin sehr optimistisch, dass wir die finanziellen Möglichkeiten des TVK Schritt für Schritt erweitern können. Das wirtschaftliche Umfeld ist sicherlich momentan nicht gerade optimal, aber wir freuen uns darüber, dass wir immer mehr treue Sponsoren finden, die uns langfristig unterstützen und für die unsere seriöse Geschäftsgrundlage sehr wichtig ist.“
Deshalb bittet Hauser alle Fans und Freunde des TVK auch um Verständnis für diese Strategie. „Es ist doch klar, dass unsere Fans jetzt am liebsten noch drei hochkarätige Neuverpflichtungen sehen möchten. Die würden wir ja auch gerne holen. Mal schauen, was in der nächsten Zeit noch machbar sein wird. Unabhängig davon bin ich fest davon überzeugt, dass wir mit unserem starken Aufstiegsteam und der Verpflichtung von einigen jungen Spielern mit Perspektive eine gute Rolle in der nächsten Saison spielen werden.“
Interview mit Peter Irmen, Geschäftsführer TVK Handball GmbH
Peter Irmen, Ihre Saisonbilanz fällt als TVK-Chef, als Geschäftsführer der TVK Handball GmbH, sicher positiv aus. Peter Irmen: „Ja, das war ein Riesending, diese Saison mit 60:0-Punken zu fahren. Ich glaube, es gibt nur wenige Spieler, die schon einmal so eine Saison gespielt haben, nach der sie ‚Zu Null’ oben stehen. Wir haben einen fantastischen Handball gespielt, Khalid (Khan) hat die Mannschaft geformt, und man muss sagen, wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Saison.“
Wie sind die Erwartungen für die nächste Saison in der Zweiten Liga? Peter Irmen: „Wir haben beim letzten Saisonspiel in Hagen gesehen, wie eng es in der nächsten Saison wohl öfter werden wird, wenn eine Mannschaft dagegenhalten kann. Aber das ist die Faszination, die Handball ausmacht: Dass von Minute zu Minute das Spiel kippen kann, die Spannung steigt und die Zuschauer mitgehen.“
Wie weit sind die Planungen für die Zweite Liga? Peter Irmen: „Wir arbeiten natürlich schon am Team für die nächste Saison. Das wird nicht ganz einfach werden, aufgrund der finanziellen Situation, die ja landauf, landab allen Vereinen Schwierigkeiten bereitet, den Kader zusammenzustellen. Man sieht aber auch, dass die Spieler mittlerweile erkennen, dass man gewisse Abstriche machen muss. Und wir wollen gut aufgestellt in die nächste Saison gehen - mit unserem Trainer, der eine Riesenleistung gebracht hat. Wir arbeiten daran, die Mannschaft zu formen. Sicherlich ist es nicht einfach: Da die finanziellen Möglichkeiten so sind, wie sie sind, darf man nicht den Fehler machen und blauäugig jemanden verpflichten, den man nach vier, fünf Monaten nicht mehr bezahlen kann. Da muss man einfach kleinere Brötchen backen, und das machen wir.“
Wie sieht das Interesse der Fans am TVK 2009/2010 aus? Peter Irmen: „Wir sind unheimlich zufrieden mit unseren Fans, den Zuschauern. Wir haben vor einigen Wochen die Aktion mit dem Vorverkauf der Dauerkarten gestartet. Zum jetzigen Zeitpunk haben wir bereits 20% mehr Dauerkarten gegenüber der letzten Zweitliga-Saison verkauft. Das zeigt das Riesen-Interesse in Korschenbroich und die Erwartungen und Hoffnungen der Fans. Und denen wollen wir natürlich gerecht werden.“
Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für die anstehenden Aufgaben und die kommende Saison.
Die Saison 2008/2009 ist gelaufen - eine perfekte Spielzeit für den TV Korschenbroich. Mit 60:0-Punkten in der Regionalliga West holte die Mannschaft von Trainer Khalid Khan hoch überlegen die Westmeisterschaft und sicherte sich die sofortige Rückkehr in die Zweite Liga. In unserer Bildergalerie finden Sie die schönsten Bilder vom Saisonausklang, dem dramatischen 32:31-Erfolg des TVK beim Vizemeister VfL Eintracht Hagen.
David Breuer beendete die Saison - einmal mehr - als Top-Torjäger des TV Korschenbroich. In der Gesamt-Rangliste der besten Werfer der Regionalliga West landete der TVK-Kapitän auf dem dritten Platz. Mit seinem jüngeren Bruder Simon auf Platz 10 und Mathias Deppisch schafften zwei weitere TVK-Akteure den Sprung in die Top 25 im Westen. Hier finden Sie die komplette Liste der Torschützen des TVK und die Top 25 im Westen.
Wer das letzte Heimspiel des TVK gegen den TSV GWD Minden II (bzw. Auszüge davon) noch einmal miterleben will, kann dies im Internet tun. Bei unserem Partern 'Watchsport' ist ein viertelstündiger Bericht von der Partie zu sehen. Viel Spaß dabei - und eines sei verraten: Der TVK gewinnt.
Benefizspiel am Mittwoch
Dass die Saison vorbei ist, heißt noch lange nicht, dass die TVK-Spieler sich auf die faule Haut legen können. Schon Mittwoch schnüren die Khan-Schützlinge die Fußballschuhe zu einer außergewöhnlichen Trainingseinheit auf ungewohntem Terrain. Am 13.Mai um 18.30 Uhr (Sportanlage Glehn, Johannes-Büchner-Straße) geht es beim Fußballspiel gegen die 'Alten Herren' des SV Glehn 1924 um den guten Zweck. Sämtliche Einnahmen kommen den „Glehner Sorgenkinder“ zugute.
Der Eintritt ist frei und die Veranstalter aus Glehn sowie der künftige Handball-Zweitligist freuen sich auf regen Zuschauerzuspruch. Vorab wird nur so viel verraten: Der TVK-Fußball-Torhüter trägt sonst die Rücken-Nummer 9 und alle anderen haben versprochen, dass sie "da spielen, wo der Trainer mich hinstellt". Alle weiteren Infos zum vorläufig letzten Spiel des Jahres gibt es hier.
Zwei Tage nach dem erfolgreichen Abschluss der Saison 2008/09 mit 60:0-Punkten und der Rückkehr in die Zweite Liga kann der TV Korschenbroich einen weiteren Erfolg vermelden. Mannschaftskapitän David Breuer verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr sowie eine Option auf ein weiteres Jahr.
"Ich sehe in der Mannschaft sowie im Verein großes Potenzial und freue mich, auch in der kommenden Saison ein Teil des Profihandballs in Korschenbroich zu sein“, sagte David, der ältere der beiden Breuer-Brüder. Der 27-Jährige, der dem TVK nach dem Zweitliga-Abstieg im Sommer 2008 die Treue hielt, obwohl er als Top-Torjäger der Zweiten Liga Süd von anderen Vereinen umworben war, erzielte in dieser Spielzeit 229 Tore (davon 52 Siebenmeter). Und das, obwohl der Linkshänder sich meist einer Sonderbewachung der gegnerischen Abwehr erfreuen durfte.
“Dave ist ein wichtiger Spieler für uns, ein unverzichtbarer Baustein für das Team und für unser Projekt Klassenverbleib in der nächsten Saison“, lobte Trainer Khalid Khan seinen Schützling. „Ich freue mich, dass wir uns einigen konnten, er ist sportlich und menschlich einer der Eckpfeiler unserer Mannschaft“, sagte Peter Irmen, der Geschäftsführer der TVK Handball Gmbh.
Der angehende Sonderpädagoge ‚Dave’ Breuer gibt das Lob zurück: "Ich sehe in der Mannschaft sowie im Verein großes Potential und freue mich auf eine weitere Saison im TVK-Dress."
Der Traum von der perfekten Saison ist wahr geworden. Mit dem hart erkämpften und buchstäblich erst in der letzten Sekunde gesicherten 32:31 (13:13) beim VfL Eintracht Hagen hat der TV Korschenbroich in der 30. Partie der Regionalliga West 2008/2009 seinen 30. Sieg gefeiert. Der glückliche Sieg beim Vizemeister krönte die 60:0-Punkte-Spielzeit, in der der TVK schon vor fünf Wochen den Wiederaufstieg in die Zweite Liga geschafft hatte.
Die beiden Top-Teams der dritten Liga West - Hagen konnte sich als 'Trostpreis' über die Vizemeisterschaft freuen - boten den 620 Zuschauern in der Ischelandhalle eine ungeheuer spannende und in der zweiten Hälfte auch hochklassige Auseinandersetzung. Warum die Gäste zum Entzücken ihrer mehr als 150 mitgereisten Fans am Ende das bessere Ende für sich hatten, sahen die TVK-Akteure ganz pragmatisch: "Aus Glück" gestand Rückraumspieler Christian Rommelfanger, "weil man auch das 30. Spiel gewinnt, wenn man schon 29 Spiele vorher gewonnen hat", stellte Kreisläufer Jörn Ilper (Bild) schlicht und ergreifend fest.
Die Hausherren hatten den besseren Start erwischt und lagen über 3:0 (4.) und 5:3 (11.) zunächst vorne. In der 14. Minute hatte der TVK beim 6:5 erstmals die Nase vorn. Doch auch die Führung brachte keine Sicherheit ins Spiel der Gäste, die sich ungewohnt viele technische Fehler, Fehlpässe und leichtfertig vergebene Torchancen leisteten. Glücklicherweise hatte Marcel Leclaire im TVK-Tor einen Sahnetag erwischt und hielt seine Mannschaft trotz aller Unzulänglichkeiten in der Partie.
Nach der Pause das gleiche Bild: Hagen fightete bedingungslos und erkämpfte sich immer wieder leichte Vorteile, die die Schützlinge von Trainer Khalid Khan mit etwas mehr Cleverness wettmachten. So lagen die Gäste in der 45. Minute beim 24:22 erstmals mit zwei Treffern vorne, aber auch das reichte nicht, um sich (vor-) entscheidend abzusetzen. Hochdramatisch die Schlussphase, als Hagen zwar stets einem knappen Rückstand hinterher rannte, zur Begeisterung seiner Fans aber immer wieder Löcher in der nicht entschlossen genug agierenden Korschenbroicher Deckung nutzte. Fünf Sekunden vor dem Ende der letzte Wurf von Marc Oberste. TVK-Torhüter Roland Mainka, der ab der 48. Minute zwischen die Pfosten gerückt war, aber mit dem Fuß aus der rechten unteren Ecke angelte (Bild), der Nachwurf von Linksaußen ging vorbei - die perfekte Bilanz des Wieder-Zweitligisten war gerettet. Beide Teams wurden von den Fans beider Mannschaften gemeinsam mit stehenden Ovationen gefeiert - ein toller Abschluss einer bemerkenswerten Saison.
Sechzig Minuten Handball trennen den TV Korschenbroich noch vom wohlverdienten Saisonende. Mit der Partie beim Tabellenzweiten VfL Eintracht Hagen (Samstag, 9.Mai, 19.30 Uhr, Ischelandhalle) verabschiedet sich der TVK, der ja bereits seit Anfang April als Meister und Rückkehrer in die Zweite Liga feststeht, in die Sommerpause und – für mindestens ein Jahr, hoffentlich für viel, viel länger – aus der Regionalliga West. Gut vier Wochen lang trainieren die Schützlinge von Trainer Khalid Khan anschließend noch zwei- bis dreimal wöchentlich weiter. Das hat jedoch nichts mit dem Benefiz-Fußballspiel beim SV Glehn 1924 am nächsten Mittwoch (13. Mai, 18.30 Uhr) zu tun, sondern mit der Trainingssteuerung. Ab der zweiten Juni-Woche gehen die Spieler dann in ihren verdienten Urlaub – jedenfalls fast alle Spieler.
Denn auf Marcel Görden wartet noch eine besondere sommerliche Herausforderung: Vom 6. bis 19. August finden in Ägypten die Junioren-Weltmeisterschaften statt, und der deckungsstarke TVK-Kreisläufer und Linksaußen ist „guter Dinge, dabei zu sein“. In acht Lehrgängen sucht Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger in den nächsten Monaten seinen WM-Kader und bereitet ihn auf die Titelkämpfe vor.
In Nordafrika warten im wahrsten Sinne des Wortes „heiße Partien“ auf die deutsche Nachwuchs-Auswahl: Mit Gastgeber Ägypten („das wird bestimmt eine Wahnsinns-Atmosphäre“), Kuwait und Qatar trifft das DHB-Team bei 40 Grad Außentemperaturen auf drei spielerisch starke und zudem noch hitzeerprobte Gegner. Dazu kommen als weitere Vorrunden-Gegner die Junioren aus Argentinien und aus Island. Mit Mittelmann Aron Palmarsson, der einen Vierjahres-Vertrag bei Meister und Champions-League-Finalist THW Kiel unterschrieben hat, und Rune Karason, der künftig bei Bundesligist Füchse Berlin im rechten Rückraum spielt, gehören zwei gestandene Nationalspieler zum Team der ‚Isis’, die das ‚A-Team’ von der Insel im Oktober zum Sieg gegen die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand führten.
„Letztlich ist es egal, gegen wen es geht - Dabeisein, darum geht es“, macht Görden klar, wofür er den Sommer über handballerisch durchschuften will. „Eine WM ist doch das Ziel eines jeden Spielers“, unterstreicht der 21-Jährige, der „für dieses Ziel selbstverständlich gerne“ auf Urlaub verzichtet. Nach seiner Rückkehr aus Ägypten – falls er den Sprung ins WM-Aufgebot schafft – blieben ihm gerade einmal zwei Wochen bis zum Beginn der nächsten großen Herausforderung: Dem „Abenteuer Zweite Liga“ mit dem TV Korschenbroich.
TVK auf den Spuren von Heiner Brand – Fußballspiel für den guten Zweck
Am 13.Mai um 18.30 Uhr (Sportanlage Glehn, Johannes-Büchner-Straße) versuchen sich die auf dem Hallenparkett so erfolgreichen Handballer des TV Korschenbroich auf anderem Terrain – beim Fußballspiel gegen die alten Herren des SV Glehn geht es um den guten Zweck. Sämtliche Einnahmen kommen den „Glehner Sorgenkinder“ zugute. Der Eintritt ist frei und die Veranstalter aus Glehn sowie der künftige 2. Bundesligist freuen sich auf regen Zuschauerzuspruch.
Den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga haben die Handballer des TVK längst in der Tasche. Doch auch nach dem letzten Saisonspiel bei Eintracht Hagen (Samstag, 19.30 Uhr, Ischelandhalle) wird sich keiner auf die faule Haut legen. Denn schon am nächsten Mittwoch wartet auf die Khan-Truppe eine für Handballer eher atypische Trainingseinheit: ein Fußballspiel gegen die alte Herren des SV Glehn.
„Die Anfrage aus Glehn haben wir sehr gerne angenommen und freuen uns auf dieses Event. Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche soziale Projekte unterstützt und wollen unseren Slogan hand.ball.herz. neben diesem Benefizspiel auch zukünftig weiter in die Öffentlichkeit tragen und vor allem leben. Daher ist es für uns selbstverständlich, uns für Menschen hier in der Region zu engagieren“, erklärt Marketing-Manager Kai Faltin.
Sämtliche Einnahmen des gesamten Abends kommen den Glehner Sorgenkinder zugute. Dabei handelt es sich um körperlich und geistig behinderte Kinder. Die St. Sebastianus –Bruderschaft fungiert bereits seit 1970 als Schirmherr dieser Aktion.
Die Hilfsaktion für Glehner Sorgenkinder hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle in der ehemaligen Zivilgemeinde Glehn bzw. in der Pfarre Glehn wohnenden oder hieraus stammenden Menschen, ob jung oder alt, gleich welcher Religion oder Rasse, die in irgendeiner Form geistig und / oder körperlich behindert sind und sich deshalb materiell nicht selbst unterhalten können, vor allem in Form von Zuwendungen zu unterstützen. Damit soll ihnen ermöglicht werden, auch außer der Reihe eine Anschaffung machen zu können, die ihnen sonst nicht möglich wäre oder auch einen Urlaub zu finanzieren.
In den vergangenen Jahren traten Prominenten-Mannschaften wie die „Weisweiler-Elf“ oder Vertreter aus Funk und Fernsehen in Glehn an. Sogar der heutige Handball-Bundestrainer Heiner Brand schnürte sich auf dem Glehner Fußballplatz schon die Stollenschuhe – auch wenn sein Auftritt bereits 13 Jahre her ist.
Der Abteilungsleiter der Alte Herren des SV Glehn,Hermann Dickers ist schon voller Vorfreude auf die 28. Auflage der Aktion: „Wir freuen uns riesig, dass der TVK zu uns kommt. Wir haben einen attraktiven Gegner gesucht, der ohne Gage antritt. Toll, dass wir einen Zuschauermagneten wie den Bundesliga-Aufsteiger TV Korschenbroich überzeugen konnten.“
Der TVK lädt alle seine Fans zu dem Spiel ein. Für ein buntes Rahmenprogramm inklusive Live-Musik ist gesorgt.
Danke, Abschied, Ehrungen: das letzte Heimspiel der Saison
Mit dem 34:27 gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten TSV GWD Minden hat der TV Korschenbroich auch sein - zumindest bis auf Weiteres - letztes Heimspiel in der Regionalliga West gewonnen. Hier finden Sie die schönsten Bilder des tollen Saisonabschieds aus der Waldsporthalle.
Ob es die spektakulären Flugeinlagen der Kreisläufer Marcel Görden (Bild) und Jörn Ilper, die Rückraum-Kracher von Simon Breuer und Christian Rommelfanger waren, und und und . . . sehen Sie hier die Highlights des TVK-Erfolges.
Außerdem in unserer Bildergalerie: Das Dankeschön des Zweitliga-Rückkehrers TVK an seine Fans, die Verabschiedungen von Roland Mainka, Lukas Esser und Christopher Bath die Ehrung als Westmeister durch WHV-Spielwart Günther Knickmann und der Besuch von Korschenbroichs 'Ober-Fan', Bürgemeister Heinz Josef Dick.
Mit einiger Mühe hat der TV Korschenbroich auch im letzten Heimspiel der Saison seine weiße Weste gewahrt. Gegen den TSV GWD Minden II setzte sich der schon lange als Rückkehrer in die Zweite Liga feststehende TVK, der nach der Partie durch WHV-Spielwart Günther Knickmann offiziell als Westmeister geehrt wurde, mit 34:27 (13:11) durch. Nach den bisherigen 58:0-Zählern wartet am kommenden Samstag noch das Auswärtsspiel beim VfL Eintracht Hagen als letzte Hürde vor der 'perfekten Saison'.
Am 29. Spieltag hielten die Ostwestfalen, die ohne ihren neuen Trainer Aaron Ziercke angereist waren, bis zum 21:20 für die Gastgeber in der 45. Minute die Partie offen. Erst dann setzte sich das Korschenbroicher Tempospiel durch. Über 24:20 (47.) und 27:22 (51.) zogen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan unwiderstehlich davon. In der Anfangsphase hatte GWD mit 5:2 und 6:3 (10.) sogar deutlich geführt, ehe das Time-Out von Coach Khan die Hausherren aufweckte. Beim 10:9 (25.) lag der künftige Wieder-Zweitligist erstmals vorne, konnte sich aber lange nicht von den spielerisch starken Mindenern absetzen.
"Wir wollten den TVK ärgern und das haben wir ja auch lange geschafft", resümierte GWD-Torhüter Markus Ernst, der vor 600 Zuschauern in der Waldsporthalle eine überragende Vorstellung bot, und grinste: "Außerdem haben wir wenigstens das schönste Tor des Tages erzielt." Womit er den Treffer von Jan Pohlmann per doppeltem Kempatrick meinte.
Auf der anderen Seite waren vor allem Jörn Ilper und Marcel Görden für spektakuläre Treffer gut. Die beiden Kreisläufer nutzten rigoros die Freiräume, die sich dadurch ergaben, dass Minden den Korschenbroicher Rückraum lange Zeit lahm legte. Bezeichnend: TVK-Torjäger David Breuer gelangen diesmal nur zwei Feldtore. Erst in der Schlussphase, als bei GWD sichtlich die Kräfte nachließen, setzte sich Kraftpaket Dennis Marquardt aus der zweiten Reihe entschlossen durch.
Starke Leistungen boten auch die beiden TVK-Keeper. In der ersten Halbzeit hielt Marcel Leclaire den demnächstigen Zweitligisten durch seine Paraden im Spiel. Nach der Pause zeigte Roland Mainka, der den Verein verlassen wird und vor der Begegnung genau wie Lukas Esser (zum OSC Rheinhausen) und Christopher Bath verabschiedet wurde, noch einmal seine Klasse.
Bei der Eröffnung des Salzburgerland Kletterparks an der Jever Skihalle Neuss hat der TV Korschenbroich sich auf das letzte Heimspiel der Saison vorbereitet.
Vor der Abschiedsvorstellung in der Waldsporthalle für diese Saison gegen den TSV GWD Minden II (Samstag, 2. Mai, Anpfiff: 19.30 Uhr) amüsierte sich die Mannschaft von Trainer Khalid Khan im zünftigen Outfit mit ihren Frauen und Freundinnen auf dem Rummel rundum die neue Attraktion des ‚Neusser Gletschers’. Simon Breuer, Markus Breuer, Jörn Ilper und Dennis Mosemann probierten den Kletterpark auch gleich einmal aus.
Am TVK-Infostand verteilte der künftige Zweitligist zudem bereitwillig Teamposter und Autogramme, zudem konnten die jungen Fans ihr Können an einer Handball-Torwand beweisen. „Wir haben uns gefreut, bei unserem Premium-Partner zu Gast sein zu dürfen. Das war ein rundum gelungener Tag“, resümierte Marketing-Manager Kai Faltin. „Wir freuen uns schon auf unsere Aufstiegsfeier, die am 16. Mai hier stattfinden wird und zu der wir ebenfalls die Fans willkommen heißen.“
Seine Abschiedsvorstellung in der Waldsporthalle für diese Saison gibt der TV Korschenbroich am Samstag. Um 19.30 Uhr beginnt die Begegnung gegen den TSV GWD Minden II, die (zumindest bis auf Weiteres) letzte Drittliga-Heimpartie für den Zweitliga-Rückkehrer. Nach dem Duell gegen die zweite Mannschaft des aktuellen Tabellen-Dreizehnten der Bundesliga wird der TVK von Günter Knickmann, dem Spielwart des Westdeutschen Handballverbands, offiziell als Westmeister geehrt. Vorher wollen die Korschenbroicher im 15. Heimspiel der Saison den 15. Sieg einfahren. „Das ist eine Sache der Konzentration, dass wir es schaffen, noch einmal unsere Leistung abzurufen“, betont Coach Khan, der nach der tollen Vorstellung seiner Truppe beim 43:30 „selbst überrascht“ war, wie engagiert seine Spieler die Begegnung durchgezogen hatten.
Der 43-Jährige verbrachte in dieser Woche drei Tage in der Sportschule Wedau bei einem Lehrgang zur Verlängerung seines Trainer-A-Scheins und hatte entsprechend weniger Zeit zur Vorbereitung auf das Aufeinandertreffen mit den spielerisch starken Ostwestfalen. „Die sind perfekt ausgebildet, da sieht man, dass immerhin vier Jugend- und Junioren-Nationalspieler zur Mannschaft gehören“, sagt Khan über den Gegner.
Allerdings muss GWD – wie im Hinspiel – auf seinen starken Kreisläufer Georg Auerswald verzichten. Der Mindener ‚Pechvogel des Jahres’ hatte sich bei seinem Comeback nach viermonatiger Verletzungspause gleich wieder den Mittelfuß gebrochen. Bei den Gastgebern wird wohl Mathias Deppisch (Bild) fehlen, der im Rahmen seiner Ausbildung derzeit Nachtschicht arbeiten muss.
Noch zwei Spieltage sind in der Regionalliga West zu absolvieren und schon jetzt steht fest, dass es für den TVK eine Liga höher geht, in die 2. Handball-Bundesliga. Doch ehe es soweit ist, gilt es für den Regionalliga-Primus, bei anderer Gelegenheit den Weg nach oben zu meistern: Am 1. Mai begleitet der TVK die Eröffnung des SalzburgerLand Kletterparks Neuss.
Die TVK-Spieler und Offiziellen werden ab 11 Uhr erwartet. Bereits ab 10 Uhr können alle Gäste in den spaßigen Parcours nach Herzenslust klettern. Mit Blasmusik, Maibaumaufstellen, Live-Radiosendung und Torwandwerfen gibt es auch am Boden ein buntes Familienprogramm.
TVK-Spieler Dennis Marquardt, der zur Freude vieler Fans kürzlich seinen Vertrag verlängert hat, erinnert sich an die Vorbereitung des TVK im August 2008, in der der Grundstein für die sportlichen Erfolge gelegt wurden: „Im Trainingslager sind wir mit der gesamten Mannschaft schon einmal Klettern gegangen. Das hat riesigen Spaß gemacht.“
Gerade deshalb freut sich die TVK-Mannschaft auf den Termin am 1. Mai. Und von den fortschreitenden Arbeiten an den imposanten Holzmasten vor der JEVER Skihalle Neuss konnte sich der TVK regelmäßig selbst überzeugen – schließlich dient der Parkplatz vor der Skihalle als Treffpunkt vor TVK-Auswärtsspielen.
Marketing-Manager Kai Faltin freut sich ebenfalls auf den Termin: „Wir unterstützen die JEVER Skihalle Neuss als einen unserer Premium-Sponsoren natürlich gerne. Es wäre eine schöne Sache, wenn auch viele TVK-Fans den Weg zur Skihalle nehmen würden.“
Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter den Regionalliga-Spielern des TV Korschenbroich. Einen Tag nach dem 43:30-Erfolg im Niederrhein-Derby beim SC Bayer Uerdingen, dem 28. Saisonsieg im 28. Spiel, gingen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan auch beim 21. Korschenbroicher Citylauf an den Start.
Keine 24 Stunden nach dem überzeugenden 43:30 bei Bayer Uerdingen war der TVK erneut auf den Beinen – und zeigte sich auch beim 21. Korschenbroicher Citylauf von seiner besten Seite und konnte zudem wichtige Personalentscheidungen bekannt geben.
Punkt 17.10 Uhr fiel der Startschuss zum 5 km -Volkslauf. Bevor sich die TVK-Aktiven in ihren schmucken Aufstiegsshirts auf die Strecke begaben, standen sie zunächst NGZ-Sportchef und Citylauf-Moderator Volker Koch Rede und Antwort.
Und eine ganz wichtige Entscheidung teilte TVK-Geschäftsführer Dr. Peter Irmen mit: Spielmacher Simon Breuer bleibt dem TVK erhalten und hat seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Damit nicht genug; mit Christoph Gelbke vom TSV Dormagen konnte der erste Neuzugang vermeldet werden. „Ich freue mich unheimlich, dass ich mit dem TVK in der 2. Liga spielen kann“, so der 20-Jährige, der in Neuss wohnt und zuletzt ein vielversprechendes Debüt in der 1. Liga beim TSV gab.
Bei bestem Laufwetter ging es für die Spieler und den Marketing-Manager Kai Faltin auf die Strecke durch die Korschenbroicher Innenstadt. Und Faltin zeigte, dass er noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört, sondern immer noch ein Vorbild in puncto Ausdauer ist. Nach der sensationellen Zeit von 19:24 min erreichte Faltin die Ziellinie – und war damit nicht nur bester Handballer, sondern verbesserte seine Bestzeit aus dem letzten Jahr sogar um 20 Sekunden. In der TVK-internen Wertung erreichten die beiden Rechtsaußen Mathias Deppisch und Dennis Mosemann gemeinsam die Plätze zwei und drei.
Hand in Hand liefen die beiden Linkshänder durchs Ziel - sichtlich erschöpft, beide mit persönlicher Bestzeit (19:42 min), aber mit einem festen Vorsatz für den City-Lauf 2010: "Da wollen wir das Tempo von Kai Faltin mitgehen", sagten Deppisch und Mosemann augenzwickernd.
Zahlreiche TVK-Fans feuerten ihre Lieblinge an und waren auch mit dem TVK-Fanstand vollauf zufrieden. „Der Tag war ein voller Erfolg für alle Beteiligten und hat uns allen richtig viel Spaß gemacht“, resümierte Dr. Peter Irmen.
Da waren's nur noch zwei. Mit dem 43:30 (22:14) beim SC Bayer 05 Uerdingen hat der TV Korschenbroich am 28. Spieltag der Regionalliga West den 28. Sieg gefeiert. Damit benötigt der bereits als Westmeister und Rückkehrer in die Zweite Liga feststehende TVK nur noch zwei weitere Siege in den beiden letzten Punktspielen gegen TSV GWD Minden II und beim VfL Eintracht Hagen zur perfekten Saison.
Eine Woche nach der nur mittelprächtigen Vorstellung beim 32:28 gegen den VfL Gladbeck verwöhnte die Mannschaft von TVK-Trainer Khalid Khan ihre Hundertschaft Fans unter den gerade einmal 150 Zuschauern in der Krefelder Sporthalle am Löschenhofweg diesmal mit einer Gala. Gestützt auf die starke Abwehr vor dem guten Torhüter Marcel Leclaire zogen die Gäste in den ersten zwanzig Minuten unwiderstehlich davon. Über 5:3 (5.), 8:4 (9.) und 10:5 (11.) hatten die Korschenbroicher bereits nach 20 Minuten beim 17:7 erstmals eine Zehn-Tore-Führung herausgeworfen.
Fast ein Dutzend geblockter Bayer-Würfe in der Abwehr um Jörn Ilper (Bild) und Dennis Marquardt, die daraus resultierenden Tempogegenstöße konsequent durchgezogen und im übrigen ein Angriffsspiel, dass - von den zudem eminent torgefährlichen Simon und David Breuer angekurbelt - die Uerdingen einige Male geradezu schwindlig hinterließ - der TVK demonstrierte eindrucksvoll seine Extraklasse. Nach dem furiosen Start ließ beim Spitzenreiter Konzentration und Biss ein wenig nach - bis zur Pause konnten die Gastgeber ein wenig herankommen. Auch nach dem Seitenwechsel kam Uerdingen nie über die Rolle eines Trainingspartners hinaus. Bis zur 38. Minute stellten die Gäste den vorherigen Zehn-Treffer-Abstand wieder her, der Rest war lediglich ein - allerdings überaus sehenswertes - Schaulaufen des Meisters.
Coach Khan gab allen seinen Schützlingen Spielanteile, die sich auch (mit Ausnahme der Torhüter) allesamt in die Torschützenliste eintragen konnten. Besonders gefeiert wurden ein Gegenstoßtor von Mathias Deppisch, der von Markus Breuer mit einem mit dem Rücken zum Tor 'blind' gespielten Pass bedient wurde, der dritte Treffer von Marcel Görden, der einen zu lang geratenen Pass von 'Tissy' Deppisch am verdutzten Bayer-Keeper vorbei in Volleyball-Manier ins Netz 'pritschte' - und das zweite Tor von Christopher Bath. Der lange Linkshänder feierte sein Comeback nach seiner Nasenoperation und erzielte in der 'zweiten Welle' das 40. TVK-Tor der Partie, das, weil bier-bringend, von seinen Mitstreitern besonders ausgiebig bejubelt wurde.
Zweiter Wettkampf des Wochenendes Als ‚zusätzliche Trainingseinheit’ und vor allem um ihre Verbundenheit mit dem Korschenbroicher Sport zu zeigen, geht die (Noch-Regionalliga-) Mannschaft des TVK am heutigen Sonntag beim Volkslauf über 5 Kilometer im Rahmen des 21. Korschenbroicher City-Laufs an den Start (17.10 Uhr). Am Stand des Vereins werden in einer kurzen Talkshow ab 16.45 Uhr die Spieler interviewt und einige Personalentscheidungen bekanntgegeben.
Bereits zum fünften Mal in dieser Saison spielt der TV Korschenbroich am Samstag in Krefeld. Allerdings muss der frisch gebackene Westmeister und Zweitliga-Rückkehrer diesmal keine ‚Heimpartie’ in der Seidenstadt austragen, sondern ist zum vorletzten Auswärtsspiel der Regionalliga 2008/09 beim Bayer 05 Uerdingen zu Gast.
Daher findet die Begegnung (Anwurf: 18 Uhr) auch nicht – wie die vier vergangenen Besuche zu Heimspielen - im zwischenzeitlichen Ausweichquartier des TVK in der Glockenspitzhalle statt, sondern in der knapp zwei Kilometer entfernten Bayer-Halle am Löschenhofweg. „Unser Anspruch muss sein, bis zum letzten Spiel so gute Leistungen zu bieten wie im bisherigen Saisonverlauf“, macht Trainer Khalid Khan (Bild) seine Forderung an die Spieler klar.
Vor allem auf die mäßige Leistung seiner Schützlinge beim 32:28 gegen den VfL Galdbeck am vorigen Samstag verlangt Coach Khan „eine klare Antwort“. Dass es „nicht einfach wird“, liegt nicht zuletzt daran, dass Bayer noch drei Punkte gegen den Abstieg braucht, während es für die Gäste ‚nur’ um ihr zweites Ziel der Spielzeit, die perfekte Saison, geht. Schon beim 33:26 im Hinspiel war im Nachbarschaftsduell eine Menge ‚Gift’ im Spiel: TVK-Kapitän David Breuer sah nach einem Zweikampf mit Uerdingens Jörg Förderer schon vor der Pause eine fragwürdige Rote Karte. "Wir haben uns nach dem Spiel darüber unterhalten: Wir waren uns einig, dass es eine unglückliche Aktion und von keinem der beiden Absicht dabei war", erklärt TVK-Torjäger 'Dave' Breuer.
Im übrigen ist der TVK mittlerweile nach Korschenbroich zurückgekehrt. Nach drei Monaten im Exil, sprich Trainingseinheiten in verschiedenen Sporthallen rund um Korschenbroich, Köln und Dormagen trainiert die Khan-Truppe seit dieser Woche wieder in der Waldsporthalle. Vorverkauf hat begonnen - Ermäßigung für Dauerkarten
Auf Hochtouren laufen auch die organisatorischen Vorbereitungen für die kommende Saison in der Zweiten Liga. So können in der TVK-Vorverkaufsstelle bei Knepperges & Zimmer, Hindenburgstr. 4, in Korschenbroich (auch online unter buero@tvk-gmbh.de oder über die Ticket-Hotline: 02161 - 977 28 12 buchbar) bereits Dauerkarten für die Spielzeit 2009/2010 erworben werden. Besonderer Anreiz: Frühbucher erhalten bei sofortiger Bezahlung der Gesamtsumme bei Knepperges & Zimmer einen Nachlass von 2 Spielen.
Der TVK wird sein letztes Heimspiel in dieser Saison gegen GWD Minden II am 2.5.2009 (19.30 Uhr) wieder in der Waldsporthalle austragen. Der zeitweise Umzug nach Krefeld wurde vom treuen Korschenbroicher Publikum gut angenommen.
"Wir freuen uns natürlich sehr darüber, unser letztes Heimspiel der Saison in der heimischen Waldsporthalle auszutragen. Besonders, da wir die feierliche Ehrung zur Westdeutschen Meisterschaft an diesem Abend vornehmen werden", freut sich der sichtlich zufriedene Marketing-Manager Kai Faltin.
"Vor allem freut es mich für unsere treuen Fans, denen ich auf diesem Wege nochmals meinen Dank für Ihre tolle Unterstützung in Krefeld aussprechen möchte", so Faltin weiter.
Wegen eines Wasserschadens in der Korschenbroicher Waldsporthalle musste der TVK vier Heimspiele in Krefeld austragen. Am 9.4.2009 gelang gegen den TuS Ferndorf sogar der Zuschauerrekord der laufenden Regionalliga-Saison: 1.250 Zuschauer sahen die Partie, die der TVK mit 38:30 für sich entscheiden konnte.
Neue Woche, neue Vertragsverlängerung: Nach Marcel Görden, Marcel Leclaire, Markus Breuer und Christian Rommelfanger hat nun auch Dennis Marquardt seinen Vertrag beim TV Korschenbroich um zwei weitere Jahre verlängert.
"Hier stimmt einfach das Gesamtpaket: Mannschaft, Trainer, Umfeld, die sportliche Perspektive und die Möglichkeit, meine Ausbildung fortzusetzen, das ist perfekt", schwärmte das 23-jährige Kraftpaket, das in dieser Saison - meist aus dem linken Rückraum - bereits 109 Treffer erzielte. Als holländischer Vizemeister war der Rückraumakteur und Abwehrrecke im Sommer 2007 vom HV Sittard zum TVK gekommen. "Dennis ist ein wichtiger Baustein für unsere Mannschaft", lobte Trainer Khalid Khan.
Nicht immer hochklassig war das Korschenbroicher Spiel gegen den VfL Gladbeck - trotz des 32:28-Sieges der Gastgeber in der Krefelder Glockenspitzhalle. Trotzdem gab es eine ganze Reihe von sehenswerten Szenen. Angefangen von der Begrüßung des frisch gebackenen Rückkehrers in die Zweite Bundesliga durch die erfolgreiche C-Jugend des TVK und einen Blumenstrauß vom VfL, das 1000. Saisontor durch David Breuer, das Durchsetzungsvermögen von Simon Breuer, die Sprunggewalt von Dennis Marquardt, und, und, und . . .
Am Dienstag startet der Dauerkartenvorverkauf für die kommende Bundesliga-Spielzeit 09/10. Für derzeitige Dauerkarteninhaber hält die TVK Handball GmbH einen besonderen Aufsteiger-Bonus bereit, der den Inhabern in den kommenden Tagen persönlich zugesandt wird.
Ab kommenden Dienstag startet der TVK mit dem Vorverkauf von Dauerkarten für alle 17 Heimspiele in der Bundesliga-Saison 2009/2010: Die Tickets können bei Knepperges & Zimmer, Hindenburgstr. 4, in Korschenbroich erworben werden. Ebenso können die Karten online unter buero@tvk-gmbh.de oder über die Ticket-Hotline: 02161 - 977 28 12 geordert werden. Die Ausgabe der Karten erfolgt in der 34. Kalenderwoche.
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Sie sind zum TVK-Fan geworden und spielen mit dem Gedanken eine TVK-Dauerkarte zu erwerben, dann aufgepasst:
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Das heißt z. B. für die Mitteltribüne: 17 Heimspiele, im Frühbucherverkauf 17 x 15,- € = 255,- € abzgl. 30,- € = 225,- €.
Immerhin - bei einer Anzahlung von 20,- € erhalten Sie noch einen Nachlass von einem Spiel.
Die Berechnung anderer Dauerkarten-Kategorien erfolgt entsprechend. Frühbucher werden lohnt sich, Sie haben die Wahl:
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Der Frühbucherpreis ist gültig bis zum 16.08.2009. Ab dem 17.08. bis zum ersten Meisterschaftsspiel startet der Saisonvorverkauf zum Normalpreis (Vollbezahlung bei einem Spiel Nachlass).
Während der Saison wird die Dauerkarte berechnet aus der Anzahl der verbleibenden Heimspiele multipliziert mit dem Tageskartenpreis.
Dauerkarteninhabern der Regionalliga-Saison 2008/2009 wird ein Vorkaufsrecht auf „Ihren Platz" eingeräumt, welches am 09.05.2009 endet. Die Ausgabe der Dauerkarten erfolgt in KW 34.
Mit dem 32:28 (15:14) gegen den VfL Gladbeck hat der TV Korschenbroich am 27.Spieltag der Regionalliga West seinen 27. Sieg gefeiert. In der insgesamt schwachen Partie verdienten sich die Torhüter die Bestnoten. Beim bereits als Westdeutscher Meister und Zweitliga-Rückkehrer feststehenden TVK zeigte Roland Mainka, der ab der 25. Minute für Marcel Leclaire den Job zwischen den Pfosten übernahm, eine starke Vorstellung und wurde von Trainer Khalid Khan als bester Akteur der Gastgeber hervorgehoben.
Noch übertroffen wurde er allerdings durch Tobias Kokott. Der Keeper, der im vergangenen Sommer von Korschenbroich zu seinem Stammverein Gladbeck zurückgekehrt war, zeigte gegen seine früheren Mitspieler mit 25 Paraden seine Extraklasse. "Er hat den VfL heute im Alleingang im Spiel gehalten", lobte TVK-Kapitän David Breuer den Gladbecker Schlussmann. Dadurch gestalteten die Gäste bis zum 21:22 in der 46. Minute die Begegnung offen, ehe sich der TVK in der Endphase mit seinem Tempospiel über 28:23 (852.) und 32:25 (56.) entscheidend absetzte.
"Wir hatten uns keine Siegchance ausgerechnet", gestand VfL-Trainer Siegbert Busch, "aber wir hatten uns vorgenommen, mit höchstens fünf Toren gegen die 'Über-Mannschaft' dieser Saison zu verlieren. Das ist uns vor allem dank Tobias gelungen." Vor 800 Zuschauern in der Krefelder Glockenspitzhalle erzielte Top-Torjäger David Breuer in der 6. Minute das 1000. Saisontor für Korschenbroich. Der Linkshänder, der genau wie sein Bruder Simon insgesamt neun Treffer markierte, traf dabei zum zwischenzeitlichen 4:3 (Bild). "Hauptsache gewonnen, das war eines dieser undankbaren Spiele, das man am besten schnell vergisst", analysierte der ältere der Breuer-Brüder.
TVK-Coach Khan gab zu, dass seine Mannschaft "eines unserer schlechtesten Spiele in dieser Saison geliefert" habe. "Die Verantwortung dafür nehme ich auf meine Kappe", sagte der Coach, der hofft, dass sich seine Schützlinge in den drei noch verbliebenen Spielen "besser, konzentrierter und mit mehr Biss als heute" präsentiert. "Sonst wird das nichts mit der Zu-Null-Bilanz am Ende."
Mit dem Heimspiel gegen den VfL Gladbeck läutet der TV Korschenbroich den Saisonendspurt ein. Gegen die stark abstiegsbedrohten Westfalen gibt der bereits als Regionalliga-Meister und Rückkehrer in die Zweite Handball-Bundesliga feststehende TVK am Samstag (Anpfiff: 19.30 Uhr) seine Abschiedsvorstellung in der Krefelder Halle am Glockenspitz – zumindest für diese Saison.
Da die Stadt Korschenbroich derzeit mit Hochdruck daran arbeitet, dass ihr sportliches Aushängeschild wenigstens die letzte Partie der Saison in heimischen Gefilden austragen kann, wird der TVK für die Begegnung gegen den TSV GWD Minden II am 2. Mai wohl in die dann wieder hergestellte Waldsporthalle zurückkehren. Um sich den Handball-Fans in und um Krefeld für mögliche Topspiele im Glockenspitz in der nächsten Saison in bester Erinnerung zu halten, wollen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan gegen Gladbeck noch einmal glänzen.
Nach dem begeisternd herausgespielten 38:30 gegen Ferndorf hatte Coach Khan seinen Schützlingen sechs Tage frei gegeben, nach der Weihnachtspause erst die zweite Frei-Zeit für die Spieler seit Saisonbeginn. In den wenigen Trainingseinheiten musste der TVK aber wieder mächtig Gas geben: „Ausruhen können wir uns, wenn wie Saison vorbei ist“, sagt der Trainer deutlich.
Seine Mannschaft hat außer dem zweiten großen Saisonziel nach dem bereits realisierten Wiederaufstieg ins Handball-Unterhaus, die Punkterunde mit perfekter Bilanz abzuschließen, gegen Gladbeck eine weitere besondere Motivation: Der vierte Treffer gegen den VfL ist das 1000. Korschenbroicher Tor der Saison. „Das wird ein teurer Spaß“, vermutet Rechtsaußen Mathias Deppisch, dass der – in dem Fall wohl nicht ganz so glückliche – Schütze wohl mannschafts-intern (mit einer Bierspende?) zur Kasse gebeten wird. Mit seiner Ausbeute von durchschnittlich mehr als 38 Treffern pro Spiel ist der TVK das mit Abstand torhungrigste Team in den deutschen Topligen.
Auch zum Spiel gegen den VfL Gladbeck fährt ein Shuttle-Bus vom Korschenbroicher Mathias-Hoeren-Platz aus zur Glockenspitzhalle. Abfahrt ist um 17 Uhr und um 18.30 Uhr, um 21.30 Uhr und 22.30 Uhr fahren die Busse zurück nach Korschenbroich. Um dem TVK und der NVV die Planungen zu erleichtern, sollten die Fans sich rechtzeitig vorher Fahrkarten kaufen. Die Tickets gibt’s zum Preis von nur 1 Euro in der TVK-Vorverkaufsstelle bei ‚Knepperges & Zimmer’ (Hindenburgstraße 4) in Korschenbroich.
Der achte Mann beim TVK – Rekord in der Glockenspitzhalle
Der Aufstieg ist bereits unter Dach und Fach – und dennoch ist die Euphorie beim TVK ungebrochen. Der „achte Mann“, wie die Zuschauer beim Handball auch genannt werden, soll die Korschenbroicher Handballer auch in Zukunft zu Höchstleistungen antreiben.
Die Verantwortlichen hatten insgeheim darauf gehofft, aber wirklich gerechnet hatte niemand damit. Eine Woche nachdem der TVK die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt gemacht hatte, stand ein Heimspiel gegen den TuS Ferndorf auf dem Programm, für die es in der Tabelle weder großartig nach oben noch nach unten gehen wird. Und dann noch der Termin: Gründonnerstag, zur Ferienzeit.
Also ein Spiel um die „goldene Ananas“, das kaum einen Zuschauer interessieren würde? Mitnichten: Es wurde das Spiel mit der größten Zuschauerbeteiligung in der gesamten diesjährigen Regionalliga-Saison, 1.250 Fans strömten in die Krefelder Glockenspitzhalle, um den Westdeutschen Meister 2009 zu bestaunen. Und ihr Kommen dürften sie kaum bereut haben, schließlich machte der TVK sein Versprechen wahr und nahm auch dieses Spiel zu 100 % ernst.
„Das hat uns schon ein wenig stolz gemacht, dass wir auch für diesen Rekord verantwortlich sind“, resümiert ein sichtlich zufriedener Kai Faltin. "Für mich ein weiteres Indiz, dass wir mit dem TVK auf dem richtigen Weg sind und dass der Handball trotz aller derzeitigen Medienberichten bei den Zuschauern auf ein breites positives Interesse stößt und als attraktives Familienevent wahrgenommen wird“, führt Faltin weiter aus. Der Marketing-Manager des TVK, aus privaten Gründen bei diesem Spiel nicht zugegen, konnte sich auf seine ehrenamtlichen Mitarbeiter verlassen, die vor und hinter den Kulissen in vielfältiger Hinsicht für diesen Abend gearbeitet hatten. Das Team hinter dem Team sollte man dabei nicht vergessen. "Wir brauchen auch und gerade für die kommende Bundesliga-Spielzeit weiterhin organisatorische Unterstützung", so der weiterführende Appell Faltins den TVK aktiv zu unterstützen.
Zugegeben, die tollen Ferndorfer Fans dürften mit 200 Leuten vertreten gewesen sein. Auch hatte der TVK an einige lokale Medien und Jugendmannschaften Freikarten verteilt. Die Resonanz auf dieses Spiel dürfte aber dennoch so etwas wie eine Signalwirkung auf alle Handballinteressierten bewirkt haben.
In der nächsten Saison, die Korschenbroich wieder Bundesliga-Handball bescheren wird, braucht der TVK seine Zuschauer mehr denn je. „Insbesondere zu Topspielen wie gegen TUSEM Essen oder den Bergischen HC könnte die Glockenspitzhalle eine sinnvolle Alternative sein“, sagt Geschäftsführer Dr. Peter Irmen. Die Korschenbroicher Waldsporthalle dürfte mit ihren 800 Plätzen eindeutig zu klein sein. Mehr verkaufte Tickets könnten dem TVK finanzielle Mehreinnahmen bescheren, die für die Bundesliga benötigt werden.
Auch die Spieler freuen sich über jeden Zuschauer – aus rein sportlichen Gesichtspunkten. „Gegen Ferndorf hat es richtig Spaß gemacht“, findet Torwart Marcel Leclaire, der hinzufügt: „Die Fans sind unser achter Mann: Sie feuern uns immer vorbildlich an, dass motiviert unheimlich und ist auch wichtig für unser Spiel.“
Schon am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Glockenspitzhalle) gibt es die nächste Gelegenheit, dem TVK zuschauen zu können. Dann kommt der VfL Gladbeck und womöglich der letzte Gegner in der Krefelder Glockenspitzhalle – zumindest in dieser Saison. Das letzte Heimspiel gegen Minden II (2.5.09) soll voraussichtlich wieder in der Korschenbroicher Waldsporthalle stattfinden.
Der TV Korschenbroich gibt sich auch nach der bereits feststehenden Meisterschaft keine Blöße: Im Nachholspiel gegen den TuS Ferndorf gewann der Regionalliga Primus mit 38:30 (20:12).
Der TVK machte dabei von Beginn an deutlich, die Saison ohne Verlustpunkt beenden zu wollen. In leicht verändertet Startformation – Dennis Mosemann und Markus Breuer erhielten den Vorzug vor Mathias Deppisch und Marcel Görden – legte der TVK los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 7:3.
Unterstützt wurde das Team von Khalid Khan dabei von 1.200 Zuschauern in der Krefelder Glockenspitzhalle – Saisonrekord für den TVK und sogar für die gesamte Regionalliga. Die TVK-Verantwortlichen wurden mit dieser beeindruckenden Resonanz für die vielen Mühen im Vorfeld belohnt.
Mit stehenden Ovationen wurde der TVK schon zu Beginn des Spiels gefeiert und die tolle Stimmung auf den Rängen war umso größer, als der Gastgeber seine Führung kontinuierlich ausbaute. Mit 20:12 schickte man den Gast aus dem Siegerland in die Halbzeit. Gegen die schnellen Kombinationen der Korschenbroicher war die 6:0-Deckung der Gäste zumeist chancenlos. „Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden“, musste Ferndorfs Manager Harald Münker eingestehen.
In der 2. Halbzeit schenkte Trainer Khan dann Roland Mainka für 30 Minuten das Vertrauen und auch alle Feldspieler – bis auf den verletzten Christopher Bath – erhielten Einsatzzeiten. Die Konzentration ließ im zweiten Durchgang zwar auf beiden Seiten etwas nach, ein temporeiches und durch spektakuläre Tore gekennzeichnetes Spiel kam dennoch zustande.
Der TVK konnte seinen Vorsprung von mindestens sieben Toren stets halten, so dass ein standesgemäßer 38:30-Sieg heraussprang. Somit fehlen zur „1000 Tore“-Marke nur noch vier Treffer…
TV Korschenbroich: Mainka , Leclaire; Deppisch (5), Esser, David Breuer (9/1), Simon Breuer (6), Görden (2), Markus Breuer (2), Marquardt (4), Ilper (5), Mosemann (3), Rommelfanger (2).
TuS Ferndorf: Rottschäfer, Gorobtschuk; Sijaric, A. (2), Hambloch (2), Orlov, Aust (11/8), Blanz (2), Hilger (4), Lange (3), Stenske (2), Sijaric, M. (3), Pallach (1)
Und weiter wächst die 2. Liga-Mannschaft des TV Korschenbroich im Wochen-Rhythmus. Nach Marcel Görden, Markus Breuer und Torhüter Marcel Leclaire hat nun auch Christian Rommelfanger einen neuen Vertrag für die nächste Saison mit der Option für ein weiteres Jahr unterschrieben.
Aufsteiger stellt sich gegen Ferndorf zu Hause vor
Die Handball-Regionalliga West befindet sich im Osterurlaub. Die ganze Regionalliga? Nein, der frisch gebackene Westmeister und Zweitliga-Aufsteiger muss noch nachsitzen. Für den TV Korschenbroich steht am Gründonnerstag (09.04.2009, 19.30 Uhr) in der Krefelder Glockenspitzhalle das Nachholspiel gegen den TuS Ferndorf auf dem vor-österlichen Spielplan.
Nach zwei erfolgreichen Auswärtsspielen in Niederwermelskirchen und Spenge und vorzeitig geschaffter Rückkehr in die Zweite Liga präsentiert sich der TVK wieder den heimischen Handball-Fans am Niederrhein. Die Schützlinge von Trainer Khalid Khan haben sich fest vorgenommen, nun keineswegs nachzulassen, sondern wollen als zweites Saisonziel die „perfekte Saison“ spielen, ohne Punktverlust durch die Spielzeit kommen.
Dass die Vorbereitung auf das Duell mit dem starken Aufsteiger aus dem Siegerland nicht optimal sind, liegt nicht an allzu großer Aufstiegs-Feierfreude der Khan-Schützlinge. Sondern daran, dass zwei Stammspieler erst kurz vor dem Spiel von anderweitigen Einsätzen zurückkehren. Marcel Görden bereitet sich im Aufgebot der Junioren-Nationalmannschaft in Wismar mit einem Lehrgang und zwei Länderspielen gegen Dänemark auf die Nachwuchs-WM in Ägypten im August vor. Und Mathias Deppisch (Bild) wurde am Montag in Bremen mit der deutschen Polizeiauswahl für den 2008 errungenen Europameistertitel geehrt und ist seitdem zur beruflichen Fortbildung in Süddeutschland.
Das Duell mit dem TuS Ferndorf war ursprünglich für den 14. Februar vorgesehen, musste aber wegen des defekten Boden in der Waldsporthalle kurzfristig abgesagt werden. Schon damals warnte TVK-Trainer Khan vor dem Team seines Freundes und Kollegen Caslav Dincic: „Der überlässt nichts dem Zufall. Er hat ein gut funktionierendes Team aufgebaut, das mehrere Abwehrvarianten beherrscht und äußerst diszipliniert spielt, seine Handschrift ist klar zu erkennen“, sagt Khan über den Gegner, mit dessen Coach zusammen er einst Lehrgänge und Prüfungen zum Trainer-A-Schein absolviert hat: „Der TuS ist stets gefährlich, man darf sich nie in Sicherheit wiegen.“
Das taten die Korschenbroicher im Hinspiel vorzeitig: Daher kamen die Siegerländer nach einer zwischenzeitlichen 14-Tore-Führung der Gäste am Ende noch einmal auf 36:40 heran. Kein Wunder also, dass Dincic dem TVK zwar zum Aufstieg gratuliert, sich und seiner Truppe aber trotzdem ein klares Ziel gesteckt hat: „Wir wollen unsere Saison krönen, in denen wir ihnen die einzigen Punkte abnehmen.“
Shuttle-Bus nach Krefeld
Auch diesmal fährt ein Shuttle-Bus vom Korschenbroicher Mathias-Hoeren-Platz aus zur Glockenspitzhalle, Abfahrt ist um 17 Uhr und um 18.30 Uhr, um 21.30 Uhr und 22.30 Uhr fahren die Busse zurück nach Korschenbroich. Um dem TVK und der NVV die Planungen zu erleichtern, sollten die Fans sich rechtzeitig vorher Fahrkarten kaufen. Die Tickets gibt’s zum Preis von nur 1 Euro in der TVK-Vorverkaufsstelle bei ‚Knepperges & Zimmer’ (Hindenburgstraße 4) in Korschenbroich.
Bis in den frühen Morgen hat die Mannschaft des TV Korschenbroich die Rückkehr in die Zweite Liga gefeiert. Nach der Rückkehr vom 35:28-Auswärtssieg beim TuS Spenge, mit dem Westdeutsche Meisterschaft und Aufstieg perfekt gemacht worden waren, wurde bei der ‚Apres Ski-Party’ in der Jever Skihalle am ‚Neußer Gletscher’ die Nacht zum Tage gemacht.
„Das war eine sehr intensive Einheit, würde unser Trainer wohl sagen“, resümierte Rechtsaußen Mathias Deppisch die lange Partynacht. Während der Rest der Mannschaft das Erreichen des „ersten Saisonziels“ feierte, begaben sich die ‚älteren Herren’, Mannschaftskapitän David Breuer und Jörn Ilper, schon (relativ) früh zur Ruhe. Keine Zeit für Parties hatte Marcel Görden (Bild: Michael Heuberger). Der Junioren-Nationalspieler musste schon am frühen Sonntagmorgen in den hohen Norden aufbrechen. Im Rahmen der Vorbereitung auf die Nachwuchs-WM in Ägypten im August nimmt der TVK-Kreisläufer und Linksaußen am DHB-Lehrgang in Wismar teil, bei dem auch am Dienstag und Mittwoch zwei Junioren-Länderspiele gegen Dänemark stattfinden.
Freiwillig auf die Feier verzichtete Korschenbroichs Trainer Khalid Khan. „Das ist die Stunde der Mannschaft, die Jungs sollen ihre Freude über den Triumph mal so richtig ausleben“, sagte der 43-Jährige. „Zum gemeinsamen Feiern werden wir bestimmt noch in den nächsten Wochen eine weitere Gelegenheit finden.“ Ach, ja: das zweite Saisonziel, das der TVK mit ebensolcher Entschlossenheit und Elan wie den Wiederaufstieg angehen will, heißt: perfekte Bilanz. „Wir wollen diese Saison bis zum Ende voll durchziehen und ohne Punktverlust abschließen“, kündigte Kapitän und Torjäger David Breuer an.
Stimmen zum Aufstieg:
Trainer Khalid Khan: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die sich immer wieder durchgebissen hat und eine wirkliche starke Saison gespielt hat. Die Jungs haben sich diesen Erfolg wirklich hart erarbeitet und daher völlig verdient.“
David Breuer: „Es ist sehr schön, dass wir den Aufstieg schon so früh geschafft haben, dass wir jetzt schon sicher sein können, wieder in der Zweiten Liga dabei zu sein. Es ist, glaube ich, der verdiente Lohn, da wir eine konstante Saison ohne wirkliche Tiefen hingelegt haben. In den restlichen Spielen können wir die Grundlage schaffen, dass wir nächstes Jahr den Klassenverbleib bewerkstelligen. Wir wollen diese Saison bis zum Ende voll durchziehen und ohne Punktverlust abschließen.“ Mathias Deppisch: „Ich freue mich über meinen zweiten Aufstieg in die zweite Liga. Er hatte eine andere Qualität, weil diesmal der Druck viel größer war. Wir haben übers ganze Jahr stabile Leistungen gezeigt und steigen daher verdient auf. Profitiert haben wir sicherlich davon, dass wir vom vergangenen Jahr her noch gut eingespielt waren.“
Gerd Bennewirtz (Hauptsponsor SJB): "Ich freue mich, dass der TVK sein Ziel in dieser beeindruckenden Manier erreicht hat. Die Mannschaft hat wirklich Großartiges geleistet. Natürlich wird die SJB den TVK auch in der Bundesliga weiterhin unterstützen."
Perfekt - Korschenbroich kehrt in die Zweite Liga zurück
"Wir sind wieder zurück" stand auf den Meister-Shirts, die die Spieler unmittelbar nach dem Abpfiff beim Tus Spenge überstreifen durften. Der TV Korschenbroich hat den ersten Matchball genutzt. Mit dem 35:28 (14:12) beim TuS Spenge feierte die Mannschaft von Trainer Khalid Khan im 25. Spiel der Regionalliga West den 25. Sieg und machte damit vorzeitig und in beeindruckender Manier mit 50:0 Punkten frühzeitig die Westdeutsche-Meisterschaft 2009 und den direkten Wiederaufstieg in die Zweite Handball-Bundesliga perfekt.
"Das Spiel heute war ein Spiegelbild unserer Saison. Die Mannschaft hat sich trotz einiger Probleme durchgebissen und ihren Tempohandabll erfolgreich durchgezogen", strahlte Trainer Khalid Khan, der nach dem Spiel die obligatorische Sekt-Dusche von seinen Schützlingen erhielt. Von Beginn an machten die Gäste klar, dass sie die erste Chance, den Aufstieg klar zu machen, nutzen wollten. Nach der 10:4-Führung nahm der TVK allerdings das Tempo etwas heraus und verlor dadurch seinen Spielrhythmus. Spenge kämpfte sich in die Partie zurück und kam kurz vor der Pause sogar auf einen Treffer heran.
Gleich nach dem Seitenwechsel nahm Korschenbroich aber wieder entschlossen das Heft in die Hand, beim 20:15 war schon eine Vorentscheidung gefallen. Hinten stand die Deckung vor dem erneut starken Torhüter Marcel Leclaire besser, zudem wurde gnadenlos aufs Tempo gedrückt. "21 Tore nach der Pause sprechen für sich", sagte Coach Khan zufrieden.
Dennis Marquardt hatte einen Sahnetag erwischt und avancierte mit neun Treffern zum überragenden Akteur. Zudem bot er zusammen mit Jörn Ilper und Marcel Görden einen ungemein stabilen Innenblock. Und auch Rechtsaußen Mathias Deppisch zeigte in den wichtigen Phasen seine Qualität und blieb bei sieben Treffern ohne jeden Fehlversuch. So konnten die etwa 80 TVK-Fans, die den weiten Weg nach Ostwestfalen nicht gescheut hatten, schon fünf Minuten vor dem Ende den Wieder-Zweitligisten feiern.
Der Rest war Party pur: erst in der Halle in Spenge, wo die Gastgeber fair gratulierten, und anschließend Kabine und Dusche zur Partyzone umfunktioniert wurden, dann natürlich auf der Rückfahrt und bei einer langen Feier-Nacht ab Mitternacht in der Jever-Skihalle am 'Neußer Gletscher'.
Die Mannschaft für die Zukunft des TV Korschenbroich wächst weiter zusammen - im Wochen-Rhythmus. Nach Marcel Görden und Markus Breuer hat nun auch Torhüter Marcel Leclaire einen neuen Zweijahres-Vertrag unterschrieben.
Damit bleibt der 30-jährige Torhüter, der - wenn denn alles nach Plan läuft - in Bälde bereits den dritten Aufstieg nach 2002 (mit perfekten 60:0-Punkten mit dem TSV Bayer Dormagen) und 2007 (mit dem TVK) in die Zweite Liga feiern kann, mindestens bis 2011 bei der Hand-Ball-Herz-Truppe.
Schon am Samstag (19.15 Uhr) kann der TVK beim Spiel beim TuS Spenge sein Meisterstück perfekt machen. Bei noch zwei benötigten Punkten aus den letzten sechs Spielen ist die Meisterschaft aber ohnehin schon so gut wie geschafft. Sollte in Spenge ein Sieg gelingen, will der TVK auf die Piste gehen: beim Sponsor JEVER Skihalle Neuss ist ist ohnehin für Spieler, Betreuer und Trainer der Treffpunkt zu Auswärtsspielen. Und sollte am Samstag tatsächlich der Aufstieg realisiert werden, will sich der TVK zusammen mit seinen Fans unter das Party-Volk mischen und bei der legendären "Apres Ski Party" meisterlich feiern...
Das Ergebnis der Partie in Spenge (und ab wann gegebenenfalls die Aufstiegs-Party steigt), erfahren Sie am Samstag ab 21.30 Uhr an dieser Stelle.
32:33 - knappe Testspiel-Niederlage beim TSV Dormagen
Die erste Niederlage des Jahres hat der TV Korschenbroich kassiert - allerdings nur in einem Testspiel. Beim TSV Dormagen verlor die Mannschaft von Trainer Khalid Khan mit 32:33 (17:17). "Das war eine gute Trainingseinheit heute", sagte TVK-Coach Khan nachher und warnte sein Team vor der kommenden Pflichtaufgabe im Regionalliga-Spiel beim TuS Spenge (Samstag, 19.15 Uhr): "Das wird schwerer, vor allem vom Kopf und von der Konzentration her."
Im TSV-Sportcenter zeigte sich der TVK von Beginn an hellwach. Nach 6 Minuten lagen die Gäste 5:2 vorne, nach 10 Minuten gar 8:3. Nach einer Standpauke von Trainer Kai Wandschneider ging der derzeitige Tabellen-16. der Bundesliga energischer zur Sache, beim 11:10 in der 19. Minute ging der (noch) zwei Klassen höher spielende Gastgeber erstmals in Führung. Gestützt auf die starke Vorstellung des Ex-Dormageners Roland Mainka im Tor hielt der TVK aber mit, zudem zeigten Simon Breuer und Christian Rommelfanger immer wieder ihre Gefährlichkeit aus dem Rückraum.
Nach dem unentschiedenen Halbzeitstand legte Dormagen einen Blitzstart in die zweite Hälfte hin. Schon nach fünf Minuten, in denen Korschenbroich torlos blieb und der TSV auf 21:17 davongezogen war, nahm TVK-Coach Khan eine Auszeit und mahnte sein Rest-Aufgebot - Dennis Marquardt sah wegen einer Muskelverletzung in der Schulter nur zu und Mathias Deppisch spielte zugunsten von Dennis Mosemann auch nur eine Viertelstunde lang - zu mehr Konzentration. Der Appell half: über 25:27 (48.) und 27:28 (52.) kämpften die Gäste sich wieder heran. Am Ende reichte es für Korschenbroich zwar nicht mehr zum erhofften Unentschieden, ein Achtungserfolg war die knappe Niederlage aber allemal.
TV Korschenbroich: Mainka, Leclaire (ab 40.); Deppisch, Esser (2), David Breuer (4), Simon Breuer (10/2), Görden, Markus Breuer (5), Ilper (5), Mosemann (1), Rommelfanger (5).
Ganze zwei Punkte fehlen dem TVK zur Rückkehr in die 2. Bundesliga. Die Mannschaft hat sportlich mehr als überzeugt und auch im Umfeld wird kräftig daran gearbeitet, das Projekt weiter voranzutreiben. Dabei weiß man im Handball-verrückten Korschenbroich – und natürlich darüber hinaus – viele Helfer in seinen Reihen.
Dennoch würde sich die TVK Handball GmbH über weitere Kräfte freuen, die Hand.Ball.Herz hautnah erleben und ihren Teil dazu beitragen wollen.
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Ein Testspiel beim Bundesligisten TSV Dormagen bestreitet der TV Korschenbroich am Dienstag (31. März). Um 18.30 Uhr tritt der verlustpunktlose Spitzenreiter der Regionalliga West beim derzeitigen Tabellen-Sechzehnten des Handball-Oberhauses im TSV-Sportcenter an. Der Eintritt ist frei.
Unterdessen arbeitet der Vorstand der TVK Handball GmbH weiter am Team für die nächste Saison. „Wir freuen uns, dass Markus Breuer einen neuen Zweijahres-Vertrag unterzeichnet hat“, verkündet Geschäftsführer Peter Irmen. Der 29-jährige Linksaußen, der im vergangenen Sommer von der HG Remscheid zum TVK wechselte und trotz seines ebenfalls biblischen Vornamens nicht mit den Brüdern David und Simon Breuer verwandt ist, bleibt also bis – mindestens – zum Sommer 2011 in Korschenbroich.
"Ich freue mich, weiter in diesem tollen Team spielen zu können", so der gebürtige Schwabe, den es aus privaten Gründen vor zwei Jahre nach Nordrhein-Westfalen gezogen hatte. Nachdem Breuer mit Remscheid ein alles andere als befriedigendes Jahr erlebte, fühlt er sich nun in Korschenbroich in allen Belangen pudelwohl. Sollte dem TVK am Samstag ein Erfolg in Spenge gelingen, wäre der TVK - und mit ihm Markus Breuer - endgültig in die 2. Liga aufgestiegen. "Ohne überheblich zu sein, da gehören wir mit unserer Mannschaft wohl auch hin", sagt Breuer. Und er muss es wissen, spielte er doch selbst jahrelang mit dem VfL Pfullingen in der 1. und 2. Bundesliga...
In der 'Halle der Löwen' hat der TV Korschenbroich einen weiteren riesigen Schritt in Richtung Zweite Bundesliga getan. Nach dem 31:24 (12:8)-Triumph beim bis dahin härtesten Verfolger TuS Niederwermelskirchen benötigt das Team von Trainer Khalid Khan aus den sechs noch verbliebenen Partien in der Regionalliga West nur noch zwei Zähler, um Meisterschaft und Rückkehr in die Zweite Liga perfekt zu machen.
Vor mehr als 900 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Halle 'Am Schwanen' konnten die hoch ambitionierten Hausherren die Partie nur 20 Minuten lang offen halten. Bis dahin hatten TuS und TVK abwechselnd geführt, keine der Mannschaften konnte mit mehr als zwei Toren in Führung gehen. In den letzten zehn Minuten vor der Pause setzten die Gäste dann ein eindrucksvolles Zeichen. Unterstützt von der Klasseleistung der Deckung ließ Torhüter Marcel Leclaire bis zur Halbzeit überhaupt keinen Treffer mehr zu: Sein Team setzte sich auf 12:8 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel demonstrierten die Korschenbroicher, dass sie "mit Abstand das beste Team der Regionalliga sind", wie TuS-Torjäger Neuenhofen nachher "mit leichtem Frust" zugab: "Wir waren einfach nicht in der Lage, die TVK-Abwehr zu knacken." Über 15:10 (35.) zogen die Gäste geradezu spielerisch locker auf 22:16 (45.) davon.
Trotz der widrigen Vorbereitung - wegen Krankheit und Verletzungen hatten in der Woche meist nur fünf oder sechs Korschenbroicher trainieren können - überzeugten die Khan-Schützlinge im Angriff spielerisch und vor allem durch ihre aufopfernde Einsatzbereitschaft in der Defensive.
Symptomatisch für die geschlossen starke Mannschaftsleistung: Während in der ersten Halbzeit die Hauptlast des Angriffsspiels auf Torjäger und Mannschaftskapitän David Breuer ruhte, übernahmen nachher vor allem Christian Rommelfanger, der ab der 40. Minute drei 'Joker'-Tore in Folge erzielte, Rechtsaußen Mathias Deppisch, der die Konter 'gnadenlos' zu Toren nutzte, und Kreisläufer Jörn Ilper die Verantwortung.
Angesichts von sechs Pfostentreffern nach der Pause hätte der Gästeerfolg sogar noch höher ausfallen können. Doch auch so feierten in den letzten zehn Minuten der Partie die mehr als 100 mitgereisten TVK-Fans, die sich durch einen Freitagabend-Megastau ins Bergische gequält hatten, die Gala-Vorstellung ihre Mannschaft.
TuS Niederwermelskirchen - TV Korschenbroich 24:31 (8:12)
TuS NIederwermelskirchen: Fuchs, Hamers (31. - 47.); Schlösser, Schumacher (4), de la Fuente (1), Hepp (1), Küster (6), Klatt (3), Rezaloo, Reinacher, Zeller (3), Masmeier (n.e.), Neuenhofen (6/3), Bauerkamp.
TV Korschenbroich: Leclaire, Mainka (nur bei einem Siebenmeter); Deppisch (5), David Breuer (8/2), Simon Breuer (6), Görden (1), Markus Breuer (1), Marquardt (1), Ilper (5), Mosemann (n.e.), Rommelfanger (4).
Schiedsrichter: B. Aslandag/ Jende (Duisburg). - Zeitstrafen: 4:4 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:4/2.
Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel der Regionalliga West wird der TV Korschenbroich von Personalproblemen geplagt. Beim Gastspiel beim Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen muss Tabellenführer TVK am Freitag (Anwurf: 20.30 Uhr) auf jeden Fall auf Christopher Bath verzichten. Zudem ist noch fraglich, ob Simon Breuer und Lukas Esser rechtzeitig zur Top-Begegnung wieder fit werden. Während sich der Einsatz von Spielmacher Breuer, der sich mit Bauchmuskelproblemen herumplagt, wohl erst kurzfristig unmittelbar vor dem Spiel entscheiden wird, fehlt Bath definitiv: Der lange Linkshänder wurde an den Nasennebenhöhlen operiert. Abzuwarten bleibt zudem, ob Lukas Esser in der Sporthalle ‚Am Schwanen’ eingesetzt werden kann: Wegen einer Virus-Infektion hat das TVK-Eigengewächs bereits seit zwölf Tagen nicht einmal mehr trainieren können.
Wie die Ausfälle kompensiert werden sollen? „Da sind alle gefragt“, betont Trainer Khalid Khan, dass „die gesamte Mannschaft das abfangen“ muss, und lobt: „Gegen Nordhemmern haben meine Jungs das vorbildlich hingekriegt.“ Speziell Christian Rommelfanger (Bild) musste sich beim letztlich überdeutlichen 42:30-Sieg gegen die Ostwestfalen für Simon Breuer in der ungewohnten Rolle als ‚Ersatz-Regisseur’ bewähren. „Anfangs hat man noch gesehen, dass ihm dort die Spielpraxis fehlt. Aber nachher hat ‚Chrisse’ gezeigt, dass er auch über die Mitte extrem torgefährlich ist“, sagte Khan.
Genügend Karten an der Abendkasse
Gastgeber TuS Niederwermelskirchen erwartet zwar eine volle Halle ‚Am Schwanen’. Für die Korschenbroicher Fans lohnt es sich aber trotzdem, sich auf den Weg ins Bergische zu machen. Zum einen gibt es in der TVK-Vorverkaufsstelle bei Knepperges & Zimmer zum Preis von 7,- € Eintrittskarten für das ‚Gipfeltreffen’ im Bergischen Land. Im Bestand sind derzeit noch 25 Karten vorrätig. Außerdem versicherte TuS-Handball-Geschäftsführer Klaus Fischbach auf Nachfrage, dass es „auf jeden Fall noch ausreichend Karten an der Abendkasse geben“ wird.
Zum Topspiel am kommenden Freitag (27. März, Anpfiff ist 20.30 Uhr) beim TuS Niederwermelskirchen können noch Karten im Vorverkauf bei Knepperges & Zimmer zum Preis von jeweils 7,- € erworben werden. Im Bestand sind derzeit noch 25 Karten vorrätig.
Spitzenpartie ist für TVK nicht das 'Spiel des Jahres'
Das Topspiel der Regionalliga West steht an: Am kommenden Freitag (27. März, 20.30 Uhr) muss der TV Korschenbroich beim TuS Niederwermelskirchen antreten – der Tabellenzweite und härteste Verfolger empfängt den verlustpunktlosen Spitzenreiter.
„Es wird sicherlich eine tolle Partie zweier starker Mannschaften“, sagt Marcel Görden (Bild: Michael Heuberger), doch der Junioren-Nationalspieler des TVK wiegelt auch ab: „Es ist nicht das ,Spiel des Jahres’ für uns. Schließlich warten noch weitere dicke Brocken wie Hagen, Spenge oder Ferndorf auf uns“, sagt Görden zur Begründung. Auch sein Trainer erwartet zwar „ein Spiel von zwei Top-Teams auf Augenhöhe“, Khalid Khan will seine Mannschaft aber „nicht anders als sonst auch“ auf das Duell vorbereiten. Im Hinspiel in der – damals noch intakten – Waldsporthalle setzte sich der TVK trotz eines zwischenzeitlichen 16:9-Vorsprungs und der 23:16–Pausenführung am Ende nur hauchdünn mit 38:37 durch.
Im übrigen müssen die Korschenbroicher weiter um Simon Breuer (Bild) bangen, der an muskulären Problemen im Bauchbereich laboriert und dessen Einsatz sich wohl erst am Spieltag entscheiden wird. Marcel Görden will hingegen trotz der schmerzhaften Kapselverletzung am Daumen „auf jeden Fall“ dabei sein. „So eine Partie will man sich nicht entgehen lassen – auch wenn’s weh tut.“
Wobei den Gastgebern im Bergischen wohl etwas anderes weh tut: Seit der kurzen ‚Karnevalspause’ hat der TuS in Hagen, Nordhemmern und Soest insgesamt fünf Punkte abgegeben und damit wertvollen Boden im Kampf um den Aufstieg eingebüßt. „Das spielt keine Rolle, sondern macht die eher noch heißer auf uns“, glaubt TVK-Coach Khan, „die wollen uns mit aller Macht schlagen und beweisen, dass sie mindestens ebenbürtig sind.“
Die Korschenbroicher ihrerseits könnten mit einem Sieg in der Sporthalle ‚Am Schwanen’ nicht nur ihre Ausnahmestellung beweisen, sondern auch den Vorsprung an der Tabellenspitze auf elf Zähler ausbauen – bei (inklusive des Nachholspiels gegen den TuS Ferndorf) sechs dann noch ausstehenden Begegnungen wäre das wohl die Vorentscheidung im Kampf um Meisterschaft und Zweitliga-Rückkehr. „Damit beschäftigen wir uns gar nicht“, sagt Görden, „wir wollen jede Woche möglichst gut und erfolgreich spielen, dafür trainieren wir.“
Die Mannschaft des TVK ist auf dem besten Wege, in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Auch im Umfeld bemühen wir uns, stetig besser zu werden.
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Auch der Favoritenschreck hat den TV Korschenbroich nicht vom Erfolgskurs abgebracht. Mit dem überraschend klaren 42:30 (19:15) gegen die LIT Handball Nordhemmern-Mindenerwald hat der Tabellenführer TVK seine Bilanz auf 46:0-Punkte ausgebaut.
Eine Woche zuvor hatte das Team aus Ostwestfalen mit dem überlangen Namen noch den Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen mit 32:30 bezwungen. Gegen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan, die vor 600 Zuschauern in der Krefelder Glockenspitzhalle nach anfänglichen Unkonzentriertheiten in der zweiten Halbzeit "sehr positiv und spektakulär" (Khan) zur Sache gingen, war die Spielgemeinschaft Nordhemmern-Mindenerwald aber chancenlos.
Ohne Simon Breuer (Bauchmuskelprobleme) und Lukas Esser (Fieber) sowie in der ersten Hälfte auch ohne Marcel Görden (Daumenverletzung) taten sich die Korschenbroicher gegen die aggressive 3-2-1-Deckung der Gäste zunächst schwer. Zudem wirkte LIT einfach ein wenig wacher - mehrfach landeten Abpraller bei den Ostwestfalen, die ihre zweite Chancen regelmäßig auch nutzten. Deshalb lag der TVK lange Zeit nur knapp vorne.
Erst ein Zwischenspurt nach dem Seitenwechsel sorgte zum Entzücken der Fans für klare Verhältnisse. Spätestens beim 31:23 eine Viertelstunde vor dem Ende war dann alles entschieden. Das Tor des Tages erzielte Markus Breuer, der sogar mit dem Rücken zum LIT-Tor traf. "Die Mannschaft hat überragend auf unsere Personalprobleme reagiert", lobte Coach Khan, der die Leistung seiner Schützlinge als "nicht überragend, aber sehr solide" einstufte. Neben Ersatz-Regisseur Christian Rommelfanger gefiel auch Rechtsaußen Mathias Deppisch, der mit zehn Treffern auch erfolgreichster TVK-Werfer war.
Die beiden Mannschaft der Stunde stehen sich am Samstag im Topspiel der Regionalliga West gegenüber. Spitzenreiter TV Korschenbroich empfängt zum Heimspiel in der Krefelder Glockenspitzhalle (Anwurf: 19.30 Uhr) die LIT Handball Nordhemmern-Mindenerwald, die erst vorige Woche dem Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen beim 32:30 seine Grenzen aufgezeigt hat.
“Das ist eine der spielerisch besten Mannschaften der Liga“, warnt TVK-Trainer Khalid Khan – eine Warnung, die seine bislang verlustpunktlosen Schützlinge spätestens seit dem LIT-Coup gegen den Verfolger aus dem Bergischen ernst nehmen werden.
Erschwert wird die Aufgabe, die weiße Weste zu behaupten, durch die personellen Sorgen: Marcel Görden erhielt beim 37:37 im Testspiel gegen Altmeister VfL Gummersbach einen heftigen Schlag auf den Daumen der rechten Hand, den er sich im Winter gebrochen hatte. Erst in den kommenden Tagen wird sich zeigen, wie schwer die neuerliche Verletzung ist, da der Problem-Daumen derzeit noch angeschwollen ist und „einfach schmerzt“, wie Junioren-Nationalspieler Görden sagt.
Ebenso fraglich ist der Einsatz von Simon Breuer (Bild). Der torgefährliche Spielmacher der Korschenbroicher quält sich schon seit einigen Wochen mit Schmerzen im Bauchbereich herum, die sich beim klaren 40:25 in Lemgo am vergangenen Sonntag „wohl durch ein falsche Bewegung“ (Originalton Simon Breuer) verschlimmerten. Daher verbringt der jüngere der beiden Breuer-Brüder derzeit viel Zeit bei den Physiotherapeuten statt beim Training.
Unabhängig davon, auf wen Coach Khan am Samstag zurückgreifen kann, wollen die Korschenbroicher sich natürlich eine Woche vor dem Gipfeltreffen beim TuS Niederwermelskirchen nicht vom Kurs Wiederaufstieg abbringen lassen. „Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen“, fordert Khan. Vor allem auf die beiden jüngsten Leistungen, beim Kantersieg in Lemgo und beim Freundschafts-Remis in Gummersbach, machen ihm Mut, dass seine Mannschaft die kleine Talsohle, die sich bei der maximal mäßigen Vorstellung gegen Longerich zeigte, durchschritten hat.
Hier noch einmal der Hinweis auf den tollen Service des TVK: gemeinsam mit der NVV werden zum TVK-Heimspiel am Samstag gegen LIT Nordhemmern-Mindenerwald (Anwurf: 19.30 Uhr) in der Krefelder Glockenspitzhalle erneut Shuttle-Busse eingesetzt.
Um 17 Uhr und um 18.30 Uhr fährt jeweils ein Bus ab dem Korschenbroicher Matthias-Hoeren-Platz nach Krefeld, um 21.30 Uhr und 22.30 Uhr fahren die Busse zurück nach Korschenbroich. Um dem TVK und der NVV die Planungen zu erleichtern, sollten die Fans sich rechtzeitig vorher Fahrkarten kaufen. Die Tickets gibt’s zum Preis von nur 1 Euro in der TVK-Vorverkaufsstelle bei ‚Knepperges & Zimmer’ (Hindenburgstraße 4) in Korschenbroich.
Nutzen auch Sie die Möglichkeit, mit nur wenigen Schritten von Korschenbroich zur vorübergehenden Heimspielstätte des TVK in Krefeld zu gelangen!
Der TVK ist beim Trainingsspiel gegen den Erstligisten VfL Gummersbach zu einem Remis gekommen. Nach 60 Minuten hieß es 37:37, zur Pause hatte der Gastgeber noch mit acht Toren Differenz geführt.
Auch wenn der TVK teilweise erst auf den "letzten Drücker" in der altehrwürdigen Eugen-Haas-Sporthalle ankam, präsentierte sich der Regionalliga Primus von Beginn an hellwach. Gestützt auf die übliche 5 plus 1 - Abwehr fiel es Gummersbach schwer, einfache Torgelegenheiten herauszuspielen. Im Angriff überzeugte insbesondere Dennis Marquardt (Bild) mit wuchtigen Distanzwürfen.
Zwar fehlten dem ehemaligen Deutschen Meister gleich sieben Nationalspieler, das Rückraumtrio um Geoffroy Krantz (20 Länderspiele für Frankreich), Drago Vukovic (65 Länderspiele für Kroatien) und Adrian Pfahl, das über 60 Minuten auf der Platte stand, verfügt ohne Frage über Erstliga-Qualität. Auch Linksaußen Audray Tuzolana, mit internationalen Einsätzen für Frankreich, demonstrierte eindrucksvoll seine Sprungkraft. Als einzige Schwachstelle offenbarte sich die Torhüterposition, wo der TVK mit Marcel Leclaire ein Übergewicht hatte. So führte der TVK über weite Strecken der 1. Halbzeit. Unkonzentriertheiten und schlechtes Rückzugverhalten ermöglichten dem VfL dann aber doch eine standesgemäße 23:15-Führung zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel - Simon Breuer und Marcel Görden blieben verletzungsbedingt draußen - zeigte sich der TVK verbessert. Die sich bietenden Torchancen wurden konsequent genutzt, so dass man Treffer um Treffer aufholen konnte. Unter der Regie von Christian Rommelfanger und später David Breuer auf der Rückraum Mitte Position, wurde die Gummersbacher 3:2:1-Defensive immer wieder geknackt. "Auch gegen einen Regionalligisten muss man 60 Minuten das nötige Engagement zeigen, wenn man das Spiel gewinnen will", musste Gummersbachs Co-Trainer Emir Kurtagic - er vertrat den Coach Sead Hasanefendic - nach dem Schlusspfiff anerkennen. Der TVK holte sich vor den Augen der eingefleischten TVK-Fans, die ihrem Team erfreulicherweise bis ins Bergische gefolgt waren und ihr Kommen sicher nicht bereut haben, Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.
Auch die Reserve des Bundesliga-Dritten TBV Lemgo konnte dem TV Korschenbroich kein Bein stellen. Mit 40:25 (20:10) setzte der Tabellenführer der Regionalliga West sich am Sonntagabend souverän bei Handball Lemgo 2 durch. Die 35 mitgereisten TVK-Fans unter den gerade einmal 50 Zuschauern feierten, dass ihr Team seine Bilanz auf stolze 44:0-Zähler ausbaute.
Ausgebaut wurde auch der Korschenbroicher Vorsprung in der dritten Liga: Durch die 30:32-Niederlage von Verfolger TuS Niederwermelskirchen bei der LIT Nordhemmern-Mindenerwald, die nächsten Samstag in der Krefelder Glockenspitzhalle (Anwurf: 19.30 Uhr) nächster Heimspielgegner des TVK ist, liegen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan bei neun noch ausstehenden Begegnungen nun bereits neun Zähler vor Platz zwei.
Gestützt auf ihre schnelle, aggressive Abwehr vor dem starken Marcel Leclaire im Tor setzten die Gäste die Ostwestfalen von Beginn an unter Druck. Beim 17:7 für den TVK war die Partie nach gerade einmal 20 Minuten bereits entschieden. Gegen die Lemgoer, die auf ihren Torhüter Jörg Zereike verzichten mussten, da der am Samstag beim Bundesliga-Hit in Magdeburg zum Einsatz gekommen war, nutzten die Korschenbroicher vor allem ihre Torchancen sehr konsequent.
„Unsere ersten 40 Minuten waren wirklich sehr stark, vor allem in der Abwehr“, war sogar der sonst so kritische Trainer Khalid Khan hoch zufrieden. „Wir haben von Beginn an keinen Zweifel aufkommen lassen, das Auftreten war schon imponierend. Gerade nach dem etwas schwächeren Vorstellung gegen Longerich war das richtige Schritt.“ So hatte die Partie in der Schlussviertelstunde beinahe nur noch „Trainingsspiel-Charakter“, wie es Rechtsaußen Mathias Deppisch ausdrückte. Mit je neun Treffern war David (Bild) und Simon Breuer die erfolgreichsten Werfer beim Sieger.
Eine schwer einzuschätzende Aufgabe wartet auf den TV Korschenbroich am Sonntag (17 Uhr). Vor dem Gastspiel bei der zweiten Mannschaft des Bundesliga-Dritten TBV Lemgo weiß der verlustpunktlose Tabellenführer der Regionalliga West nicht so recht, was ihn erwartet.
Schließlich hat die HSG Handball Lemgo 2, unter diesem Etikett firmiert das Reserve-Team der Ostwestfalen, oft extrem unterschiedliche Ergebnisse vorzuweisen, die auch TVK-Trainer Khalid Khan überraschen. „Wenn sie konzentriert spielen, können sie jeden in der Liga schlagen“, weiß der 43-jährige Khan, „die HSG ist eine der bestbesetzten Truppen der Liga. Andererseits spielt das Team nicht immer konstant – so wie es bei zweiten Mannschaften oft der Fall ist.“
Trainiert wird das Team von Frank Ziegler, mehr als ein Jahrzehnt lang als Rechtsaußen selbst eine Stütze des ‚TBV Deutschland’. Mit Linkshänder Andre Tempelmeier und vor allem Jörg Zereike, der bis Mitte dieser Saison noch regelmäßig in der „stärksten Liga der Welt“ im Tor stand, hat Lemgo zwei extrem erfahrene Akteure dabei. „Das wird für die das leichteste Spiel, da keiner von ihnen etwas erwartet, und da sie natürlich besonders heiß auf uns als Spitzenreiter sind“, sagt Khan.
Der TVK seinerseits hat einmal mehr personelle Probleme. Torhüter Roland Mainka und Rechtsaußen Dennis Mosemann (Bild) liegen mit einer Magen-Darm-Grippe flach und können, falls sie überhaupt am Sonntag mit nach Ostwestfalen fahren können, maximal zu Kurzeinsätzen kommen.
Nein, abergläubisch sind sie nicht. Sonst würden die Handballer des TV Korschenbroich sich sicher nicht ausgerechnet am morgigen Freitag den 13. in den Dienst einer guten Sache stellen.
Ab 17 Uhr wird in Glehn (Feuerwache, Dieselstr.1) vom DRK Korschenbroichdie Möglichkeit der Blutspende angeboten. Mit dabei mehrere Spieler des Regionalliga-Primus, der sich getreu dem Motto Hand.Ball.Herz wiederholt für soziale Projekte eingesetzt hat.
Geschäftsführer Dr. Peter Irmen und der fürs Marketing zuständige Kai Faltin werden sich höchstpersönlich „zapfen“ lassen. "Als Arzt weiß ich, dass Blutspenden Leben retten können“, sagt Dr. Irmen und appelliert an die zahlreichen TVK-Fans, dem Termin ebenfalls beizuwohnen.
Die Bereitschaftsleiterin des DRK Korschenbroich Karin Scheffler freut sich über die Unterstützung des TVK: „Das ist eine tolle Sache, dass wir das Netzwerk des TVK nutzen können.“
Einen wichtigen Grundstein für die sportliche Zukunft hat der TV Korschenbroich gelegt. Der verlustpunktlose Spitzenreiter der Regionalliga West hat den Vertrag mit Junioren-Nationalspieler Marcel Görden um zwei Jahre bis zum Sommer 2011 verlängert.
„Ich freue mich, dass ich meine Laufbahn hier fortsetzen kann. Das war mein Wunsch“, sagte der 21-Jährige, „ich fühle mich in der Mannschaft und mit dem gesamten Umfeld sehr wohl in Korschenbroich. Mit meinen Mitspielern und Trainer Khalid Khan macht es ungeheuren Spaß. Außerdem stimmt beim TVK die sportliche Perspektive für mich und das Team.“
Görden, der noch bis August beim Studentenwerk in Düsseldorf seinen Zivildienst ableistet, spielt seit dem Sommer 2007 in Korschenbroich und ist sowohl in der Deckung als auch in seinen beiden Rollen im Angriff auf Linksaußen und als Kreisläufer nicht mehr zu wegzudenken aus dem Team von Trainer Khalid Khan. „Marcel ist ein Allrounder im besten Sinne“, unterstreicht Coach Khan, „er ist ein wichtiger Bestandteil meiner Planungen für die nächsten Jahre, seine Weiterverpflichtung steht für sportliche Kontinuität.“
Der TVK-Trainer lobt, dass sein Schützling sich „ganz hervorragend entwickelt hat“, und: „Er ist äußerst zuverlässig und dabei extrem erfolgshungrig“, beschreibt Khan, „und vor allem auch ein toller Charakter, der bestens zu uns passt.“ Kurz und knackig sagt Peter Irmen, Geschäftsführer der TVK Handball GmbH: „Wir sind froh, dass Marcel uns erhalten bleibt. Ein richtungsweisendes Signal für unsere Ambitionen“, fügt Irmen zufrieden an.
Mit souveränem Sieg die Hauptrunde des DHB-Pokals erreicht
Der TV Korschenbroich hat zum dritten Mal in Folge die Hauptrunde des DHB-Pokals erreicht. In der 3. Runde des Westdeutschen Pokal-Wettbewerbs setzte sich der verlustpunktlose Spitzenreiter der Regionalliga West nach einigen Startschwierigkeiten doch noch deutlich mit 49:32 (23:17) beim TV Lobberich durch.
"Der Gewinner war heute der Handball", sagte TVK-Trainer Khalid Khan nach der Torflut und lobte den gastgebenden Verbandsligisten, der sich zur Freude der 600 Zuschauer in der Werner-Jaeger-Halle gut verkaufte. "Lobberich war ein engagierter und spielstarker Gegner, vor dem ich meine Mannschaft zu Recht vorher gewarnt hatte."
Außer Jörn Ilper (Bronchitis) fehlte bei den Gästen auch Christopher Bath, der sich mit einer Grippe herumschlägt. Dafür mischte aber Marcel Görden (Bild) mit, obwohl er am Dienstagabend bei der Junioren-Nationalmannschaft hatte miterleben müssen, wie sein Freund und Mitspieler Sebastian Faißt vom TSV Dormagen auf dem Spielfeld mit (wie später die Obduktion ergab) einem Herzinfarkt tot zusammenbrach. "Er wollte spielen und hat es auch sehr gut gemacht, ein Riesenkompliment für seine Courage", sagte Coach Khan über seinen Kreisläufer Görden.
Der TV Lobberich fand besser ins Spiel und lag bis zum 9:8 auch ständig vorne. Erst nach einer Auszeit besannen sich die Korschenbroicher auf ihre Stärken. Bis zum 14:15 hielten die Hausherren aber mit, erst dann zog der Regionalliga-Tabellenführer mit einem energischen Zwischenspurt bis zur Pause bereits auf sechs Tore davon. In der zweiten Halbzeit ("da waren wir dann sehr souverän", Khan) entwickelte sich eine muntere offene Schlacht, in der beide Teams mit spielerischen Kabinettstückchen glänzten.
Ihr erstes Saisonziel kann die Regionalliga-Mannschaft des TV Korschenbroich bereits am Freitagabend (20 Uhr, Werner-Jaeger-Sporthalle, Nettetal-Lobberich) erreichen. Mit einem Sieg in der 3. Runde des WHV-Pokals beim TV Lobberich würde der Drittliga-Spitzenreiter sich für den DHB-Pokal der nächsten Spielzeit qualifizieren. „Das haben wir uns als erste kleine Marke fest vorgenommen“, sagt Trainer Khalid Khan mit Blick darauf, dass es in den beiden vergangenen Jahren mit den Duellen gegen die Erstligisten THW Kiel (2007) und TuSEM Essen (2008) im DHB-Pokal jeweils interessante Begegnungen für seine Truppe gab.
Der in dieser Saison noch verlustpunktlose TV Korschenbroich fährt fraglos als klarer Favorit zum aktuellen Tabellendritten der fünften Liga. „Aber wir haben großen Respekt vor dem Gegner“, betont Coach Khan, „das ist eine sehr ambitionierte, sehr ausgeglichene Mannschaft ohne offensichtliche Schwachstellen. Das wird alles andere als ein Selbstläufer.“
Personell kann Khan nicht ganz nach Belieben planen. Kreisläufer Jörn Ilper (Bild) erhält eine Pause, um seine Bronchitis, die er schon einige Wochen mehr oder minder intensiv mit sich herumschleppt, völlig auszukurieren. Abzuwarten bleibt zudem, wie sein Positionskollege Marcel Görden emotional den Schock vom Dienstag verdaut hat.
Der Junioren-Nationalspieler war in Schaffhausen aus nächster Nähe Zeuge, als sein Freund und DHB-Mitspieler Sebastian Faißt vom TSV Dormagen während des Nachwuchs-Länderspiels gegen die Schweiz auf dem Spielfeld zusammenbrach und eine Stunde später trotz aller Versuche zur Reanimierung verstarb. „Das hat uns alle schwer getroffen“, sagt Khan, „da wir ein sehr enges Verhältnis zu den Dormagener Spielern haben.“
Dementsprechend wollen die TVK-Spieler auch ein Zeichen der Erinnerung setzen an Faißt, bei dem erst eine Obduktion Aufschluss über die Todesursache geben wird.. „In solch tragischen Momenten merkt man schließlich, wie unwichtig letztlich Handball ist“, unterstreicht Khan, der Görden natürlich sofort trainingsfrei gab und ihm auch freistellte, ob er in Lobberich mitmischen will. „Er hat aber sofort gesagt, dass er spielen will. Vielleicht hilft es ihm, das Geschehene mit der Mannschaft besser zu verarbeiten“, hofft Khan.
Wer voarab eine Karte resierviert haben möchte, kann dies bei Knepperges & Zimmer, Hindenburgstr. 4 erledigen. Insgesamt können 50 Karten vorreserviert werden. Wir freuen uns Sie in Lobberich zu sehen.
Handball-Deutschland und speziell der Handball am Mittel- und Niederrhein stehen tief unter Schock: Sebastian Faißt ist tot. Der Junioren-Nationalspieler unseres Nachbarvereins TSV Dormagen ist am Dienstag Abend während eines Nachwuchs-Länderspiels gegen die Schweiz zusammengebrochen und gestorben.
Der Linkshänder, der in wenigen Tagen 21 Jahre alt geworden wäre, hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes in Schaffhausen als Kapitän auf´s Spielfeld geführt und gleich das erste Tor erzielt. In der 34. Spielminute verlor er im Rückwärtslaufen ohne gegnerische Einwirkung das Gleichgewicht und brach zusammen. Prof. Dr. Kurt Steuer, der deutsche Mannschaftsarzt, und ein Notarzt versuchten eine Stunde lang vergeblich, den Dormagener zu reanimieren. „Ich vermute, dass ein Gefäß im Schädel geplatzt ist“, sagte Prof. Dr. Steuer nachher.
Das Spiel wurde abgebrochen, Faißts Mannschaftskollegen - unter ihnen TVK-Kreisläufer und Linksaußen Marcel Görden - werden von einem Psychologen betreut. "Wir trauern um einen talentierten und fairen Handballer. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen", sagte Peter Irmen, Geschäftsführer der TVK Handball GmbH, in einer ersten Reaktion.
TVK wahrt weiße Weste mit mühsamem Sieg gegen Longerich
Hauptsache gewonnen: Trotz einer höchstens mittelmäßigen Leistung hat der TV Korschenbroich auch gegen den Longericher SC seine weiße Weste gewahrt. Vor 500 Zuschauern in der Krefelder Glockenspitzhalle gewann der Spitzenreiter der Regionalliga West gegen die Kölner Gäste mit 32:29 (18:18).
Bis zum 22:22 in der 38. Minute hielt der engagiert kämpfende Tabellen-Vorletzte mit. Dann gelang es dem TVK ausgerechnet in Unterzahl sich vorentscheidend auf 25:22 abzusetzen. Eine Viertelstunde vor Schluss war beim 28:24 für die 'Hausherren' aus Korschenbroich die Partie endgültig entschieden. "Das war eine unserer schlechtesten Leistungen in dieser Saison", gestand TVK-Trainer Khalid Khan, "da sieht man, was passiert, wenn man nicht mit vollem Willen zur Sache geht."
Mannschaftskapitän David Breuer freute sich über die tolle Kulisse: "Ich bin erstaunt, wie viele Fans uns hier unterstützt haben. Schade, dass wir die treuen Anhänger nicht mit einer besseren Vorstellung belohnt haben. Kompliment an Longerich: Sie haben uns das Siegen sehr schwer gemacht." Erfolgreichste Werfer des TVK waren David Breuer mit sieben und Jörn Ilper mit sechs Treffern. Eine überzeugende Vorstellung bot zudem Torhüter Roland Mainka, der u.a. zwei Siebenmeter der Kölner unschädlich machte.
Stimmen zum Spiel:
TVK-Trainer Khalid Khan: „Man hat heute gesehen, was passiert, wenn eine Mannschaft nicht hundertprozentig ans Limit und körperlich rangeht und der Gegner will. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir nie eine Einstellung zum Spiel gefunden und deshalb verdient immer zurückgelegen. Deshalb mussten wir alle Energie einbringen, um den Sieg einzufahren. Das war sicherlich eine unserer schlechtesten Saisonleistungen. Es zählen zwar am Ende nur die zwei Punkte, aber es war insgesamt ein unbefriedigendes Erlebnis.“
TVK-Torjäger David Breuer: „Wir haben einfach nicht zu unserem Spiel gefunden. Longerich hat heute wirklich toll gespielt, es war dadurch ein echtes Derby. Kompliment: Sie haben uns das Siegen sehr schwer gemacht. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auf jeden Fall steigern, wir haben noch viel Luft nach oben und werden erst an unser Leistungsvermögen wieder herankommen, wenn wir konzentriert weiterarbeiten. Ich bin erstaunt, wie viele Fans uns hier unterstützt haben. Schade, dass wir die treuen Anhänger nicht mit einer besseren Vorstellung belohnt haben, aber ohne gutes Spiel keine gute Stimmung.“
Der in Krefeld wohnende Junioren-Nationalspieler Marcel Görden: „Ich habe bisher nur voriges Jahr gegen Kiel hier gespielt, ansonsten war es mein erstes Spiel in der Glockenspitzhalle. Aber ich war natürlich als kleiner Junge hier, als Zuschauer bei den Spielen vom TV Oppum.“
Rechtsaußen Mathias Deppisch: „Wir haben uns ziemlich schwer getan, das wollen wir aber nicht auf die neue Umgebung schieben. Wir haben heute über 60 Minuten nicht an unser Potenzial herangereicht. Daher können wir nicht zufrieden sein.“
Eine Premiere steigt am Samstag (19.30 Uhr) in der Krefelder Glockenspitzhalle. Gegen den SC Longerich trägt der TV Korschenbroich zum ersten Mal ein Meisterschafts-Heimspiel in der Fremde aus. Wegen der Reparaturarbeiten an der heimischen Waldsporthalle kehrt der verlustpunktlose Spitzenreiter der Regionalliga West bis zum Saisonende in den Glockenspitz zurück, wo er im Spätherbst 2007 bereits vor ausverkauftem Haus sein DHB-Pokalspiel gegen den THW Kiel bestritt. Anders als damals wird die mehr als 3000 Zuschauer fassende Arena diesmal wohl nicht ausverkauft sein. Dafür geht der TVK – ebenfalls im Gegensatz zum 26:41 gegen den deutschen Rekordmeister – diesmal als Favorit ins Spiel. Allerdings warnt Trainer Khalid Khan vor dem Gastspiel des Vorletzten aus dem Kölner Norden seine Schützlinge vor jeder Überheblichkeit: „Es gibt keine Pflichtsiege, wenn wir unsere Leistung nicht abrufen, kann es ganz schnell schief gehen.“
Zudem zeigte der LSC am vergangenen Wochenende mit dem überraschenden 24:23-Sieg gegen LIT Nordhemmern-Mindenerwald nach vorher nur einem Sieg in elf Spielen wieder ein Zeichen seines ‚Überlebenswillens’. „Da hat man gesehen, dass man keinen Gegner schon vorher abschreiben darf“, sagt Coach Khan. Zudem waren die vergangenen Wochen mangels dauerhafter Suche nach einer Trainingshalle überaus schwierig: „Eine geordnete Vorbereitung war kaum möglich“, erklärt Khan, dessen Team beinahe täglich in einer anderen Halle Trainingsgast war.
Wenigstens hat er personell (fast) keine Sorgen: Bei seinem geglückten Comeback beim 34:24-Sieg beim OSC Rheinhausen bewies Kreisläufer Marcel Görden, dass er seinen Daumenbruch vollständig auskuriert hat. Möglicherweise muss Junioren-Nationalspieler Görden diesmal auf seiner Zweit-Position als Linksaußen einspringen. Die etatmäßige Nummer eins auf Außen, Markus Breuer (Bild), hat sich in Rheinhausen eine Nasenverletzung zugezogen, die ihm einige Tage Zwangspause vom Training bescherte, und die seinen Einsatz gegen Longerich in Frage stellt.
Eine tolle Nachricht für alle Fans des TV Korschenbroich: Dank der Unterstützung der Stadt Korschenbroich und der NVV fährt ein – zudem noch kostenloser – Shuttle-Bus zum ‚Heimspiel’ des Regionalliga-Spitzenreiters gegen den Longericher SC am kommenden Samstag (28.02.2009) in die Krefelder Glockenspitzhalle.
“Das ist eine tolle Sache für die TVK- und überhaupt alle Handball-Fans in der Region“, freut sich Peter Irmen, der Geschäftsführer der TVK Handball GmbH, über die Hilfe, „das macht es gerade für junge Leute einfacher, unsere Mannschaft zu unterstützen.“ Die NVV setzt Gelenkbusse für Fahrgäste ein, die um 17 Uhr ab dem Matthias Hoeren-Platz in Korschenbroich nach Krefeld fahren.
Eine zweite Tour zum Glockenspitz startet um 18.30 Uhr ebenfalls ab Matthias-Hoeren-Platz, eine Viertelstunde nach Spielschluss, gegen 21.30 Uhr, fährt der erste Shuttle zurück nach Korschenbroich. Für 23 Uhr ist die letzte Fahrt zurück geplant. Auch zu den weiteren TVK-Partien in Krefeld soll der Shuttle eingesetzt werden, hat die NVV bereits angekündigt.
Liebe Zuschauer, liebe Sympathisanten, liebe Fans des TVK!
Wie Ihr sicherlich schon alle mitbekommen habt, müssen wir bis zum Saisonende auf unsere geliebte und vertraute Waldsporthalle verzichten. Ein Umstand, der Euch sicherlich genauso betrüblich gestimmt hat wie uns, die 1. Mannschaft des TV Korschenbroich. Aber was hilft es zu lamentieren? Es gibt im Sport immer wieder Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Wir haben uns schon vor der Saison, also unabhängig von den jüngsten Ereignissen die Halle betreffend, dazu entschlossen, aus jeder Situation das Beste machen zu wollen.
Auch dank Eurer Hilfe, der sensationellen Unterstützung bei Heim- und Auswärtsspielen, ist uns das bislang – mit Verlaub – sehr gut gelungen.
Aber noch ist unser großes gemeinsames Ziel nicht erreicht; daher appellieren wir an unsere treuen Fans, uns auch in den fünf ausstehenden Heimspielen in der Krefelder Glockenspitzhalle zu unterstützen. Die Mannschaft braucht für ihr spektakuläres Spiel den Zuspruch der Zuschauer und weiß diesen zu schätzen! Also, liebe Korschenbroicher, lasst uns gemeinsam auch in der Glockenspitzhalle für echte Heimspielatmosphäre sorgen.
Wir freuen uns auf jeden Einzelnen von Euch!
Die 1. Mannschaft des TV Korschenbroich
34:25 - TVK verdirbt Rheinhausen den Spaß am Karneval
Auch am Karnevalssonntag hat der TV Korschenbroich keinen Spaß verstanden. Mit dem 34:25 (15:11) im Niederrhein-Derby beim OSC Rheinhausen baute der Spitzenreiter der Regionalliga West seine Erfolgsserie auf 40:0-Zähler aus.
Vor 1.000 Zuschauern in der gut gefüllten Halle an der Krefelder Straße verdarben die Gäste dem ehemaligen Erstligisten den Spaß an derKarnevalsparty, die nach der Partie in der Halle startete. Dank konzentrierter Abwehrarbeit vor dem starken Torhüter Marcel Leclaire dominierte der TVK die kampfbetonte, aber nie unfaire Begegnung von Beginn an und lag daher völlig verdient schon zur Pause mit vier Treffern vorne.
Nach dem Seitenwechsel folgte die beste Phase des OSC, der in der 40. Minute zum 20:20 sogar den Ausgleich schaffte. Doch Korschenbroich behielt die Nerven, besonders Spielmacher Simon Breuer, der sich in dieser Phase auch als Torjäger hervortat. Trotzdem hielt Rheinhausen bis zehn Minuten vor dem Ende mit: Dann leitete TVK-Keeper Leclaire mit seiner Siebenmeter-Parade gegen Tobias Bochwitz den Endspurt des Tabellenführers ein, der sich wie im Hinspiel schließlich doch noch deutlich durchsetzte.
"Sehr zufrieden mit dem Ergebnis", zeigte sich hinterher TVK-Trainer Khalid Khan, "da uns Rheinhausen alles abverlangt hat und uns immer wieder vor neue Aufgaben gestellt hat. Das wir auf alles eine passende Antwort gefunden haben, hat mich besonders gefreut." Korschenbroichs Cheftrainer übersah aber auch nicht die Probleme: "Nach der Pause hatten wir unsere schwächste Phase, da war der spielerische Faden gerissen. Aber auch daraus haben wir uns herausgekämpft und nach dem Ausgleich die Partie wieder klar dominiert." Ein Sonderlob zollte der 42-Jährige Kreisläufer Jörn Ilper, "der seine Chancen eiskalt genutzt hat", und mit sechs Toren neben Rückraum-Shooter Dennis Marquardt (Bild), der sogar zehnmal traf, erfolgreichster TVK-Werfer war.
Was die Profi-Kicker von Bayer Leverkusen derzeit im Düsseldorfer Exil können (oder können müssen), kann (nein: muss) der TV Korschenbroich auch - nämlich die Saison in einem Ausweichquartier (nicht allzu) fern der eigentlichen Heimat zu Ende spielen. In der Krefelder Glockenspitzhalle wird der verlustpunktlose Regionalliga-Spitzenreiter TVK die fünf verbliebenen ‚Heimspiele’ 2008/2009 austragen.
Nach der Hiobsbotschaft, dass die heimische Waldsporthalle wegen der Folgen eines Wasserrohrbruchs unter der Arena bis zum Sommer gesperrt sein wird, suchten Peter Irmen, der Geschäftsführer der TVK Handball GmbH, und Marketing-Manager Kai Faltin nach einer neuen Heimat für ihr Team. Ersatzhallen für die Trainingsabende erhielt der TVK dank der schnellen Unterstützung des Stadtsportamts Korschenbroich recht zügig. Für die Meisterschaftsspiele wurden Irmen und Faltin nach einiger Suche in Krefeld fündig.
„Wir haben bei einem Gastspiel vor 15 Monaten in der Glockenspitzhalle gute Erfahrungen gemacht und stießen auf unsere Anfrage auf Anhieb auf tolles Entgegenkommen von Stadt, Sportamt und Hausmeister“, erläutert Faltin. Der hatte Anfang November 2007, als der TVK sein DHB-Pokalspiel gegen Rekordmeister THW Kiel in Krefeld austrug (Bild: THW-Kreisläufer Marcus Ahlm gegen TVK-Keeper Marcel Leclaire), noch selbst für den damaligen Zweitligisten gespielt und beim 26:41 zwei Tore erzielt.
Viele Details des Umzugs müssen noch geklärt werden, aber im Prinzip ist sich der TVK mit der Stadt Krefeld einig. Die diesjährige Premiere im 3.100 Zuschauer fassenden Glockenspitz steigt am Samstag, 28. Februar gegen den Longericher SC, des weiteren stehen die Termine für die Begegnungen mit LIT Nordhemmern/Mindenerwald (21. März), VfL Gladbeck (18. April) und TSV GWD Minden II (2. Mai) fest, Anwurf wird am Samstag jeweils um 19.30 Uhr sein.
Noch nicht endgültig bestätigt ist der Nachholtermin für das vorige Woche ausgefallene Spiel gegen den TuS Ferndorf, das voraussichtlich am Ostersamstag (11. April) bereits um 16 Uhr angepfiffen werden soll. Festgelegt sind aber bereits die Eintrittspreise: „Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder, Jugendliche, Rentner und andere Besucher mit ermäßigten Karten nur 3 Euro“, verkündete TVK-Chef Irmen. Trotz dieser ‚Dumpingpreise’ wird die Glockenspitzhalle bei den fünf diesjährigen TVK-Partien wohl – anders als beim Kiel-Spiel - nicht ausverkauft sein. „Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Korschenbroicher Fans mitkommen und uns auch im Ausweichquartier so toll wie sonst unterstützen“, sagt Trainer Khalid Khan.
Seine Schützlinge haben ihre Rest-Saison fernab der Waldsporthalle unter das Motto „jetzt erst recht“ gestellt: „Wir wollen uns von den widrigen Umständen nicht von unserem Saisonziel Aufstieg abbringen lassen“, betont Rechtsaußen Mattias Deppisch. Bei all den Aufregungen um die Spielstätte ging beinahe unter, dass am Karnevalssonntag schon wieder die nächste Auswärtsaufgabe auf den TVK wartet. In der Duisburger Halle an der Krefelder Straße will der OSC Rheinhausen dem Spitzenreiter TVK im Niederrhein-Derby ein Bein stellen.
Keine Spiele mehr in der Waldsporthalle bis Saisonende
Manchmal bleibt nur noch Galgenhumor: In diesem Sinne war es eine gute Nachricht für den TV Korschenbroich, dass der Spitzenreiter der Regionalliga West in dieser Saison auf jeden Fall ohne jeden Punktverlust in der Waldsporthalle bleibt. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass das daran liegt, dass der TVK die heimische Halle bis zum Saisonende im Mai nicht mehr nutzen kann!
Drei Wochen würde die Reparaturen dauern, hatte die erste Diagnose der Stadt gehießen. Doch eingehende Untersuchungen der Schäden, die mehrere Wasserrohrbrüche unter der Waldsporthalle angerichtet hatten, ergaben, dass es noch viel schlimmer aussieht als zunächst angenommen. „In dieser Saison geht für uns dort nichts mehr“, musste Peter Irmen, Geschäftsführer der TVK Handball GmbH, die bittere Nachricht an Trainer, Spieler und natürlich auch an Fans, Partner und Sponsoren weitergeben.
Fieberhaft arbeiten Irmen, Marketing-Manager Kai Faltin und Trainer Khalid Khan daran, eine neue Heimstatt zu finden. Zum einen wird ein adäquates Ausweichquartier für die fünf noch ausstehenden Heimspiele des verlustpunktlosen Tabellenführers in der dritten Liga benötigt, das „unserer Mannschaft, aber auch Fans und Sponsoren ein zumindest ähnlich angenehmes Umfeld wie die Waldsporthalle bietet“, wie Irmen unterstreicht.
Zum anderen musste ja auch eine (oder gegebenenfalls auch mehrere) Halle (n) für den alltäglichen Trainingsbetrieb gefunden werden. Wenigstens dieses Problem wurde dank der schnellen Hilfe des Korschenbroicher Sportamtes schnell gelöst: „Wir können zu den gewohnten Zeiten in anderen Hallen der Stadt unterkommen, da wir mit unserem Training absolute Priorität erhalten haben. Dafür müssen andere Vereine und Mannschaften leider erst einmal zurückstecken“ erklärt Coach Kahn, der genau wie seine Spieler „begeistert“ ist von der tollen Unterstützung der Stadt für ihr sportliches Aushängeschild.
Schwieriger ist die Suche nach einer großen Halle für die Regionalliga-Spiele. „Von Heimvorteil kann da ganz schnell keine Rede mehr sein“, weiß Khan, dass auch ein gewohntes Umfeld zu den leistungs-fördernden Aspekten im Mannschaftssport gehört. „Jetzt erst recht“, heißt das trotzige Motto für den ehrgeizigen 42-Jährigen und seine Schützlinge, die sich durch die misslichen Umstände vom Saisonziel ‚Rückkehr in die Zweite Liga’ nicht abhalten lassen wollen: „Auch in fremden Hallen ist das Spielfeld 40 x 20 Meter groß, wir kämpfen uns durch, egal wo.“
Sie hoffen, dass auch die bisher so treuen Fans des TVK nach dem gleichen Motto ihre Mannschaft weiter so hervorragend wie bisher unterstützen. Egal, ob bei den Auswärtsspielen – das nächste steht am Karnevalssonntag beim Nachbarn OSC Rheinhausen im linksrheinischen Duisburger Westen an (Anwurf: 16 Uhr, Sporthalle Krefelder Straße) - oder bei den Heimspielen. Wo auch immer die stattfinden werden...
Wir werden Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten und sofort informieren, wenn ein Ausweichquartier gefunden ist.
Auch ohne zu spielen ist der TV Korschenbroich dem Aufstieg in die Zweite Liga wieder ein Stückchen näher gekommen. Durch die 29:32-Niederlage des TuS Niederwermelskirchen beim VfL Eintracht Hagen vergrößerte sich der Vorsprung des TVK an der Spitze der Regionalliga West am 20. Spieltag auf sieben (Minus-) Punkte.
Durch die Pleite beim Tabellendritten in Hagen weist Niederwermelskirchen als härtester Verfolger nun 33:7-Zähler auf – für Tabellenführer Korschenbroich stehen 38:0-Punkte in der Bilanz. Erfolgreich die Telefondrähte glühen ließ TVK-Trainer und Sportdirektor Khalid Khan in den vergangenen Tagen: Dank seiner vielen Kontakte organisierte der 42-Jährige zumindest schon einmal für die kommende Woche Ausweichquartiere zum Training (Bild). Schließlich steht am Karnevalssonntag (16 Uhr, Sporthalle Krefelder Straße, Duisburg-Rheinhausen) das Derby beim OSC Rheinhausen an.
Während die Stadt noch nicht genau sagen kann, wie lange die Reparatur-Arbeiten in und unter der Waldsporthalle nach dem Wasserrohrbruch und den dadurch verursachten Beschädigungen des Hallenbodens dauern werden, setzte der Westdeutsche Handballverband das am Samstag ausgefallene Meisterschaftsspiel gegen den TuS Ferndorf - zumindest vorläufig - für den 8. März neu an.
Ein Wasserrohrbruch hat das geschafft, was bisher in dieser Saison keinem Gegner gelungen ist: den TV Korschenbroich zu stoppen. Da die Waldsporthalle unbespielbar ist, muss die Partie des TVK gegen den TuS Ferndorf ausfallen, die am Samstag, 14. Februar statfinden sollte.
Am Donnerstag Nachmittag erhielt TVK-Trainer Khalid Khan die Nachricht von der Spielabsage. „Ein Wasserrohrbuch unter den Halle sorgt dafür, dass der Boden sich hebt“, hatte TVK-Geschäftsführer Peter Irmen erfahren. Umgehend wurden außer der Mannschaft des Regionalliga-Spitzenreiters auch der TuS Ferndorf und der Westdeutsche Handballverband als spielleitende Stelle informiert.
Wie lange die Reparaturen an der gebrochenen Leitung und die Instandsetzung der Waldsporthalle dauern wird, ist ebenso noch unklar wie der Nachholtermin. Nach der ersten Prognose der Stadt könnte die Halle bis zu drei Wochen geschlossen bleiben: Das würde nicht nur den Trainingsbetrieb aller TVK-Mannschaften arg treffen, sondern auch das für den 27. Februar vorgesehene Regionalliga-Spiel gegen den Longericher SC gefährden.
Absteiger gegen Aufsteiger und das Duell zweier Freunde auf der Trainerbank: Auch wenn der TV Korschenbroich als Favorit ins Heimspiel gegen den TuS Ferndorf geht, birgt das Duell des verlustpunktlosen Spitzenreiters gegen den aktuellen Tabellenfünften der Regionalliga West in der Waldsporthalle am Samstag (14, Februar, Anwurf: 18.30 Uhr) einige Brisanz.
Genau wie der TVK, der mit bislang blütenweißer Weste seinem Saisonziel ‚Rückkehr in die Zweite Liga’ entgegenstrebt, liegt auch der Neuling gut im (eigenen) Plan. „Einen Platz zwischen 1 und 5“ hatte der Emporkömmling Ferndorf, laut Manager Harald Münker, für sein erstes Regionalliga-Jahr angestrebt – und belegt derzeit trotz einiger zwischenzeitlicher Verletzungsprobleme genau Rang 5.
Was, nach Meinung von TVK-Trainer Khalid Khan, daran liegt, dass Caslav Dincic, sein Freund und Kollege beim TuS, „nichts dem Zufall überlässt“. „Er hat ein gut funktionierendes Team aufgebaut, das mehrere Abwehrvarianten beherrscht und äußerst diszipliniert spielt, seine Handschrift ist klar zu erkennen“, sagt Khan über den Gegner, mit dessen Coach zusammen er einst Lehrgänge und Prüfungen zum Trainer-A-Schein absolviert hat: „Der TuS ist stets gefährlich, man darf sich nie in Sicherheit wiegen.“
Das taten die Korschenbroicher im Hinspiel vorzeitig: Daher kamen die Siegerländer nach einer zwischenzeitlichen 14-Tore-Führung der Gäste am Ende noch einmal auf 36:40 heran. Kein Wunder also, dass Dincic den TVK zwar als „Aufstiegsfavoriten Nummer eins“ sieht, sich und seiner Truppe aber trotzdem ein klares Ziel gesteckt hat: „Wir wollen unsere Saison krönen, in denen wir ihnen die einzigen Punkte abnehmen.“
Personell können beide Teams aus dem Vollen schöpfen: Beim TV Korschenbroich feiert Marcel Görden (Bild) sein Debüt 2009, nachdem der Junioren-Nationalspieler seinen Daumenbruch auskuriert und in dieser Woche wieder voll mittrainiert hat. Da auch Ferndorf über viele, reisefreudige Fans verfügt, ist am Samstag mit einer gut gefüllten und stimmungsvollen Waldsporthalle zu rechnen.
TVK-Trainer Khalid Khan geht fremd: Im Dormagener Sportinternat Knechtsteden kümmert sich der Coach des TV Korschenbroich künftig morgens um junge Handball-Talente.
"Ich hatte und habe immer einen guten Kontakt nach Dormagen und mit Freude die Entwicklung am Sportinternat verfolgt", erklärt Khan, warum er noch eine neue Aufgabe in seinen eh schon eng gefüllten Terminplan beim Spitzenreiter der Regionalliga West integriert: "Die Bedingungen für die jungen Talente sind ideal. Schule und Training im Einklang, das hätte ich mir für meine aktive Zeit auch gewünscht. Jetzt freue ich mich, einen Teil dazu beitragen zu können, dass sich die Sportler optimal entwickeln."
Christian Hentschel, der Leiter des Internats im Dormagener Vorort Knechtsteden, freute sich unüberhörbar über seine Neuverpflichtung: "Mit Khalid Khan, den ich in unserer gemeinsamen Zeit beim TSV sehr schätzen gelernt habe, haben wir die ideale Besetzung verpflichten können. Dadurch wird die Qualität des Trainingsangebots für unsere Sportler noch einmal optimiert."
Nur noch ein Sieg und der TV Korschenbroich ist erneut Teilnehmer des DHB-Pokals. Am Wochenende 7./8. März trifft der TVK in der dritten und letzten Runde des WHV-Pokals auf den TV Lobberich.
Nach dem wenig glanzvollen, aber nie gefährdeten 40:22-Sieg beim SV Schermbeck trifft der Regionalliga-Primus nun erneut auf einen Vertreter der Verbandsliga Gruppe 1. Der TV Lobberich belegt dort den dritten Tabellenplatz. Nach furiosem Saisonbeginn hat die Mannschaft von Trainer Dieter Pietralla nun etwas an Boden verloren; die letzten vier Meisterschaftsspiele konnten nicht gewonnen werden. Gegen den SV Schermbeck gab es im Dezember aber einen 13-Tore Sieg - ein zusätzliches Indiz, Lobberich keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen.
Aller Voraussicht nach wird das Spiel am 7. März in der Korschenbroicher Waldsporthalle ausgetragen. Sollte der TVK dieses Spiel gewinnen, ist er automatisch für den DHB-Pokal qualifiziert. Und spätestens seit dem Spiel am 31.10.2007 gegen den THW Kiel weiß man in Korschenbroich, dass dort so manch attraktiver Gegner wartet...
Das Heimspiel des TV Korschenbroich gegen den TuS Ferndorf ist mehr als ‚nur’ das Duell des verlustpunktlosen Spitzenreiters gegen den aktuellen Tabellenfünften der Regionalliga West. In der Waldsporthalle treffen sich am kommenden Samstag (14, Februar, Anwurf: 18.30 Uhr) auch die wohl besten Fans der Liga.
Der Dank des TVK für die Unterstützung durch die Korschenbroicher Fans
“Nirgendwo habe ich solch eine tolle Atmosphäre, solch eine Begeisterung für Handball gespürt wie in Ferndorf – außer bei uns in Korschenbroich, natürlich“, sagt beispielsweise Mathias Deppisch. Wobei der TVK-Rechtsaußen mit seiner Meinung keineswegs alleine steht. „Wir sind stolz auf unsere Fans, gar keine Frage“, sagt dazu Ferndorfs Manager Harald Münker, der unterstreicht, dass ohne die „Unterstützung der gesamten TuS-Familie, zu der unsere Fans natürlich als ganz wichtiges Bestandteil dazugehören, unsere Erfolge gar nicht möglich gewesen wären“.
Schon zu Oberliga-Zeiten verzeichneten die Siegerländer einen Besucherschnitt von etwa 900 Zuschauern, in dieser Saison ist in der Sporthalle ‚Am Park’, die offiziell 1148 Fans Platz bietet, regelmäßig noch mehr los. Den Ferndorfer Auswärtssieg beim VfL Eintracht Hagen erlebten sogar 500 TuS-Anhänger in der Ischelandhalle mit. „Wir alle haben lange nach der Regionalliga gedürstet, daher genießen wir die Zeit“, sagt Manager Münker, der – ohne genaue Fan-Zahlen zu kennen - sicher ist, dass das TuS-Team auch in Korschenbroich vom „achten Mann“ unterstützt wird. „Wir kommen sicher nicht alleine.“
Die stimmungsvolle Atmosphäre wird nicht nur die „Fan-Crew“ des TVK freuen, die ja ebenfalls sowohl in der heimischen Waldsporthalle als auch in den anderen Regionalliga-Arenen ihre Mannschaft nach vorne schreit, klatscht und trommelt. Die Korschenbroicher Akteure jedenfalls wissen den Rückhalt durch ihre Anhänger, die den Schützlingen von Trainer Khalid Khan zuletzt auch beim 40:27 in Dormagen Heimspiel-Atmosphäre verschafften, zu schätzen. Daher genießen Top-Torjäger David Breuer und seine Mitstreiter auch nach den Spielen den Kontakt zu ihren Fans – nicht nur, aber natürlich besonders, wenn es (wie hoffentlich wieder am Samstag) gemeinsam einen gemeinsam erkämpften Erfolg zu feiern gibt.
Ohne große Mühe ist der TV Korschenbroich in die dritte Runde des WHV-Pokals spaziert. Beim SV Schermbeck setzte sich der verlustpunktlose Spitzenreiter der Regionalliga West im Zweitrundenspiel auch ohne den verletzten Marcel Görden und Mathias Deppisch, dem von Trainer Khalid Khan eine Ruhepause gegönnt worden war, klar mit 40:22 (21:6) durch.
Allerdings war Coach Khan nur mit einem Drittel des 60-minütigen Spaziergangs in Runde drei zufrieden. "Diese 20 Minuten waren richtig gut", schwärmte er nachher von einer zwanzigminütigen Phase, die seine Schützlinge mit 17:3 für sich entschieden. Bis zum 4:3 für den TVK hatte der Verbandsliga-Elfte Schermbeck noch mitgehalten, ehe die Gäste offensiver deckten und den Angriff der Hausherren damit fast völlig lahmlegten. Bis zur Pause zeigte der TVK dem SVS dann deutlich die zwei Klassen Leistungsunterschied auf.
Nach dem Seitenwechsel verflachte dann die Partie und war nur noch ein besseres 'Schaulaufen'. Bei dem allerdings einige Akteure aus der zweiten Reihe, die Chance, sich zu präsentieren, nicht nutzten. "Zeitweise haben wir geradezu apathisch in der Abwehr gestanden", schimpfte Khan, der sogar nach dem 17:26 in der 45. Minute eine Auszeit nehmen musste.
In der Schlussviertelstunde stellte sein Team die Kräfteverhältnisse wieder klar, trotzdem war der TVK-Trainer alles andere als zufrieden. "Solche Vorstellungen haben nichts mit Können, sondern nur mit dem Willen zu tun", sagte Khan, "und eine schlechte Einstellung zieht die ganze Mannschaft mit runter."
Ausdrückliches Lob hatte der 42-Jährige für Deppisch-Ersatz Dennis Mosemann (Bild). "Vor allem in der offensiven Deckungsrolle hat er mich sehr positiv überrascht", lobte Khan. Zudem verteilte er Bestnoten für Spielmacher Simon Breuer und Dennis Marquardt: "Der hat eine tolle erste Halbzeit gespielt."
Eine kleine Pause von der Meisterschaft hat der TV Korschenbroich am Wochenende. Was noch lange nicht heißt, dass die Schützlinge von Trainer Khalid Khan frei haben. In der 2. Runde des WHV-Pokals tritt der TVK am Samstag (18 Uhr, Dreifachsporthalle Schermbeck) als haushoher Favorit beim SV Schermbeck an.
„Es gibt keine Pflichtsiege“, betont Coach Khan zwar immer wieder mit Blick darauf, dass „jeder Gegner unseren Respekt verdient“. Trotzdem ist die Pokalbegegnung beim 11. der Verbandsliga für den verlustpunktlosen Spitzenreiter der Regionalliga so nahe an einer Pflichtaufgabe wie es eben geht. Der SV Schermbeck spielt zwei Klassen tiefer als der TVK und hat da nur ein Saisonziel, den Klassenverbleib.
Wegen der Pokalpartie trug der SVS das eigentlich am Wochenende angesetzte Spiel gegen den Verbandsliga- Spitzenreiter DJK Adler Königshof Krefeld bereits Donnerstag aus und kassierte gegen die Mannschaft um die ehemaligen Korschenbroicher Fabian Bednarzik und Trainer Olaf Mast eine derbe 22:32-Klatsche. Nicht nur deshalb ist offenkundig der Respekt der Gastgeber riesig. Vereinschef Burkhard Bell schreibt auf der Schermbecker Internetseite gar etwas davon, dass der TVK „seine Crew mit einigen (Ex-) Nationalspielern gespickt“ habe.
Davon kann zwar keine Rede sein: Mit Marcel Görden (Bild), der nach seinem vor-weihnachtlichen Daumenbruch weiter zuschauen muss, fehlt ausgerechnet der einzige, zudem Junioren-Nationalspieler. Trotzdem können wohl nur Überheblichkeit und Unkonzentriertheit der Korschenbroicher verhindern, dass die TVK-Erfolgsserie auch im WHV-Pokal fortgesetzt wird.
Die Geschäftsführer und Manager der 1. und 2. Handball-Bundesligisten der Männer (HBL) haben die Einführung einer eingleisigen 2. Bundesliga ab der Saison 2011/12 beschlossen. In dieser werden 20 Clubs enthalten sein. Dazu kommen vier Regionalligen und höchstens zwölf Oberligen. Sollte der TVK in dieser Saison den Aufstieg schaffen, muss er sich, was durchaus zu befürchten war, in der kommenden Saison noch nicht für die eingleisige 2. Liga qualifizieren.
"Natürlich gibt es beim Ligenumbau Pro und Contra. Die Vereinheitlichung wird uns eine wesentlich größere Aufmerksamkeit sichern, zu dem birgt die Professionalisierung Potential für alle Clubs der eingleisigen 2. Liga. Auch insgesamt bedeutet diese Entscheidung eine Stärkung der Marke Handball-Bundesliga“, so Reiner Witte, Präsident der Handball-Bundesliga e. V.
Durch die beschlossene Eingleisigkeit der 2. Bundesliga erwartet sich die Handball-Bundesliga GmbH mittelfristig eine Professionalisierung der Clubs und eine einhergehende verbesserte Vermarktungssituation. Belastungen, von denen die Klubs betroffen sind, werden durch Übergangsregelungen der Handball-Bundesliga GmbH abgefedert. So gleicht die Solidaritätsgemeinschaft zum Beispiel steigende Reisekosten aus, die die Budgets einzelner Clubs verstärkt belasten werden.
Die Spielzeit 2010/2011 wird damit die Qualifikationssaison sein: Wer sicher für die eingleisige zweite Liga qualifiziert sein will, muss einen einstelligen Tabelleplatz in der dann noch zweigeteilten 2. Liga erreichen.
Kaum 70 Jahre ist es her, da raunte die größte deutsche Diva aller Zeiten geheimnisvoll-verrucht: „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt.“ Und 50 Jahre nach Marlene Dietrich war es am bekanntesten bundesdeutschen Musik-Schlapphut und erklärtem Honecker-Fan es ihr gleich zu tun. Noch einmal zwanzig Jahre nach Udo Lindenbergs Geständnis erklären wir es für die Breuer-Brüder: Sie sind von Kopf bis Fuß auf Handball eingestellt. „Keiner kann so gut, so ausdauernd und so intensiv wie die beiden jedes Spiel und jeden Spielzug analysieren“, heißt es aus der Spielerkabine mit einer Mischung aus andächtiger Bewunderung und manchmal schon fast ungläubigem Staunen.
Doch wer sich die beiden erfolgreichsten Torjäger des TV Korschenbroich in dieser Saison ein wenig genauer anschaut, findet genug Entlastungsmaterial: David, der gleich zu Jahresbeginn 27 Jahre jung wurde, und sein 19 Monate jüngerer Bruder Simon (Bild links) können gar nichts dafür, dass sie den Handball nicht nur sehr erfolgreich spielen, sondern leben, fühlen, geradezu atmen. Schon Vater Karl Werner Breuer war dem schönsten aller Ballspiele verfallen, spielte daheim in Aachen in der Regionalliga und kümmerte sich als Jugendleiter auch noch um den handballerischen Nachwuchs des traditionsreichen BTB. Klar, dass nach all-wochenendlichen Besuchen in den Sporthallen des Dreiländer-Ecks auch der eigene Nachwuchs, außer David und Simon noch die heute 22-jährige Eva, vom Virus Handball befallen wurde.
Als Linkshänder trieb sich ‚Dave’ stets auf der rechten Seite herum, sein jüngerer Bruder war „immer ein guter Allrounder. Daher habe ich mal auf Halblinks, mal in der Mitte und auch schon mal neben Rechtsaußen David auf Halbrechts gespielt.“ Zu Ende war der gemeinsame sportliche Weg, als der ältere Breuer im November 2004 ein Angebot erhielt, dass er als ehrgeiziger junger Mann nicht ablehnen konnte. In Dormagen lockte die zweite Bundesliga, den schnellen Linkshänder. Auf Außen und im rechten Rückraum spielte sich David schnell ins Team von Trainer Kai Wandschneider, erst zwei schwere Verletzungen warfen ihn in seiner dritten Saison zurück. „Nach dem Trümmerbruch meiner Nase bekam ich nicht mehr so viele Spielanteile“, blickt er zurück ohne Zorn. Im Sommer gab das damalige Noch-Werksteam ihm dann keinen neuen Vertrag mehr, denn. „Sie suchten einen anderen Spielertyp. Und ich bin nun mal nicht 2 Meter groß oder wiege 90 Kilo.“
Dieser Korb von Dormagen erwies sich als Glücksfall - für die Breuers und den TV Korschenbroich. Denn dort beim frisch gebackenen Zweitliga-Aufsteiger trafen sich die Brüder wieder. Auch wenn es nach verpatztem Saisonstart und hartem Kampf für den Neuling vom Niederrhein aufgrund einer Menge Verletzungspech - in der entscheidenden Phase fielen mit Dennis Marquardt und Matthias Deppisch zwei Stammspieler verletzt aus - hauchdünn nicht zum Verbleib im Unterhaus reichte, blieben beide Breuers dem TVK treu – zum Erstaunen der Fachwelt auch David, der immerhin Torschützenkönig der zweiten Liga geworden war. “Warum nicht? Das Gesamtpaket stimmte und das hat den Ausschlag gegeben“, erklärt David schlicht, warum er mit dem TVK in die Regionalliga ging und bei seinem Bruderherz blieb.
Was schon irritierend wirkt: Ihre Gemeinsamkeiten gehen über die gemeinsamen Erfolge - einst in Aachen (da haben wir beide die selbe gute Grundausbildung erhalten“, sagt Simon), jetzt in Korschenbroich – hinaus. Beide studieren an der Sporthochschule Köln, beide haben ihr Studium recht zielstrebig . vorangetrieben und beide haben sportlich noch Großes vor. „Das Ziel 1.Liga zu spielen, hatte ich schon in der E-Jugend“, verrät David (Bild rechts). „Natürlich ist es ein Wunsch von mir, in der stärksten Liga der Welt spielen zu können“, betont Simon.
Da muss der kühle Beobachter schon beinahe aufatmen, dass es doch noch einige Unterschied zwischen den Breuers gibt – und ein Leben, zumindest zeitweise, abseits des Handballs. David, der mit seiner Freundin Lotte und der zweijährigen Tochter Marie („mit ihr zu spielen, ist mein größtes Hobby“) in Köln lebt, will Sonderpädagoge werden, in den nächsten Monaten steht, falls alles nach Plan weitergeht“, das Examen an. Es macht mir einfach unheimlich Spaß, mit Menschen zu arbeiten, die ein Handicap haben“, erklärt ‚Dave’. Das anschließende Referendariat muss allerdings möglicherweise noch ein wenig warten – na, klar, der Handball lockt. „Die Belastungen des Referendariats mit Vor- und Nachbereitung der Stunden würden wohl Vormittagstraining nicht zulassen“, sagt er, und: „Halbherzige Sachen sind nicht mein Ding, wenn ich etwas mache, dann hundertprozentig.“
Und auch diese Einstellung –wen überrascht es noch? – liegt in der Familie. Simon, mit Freundin Mirka, weiterhin in Aachen ansässig, hat zwar auch an der ‚SpoHo’ studiert. Doch liegen seine beruflichen Ambitionen im Bereich Sport-Ökonomie und Management. Bis Ende September möchte der 25-Jährige sein Studium abschließen. Zudem hat er gerade, nach der Absolvierung entsprechender Kurse, auch seine Lehrprobe für die B-Lizenz als Handballtrainer erfolgreich abgeschlossen.
Doch wie gesagt, das ist alles noch Zukunftsmusik: „Keine Frage, wir haben dem Handball schon so viel untergeordnet, er steht bei uns eben im Mittelpunkt, und das wird wohl noch eine ganze Zeit so bleiben“, gesteht Simon, der dem TVK die Westmeisterschaft samt Aufstieg zutraut, „weil wir eine gute Truppe sind.“ „Weil wir einen starken Kader und eine starke Mannschaft haben, die schnell zusammengewachsen ist, und die Qualität besitzt, auch bei schlechter Leistung die Spiele zu gewinnen“, erläutert David, warum er glaubt, dass Korschenbroich den Platz an der Spitze behaupten kann. Aber eines ist sicher: Wie auch immer die restlichen Spiele laufen, die beiden Breuer-Brüder, der dritte TVK-ler dieses Namens, Markus, ist mit den beiden weder verwandt noch verschwägert, werden jede Partie analysieren. „Weil man immer etwas verbessern kann“, wie Simon sagt. Tag für Tag, (nicht ganz) rund um die Uhr, von Kopf bis Fuß.
Diese Story stammt aus 'heimspiel 3', der neuesten Ausgabe des TVK-Magazins. Wenn Sie das Magazin mit dieser und weiteren interessanten Geschichten und News vom TV Korschenbroich nicht in ihrem Briefkasten gefunden haben sollten, holen Sie sich ihr Exemplar beim nächsten Heimspiel oder in der TVK-Geschäftsstelle.
Am 19. Spieltag der Regionalliga West hat der TV Korschenbroich seinen 19. Saisonsieg gefeiert. Beim Nachbarn TSV Bayer Dormagen II setzte sich der Spitzenreiter am Ende deutlich mit 40:27 (15:15) durch. Neben dem Ex-Dormagener David Breuer, der mit 9 Toren erfolgreichster Werfer war, Christian Rommelfanger (8) und Simon Breuer, der alle seine sieben Treffer nach der Pause erzielte, überzeugte beim TVK besonders Torhüter Roland Mainka (Bild), der erst im vergangenen Sommer vom Werksteam an den Niederrhein gekommen war. Mit 19 Paraden war der 23-Jährige an seiner alten Wirkungsstätte überragender Akteur.
Vor 800 Zuschauern, die Hälfte davon war aus Korschenbroich gekommen und sorgte beinahe für Waldsporthallen-Atmosphäre, legten die Gäste fulminant los. Nach einem doppelten Kempa-Trick erzielte David Breuer das erste Tor, anschließend wurde die Führung des TVK beim 1:4 (4.) und 3:6 (8.) schnell auf drei Tore ausgebaut, doch richtiger Spielfluß kam nicht auf. Dormagen nahm Spielmacher Simon Breuer und Torjäger David Breuer in Manndeckung, das Spiel 4 gegen 4 behagte dem Rest der Mannschaft sichtlich nicht.
Dazu kam, dass Deckungschef Jörn Ilper von den unsicheren Schiedsrichtern schon vor der Pause drei Zeitstrafen erhielt (von denen zwei zumindest sehr fragwürdig waren), was die Deckung zusätzlich verunsicherte. "Außerdem haben wir nicht konsequent mit Tempo nach vorne gespielt", bemängelt TVK-Trainer Khalid Khan. Die junge Truppe der Gastgeber nutzte die Gunst der Stunde und schaffte in Überzahl kurz vor der Pause den Ausgleich und direkt nach Wiederbeginn sogar zum 16:15 (31.) die einzige Führung des Tages.
Dann übernahm der Tabellenführer wieder das Kommando, ging beim 16:19 (35.) und 20:23 (40.) wieder mit drei Toren nach vorne. In der Schluss-Viertelstunde war Dormagens Widerstand dann endgültig gebrochen. Gegen die auf 5:1 umgestellte Deckung des TVK war kaum noch ein Durchkommen, zudem zog Korschenbroich seine Kontermöglichkeiten nun durch. Das zwischenzeitliche 21:27 (44.) durch Dennis Marquardt war ein herrliches Rückhandtor vom Kreis, auch die spät eingewechselten Lukas Esser und Dennis Mosemann trugen sich am Ende noch in die Torschützenliste ein.
"Die Dormagener haben eine sehr spielstarke Mannschaft, die ich so stark erwartet habe wie sie sich in den ersten 40 Minuten präsentiert haben. Daher bin ich selbst überrascht von der Höhe des Ergebnisses", strahlte Coach Khan nachher. Die "Steigerung nach der Pause" sah Christian Rommelfanger als spielentscheidend an: "Zudem hat man unsere überlegene Erfahrung gesehen." Marquardt, der zum 'Aushilfs-Kreisläufer' avanciert war, nachdem außer dem verletzten Marcel Görden auch Jörn Ilper nach seiner Roten Karte ausfiel, kommentierte sein Traumtor staubtrocken: "Ich war zu schnell und habe den Ball nicht richtig unter Kontrolle gekriegt, daher habe ich ihn möglichst schnell in Richtung Tor befördert. Alles andere war Glück." Sein Tor vielleicht, der TVK-Sieg jedoch auf keinen Fall . . .
Stimmen zum Spiel TVK-Trainer Khalid Khan: "Wenn mir jemand das Resultat vorher prophezeit hätte, hätte ich es nicht geglaubt. Die Dormagener haben eine sehr spielstarke Mannschaft, die ich so stark erwartet habe wie sie sich in den ersten 40 Minuten präsentiert haben. Daher bin ich selbst überrascht von der Höhe des Ergebnisses. In der ersten Halbzeit haben wir nicht konsequent mit Tempo nach vorne gespielt, das hat sich gerächt, nach der Pause war das dann deutlich besser. Insgesamt haben wir wieder einmal gesehen, dass uns Erfolge nicht in den Schoß fallen, sondern dass wir hart arbeiten müssen dafür."
TVK-Rückraumspieler Christian Rommelfanger: "Entscheidend war unsere Steigerung nach der Pause, da haben wir unser Tempospiel richtig durchgezogen. Zudem hat man unsere überlegene Erfahrung gesehen, die Dormagener spielen zwar sehr schönen, schnellen Handball, aber ihnen fehlt eben manchmal noch ein bisschen die Cleverness. Daher war unser Sieg verdient."
Am Samstag (19.30 Uhr, Bayer Sportcenter) tritt der TVK bei TSV Dormagen II an. Nicht nur wegen der kurzen Anreise ist es für viele Korschenbroicher Akteure kein Spiel wie jedes andere.
Normalerweise reisen die Spieler des TV Korschenbroich gemeinsam zu den Auswärtsspielen an. Aber an diesem Samstag trifft Trainer Khalid Khan seine Schützlinge direkt vor Ort, genauer: vor dem TSV-Sportcenter in Dormagen.
Eine vorheriger Treffpunkt würde überhaupt keinen Sinn machen, wie Coach Khan betont, da die Akteure des Regionalliga-Spitzenreiters TVK u.a. in Aachen, Leverkusen, Köln und sogar in Dormagen selbst wohnen. Mit Marcel Leclaire und Roland Mainka, der erst im vorigen Sommer wechselte, spielten beide Korschenbroicher Torhüter früher bei den Werks-Handballern, und auch David Breuer und Jörn Ilper trugen einst das Bayer-Trikot. Last, but not least: Auch Khan stand vor seinem Wechsel nach Korschenbroich in Diensten des samstäglichen Gegners.
Trotzdem ist die Partie für den 42-Jährigen nichts Besonderes: „Ich freue mich auf jedes Spiel“, schmunzelt Khan. Er weiß, dass sein Team einmal mehr klarer Favorit ist, aber auch: „Um dem gerecht zu werden, müssen wir eine Topleistung und die richtige Einstellung bringen.“ Besonders vorbereiten musste er sich auf das Nachbarschafts-Duell nicht: „Die haben eine ähnliche Spielauffassung wie wir, versuchen auch, mit viel Tempo zum Erfolg zu kommen.“
Wer sich durchsetzt? „Die Mannschaft, die ihr Konzept schneller und konsequenter durchziehen kann“, sagt Khan – bisher war das im bisherigen Saisonverlauf stets seine Mannschaft. Personell kann der TVK fast wieder aus dem Vollen schöpfen: Nur Junioren-Nationalspieler Marcel Görden fehlt wegen seines Daumenbruchs weiterhin. Die Mannschaft hofft auf die Unterstützung ihrer Fans. „Da zur zweiten Mannschaft nie so viele Dormagener Fans kommen, könnten wir dann vielleicht Heimspiel-Atmosphäre haben“, hofft Rechtsaußen Mathias Deppisch.
Seit dieser Saison hat der TVK einen neuen Torwart in seinen Reihen. Der 23-jährige Roland Mainka kam von Bayer Dormagen. Dort stand der 2,00m- Schlacks im Kader der Bundesligamannschaft, wurde aber überwiegend im Reserveteam eingesetzt. Und genau auf diese Mannschaft trifft der TVK am kommenden Samstag (19.30 Uhr, TSV Sportcenter).
TVK: Roland, am Samstag geht’s gegen die alten Kameraden. Freust Du Dich?
Na klar freue mich. Ich habe in den letzten zwei Jahren eine sehr schöne und erfolgreiche Zeit mit den Jungs gehabt und habe natürlich auch weiterhin Kontakt zur Mannschaft. Leider war meine persönliche Vorbereitung auf das Spiel alles andere als optimal. Ich hoffe, bis dahin wieder fit zu sein und meine alten Kameraden ein bisschen zu ärgern.
Du kennst die Wurfbilder Deiner ehemaligen Mitspieler sehr gut – ein Vorteil für Dich?
Ich denke, dass sich dieser Vorteil ausgleicht. Ich kenne die Spieler zwar sehr genau, die mich jedoch auch. Außerdem ist Dormagen eine sehr junge, enorm entwicklungsfähige Mannschaft. Daher denke ich, dass sie sich innerhalb dieser Saison auch im Torwurf weiterentwickelt haben.
Ihr habt im letzten Jahr die Oberliga ähnlich dominiert wie der TVK derzeit die Regionalliga und habt ebenfalls sehr viele Tore geworfen. Sind die Mannschaften miteinander zu vergleichen?
Es gibt viele Parallelen zwischen den beiden Mannschaften. Beide sind sehr abhängig von der Begeisterung und dem mannschaftlichen Zusammenhalt. Außerdem praktizieren beide Mannschaften einen sehr guten, attraktiven Tempohandball. Ich denke, dass die Zuschauer bei diesem Aufeinandertreffen ein sehr schönes Spiel sehen werden.
In der Hinrunde hat Marcel Leclaire mehr Spielanteile als Du gehabt. Als er zum Auftakt 2009 krankheitsbedingt ausfiel, hast Du Dich mit einer guten Leistung in Soest empfohlen. Wie siehst Du Deine Rolle?
Marcel hat eine überragende Hinrunde gespielt und der Mannschaft den wichtigen Rückhalt für unsere Erfolgsserie gegeben. Meine Rolle ist es nun, im Training durch gute Leistungen weiter Druck auf ihn zu machen und mich zu empfehlen. Ich würde mich sehr freuen, wenn er die Leistungen der Hinrunde auch in der Rückrunde bringen kann. Jedoch kann es passieren, dass er auch mal keinen guten Tag hat oder eben krank wird. In diesen Situationen habe ich bisher gezeigt, dass die Mannschaft sich auch auf mich verlassen kann.
Im Hinspiel hatte der TVK über weite Strecken Probleme mit dem TSV II. Was für ein Spiel erwartest Du am Samstag?
Wie bereits erwähnt denke ich, dass die Zuschauer ein sehr attraktives Handballspiel sehen werden. Daher hoffe ich auch, dass es sich viele Fans nicht entgehen lassen werden. Leider wird beim TSV deren Leistung in Sachen Zuschauerzuspruch nicht so richtig honoriert. Daher denke ich mal, dass wir dank der tollen Unterstützung unserer Fans durchaus ein Heimspiel haben könnten. Das Spiel wird auf jeden Fall sehr schwer. Der TSV hat sich kontinuierlich gesteigert und zuletzt mit tollen Leistungen überzeugt. Die Tabellensituation darf man dementsprechend nicht als Maßstab nehmen.
Wie hoch würdest Du als Mathematik-Student denn die Siegchance des TVK einschätzen?
Wir werden uns gut vorbereiten und dann denke ich mal, dass die Chancen höher liegen werden als die Durchfallqoute bei meiner letzten Klausur. Und die lag bei 82%...
41:25 - TVK feiert Pflichtsieg gegen tapfere Aachener
Nein, ein großer Handball-Abend war es nicht. Im Duell des ungeschlagenen Spitzenreiters der Regionalliga West gegen das noch punktlose Schlusslicht DJK/BTB Aachen bot der TV Korschenbroich im ersten Heimspiel des Jahres eine eher magere Vorstellung. Zwar geriet der Erfolg des TVK, bei dem mit den Brüdern David (Bild) und Simon Breuer, Dennis Mosemann und Christian Rommelfanger immerhin vier ehemalige Aachener mitmischten, nie in Gefahr. Doch: "Das hatte mit Regionalliga-Spitze nichts zu tun", zeigte sich Trainer Khalid Khan nach dem 41:25 (20:13) deutlich verstimmt - obwohl die Erfolgsbilanz mit dem 18. Saisonsieg auf 36:0 Zähler ausgebaut wurde.
Vor allem die unengagierte Deckungsleistung ärgerte den TVK-Coach. "Natürlich war das nur eine Pflichtaufgabe", analysierte Khan, "aber auch in solchen Spielen kann, nein: muss ich deutlich mehr Einsatz verlangen." Zwar führten die Hausherren vor 600 Zuschauern in der Waldsporthalle schnell 4:1, doch dann begannen die Khan-Schützlinge mit allzu lässigen Abschlüssen und allzu nachlässiger Deckungsarbeit die junge Gäste-Truppe aufzubauen. Vor allem BTB-Torhüter Daniel Braun bot gegen die unkonzentrierten Würfe der TVK-Angreifer eine starke Vorstellung. So hielt Aachen bis zum 10:8 (17. MInute) mit. Der Zwischenspurt der Hausherren zum 13:8 beseitigte zwar endgültig alle Zweifel über den Sieger. Doch auch nach dem 23:15 (35.) und dem 30:17 (43.) kehrte keinerlei Sicherheit in das Spiel der Korschenbroicher ein.
Erfreulich, dass zwei TVK-Youngster ihr Regionalliga-Debüt feiern konnten. Da mit Marcel Görden (Daumenbruch) und Jörn Ilper (Knieverletzung) beide etatmäßigen Kreisläufer fehlten, rückte Dennis Marquardt in die vorderste Linie und Stefan Zimmermann und Daniel Panitz aus der zweiten Mannschaft als 'Aushilfen' nach. Fünf Minuten vor dem Ende gelang Panitz sogar per Siebenmeter sein erstes Regionalliga-Tor - von den TVK-Fans gebührend bejubelt.
Stimmen zum Spiel:
TVK-Trainer Khalid Khan: "Das hatte mit Regionalliga-Spitze nichts zu tun. Auch, wenn es nur eine Pflichtaufgabe war, kann, nein: muss ich in solchen Spielen deutlich mehr Einsatz verlangen. Wir haben gewonnen, das ist positiv, ansonsten müssen wir uns nächste Woche in Dormagen deutlich steigern, wenn wir nicht unter die Räder kommen wollen."
Stefan Zimmermann (TVK-Youngster): "Vor meinem Debüt war ich ganz ruhig, ich trainiere öfters mit der Mannschaft zusammen, und daher kenne ich das Team recht gut. Sie haben mir geholfen, daher gab es keinen Grund zur Aufregung."
Daniel Panitz (TVK-Youngster): "Für jemanden, der jahrelang als Jugendspieler auf der Tribüne mitgefiebert hat, ist das natürlich ein Traum. Ich wollte unbedingt mein Tor machen und bin überglücklich, dass es geklappt hat. Beim Umziehen war ich noch ein wenig kribbelig, aber nachher ist man so auf das Spiel konzentriert, dass man alle Nervosität vergisst."
Auf dem Papier erwartet den TV Korschenbroich eine einfache Aufgabe – die formell einfachste der Saison. Mit dem DJK/BTB Aachen kommt am Freitag das punktlose Schlusslicht der Regionalliga West, das im bisherigen Verlauf der Saison Woche für Woche völlig überfordert war, zum verlustpunktlosen Spitzenreiter in die Waldsporthalle. „Wir müssen uns auf uns selbst und unsere Fähigkeiten konzentrieren“, fordert Trainer Khalid Khan, „dann wird nichts schief gehen.“
Sorgen machen dem TVK-Coach vor allem die übertriebene Erwartungshaltung des Umfelds, das angesichts der Klatschen, die die Aachener sich bislang allwöchentlich abgeholt haben, natürlich einen Kantersieg erwartet. Zudem ist die Personalsituation immer noch angespannt. Marcel Görden fehlt wegen seines Daumenbruchs weiterhin, Jörn Ilper (Bild) wird sich wegen einer Knieverletzung, die er sich beim 40:31-Erfolg in Soest zugezogen hat, neben ihn auf die Tribüne setzen.
Zudem muss Torhüter Marcel Leclaire nach seiner schweren Grippe erneut Roland Mainka den Vortritt lassen. „Das ist aber kein Problem, da sich Roland zuletzt in toller Form präsentiert hat“, sagt Khan. Ein Quartett von TVK-Akteuren freut sich aus einem anderen Grund besonders auf das Duell: Simon und David Breuer, Dennis Mosemann und Christian Rommelfanger sind allesamt vor oder minder langer Zeit von DJK/BTB Aachen nach Korschenbroich gewechselt.
Die Zeichen stehen auf Aufstieg: Der TVK bleibt auch im ersten Spiel des neuen Jahres in der Regionalliga ungeschlagen. Doch was passiert hinter den Kulissen? „Gerade in wirtschaftlich nicht einfachenZeiten ist es wichtig, die Gewissheit zu haben, dass die Sponsoren ihr Engagement mittel- und langfristig zugesichert haben“, sagt Geschäftsführer Dr. Peter Irmen.
Lesen Sie heute das Interview mit Herrn Jürgen Moers, Vorstand der Autoteile Post AG. „Unsere Zusammenarbeit beruht nicht auf kurzfristigen Erfolgen“, sagt Moers.
TVK: Ein aufregendes und wechselhaftes Jahr liegt hinter dem TVK: erst der unglückliche Abstieg aus der 2. Liga, jetzt die weiße Weste in der Regionalliga. Wie lautet Ihr sportliches Resümee des Jahres 2008?
Moers: Wir glauben dass die Mannschaft und vor allem das Umfeld noch nicht bereit waren für die Operation 2. Liga. Nachdem die notwendigen Veränderungen umgesetzt worden sind hat sich die Situation spürbar verbessert. Höchstleistungen, wie jetzt dargeboten, können nur von einem intakten und Top motiviertem Team erbracht werden.
TVK: Was hat Sie bewogen, trotz des Abstiegs dem TVK die Treue zu halten?
Moers: Unsere Zusammenarbeit mit dem TVK beruht nicht auf kurzfristige Erfolge oder Misserfolge. Die Entscheidung für den Verein liegt eher im sozialen Bereich. Wir wollen mit unserer Unterstützung dazu beitragen Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern. Das geht unserer Meinung nach am besten mit Spitzensportförderung.
TVK: Hand aufs Herz: Hatten Sie damit gerechnet, dass der TVK zum jetzigen Zeitpunkt ohne Verlustpunkt dasteht?
Moers: Damit konnte wohl niemand rechnen. Aber wir glauben es gibt Schlimmeres.
TVK: Wie wichtig ist Ihnen als Sponsor der Aufstieg in die 2 Liga?
Moers: Wir würden uns mit der Mannschaft und dem Umfeld freuen, aber für uns ist das kein Muss.
TVK: Was glauben Sie, sind Attribute, die man mit dem TVK verbindet und inwiefern passen diese zu Ihrem Unternehmen?
Moers: Teamarbeit, Motivation, Ausdauer, Fleiß, gesunder Ehrgeiz und Spaß an der Sache um nur einige zu nennen. Alle diese Attribute lassen sich eins zu eins auf uns und auf viele Situationen im Leben umlegen.
TVK: Sie alle haben Ihren Firmensitz in der Region. Welche Rolle messen Sie dem Thema"Identifikation" bei und inwiefern wird der TVK diesem gerecht?
Moers: Wir haben uns bewusst dazu entschlossen unseren Firmensitz hier in Korschenbroich beizubehalten, obwohl uns interessante Alternativen angeboten worden sind. Aber aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Stadt und dem positiven Umfeld haben wir uns für den Niederrhein entschieden. Wir sehen uns als Rheinländer und fühlen uns hier wohl. Der TVK im Allgemeinen und die Handballabteilung im Besonderen sind weit über die Grenzen von Korschenbroich bekannt. Stadt und Verein werden oft in einem Atemzug genannt. Eine bessere Identifikation gibt es selten.
TVK: Der TVK hat sich in den letzten Jahren sowohl sportlich als auch im Umfeld kontinuierlich weiter entwickelt. In welchen Bereichen sehen Sie beim TVK noch Verbesserungspotential?
Moers: Verbesserungspotential gibt es immer und vernünftiger Dialog ist alles. Die Führungsriege und der Gesamtverein machen eine hervorragende Arbeit. Gemeinsam mit allen Verantwortlichen sollte die Arbeit so fortgeführt werden.
TVK: Was wünschen Sie sich persönlich, was dem TVK für das neue Jahr?
Moers: Das was ich mir selber wünschen würde, wünsche ich natürlich dem TVK. In erster Linie Glück und Gesundheit, einen starken Zusammenhalt und Freude für die Mannschaft und die Fans in den kommenden Spielen. Der Erfolg stellt sich dann von ganz alleine ein! <!--[endif]-->
Lesen Sie heute ein Interview mit Herrn August Pollen, Geschäftsführer der JEVER Skihalle Neuss. "Ich wünsche mir für das kommende Jahr einen Sieg gegen den THW Kiel", sagt Pollen augenzwinkernd.
TVK: Ein aufregendes und wechselhaftes Jahr liegt hinter dem TVK: erst der unglückliche Abstieg aus der 2. Liga, jetzt die weiße Weste in der Regionalliga. Wie lautet Ihr sportliches Resümee des Jahres 2008?
Pollen: Dass die Mannschaft sich in der Rückrunde der 2. Liga derart gesteigert hat, fand ich absolut beeindruckend und gab schon einen Blick auf die große Moral der Truppe frei. Dass sie sich, nachdem es leider dennoch nicht gereicht hat, so konsequent und erfolgreich wieder präsentiert, verdient höchste Anerkennung.
TVK: Was hat Sie bewogen, trotz des Abstiegs dem TVK die Treue zu halten?
Pollen: Wir sind ja nicht Sponsor der 2. Bundesliga – sondern Sponsor bzw. Partner des TVK.
TVK: Hand aufs Herz: Hatten Sie damit gerechnet, dass der TVK zum jetzigen Zeitpunkt ohne Verlustpunkt dasteht?
Pollen: Ich hatte gehofft und auch daran geglaubt, dass die Mannschaft an ihre starke Rückrunde in der 2. Liga anknüpfen kann. Das dabei eine weiße Weste herausspringt war, von mir jedenfalls, nicht vorherzusehen.
TVK: Wie wichtig ist Ihnen als Sponsor der Aufstieg in die 2 Liga?
Pollen: Für uns ist in erster Linie die mit sehr viel Herz agierende Mannschaft und die dadurch entstehende Identifikation der Zuschauer und Fans wichtig. Das setzt Emotionen frei. Die zunehmende Professionalität und der sportliche Erfolg sind dann die logische Folge und gehören dazu – sind für uns aber nicht prioritär.
TVK: Was glauben Sie, sind Attribute, die man mit dem TVK verbindet und inwiefern passen diese zu Ihrem Unternehmen?
Pollen: Emotionen, Fairness, Zielstrebigkeit, Professionalität, Spaß - das passt hervorragend zu unserem Unternehmen
TVK: Sie haben Ihren Firmensitz in der Region. Welche Rolle messen Sie dem Thema „Identifikation“ bei und inwiefern wird der TVK diesem gerecht?
Pollen: Wie bereits erwähnt, ist die Identifikation für uns ein wichtiges Thema. In Korschenbroich gelingt dieses bereits hervorragend. Eine echte Herausforderung wird es sein, dieses recht regionale „Einzugsgebiet“ zu erweitern und ein größeres Umfeld mit dem „Handballvirus“ bzw. „TVK-Bazillus“ zu infizieren.
TVK: Der TVK hat sich in den letzten Jahren sowohl sportlich als auch im Umfeld kontinuierlich weiter entwickelt. In welchen Bereichen sehen Sie beim TVK nochVerbesserungspotential?
Pollen: Bei allen, natürlich sehr wichtigen und richtigen, Bemühungen den Verein weiter zu professionalisieren und durch Sponsoren finanziell stabiler zu gestalten, muss immer klar sein, dass das Herz des Vereins die Mannschaft und die Zuschauer sprich Fans sind. Ihnen muss immer die größte Aufmerksamkeit gehören.
TVK: Was wünschen Sie sich persönlich, was dem TVK für das neue Jahr?
Pollen: a) Ein Sieg gegen den THW Kiel im Pokal, das hat letztes Mal ja noch nicht geklappt... b) Dass alle gesund bleiben, den Spaß am Handballspiel weiter zelebrieren und der TVK (bzw. die Mannschaft) weiterhin mit Herz spielt und so sympathisch - bodenständig bleibt.
An dieser Stelle werden in den nächsten Tagen Herr Gerd Bennewirtz vom TVK-Hauptsponsor SJB FondsSkyline OHG 1989 sowie Herr August Pollen und Herr Jürgen Moers von den TVK- Premiumsponsoren JEVER Skihalle Neuss und Autoteile Post AG Ihre Fazite des abgelaufenen Jahres ziehen sowie einen Ausblick auf die Zukunft des TVK geben.
Den Anfang macht heute Herr Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer der SJB FondsSkyline OHG 1989. „Erfahrung und Biss – eine starke Verbindung“, sagt Bennewirtz.
TVK: Ein aufregendes und wechselhaftes Jahr liegt hinter dem TVK: erst der unglückliche Abstieg aus der 2. Liga, jetzt die weiße Weste in der Regionalliga. Wie lautet Ihr sportliches Resümee des Jahres 2008?
Bennewirtz: Je schwieriger das wirtschaftliche und mentale Umfeld in Deutschland wurde, desto geschlossener trat die Mannschaft auf dem Spielfeld auf. Jeder Fan spürt: Das hier ist kein Legionärshaufen, sondern ein Team, in dem jeder für den anderen Verantwortung übernimmt. Das Motto exzellenter Vermögensverwalter „Am Berg beschleunigen“hat der TVK so interpretiert: „In Schwächephasen dominieren.“ Die Mannschaft hat dies in der Hinrunde überzeugend umgesetzt. Sie ist bundesligatauglich. Über die weiße Weste freut sich die SJB als Hauptsponsor, doch wichtiger ist das erkennbare Aufwärtspotenzial des ganzen Projekts: Die Spieler trainieren hart und professionell, der Trainer hält eisern an den vereinbarten Zielen fest, und das Management ist entschlossen, intern Bundesliganiveau zu etablieren.
TVK: Was hat Sie bewogen, trotz des Abstiegs dem TVK die Treue zu halten?
Bennewirtz: Die SJB investiert antizyklisch und lebt antizyklisch. Wenn wir einen unterbewerteten Schatz entdecken, dann heben wir ihn. Das muss nicht sofort sein. Die meisten Schätze werden langfristig geborgen, also ist Geduld erforderlich. Die SJB und der TVK haben vor der Saison ihre Ziele bekräftigt: 1. Wir wollen Korschenbroich als Standort dauerhaft in der Spitzenklasse etablieren. 2. Wir wollen gemeinsam mit starken Sponsoren die Professionalität des Vereins weiter verstärken. 3. Wir wollen die Professionalität von Mannschaft und Marketing in neuen Höhen etablieren, um den langfristigen Erfolg für Sponsoren und TVK sicherzustellen. Der zeitliche Horizont für die Umsetzung ist langfristig. Zeitweise Rückschläge sind im Konzept berücksichtigt. Wichtig ist der SJB, die Risiken sauber zu kalkulieren und die Chancen entschlossen zu nutzen.
TVK: Hand aufs Herz: Hatten Sie damit gerechnet, dass der TVK zum jetzigen Zeitpunkt ohne Verlustpunkt dasteht?
Bennewirtz: Ja, ich habe damit gerechnet. Bereits die Rückrunde in der Bundesliga 2008 hat gezeigt, dass die Mannschaft Charakter besitzt. Im Sommer haben wir uns gezielt verstärkt und umgesetzt, was seit langem auch die SJB praktiziert: Jeder Posten ist doppelt besetzt mit einem routinierten Stammspieler und einem Jungprofi. Erfahrung und Biss – eine starke Verbindung. Die positiven Einflüsse sind wechselseitig. Die Spieler und unsere FondsBerater trainieren gemeinsam. Von dem Ergebnis profitieren Handballfans und Investoren: Leidenschaft, Leistungsbereitschaft und Disziplin.
TVK: Wie wichtig ist Ihnen als Sponsor der Aufstieg in die 2. Liga?
Bennewirtz: Sehr wichtig, denn das erste der oben genannten drei gemeinsamen Ziele schließt den Aufstieg mit ein. Die zweite Komponente der Konstanz ist uns ebenso wichtig. Übrigens auch der Mannschaft, denn wer von unseren Vollblutspielern möchte schon ein zweites Mal absteigen? In der Konsequenz verfolgen wir ein evolutionäres Modell, das auf nachhaltige Erfolge abzielt: Im Sport und im Sponsoring.
TVK: Was glauben Sie, sind Attribute, die man mit dem TVK verbindet und inwiefern passen diese zu Ihrem Unternehmen?
Bennewirtz: Beim TV Korschenbroich sehen wir die vier Fundamente unserer Firma verkörpert: Individualität, Unabhängigkeit, Antizyklik und Zuverlässigkeit. Individualität bedeutet bei uns, dass jeder Kunde ein maßgeschneidertes Depot erhält, um seine persönlichen Ziele zu erreichen – so wie der TVK seinen Zuschauern echte Charaktere bietet. Unabhängigkeit steht für die Freiheit, nur das zu tun, was dem Kunden nutzt. Unser Institut ist nur seinen Kunden verpflichtet, sonst niemandem – so wie der TVK seinen Fans. Antizyklik ist die Strategie, Investitionen zum Erfolg zu führen, genau das Unerwartete realisieren, woran zu diesem Zeitpunkt noch niemand zu denken wagt. Den Schatz schon zu spüren, noch bevor eine Schatzkarte auftaucht. Danach lebe ich, die SJB und auch der TVK. Ein Spitzenspieler ahnt die Fehler des Gegners und nutzt sie eiskalt aus. Zuverlässigkeit heißt, gerade in schwierigen Zeiten im Team miteinander zu wachsen. Keine Frage: Zuverlässigkeit ist auch das A und O eines erfolgreichen Bundesliga-Aspiranten.
TVK: Sie haben Ihren Firmensitz in der Region. Welche Rolle messen Sie dem Thema „Identifikation“ bei und inwiefern wird der TVK diesem gerecht?
Bennewirtz: „Ich bin TVK“, das sagen bei jedem Heimspiel 800 Zuschauer in der ausverkauften Waldsporthalle. „Ich bin SJB“, davon zeugen rund 6.500 Mandate von Unternehmern und Führungskräften aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die wechselseitige Identifikation mit den gemeinsamen Fundamenten ist das zentrale Bindemittel für eine langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehung. Gerade jetzt, in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, ist das Wir-Gefühl zwischen der SJB, dem TVK und den Menschen in der Region noch stärker geworden. Wir alle müssen jetzt täglich an unsere Leistungsgrenzen gehen, aber wir werden dadurch auch täglich stärker. Und im gesamten Team aus Fans Mannschaft, TVK Handball GmbH und Sponsoren ist zu spüren: Schweiß verbindet.
TVK: Der TVK hat sich in den letzten Jahren sowohl sportlich als auch im Umfeld kontinuierlich weiter entwickelt. In welchen Bereichen sehen Sie beim TVK noch Verbesserungspotential?
Bennewirtz: Aufwärtspotenziale sehe ich beim Management in der landesweiten Ausweitung der Gewinnung weiterer potenter Sponsoren. Die wichtigste Aufgabe besteht darin, Sponsoren im Rheinland und darüber hinaus zu begeistern und so das Projekt Bundesliga auf ein breiteres finanzielles Fundament zu stellen. Die Herausforderungen sind klar: Sponsoring heute lebt vom Wechselspiel von Leistung und Gegenleistung. Gemessen am Marktdurchschnitt ist die Sponsorenschaft zwischen der SJB und dem TVK überdurchschnittlich modern und professionell ausgerichtet. Dies gilt es, noch massiver in der Region und dem Rheinland zu kommunizieren.
TVK: Was wünschen Sie sich persönlich, was dem TVK für das neue Jahr?
Bennewirtz: Ich wünsche mir, mit Dr. Peter Irmen, dem Geschäftsführer der TVK Handball GmbH, und Kai Faltin, dem TVK Marketingbeauftragten, am Ende des letzten Spiels der Saison stehend auf den Erfolg der Mannschaft anzustoßen. Stehend, weil wir unsere eigenen Sitzplätze begeisterten Mitsponsoren überlassen haben. Am besten mit Frankfurter Akzent. Und der Mannschaft wünsche ich das Gleiche wie den Fans: Adrenalin pur!
Das Verletzungspech hat zugeschlagen – der TV Korschenbroich muss das für Mittwoch, 21. Januar 2009, in der Waldsporthalle geplante Testspiel gegen den Zweitliga-Spitzenreiter HSG Düsseldorf absagen. „Das ist schade, denn es wäre ein interessanter Test geworden“, sagte TVK-Trainer Khalid Khan, „aber mit dem Rest-Aufgebot hätte es keinen Sinn gemacht. Zudem haben unsere Verpflichtungen in der Meisterschaft natürlich Vorrang.“ Da erwartet der verlustpunktlose Spitzenreiter der Regionalliga West am kommenden Freitag, 23. Januar (19.30 Uhr) das sieglose Schlusslicht DJB/BTB Aachen in der Waldsporthalle.
Die Achse ist lahmgelegt: David Breuer (7) beim Zuspiel auf Jörn Ilper
Vor dem Duell gegen das Team aus dem Drei-Länder-Eck stellt sich die Personalsituation beim TVK dramatisch dar. Beim 40:31-Sieg beim Soester TV zog sich Kreisläufer Jörn Ilper eine Knieverletzung zu, Rückraumschütze und Abwehr-Ass Dennis Marquardt laboriert an einer Armverletzung. Zudem hat die Grippe, die schon Torhüter Marcel Leclaire aus dem Spielverkehr gezogen hat, auch Torjäger David Breuer erwischt.
Da auch Lukas Esser nach seiner Sprunggelenkverletzung noch nicht voll belastbar ist und Marcel Görden (Daumenbruch) eh noch einige Wochen zuschauen muss, hätte Coach Khan keine spiel-, geschweige denn eine wettbewerbsfähige Mannschaft mehr zusammen bekommen. Deshalb hofft Khan: „Ich setze auf unsere medizinische Abteilung, damit sich die Situation bis Freitag ein wenig entspannt.“
Der Spitzenreiter der Regionalliga West hat auch im Neuen Jahr seine weiße Weste gewahrt. Mit dem erst in der letzten Viertelstunde herausgespielten 40:31 (17:17) beim Soester TV feierte der TV Korschenbroich im 17. Saisonspiel den 17. Sieg. Der war aber lange hart umkämpft. Bis zum 23:23 in der 44. Minute hielten die Westfalen die Partie völlig ausgeglichen. Vorher hatte Soest beim 4:2 (9.), 9:6 (17.) und zuletzt beim 22:20 (41.) sogar geführt.
In der Schlussviertelstunde hatten die Hausherren dem Vollgas-Handball des TVK aber nichts mehr entgegenzusetzen. Über 27:23 (47.) und 31:24 zogen die Schützlinge von Trainer Khalid Khan, der auf seine beiden Marcels, den grippekranken Torhüter Leclaire und Linksaußen und Kreisläufer Görden (Daumenbruch) verzichten musste, scheinbar locker auf 35:27 (54.) davon.
„Wir haben uns lange Zeit zu viele, zu leichte Fehler erlaubt“, analysierte Coach Khan, „man merkte doch deutlich, dass uns der Wettkampf-Rhythmus fehlte.“ Trotzdem war der 42-Jährige mit der „geschlossenen Mannschaftsleistung“ zufrieden, aus der die beiden „besonders effektiven Außen“, Matthias Deppisch auf Rechtsaußen mit acht Toren und sein gegenüber Markus Breuer mit vier Treffern, noch herausragten. „Außerdem haben wir die richtige Einstellung gezeigt.“ Zudem steigerte sich Torhüter Roland Mainka im Verlauf des Spiels.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Khalid Khan: „Wir haben uns lange Zeit zu viele, zu leichte Fehler erlaubt. Zudem hatten wir Abstimmungs-Probleme. Das hatte ich schon befürchtet, da uns der Wettkampf-Rhythmus fehlte. Aber die Einstellung war sehr gut. Soest hat sehr gut dagegengehalten, aber am Ende hat sich unser Tempo-Handball verdient durchgesetzt. Beide Außen haben ihre Chancen sehr effektiv genutzt, ansonsten freue ich mich über eine geschlossene Mannschaftsleistung.“
Sponsor Gerd Bennewirtz (sjb Fonds Skyline): „Das war der erwartet schwierige Start ins Handballjahr. Aber nachher hat unsere Mannschaft ihre Klasse bewiesen.“
Beim Bergischen HC 06 hat der letzte Test des TV Korschenbroich vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres stattgefunden. Nach einer temporeichen Partie setzte sich vor immerhin 250 Zuschauern, die die Freundschaftsbegegnung am Donnerstagabend in die Solinger Klingenhalle gelockt hatte, der Zweite der Zweiten Liga Süd gegen den Spitzenreiter der Regionalliga West mit 33:31 (15:17) durch. „Das war sehr ordentlich, vor allem in Anbetracht unserer Personalsituation“, strahlte TVK-Trainer Khalid Khan, der vom Kampfgeist seiner Schützlinge beeindruckt war: „Heute hat man gesehen, wie viel der Willen ausmacht.“ Auch BHC-Trainer Raimo Wilde war sehr angetan: „Das war ein erstklassiger Test, der TVK hat uns echt gefordert.“
Durchsetzungsstark gegen die BHC-Deckung: Dennis Marquardt
Über 5:2 (7.) und 11:7 (20.) lagen die Gäste vom Niederrhein bis zum 21:17 (37.) ständig vorne. Beim 24:24 (47.) hatten die höherklassigen Bergischen erstmals ausgeglichen, ehe dem TVK endgültig die Puste ausging. Außer Torhüter Marcel Leclaire, der prächtig durch seinen Kollegen Roland Mainka vertreten wurde, und Marcel Görden (Daumenbruch) fehlte auch Lukas Esser, der nach seiner Sprunggelenksverletzung nur auf der Bank saß und auch noch um seinen Einsatz im Regionalligaspiel beim Soester TV am Sonntag bangt.
TVK: Mainka; Deppisch (3), David Breuer (5/2), Simon Breuer (5), Markus Breuer (3), Marquardt (4), Bath (4/2), Ilper (4), Mosemann, Rommelfanger (3).
******************************************************************* Ein weiterer Test gegen einen Zweitligisten steigt am kommenden Mittwoch in der Waldsporthalle. Ab 18.45 Uhr gibt dort am 21. Januar 2009 die HSG Düsseldorf ihre Visitenkarte ab. Der Tabellenführer und Aufstiegsaspirant, der bis auf den slowakischen Nationalspieler Frantisek Sulc, der bei der WM in Kroatien im Einsatz ist, in Bestbesetzung antritt, hat noch mit dem TV Korschenbroich noch eine Rechnung offen. In der vergangenen Saison kassierte der hohe Favorit aus der Landeshauptstadt beim späteren Zweitliga-Absteiger TVK eine unerwartete Niederlage. ******************************************************************* Jörn Ilper wurde als Coverboy der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift ‚handball-training’ ausgewählt. Am 16. Dezember hatte Frauke Korfsmeier, Redakteurin des Monats-Periodikum für Handball-Trainer, das monatlich im Philippka-Verlag in Münster erscheint, das TVK-Training in der Waldsporthalle besucht und aufmerksam beobachtet und analysiert. In einer großen Foto-Reportage wird beschrieben, wie TVK-Trainer Khalid Khan das Training beim verlustpunktlosen Tabellenführer der Regionalliga West aufbaut, und verschiedene Aufwärm-, Balltechnik- und Spielübungen werden im Januar-Heft der ‚ht’ für das (Fach-) Publikum ausführlich erläutert.
Zu ungewohnter Zeit startet der TV Korschenbroich sportlich ins Neue Jahr. Am Sonntag um 18 Uhr steht beim Soester TV für den Spitzenreiter der Regionalliga West das erste Pflichtspiel 2009 an.
Grippeopfer Marcel Leclaire
32:0 Zähler aus den ersten 16 Spielen waren für den TVK kein Grund, sich in der Weihnachtspause auszuruhen. Als Belohnung für die blütenweiße Punkteweste verlängerte Trainer Khalid Khan, der seine Mannschaft mit einer Wette herausgefordert hatte, zwar den Urlaub um drei Tage. Da er seinen Schützlingen für die freien Tage jedoch individuelle Trainingspläne mitgegeben hatte, verzichteten die meisten jedoch trotzdem auf „echte“ Ferien. „Da alle wissen, was wir erreichen wollen, haben auch alle mitgezogen“, war der TVK-Trainer mit der Fitness seiner Truppe zufrieden.
Was dem 42-Jährigen jedoch Sorgen bereitet: „Ich weiß noch gar nicht, welche Mannschaft in Soest spielen soll“, klagt Khan. Mit Torhüter Marcel Leclaire, den die Grippe niedergestreckt hat, Christian Rommelfanger (Oberschenkel) Marcel Görden (Daumenbruch) werden drei Akteure wohl ausfallen. Und Lukas Esser, der sich beim letzten Korschenbroicher Spiel vor Weihnachten, dem 42:31 zum Rückrunden-Auftakt gegen den Ibbenbürener TV, eine böse Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte, mischt zwar beim Training wieder mit, ist aber noch nicht wieder hundertprozentig belastbar.
Dazu trifft der TVK zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt auf die Gastgeber: Soest gehört zwar als Tabellenzehnter zu den weiterhin abstiegsbedrohten Teams. Mit zuletzt 6:0-Punken in Folgen sind die Westfalen aber zweifellos die ‚Mannschaft der Stunde’ in den unteren Tabellenregionen der Regionalliga. Von alledem will sich der Spitzenreiter („auf uns sind sowieso alle heiß“, so Khan) aber nicht beeindrucken lassen. „Wir müssen nur auf uns gucken“, sagt der Korschenbroicher Coach. „wenn wir es schaffen, an unsere Leistungen von vor Weihnachten anzuknüpfen, halten wir Kurs auf den Wiederaufstieg.“
Nicht wie ursprünglich geplant im Hannen-Stammhaus, sondern in gewohnter Atmosphäre in der Waldsporthalle trafen sich am gestrigen Sonntag, den 11.1.09, die Spieler, Sponsoren und Ehrenmämtler des TV Korschenbroich sowie Vertreter der Presse und Politik.
Tauschte Trikots gegen Lederhosen: die Mannschaft des TVK Foto: M. Reuter
„Die Resonanz auf unsere Einladung war überwältigend. Von daher waren wir gezwungen, kurzfristig die Örtlichkeit zu wechseln“, erklärte Dr. Peter Irmen, Geschäftsführer der TVK Handball GmbH. Der guten Stimmung tat das aber überhaupt keinen Abbruch: Bei bester Laune und leckerem Buffet wurden ungezwungen Gespräche rund um den TVK geführt.
Die Spieler des TVK sahen sich – wie schon beim letzten Heimspiel 2008 gegen Ibbenbüren – in der Rolle des Gastgebers. In „zünftigem“ Outfit, Lederhose und passendes Hemd wurden durch die JEVER Skihalle Neuss zur Verfügung gestellt, überzeugten Breuer & Co. als Kellner. Sie zapften und servierten die Getränke, räumten Teller und Becher ab und halfen beim Auf- und Abbau des Festes.
„Das war unsere Art, ‚Danke’ bei all denjenigen zu sagen, die den Leistungssport beim TVK erst möglich machen“, so Kai Faltin, beim TVK für Marketing und Sponsoren zuständig. So sah es auch Dr. Irmen, der in seiner Rede den großen Zusammenhalt der „TVK-Familie“ lobte und sich bei den anwesenden Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement ausdrücklich bedankte.
Und während auf dem Spielfeld so mancher Sieg des weiblichen TVK-Nachwuchses zu bewundern war, wurde auf den Tribünen das abgelaufene Jahr noch einmal Revue passiert. Das Jahr 2009, da waren sich alle einig, hält für alle Freunde des TVK noch viele positive Nachrichten bereit. Der Neujahrsbrunch des TVK hat eindrucksvoll bewiesen, dass zumindest alle ihr Bestes dazu beitragen wollen.
Stimmen:
Jürgen Moers (Autoteile Post): „Ein wirklich tolles Event, das der TVK auf die Beine gestellt hat. Es hat mir so gut gefallen, dass ich mit meiner Frau zwei Stunden länger als geplant geblieben bin.“
Jürgen Boss (Hallensprecher des TVK): „Es war eine sehr schöne Atmosphäre. Eine wirklich tolle Idee vom TVK, für uns Ehrenamtliche so eine Veranstaltung durchzuführen.“
Marcel Leclaire (Torwart des TVK): „Es gibt so viele Leute, die sich im Umfeld des TVK betätigen. Da ist es für uns Spieler eine Selbstverständlichkeit, etwas zurückzugeben und zu signalisieren, dass wir diese Arbeit wahrnehmen und entsprechend honorieren.“
Ohne drei hat der TV Korschenbroich nach der wohl verdienten Weihnachtspause das Training wieder aufgenommen. Beim Auftakt in der Waldsporthalle musste Trainer Khalid Khan auf Marcel Görden, Lukas Esser und Jörn Ilper verzichten. Wobei Kreisläufer-Routnier Ilper, der unter einer Bindehautentzündung litt, schon Mittwoch beim ‚gemeinsamen Training’ mit Oberligist HSG Düsseldorf II wieder zurückerwartet wird.
Derzeit zur Zwangspause verurteilt: Marcel Görden
Frühestens Ende dieser Woche kann Rückraumspieler Esser wieder mitmischen. Nach seiner Sprunggelenksverletzung, die der 20-jährige TVK-Halblinke sich beim 42:31 gegen den Ibbenbürener TV im letzten Spiel des vergangenen Jahres zugezogen hatte, soll er aber in der kommenden Woche wieder mittrainieren können und auch beim ersten Spiel 2009 beim Soester TV am 18. Januar zur Verfügung stehen.
Vier Wochen länger dauert die Zwangspause für Görden. Die Verletzung des Junioren-Nationalspielers wurde von Teamarzt Dr. Joachim Schieren als Daumenbruch diagnostiziert. „Beim Spiel gegen Ferndorf“ Mitte Februar erwartet Coach Khan seinen Kreisläufer und Linksaußen wieder zurück. „Das ist realistisch“, sagt auch der TVK-‚Doc’. Bitter für Görden: Er musste wegen seiner Blessur auf einen Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft samt eines hochkarätig besetzten Turniers in Frankreich verzichten. Kleiner Trost: „Er bleibt aber weiter eine feste Größe für uns“, versichert DHB-Trainer Martin Heuberger, dass er nach seiner Genesung „selbstverständlich“ weiter mit dem Korschenbroicher plant - gerade auch für die Nachwuchs-Weltmeisterschaften, die vom 6. - 19. August in Ägypten stattfinden.
Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr
Auf die beiden Schrecksekunden sind die Entwarnungen gefolgt: Mit zwei Verletzungen hatte der TV Korschenbroich das locker herausgespielte 42:31 gegen die Ibbenbürener SpVg 08 bezahlt. Doch die Blessuren von Marcel Görden und Lukas Esser scheinen nach näherer Untersuchung nicht so schwerwiegend zu sein wie zunächst befürchtet worden war.
Energischer Einsatz: Lukas Esser gegen Ibbenbüren
Junioren-Nationalspieler Görden hatte sich schon vor der Pause am linken Daumen verletzt, wohl eine Verletzung der Bänder. „Der Daumen ist ganz instabil“, berichtete der Linksaußen und Kreisläufer nach dem Sieg mit Tapeverband an der Hand. Der 20-Jährige hofft aber, dass er nach den knapp zweiwöchigen Weihnachtsferien wieder voll einsatzfähig ist. Eine exakte Diagnose erhält Görden aber ebenso erst in den nächsten Tagen wie Lukas Esser.
Der Rückraumspieler war knapp zehn Minuten vor Spielende nach einer rüden Attacke seines Gegenspielers unglücklich gelandet, mit dem linken Knöchel umgeknickt und hatte sich das Sprunggelenk verletzt. „Es ist wohl was mit den Außenbändern, scheint aber nicht so schlimm zu sein“, sagte das Korschenbroicher Eigengewächs. Auch er rechnet damit, zum Wiederbeginn des Trainings am 6. Januar wieder fit zu sein, und gewann seiner misslichen Situation noch etwas Gutes ab: „Wenigstens muss keinen Skiurlaub absagen, da ich über Weihnachten eh nur ein paar ruhige Tage zu Hause verbringen wollte.“
Auch am letzten (Handball-Spiel-) Tag des Jahres hat der TV Korschenbroich seine weiße Weste gewahrt. Mit dem 42:31 (22:12) gegen die Ibbenbürener SpVg 08 hat der Spitzenreiter der Regionalliga West auch sein 16. Saisonspiel gewonnen. "Der TVK hat gezeigt, dass er zu Recht da oben steht", sagte Gäste-Trainer Holger Kimphove nach der Handball-Gala des TVK.
Mit zehn Treffern erfolgreichster Werfer gegen Ibbenbüren: Christian Rommelfanger
Vor allem in der ersten Halbzeit boten die Hausherren den mehr als 600 Zuschauern in der Waldsporthalle eine exzellente Vorstellung. Nur bis zum 3:3 in der 5. Minute konnten die Gäste mithalten. Über 7:3 (8.) und 12:5 (13.) zogen die Korschenbroicher, gestützt auf eine sehr bewegliche Deckung vor dem erneut starken Marcel Leclaire im Tor, schon bis zur 26. Minute auf 18:10 davon. Alleine zweimal führten die Gastgeber den 'Doppel-Kempa', auch bekannt als der 'dreifache Breuer' vor: Simons Anspiel wurde per Kempa von Markus zu David weitergeleitet, der vollendete. "Danach haben wir unseren Leuten aus der zweiten Reihe mehr Einsatzzeiten gegeben", erklärte Coach Khan, warum nachher der Vorsprung nur noch ein wenig ausgebaut wurde.
Erfolgreichster Korschenbroicher war diesmal Christian Rommelfanger, der insgesamt zehn Mal traf. Wobei sein neuntes Tor als 40. TVK-Treffer des Abends besonders bejubelt wurde. Erfreulich auch, dass sich - fast - alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Einzige Ausnahme: Dennis Mosemann. Allerdings war der Linkshänder auch erst am Montag von einem mehrmonatigen Studienaufenthalt aus Thailand zurückgekommen. "Jetzt können wir unseren Weihnachtsurlaub genießen", sagte Khan, der sich zudem bei den "tollen Fans" bedankte. "Wir sind nicht nur derzeit die beste Mannschaft der Regionalliga, sondern wir haben auch die besten Fans."
Eine Woche nach dem Ende der Hinrunde startet der TV Korschenbroich gegen die Ibbenbürener SpVg 08 bereits in die Rückrunde der Regionalliga West. „Wir wollen noch einmal ein gutes Spiel liefern und das Erfolgserlebnis in die Weihnachtsferien und ins Neue Jahr mitnehmen“, setzt Khalid Khan, der Trainer des verlustpunktlosen Spitzenreiters vor der Begegnung in der Waldsporthalle (Samstag, 18.30 Uhr) die Ziele eindeutig fest. Ins Neue Jahr heißt: Der 16. Sieg im 16. Spiel würde ausstrahlen bis zum Trainingsauftakt am 6. Januar. Bekanntlich hat sich die Mannschaft mit ihrem Durchmarsch durch die erste Saisonhälfte drei zusätzliche Urlaubstage als Belohnung von ihrem Coach erarbeitet.
Fleißig beim Training: Die Schützlinge von Trainer Khalid Khan
Die Voraussetzungen sehen nicht schlecht aus: Bis auf David Breuer, der sich in dieser Woche erneut mit einer Grippe herumschlug, hat Khan seinen kompletten Kader zur Verfügung. Zudem dominierte Korschenbroich bereits beim 45:34 zum Saisonauftakt in Ibbenbüren den Gegner deutlich. „Das Ergebnis müssen wir aus dem Kopf bekommen, wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren und zugucken, dass wir noch einmal die nötige Spannung aufbauen“, sagt Coach Khan.
Der 42-Jährige verweist warnend darauf, dass die TVK-Abwehr beim ersten Aufeinandertreffen besonders mit der linken Angriffsseite der Westfalen arge Probleme hatte, hofft allerdings, dass sein „Abwehr an die starken Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen“ kann. Die Gäste können sich ihrerseits in der Waldsporthalle bequem in der Außenseiterrolle einrichten. „Die haben doch nichts zu verlieren“, weiß Khan, und: „Natürlich sind die genauso heiß auf uns wie jede Mannschaft in der Liga.“
Besonderen Besuch beim Training hatte der TV Korschenbroich: Frauke Korfsmeier, Redakteurin der Zeitschrift ‚handball training’, sammelte Material für die nächste Ausgabe des Fach-Periodikums, das monatlich im Philippka-Verlag in Münster erscheint.
Frauke Korfsmeier hat 'Überflieger' David Breuer ins Visier genommen
In einer großen Foto-Reportage, geplant sind sieben bis neun Seiten, wird beschrieben, wie TVK-Trainer Khalid Khan das Training beim verlustpunktlosen Tabellenführer der Regionalliga West aufbaut, und verschiedene Aufwärm-, Balltechnik- und Spielübungen werden für das (Fach-) Publikum ausführlich erläutert.
Die TVK GmbH und Fabian Bednarzik haben sich im gegenseitigen Einvernehmen auf die Auflösung des Spielervertrags geeinigt. Der 24-Jährige wird mit sofortiger Wirkung zum Verbandsliga-Spitzenreiter DJK Adler Königshof wechseln, der vom früheren Korschenbroicher Trainer Olaf Mast trainiert wird.
"Ich habe fünf schöne Jahre beim TVK verbracht und werde sicher, wenn es mir meine Zeit erlaubt, noch öfter zu einem Besuch in der Waldsporthalle vorbeikommen", sagte Bednarzik, der 2004 vom TV Krefeld-Oppum nach Korschenbroich gekommen war, und mit dem TVK den Zweitliga.Aufstieg im Sommer 2007 gefeiert hatte.
"Wir danken Fabian Bednarzik für seinen Einsatz in seiner Zeit hier und wünschen ihm für seine weitere Karriere und seinen weiteren Lebensweg alles Gute", verabschiedete TVK-Geschäftsführer Peter Irmen den Rückraumspieler.
Herbstmeister! TVK hat nach Kantersieg gegen Hagen 30:0-Punkte
Stehende Ovationen für die Schützlinge von Trainer Khalid Khan: Mit dem grandios herausgespielten 34:25 (16:12) gegen den VfL Eintracht Hagen feierte der TV Korschenbroich im 15. und letzten Hinrundenspiel der Regionalliga West den 15. Sieg. 600 Zuschauer in der Waldsporthalle feierten die Herbstmeisterschaft - und die tolle Vorstellung des TVK. <!--[if !vml]--><!--[endif]--> "Das hat selbst mich überrascht, so kannte ich meine Mannschaft auch nicht", strahlte Erfolgscoach Khan nach der tollen Vorstellung seines Teams.Er hatte seine Schützlinge vor dem Duell des besten Angriffs der Liga (TVK) gegen die beste Deckung (Hagen) besonders damit motiviert, dass man doch zeigen wolle, wer die beste Deckung habe . . .Die Frage war schon nach nicht einmal der Hälfte der 60 Minuten beantwortet, als der TVK nach 26 Minuten Handball-Gala aus einer sattelfesten Defensive mit überfallartigen Angriffen, die konsequent abgeschlossen wurden, mit 16:8 führte. Eine schöpferische Pause von Spielmacher Simon Breuer und Co. nutzte der Tabellendritte Hagen, um bis zur 33. Minute auf 13:16 heranzukommen. Doch damit hatte die Eintracht ihr Pulver auch schon verschossen. Fast spielerisch leicht baute Korschenbroich seine Führung wieder aus. Gestützt auf eine bärenstarke 6:0-Abwehr ("wir wollen mal zeigen, dass wir damit bestehen können", Khan), hinter der Marcel Leclaire ganz nebenbei demonstrierte, wer derzeit der beste Torhüter der Liga ist, zog der TVK wieder sein Tempospiel auf. Simon Breuer und Dennis Marquardt trafen aus dem Rückraum beinahe nach Belieben, Mathias Deppisch, Marcel Görden und Markus Breuer nahmen die hilflose Hagener Deckung mit Tempo auseinander. Da fiel kaum auf, dass sich Torjäger David Breuer, der grippegeschwächt ins Spiel gegangen war, sichtlich zurückhielt und daher 'nur' als Ballverteiler glänzte. Selbst in der Endphase, als Zweittorwart Roland Mainka, Lukas Esser, Christian Rommelfanger (der vorher schon seinen Teil zur guten Deckung geleistet hatte) und Christopher Bath ihre verdienten Spielanteile erhielten, wurde Hagen klar beherrscht. "Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft", gratulierte Hagens Trainer Norbert Gregorz nachher sportlich-fair. "Der TVK hat heute eindrucksvoll gezeigt, warum er ganz oben steht. Ihr wart heute klar besser als wir." Keeper Leclaire, der aus der starken Mannschaft noch herausragte, blieb bescheiden: "Ich kann nur so gut sein, weil die Deckung so hervorragend arbeitet." Und: "Wir haben als Mannschaft gezeigt, warum wir nach oben gehören, und was wir erreichen wollen."
Mit einem weiteren Spitzenspiel endet für den TV Korschenbroich am Freitag (20 Uhr) die Hinrunde der Regionalliga West. Zum Abschluss der ersten Serie erwartet der noch verlustpunktlose Spitzenreiter den VfL Eintracht Hagen.
TVK-Trainer Khalid Khan freut sich auf das Spiel am Freitag
„Das ist gut für die Konzentration der Mannschaft, wir wissen, das wir uns keinerlei Nachlässigkeit erlauben können“, sieht TVK-Trainer Khalid Khan es als Vorteil, dass sich mit dem VfL der Tabellendritte in der Waldsporthalle vorstellt.
Die Eintracht stellt, wie es der Vereinsname schon impliziert, „ein extrem geschlossenes Team“, wie Khan analysiert hat. Trainer Norbert Gregorz, ehemaliger Zweitliga-Kreisläufer in Bielefeld und Solingen und Wuppertal, verfügt über eine gute Mischung. Erfahrene Akteure wie Marc Oberste, der wurfgewaltige Linkshänder Patrick Lütgenau und Mittelmann Alexandros Katsigiannis, dessen jüngerer Bruder Niko es als Torwart der HSG Nordhorn sogar in den Nationalmannschaftskader von Bundestrainer Heiner Brand schaffte, ergänzen sich perfekt mit den 24-jährigen Außen Marius Kraus und Jan Wilhelm und den gerade 19 Jahre jungen Youngstern Michael Wulf und Niclas Pieczkowski.
Auswärts haben die Hagener, die mit nur 363 Gegentreffern über die deutlich beste Deckung der Liga verfügen, in dieser Saison lediglich in Niederwermelskirchen und in Minden verloren. „Die Mannschaft ist taktisch hervorragend geschult“, lobt Khan, der damit rechnet, dass sein Kollege Gregorz („der liefert tolle Arbeit ab “) “sich gegen uns etwas Besonderes einfallen lassen wird“. Doch auch Khan hat nach intensivem Videostudium seine Schützlinge gut vorbereitet. Verraten will er nur so viel: „Wir müssen das Tempo hoch halten, die Hagener so zu Fehlern zwingen.“
Coach Khan setzt darauf, dass auch die TVK-Abwehr zuletzt ihre Klasse zeigte. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit in Minden gesehen, wie stark wir selbst in der Deckung stehen. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.“ Zudem soll der Funke von seiner Mannschaft zum Publikum überspringen. „Ich erwarte eine volle Halle, da auch Hagen immer viele Fans mitbringt. Ich hoffe, dass wir unsere Zuschauer begeistern können und die uns mit ihrer Unterstützung weiter nach vorne bringen.“ Damit es etwas wird, mit dem von Khan erhofften makellosen Abschluss der Hinrunde: „Das soll unser verspätetes Nikolaus-Geschenk an unsere Fans werden.“
Seit 2006 hütet Marcel Leclaire das Tor des TVK. Auch in dieser Saison gehört der 29-jährige zu den Stützen der Mannschaft. Dem Spitzenspiel der Regionalliga West fiebert er ebenso entgegen wie der Rest der Mannschaft. Am Freitag, dem 12.12.2008 (20 Uhr Waldsporthalle) erwartet der TVK den Tabellen-Dritten Eintracht Hagen. Wir unterhielten uns mit Marcel über dieses Spiel, den bisherigen Saisonverlauf und seine Karriere.
Spielt eine ausgezeichnete Saison: TVK-Schlussmann Marcel Leclaire
Marcel, am Freitag steht das letzte Spiel der Hinrunde auf dem Programm. Worum geht es für den TVK? „Ganz klar, wir wollen unsere weiße Weste bewahren. Uns winken zwei zusätzliche Urlaubstage über Weihnachten, wenn wir gewinnen. Aber das ist eigentlich sekundär. Unsere Mannschaft will aus eigenen Stücken das i-Tüpfelchen auf die bisherige Saison setzen.“
Mit Hagen kommt da aber alles andere als ein leichter Gegner. „Das ist richtig. Hagen steht sicher zurecht da oben und liebäugelt ja auch schon seit Jahren mit dem Aufstieg. Aber ich bin sicher, dass, wenn wir unsere Potential abrufen, der Sieger nur TV Korschenbroich heißen kann.“
Dann stünden 30:0 Punkte auf dem Konto. Was ist das Erfolgsgeheimnis des TVK? „Wir haben eine äußerst ausgeglichene Mannschaft und sind taktisch sehr variabel. In dieser Saison haben die Mannschaften schon die unterschiedlichsten Dinge gegen uns probiert – bislang hatten wir immer eine Antwort und konnten unser Tempospiel durchsetzen...“
...was sich ja nicht zuletzt in fast 40 pro Spiel erzielten Treffern ausdrückt. Ist der TVK eine reine Angriffsmannschaft? „Das denke ich nicht. Die Anzahl der Angriffe ist bei unserer Spielweise grundsätzlich höher. In der Abwehr haben wir uns im Vergleich zur letzten Saison, in der wir unglücklich aus der 2. Liga abgestiegen sind, deutlich gesteigert. Auch hier beherrschen wir mehrere funktionierende Varianten. Letzte Woche haben wir gegen eine der angriffsstärksten Mannschaften der Liga, Minden II, gerade einmal 23 Tore kassiert.“
Mit Bayer Dormagen ist es Dir 2002 gelungen, in der Regionalliga ohne Punktverlust zu bleiben. Ist das mit dem TVK auch möglich? „Darum geht es nicht. Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln und –natürlich – zurück in die 2. Liga. Ansonsten verbietet sich eigentlich ein Vergleich. In Dormagen hatten wir damals mehrere erstligaerfahrene Spieler in unsere Reihen und waren ja zwangsweise in die 3. Liga versetzt worden. In Korschenbroich haben wir eine Mannschaft, die noch nicht am Zenit angelangt ist. Außerdem herrschte beim TVK trotz des Abstiegs eine Aufbruchstimmung, die rund um den Verein immer noch anhält.“
Ein Stück des eigenen Glücks zurückgeben, lautet das Motto der Aktion “Weihnachtswunschbaum“. Sozial benachteiligten Kindern soll mit dieser Aktion, an der sich am gesamten Niederrhein Privatleute, Firmen und Vereine beteiligen, ein schönes Christfest bereitet werden. Für diesen guten Zweck ist der TV Korschenbroich – natürlich – dabei.
Fünf Wunschzettel haben Peter Irmen, Geschäftsführer der TVK-Handball Gmbh, und Kai Faltin, der Marketing-Manager des ungeschlagenen Spitzenreiters der Handball Regionalliga West, vom Wunschbaum genommen, der noch bis zum 18. Dezember im Foyer der Stadtverwaltung an der Sebastianusstraße steht.
Kai Faltin, Peter Irmen und der Weihnachtswunschbaum
Vor dem letzten Heimspiel des Jahres, am 20. Dezember gegen die Ibbenbürener SpVg, werden in der Waldsporthalle dann an Vertreter des „Weihnachtswunschbaums“ die Geschenke übergeben, mit denen fünf Kindern ihre Weihnachtswünsche erfüllt werden können.
„Das ist unsere Art, unsere Verbundenheit zur Gemeinde und zur Region zu zeigen“, erklärt Peter Irmen. „Wir denken gerade zu dieser Zeit auch an die, denen es schlechter geht“, sagt Faltin, „so können wir ein kleines bisschen der Unterstützung, die wir von unseren Freunden und Fans bekommen, weitergeben.“ Getreu dem Motto des TVK: Hand.Ball.Herz.
TVK baut seine Serie aus - 28:0-Zähler nach Sieg in Minden
Auch am vorletzten Spieltag der Hinrunde - und im drittletzten Spiel des Jahres - hat der TV Korschenbroich seine weiße Weste gewahrt. Mit 35:23 (17:10) nahm der Spitzenreiter der Regionalliga West die schwere Auswärtshürde bei der Zweiten Mannschaft von Bundesligist TSV GWD Minden am Ende sehr souverän. Trainer Khalid Khan freute sich über eine "super disziplinierte Vorstellung" seiner Schützlinge.
Dabei rannten die Gäste in Ostwestfalen zunächst ständig einem knappen Rückstand hinterher. Erst nach dem 6:7 übernahm der TVK das Kommando. Bis zum 9:10 hielten die Mindener mit, dann zog die Khan-Truppe bis auf 16:9 davon. Garanten der Pausen-Führung war die "leidenschaftlich kämpfende Deckung" (Originalton Khan) sowie die starke Partie von Torhüter Marcel Leclaire.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren noch einmal auf 16:18 heran - der Favorit wankte, fiel aber nicht. Korschenbroich fand seine spielerische Linie wieder und spielte zudem in der Schluss-Viertelstunde, als fast schon locker-leicht die Führung immer weiter ausgebaut wurde, seine konditionellen Vorteile aus. Höhepunkt des TVK-Zaubers, der von immerhin 15 mitgereisten Fans bejubelt wurde, war ein doppelter Kempa-Trick. Spielmacher Simon Breuer bediente Linksaußen Markus Breuer, der den Ball im Sprung weiterleitete an David Breuer, der vollendete. Erfreulich auch das Comeback von Mathias Deppisch: Der Rechtsaußen meldete sich nach zweiwöchiger Verletzungspause mit sechs blitzsauberen Treffern und einigen guten Anspielen zurück.
Die Statistik:
TSV GWD Minden II - TV Korschenbroich 23:35 (10:17)
TVK: Leclaire, Mainka; Deppisch (6), Bath (3/1), Görden (5), D. Breuer (4), S. Breuer (5), M. Breuer, Marquardt (2), Ilper (7/4), Rommelfanger (3).
Stimmen zum Spiel:
Trainer Khalid Khan:
"Das war eine super disziplinierte Vorstellung meiner Mannschaft. Besonders beeindruckend war die Leidenschaft, mit der in der Deckung gekämpft wurde. Das war auch die Grundlage zum Sieg. Ich freue mich schon auf unser letztes Hinrundenspiel gegen Hagen. Das wird wieder ein Topspiel, die Mannschaft hat sich das wirklich verdient."
Gerd Bennewirtz vom Hauptsponsor SJB FondsSkyline:
"Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie zu Recht da oben steht in der Tabelle. Nach dieser tollen Vorstellung hat das Team sich eine volle Halle gegen Hagen und die Unterstützung ihrer Fans verdient."
Um doppelten Einsatz geht es für die Spieler des TV Korschenbroich am Sonntag. Zum einen geht es beim Gastspiel des Regionalliga-Spitzenreiters bei der Zweiten Mannschaft des TSV GWD Minden (17.30 Uhr, Sporthalle Dankersen) natürlich darum, mit einem weiteren Sieg, dem 14. im 14. Spiel, einen weiteren Schritt Richtung Wiederaufstieg in die Zweite Liga zu machen. Zum anderen geht es für die Mannschaft um drei Tage Weihnachtsurlaub.
So will der TVK auch am Sonntag in Minden jubeln
Nach dem gelungenen Saisonstart mit (damals erst) 12:0-Punkten hatte TVK-Trainer Khalid Khan seinen Schützlingen nämlich eine Wette angeboten. Er glaube nicht, dass sein Team das Jahr ohne Niederlage beenden könne, hatte der Motivationskünstler behauptet. Der Einsatz: Die erwähnten drei zusätzlichen Urlaubstage - statt am 3. Januar müssten Torjäger David Breuer und Co. erst am 6. Tag des neuen Jahres erstmals wieder zum Training antreten. „Einige der Jungs haben bestimmt schon gebucht“, flachst Khan, der natürlich nicht böse wäre, wenn er die Wette verlieren würde.
Allerdings wartet mit der Reserve-, oder besser: Nachwuchs-Mannschaft des Bundesligisten ein dicker Brocken auf die Korschenbroicher. „Das ist definitiv das schwierigste Spiel in unserem Restprogramm dieses Jahres“, warnt Khan. „Auch wenn es vom Tabellenstand her nicht so wirkt, ist es ein absolutes Spitzenspiel.“ Vor allem von der individuellen Klasse der Mindener ist Khan begeistert: „Die sind perfekt ausgebildet, da sieht man, dass immerhin vier Jugend- und Junioren-Nationalspieler zur Mannschaft gehören.“ Als Empfehlung brachten die GWD-Youngster zudem ein 31:31-Remis von ihrem Gastspiel beim Tabellenzweiten aus Niederwermelskirchen mit: „Da konnte man sehen, zu was die fähig sind“, sagt Khan. Mit Abwehrchef und Kreisläufer Georg Auerswald hat sich jedoch „der wichtigste Spieler“, so Ex-Bundestrainer und GWD-Manager ‚Hotti’ Bredemeier, vorige Woche im Training einen Mittelfußbruch zugezogen. „Ohne ihn sind wir wohl chancenlos“, malt Bredemeier schwarz.
Zudem setzt der TVK trotz allen Lobes für den Gastgeber auf seine eigene Stärke: 60 Minuten gnadenloses Tempospiel aus kompakter Abwehr heraus. Personell kann Khan (fast) wieder aus dem Vollen schöpfen: Jörn Ilper ist wieder fit und auch Mathias Deppisch hat in dieser Woche wieder mit dem Training begonnen und hofft auf sein Comeback nach zwei Wochen Zwangspause wegen seiner Rückenprobleme.
Der Spieler Fabian Bednarzik wird aufgrund interner Differenzen bis auf weiteres nicht mehr mit der Regionalliga-Mannschaft des TVK trainieren und spielen. Ab sofort wird er sich im Trainings- und Spielbetrieb der 2. Mannschaft beweisen. Auf diese Regelung hat sich die Vereinsführung im Beisein des Spielers sowie des Trainers Khalid Khan auf einer internen Sitzung am Abend einvernehmlich verständigt.
Der TV Korschenbroich, der Tabellenführer der Regionalliga West, setzt auch im Internet neue Maßstäbe:
Zum Internet-Auftritt der TVK-Handball GmbH gelangen Sie ab sofort nicht mehr ausschließlich über die Homepage des Hauptvereins (www.tv-korschenbroich.de); sie können zukünftig auch direkt auf sämtlichen Informationen der 1. Mannschaft zugreifen.
Viele neue Features stehen zur Verfügung, wie die Mediathek, die unter der Rubrik „Hören und Sehen“ Beiträge über den TVK in Bild und Ton bereithält. Zusammenfassungen der Heimspiele gegen Dormagen II, Rheinhausen, Niederwermelksirchen und Bayer Uerdingen sind bereits online. Auch Radiobeiträge von "News 89.4" können über das Web gehört werden.
Zudem kann unter "News" die aktuelle Torschützenliste des TVKs und der Liga eingesehen werden. Darüber hinaus steht Ihnen das TVK-Magazin „Heimspiel“ ebenso wie die "Imagebroschüre" als Download zur Verfügung.
Das Reinklicken lohnt sich!
Ein herzliches Dankeschön gilt Markus Käufer von der Fa. „Mount Vision“.
TVK schlägt Uerdingen nach durchwachsener Leistung
Der TV Korschenbroich bleibt weiterhin ungeschlagen und das Maß aller Dinge in der Regionalliga West: Nach einer durchwachsenen Leistung voller Unwägbarkeiten wurde Bayer Uerdingen am Ende noch deutlich mit 33:26 (17:16) geschlagen. In den entscheidenden Situationen zeigten die TVK-Akteure ihre individuelle Klasse, ohne vollends überzeugen zu können.
Dabei ging es zunächst bestens los für die Gastgeber, bei denen Trainer Khalid Kahn wegen einer Sperre erneut durch Carsten Hirschfelder ersetzt wurde: David Breuer erzielte nach nicht einmal einer Minuten Spielzeit den ersten Treffer der Partie. Der Kapitän und treffsichere Linkshänder sah sich erneut einer Positionsverteidigung gegenüber und sollte später bei einer der Schlüsselszenen des Spiels beteiligt sein.
Der TVK agierte in der gleichen taktischen Ausrichtung wie in Gladbeck – und zunächst mit ähnlichem Erfolg. In der 9. Minute stand es bereits 6:2. Dann aber kippte die Begegnung, was durchaus in direktem Zusammenhang mit der Einwechslung des Uerdinger Spielertrainers Jörg Förderer zusammen stand.
Beim 7:5 gerieten die Korschenbroicher in numerische Unterzahl (2-Minuten Strafe gegen Dennis Marquardt) und zeigten sich im Angriff zusehends weniger durchschlagkräftig. Uerdingens Schlussmann Sebastian Bartmann parierte nacheinander Würfe von David Breuer, Christopher Bath sowie der Rückraumspieler Marquardt und Christian Rommelfanger.
Erst nach über fünf Minuten erlöste Linksaußen Markus Breuer mit seinem Treffer zum 8:6 (17.) die Fans, die wieder einmal für eine tolle Stimmung in der Waldsporthalle sorgten. Das 10:7 für den TVK bedeutete den vierten Treffer für David Breuer – es sollte sein letzter an diesem Abend bleiben.
In der 22. Minute sah Breuer die Rote Karte. Was war passiert? Zunächst drückte Förderer den körperlich klar unterlegenen Breuer nach einem Zweikampf an die Wand und umklammerte ihn von hinten. Förderer ließ auch dann noch nicht von Breuer ab, als sich dieser längst neben dem Spielfeld befand. „Dave“ löste sich aus der ungewollten Umklammerung und soll dabei, wie die Schiedsrichter später in den Spielbericht eintrugen, „aus dem Affekt mit dem Kopf nach hinten gestoßen und seinen Gegenspieler getroffen haben.“
Fortan musste der TVK mit nur noch einem Linkshänder auskommen, was den Spielfluss weiter hemmte. Ein vergebener Siebenmeter von Simon Breuer und eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr, die Uerdingens Torjäger Thomas Pannen kurz vor dem Seitenwechsel einen Wurf gestattete, führten zur knappen TVK-Führung nach 30 Minuten.
Auch in Halbzeit zwei blieb Uerdingen lange auf Tuchfühlung. Vier Tore in Folge bescherten dem TVK erstmals wieder eine halbwegs beruhigende Führung (22:18). Dennis Marquardt mit einem Doppelpack innerhalb einer Minute (51.) sorgte schließlich für das 28:23 und eine kleine Vorentscheidung. Im Tor trug Marcel Leclaire, zu Spielbeginn nur auf der Bank, mit einigen wichtigen Paraden sein Scherflein bei.
Keine Zweifel am 13. Sieg in Folge gab es in den Schlussminuten, in denen Christopher Bath als fünfter (!) TVK-Siebenmeter-Schütze des Spiels das Ergebnis in die Höhe schraubte.
Der TV Korschenbroich verwöhnte seine Zuschauer ganz sicher nicht mit der hohen Handballkunst, doch überwiegt im TVK-Lager die Freude über die weiterhin blütenreine Weste. Einig waren sich die Aktiven übrigens ebenso wie die überwiegende Mehrheit der neutralen Beobachter: Die Zeitstrafenflut spiegelte keineswegs den eigentlichen fairen Charakter des Spiels wider.
Carsten Hirschfelder (Interimstrainer TV Korschenbroich):
Es war heute ein hartes Stück Arbeit. Uerdingen war, wie Khalid Khan im Training mehrfach angesprochen hat, der erwartet schwere Gegner. Im Moment sieht es so aus, als sei die Mannschaft auswärts etwas besser als zuhause. Unser Gast hat mit Thomas Pannen und Jörg Förderer zwei sehr gute Rückraumspieler in seinen Reihen. Wir hatten einige Probleme zu Anfang mit Abprallern. Schade, dass so viel Hektik ins Spiel gekommen ist. Es war ein schönes Erlebnis, die 1. Mannschaft betreuen zu können, aber jetzt freue ich mich, mich wieder voll auf die Zweite konzentrieren zu können.
Jörg Förderer (Spielertrainer Bayer Uerdingen):
Ich bin zufrieden mit dem Spiel. Wenn wir immer diese Leistung abrufen können, ist mir nicht bange vor der Zukunft. Mitte der 2. Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht, vorher war das Spiel offen. Die Schiedsrichterleistung war auf beiden Seiten nicht optimal, allerdings hat der TVK sich davon weniger aus der Ruhe bringen lassen und war einen Tick cleverer. Ohne David Breuer war es für uns leichter, gegen den TVK zu verteidigen.
Marcel Leclaire (Torwart TV Korschenbroich):
Es war ein typischer Arbeitssieg von uns. Wir können sich mehr, als wir heute gezeigt haben. Gerade unser Tempospiel haben wir nicht wie gewohnt durchziehen können. Aber trotz des Ausfalls von Mathias Deppisch und der frühen Roten Karte gegen „Dave“ haben wir uns nicht aus dem Konzept bringen lassen. 13 Siege in Folge sind schon eine Hausmarke.
Gerd Bennewirtz vom Hauptsponsor SJB FondsSkyline:
Heute fehlten Leistungsträger und der Trainer. Der TVK siegte trotzdem. Der Kader hat diesmal als Mannschaft in einem schwächeren Spiel überzeugt. Wer solche Spiele gewinnt, hat das Zeug zum Aufsteiger.
„Ein Spiel wie jedes andere auch“ steht am Samstag für den TV Korschenbroich an. Das behauptet jedenfalls Trainer Khalid Khan. Dabei verleiht schon alleine die Tatsache, dass der TVK-Coach beim Lokalderby gegen den SC Bayer 05 Uerdingen in der Waldsporthalle (Anwurf: 18.30 Uhr) den zweiten Teil seiner Sperre ‚abbrummen‘ muss, dem Lokalderby einen besonderen Reiz. Wie in der vergangenen Woche beim 41:26 beim VfL Gladbeck muss Khan, der beim 39:35 gegen den TuS Spenge kurz vor Schluss die Rote Karte gesehen hatte, auf der Tribüne Platz nehmen.
Jörn Ilpers Einsatz gegen Uerdingen ist fraglich
Für Khan ist – ebenfalls wie in Gladbeck - Carsten Hirschfelder Chef auf der Bank des Regionalliga-Spitzenreiters, nachdem er vorher schon als Trainer der Landesliga-Mannschaft bei deren Spiel gegen den HSV Rheydt im Einsatz ist. Beim Abschlusstraining der Khan-Truppe ist Hirschfelder als ‚Breobachter‘ dabei: „Das reicht, er ist erfahren genug, um nach einigen Absprachen das Spiel zu managen“, weiß Khan. Ein Spiel wie jedes andere auch ist das Nachbarschafts-Duell gegen den derzeitigen Tabellen-Neunten vor allem, da sich der TVK der eigenen Stärke bewusst ist. „Ich sehe nach den letzten Leistungen keinerlei Grund etwas zu ändern. Der Gegner muss sich uns richten, nicht umgekehrt“, betont Khan, dass seine Schützlinge gegen Uerdingen angesichts ihrer bislang makellosen Baisonbilanz von 24:0-Zählern mit breiter Brust auflaufen können. „Wir müssen uns sicher noch verbessern, aber nichts verändern“, betont der 42-Jährige.
Allerdings warnt Khan seine Spieler davor, das Team um Bayer-Torjäger Thomas Pannen zu unterschätzen. „Wir haben großen Respekt, schließlich hat Uerdingen gegen Dormagen mit 16 Toren gewonnen oder in Minden gesiegt. An einem guten Tag können die für jedes Team der Liga gefährlich sein.“ Zudem wird der TVK von Personalproblemen geplagt. Rechtsaußen Mathias Deppisch muss wegen seiner Rückenprobleme erneut zusehen, wurde allerdings in Gladbeck von Christopher Bath „ganz ausgezeichnet“, wie Khan lobt, vertreten. Ein Fragezeichen steht auch noch über dem Einsatz von Jörn Ilper: Der Kreisläufer-Routinier plagt sich – ebenfalls schon seit Wochen - mit Kniebeschwerden herum.
Der TVK forciert weiter seine Öffentlichkeitsarbeit: Nur einen Sprungwurf entfernt vom Borussia-Park der Fußballer schwebt überdimensional Marcel Görden.
Der Junioren-Nationalspieler in Diensten des TVK ist Titelfigur eines sog. „Achtzehn-Eintel“-Plakats, auf dem die kommenden Heimspiele des TVK beworben werden. Auch das TVK-Motto „Hand.Ball.Herz“ soll in der Öffentlichkeit weiter an Bekanntheit gewinnen.
„Marcel Görden musste bei dem Fototermin einiges an Ausdauer mitbringen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freut sich der Marketingbeauftragte des TVK Kai Faltin.
Ein herzliches Dankeschön an die Agentur „betty&betty“ sowie Edgar und Daniel Janzen von der Fa. „theartcompany“!
"Hand.Ball.Herz." an der Aachener Str. am Borussenpark in Mönchengladbach
Der TV Korschenbroich hat das Dutzend voll gemacht. Mit dem 41:26 (23:15) beim VfL Gladbeck hat die Mannschaft unter der Regie von Interimstrainer Carsten Hirschfelder im 12. Spiel ihren 12. Sieg gefeiert und ihren Platz an der Spitze der Regionalliga West mit vier Zählern Vorsprung vor dem TuS Niederwermelskirchen behauptet. Fast eine Hundertschaft TVK-Fans, die ihrer Mannschaft unter den nicht einmal 300 Zuschauern beinahe ein ‚Heimspiel‘ verschafften, feierten mit ihren Lieblingen. Trainer Khalid Khan, der die Partie von der ersten Tribünenreihe aus beobachtete, freute sich, dass sein Team „die richtige Antwort“ auf die zwei Spiele Sperre gegen ihn parat hatte.
"Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej, hej"
Nur eine Viertelstunde lang durften die VfL-Fans und das Team von Gladbecks Trainer und Ex-Bundesliga-Spieler Thomas Molsner (TUSEM Essen) von einer Überraschung träumen. Nach dem 6:6 zogen die Gäste, bei denen die Abwehr vor dem sicheren Torhüter Marcel Leclaire zusehendes besser stand, unwiderstehlich davon. Da fiel es nicht einmal ins Gewicht, dass Korschenbroich auf Rechtsaußen Mathias Deppisch verzichten musste, der wegen der Nachwirkungen einer Infektion und akuter Rückenbeschwerden gar nicht erst mitgefahren war. Christopher Bath vertrat Deppisch auf dem rechten Flügel und wurde von Spielmacher Simon Breuer und David Breuer immer wieder gut ins Spiel gebracht.
Auch Jörn Ilper, der wegen Schmerzen im linken Knie über weite Strecken nur in der Deckung zum Einsatz kam, konnte dank der Überlegenheit des Spitzenreiters ein wenig geschont werden. Marcel Görden bot eine gute Partie am Kreis – auch wenn er nach einem Tempogegenstoß ein ‚Privatduell‘ gegen seinen Freund und Ex-Mitspieler Tobias Kokott im VfL-Tor verlor. „Aber insgesamt waren wir gegen das Tempospiel einfach chancenlos“, gestand der frühere Korschenbroicher Kokott ein. Die Gastgeber standen auch nach der Pause zeitweise fast wehrlos dem Angriffswirbel des TVK gegenüber – spätestens beim 18:31 (43. Minute) bestand kein Zweifel mehr am Gästesieg.
Dass die Niederlage für Gladbeck nicht noch böser ausfiel, lag am bis zum Schluss ungebrochenen Kampfgeist der Hausherren und der starken Vorstellung ihres erst 18-jährigen Halblinken Christopher Klasmann. Zudem ließ der TVK im Gefühl des sicheren Erfolges in puncto Chancenverwertung und Konsequenz in der Abwehrarbeit ein wenig nach, und ‚Aushilfscoach‘ Hirschfelder gab allen seinen Akteuren Spielzeit. Wofür die sich auf ihre Art bedankten: Alle Feldspieler trugen mindestens einen Treffer zum Sieg bei. Erfolgreichster Werfer war einmal mehr David Breuer: Der Linkshänder erzielte Mitte zweiter Halbzeit per Siebenmeter im übrigen bereits sein 100.Saisontor.
Trainer Khalid Khan: „Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben auf die lächerliche Sperre für mich. Ich bin zufrieden, dass wir nicht nur gewonnen, sondern das Spiel bestimmt haben. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Meine Vertreter Carsten Hirschfelder hat seine Aufgabe so souverän erledigt, wie ich es von ihm erwartet habe.“
Interimstrainer Carsten Hirschfelder (Bild): „Das war eine tolle Vorstellung meiner Mannschaft, da kann ich als erfolgreiche Aushilfe beruhigt nach Hause kommen. Besonders gefallen hat mir, dass alle an dem locker herausgespielten Sieg beteiligt waren.“
Gladbecks Trainer Thomas Molsner: „Ich bin nicht allzu sehr enttäuscht, das Spiel lief nach unserer guten Anfangsphase doch so, wie ich es schon vorher befürchtet hatte. Gegen das Tempo und die individuellen Fähigkeiten von Korschenbroich haben wir einfach keine Chance, der TVK gehört nicht zu den Gegnern, an denen wir uns messen müssen und gegen die wir punkten müssen. Ich bin sicher: Wenn nicht irgendetwas Unvorhersehbares passiert, steht der TVK am Ende ganz oben und kehrt in die Zweite Liga zurück. Da gehört die Mannschaft auf jeden Fall hin.“
TVK-Torjäger David Breuer: „Das war eine solide Leistung. Gladbeck hat gut angefangen, aber nach einer Viertelstunde haben wir auch in der Deckung unseren Rhythmus gefunden und dann das Spiel dominiert. In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, noch einmal richtig Gas zu geben – und das hat dann ja auch ganz gut geklappt. In den letzten zehn Minuten waren wir dann ein wenig nachlässig, aber das passiert eben, wenn das Spiel gelaufen ist.“
Unter der Regie von Carsten Hirschfelder muss der TV Korschenbroich am Samstag (19.30 Uhr) beim VfL Gladbeck antreten. Der letztjährige Co-Trainer wird als Verantwortlicher auf der Bank des Regionalliga-Spitzenreiters sitzen, da Coach Khalid Khan nach seiner Roten Karte beim 39:35 gegen den TuS Spenge für zwei Spiele gesperrt ist und der etatmäßige ‚Co‘ ebenfalls nicht zur Verfügung steht. Die spielleitende Stelle des Westdeutschen Handballverbandes brummte dem 42-jährigen Khan die vorgeschriebene Mindestsperre auf, nachdem die Schiedsrichter im Spielbericht vermerkt hatten, dass sie sich vom TVK-Trainer „bedroht gefühlt“ hatten.
TVK-Trainer Khalid Khan nach dem Sieg gegen Spenge Foto: jueni
„Das ist ein absoluter Witz, ich habe mir gar nichts zu Schulden kommen lassen“, sagt Khan, „einige Herren sollten sich mal Gedanken machen, was ihre Entscheidungen für Konsequenzen haben für die betroffenen Vereine. So etwas bedeutet doch eine Wettbewerbsverzerrung.“ Khan hatte nach einer Zeitstrafe gegen David Breuer gelacht, dafür eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten und dann die Unparteiischen gebeten, dass man nachher darüber noch einmal reden solle. Was wiederum zu Rot führte.
Auch ohne Khan, der sich die Partie natürlich von der Tribüne aus anschauen wird, sind die Gäste in Gladbeck Favorit. Die Gastgeber, bei denen der Ex-Korschenbroicher Tobias Kokott das Tor hütet, kassierten zuletzt vier Niederlagen in Folge und liegen mit 7:15 Zählern nur auf Rang 12. „Das wird ein ganz heißer Tanz, gegen uns als Spitzenreiter haben die nichts zu verlieren und können ohne jeglichen Druck aufspielen“, weiß Khan. Die Marschrichtung für den TVK ist dementsprechend: „Wir müssen unsere Normalform bringen, dann wird es für den VfL trotzdem eine sehr schwere Partie.“ Denn: „Wir haben ganz andere personelle Möglichkeiten und sollten in der Lage sein, dominant aufzutreten.“
Beim Training in dieser Woche – nur Rechtsaußen Mathias Deppisch fehlte wegen einer Infektion – arbeitete die Mannschaft „sehr konzentriert. Es scheint ein ‚Jetzt-erst-recht-Gefühl‘ zu herrschen“, hat Khan registriert und hofft: „Vielleicht können die Spieler die 10 bis 20 Prozent mehr Konzentration abrufen, die in den vergangenen Spielen gefehlt haben. Dann könnte mein Fehlen sogar einen kleinen Vorteil bedeuten.“ Auf jeden Fall sieht er die unerwartete Situation als Bewährungsprobe für sein Team. „Jetzt sind die Führungsspieler gefragt, wir müssen zeigen, wie gefestigt wir schon sind.“
Fünf Jahre (2003 – 2008) hütete Tobias Kokott das Gehäuse des TV Korschenbroich. Der ehemalige Jugend-Nationaltorwart stieg mit dem TVK um ein Haar in die Oberliga ab, gehörte 2007 dann aber zur erfolgreichen Aufstiegsmannschaft in die 2. Liga. Seit dieser Saison ist Tobias Kokott wieder für den VfL Gladbeck aktiv, gegen den der TVK am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Riesener Halle) antreten muss.
Tobias Kokott, Ex-Keeper des TVK Tobi, wie viel TVK steckt noch in Dir? Natürlich immer noch ein großes Stück! Schließlich habe ich nirgends solange gespielt wie beim TVK, mal abgesehen von meinem Heimat- und Jugendverein. Dazu kommt natürlich die einmalige Erfahrung, mit dem TVK in die 2. Bundesliga aufgestiegen zu sein. Etwas, das mir wohl immer in Erinnerung bleibt. Ich verfolge aber auch weiterhin das Geschehen in und um den TVK im Internet oder zumindest via Videotext, um mich über die Ergebnisse zu informieren!
Wie zufrieden bist Du mit Deinem bisherigen Saisonverlauf und dem des VfL Gladbeck? Ich bin nicht so zufrieden und hatte mir das auch etwas anders vorgestellt. Zunächst bin ich mit meiner eigenen Leistung nicht einverstanden, da ich nicht so spiele, wie ich es mir wünsche. Ich würde nicht sagen, dass ich schlecht spiele; solide würde es wohl gut treffen. Doch dies ist einfach nicht mein Anspruch an mich selbst! Und zusätzlich stimmen die Ergebnisse der Mannschaft auch noch nicht. Wir haben einige knappe und unnötige Niederlagen hinnehmen müssen so dass wir klar gegen den Abstieg spielen. Das muss ich einfach so bilanzieren, auch wenn wir uns alle, Trainer, Mannschaft und Vorstand andere Ziele für die Saison gesteckt haben.
Freust Du Dich uneingeschränkt auf das Spiel gegen Deinen alten Verein oder überwiegt der Respekt vor dem ungeschlagenen Tabellenführer? Leider kann ich mich nicht so ganz uneingeschränkt freuen. Zwar freut es mich viele bekannte Gesichter zu treffen, doch steht das für uns als 1. Mannschaft des VfL unter keinem guten Stern. Wir haben nun lange keine Punkte geholt, dies ist das gegen den ungeschlagenen, nein besser verlustpunktfreien Tabellenführer sicher nicht leicht zu ändern. Wenn wir bisher mehr Punkte auf der Habenseite hätten würde ich mich vielleicht. mehr freuen…
Wenn Dein Trainer Dich fragt, ob für den TVK etwas charakteristisch ist, was sagst Du ihm? TEMPO! Es ist sicherlich kein Geheimnis, wenn ich Ihm erzählen würde, dass der TVK kompromisslos mit viel Tempo nach vorne spielt. Dazu würde ich die Ausgeglichenheit des Kaders erwähnen. Lediglich auf einer Rückraumposition ist man nicht doppelt oder dreifach gut besetzt.
Kommst Du, abgesehen vom Rückspiel, mal wieder in die Waldsporthalle? Das würde ich jetzt gerne sofort bejahen, leider kann ich das derzeit nicht zu 100 % zusagen. Wenn es unser Spielplan und meine Zeit zulässt, wird man mich sicherlich auch mal in der Waldsporthalle antreffen können. Vielleicht ja im nächsten Jahr zu einem 2. Ligaspiel…
Der Hauptgrund, den TVK zu verlassen, war der zeitliche Aspekt. Was fängst Du mit der neu gewonnenen Zeit an? Zunächst einmal habe ich ja nun nicht Unmengen mehr an Freizeit. Ich trainiere immerhin auch noch drei Mal in der Woche. Aber es stimmt schon, dass der zeitliche Aufwand mit den gewachsenen Ansprüchen bim TVK für mich einfach zu groß geworden ist. Die berufliche Belastung hat sich bei mir in den letzten 2-3 Jahren immer gesteigert und das tut sie immer noch. Darüber bin ich auch gar nicht unglücklich, ganz im Gegenteil, da ich meinen Job mag und gerne in diesem Beruf arbeite. Weiterhin steht bei mir auch die Familienplanung ganz weit oben auf der Tagesordnung. Ich werde im nächsten Jahr heiraten; im Mai um genau zu sein. Übrigens genau eine Woche nach Saisonende, was für meine alten Freunde vom TVK bedeutet: auf Mallorca werden sie ohne mich feiern müssen!
Das nächste Spitzenspiel, der nächste Krimi – und der nächste Korschenbroicher Sieg: Acht Tage nach dem 38:37 gegen den TuS Niederwermelskirchen hat der TVK am 11. Spieltag der Regionalliga West mit dem hart erkämpften 39:35 (15:16) gegen den TuS Spenge seinen 11. Sieg gefeiert und natürlich die Tabellenführung behauptet.
Sichergestellt wurde der Sieg des Spitzenreiters allerdings erst in der hektischen Schlussphase, in der die Schiedsrichter gleich drei Rote Karten verteilten und das zweifelhafte ‚Kunststück‘ schafften, sich den Unmut beider Mannschaften und der Fans in der Waldsporthalle zuzuziehen.
Doch der Reihe nach: Lange Zeit behielt TVK-Trainer Khalid Khan – zu seinem Leidwesen – Recht, der schon vorher vermutet hatte, dass sein Team gegen den TuS, der ebenfalls in der Vorsaison aus der (Nordgruppe der) Zweiten Liga abgestiegen war, nicht sein volles Leistungsvermögen würde abrufen können.
„Das ist derzeit ein Kopfproblem“, erläuterte Khan, warum sein Team nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten durch nachlässige Abwehrarbeit und zu lässige Würfe in Rückstand geriet und diesem auch lange hinterher hechelte.
Mehrfach hatten die Gastgeber die Chance, das Kommando zu übernehmen: Doch vorne scheiterten sie immer wieder mit überhasteten Abschlüssen am guten TuS-Torhüter Konstantin Madert. Und hinten hatte der in Defensive und Offensive herausragende Dennis Marquardt nach der Umstellung der Deckung zwar die anfangs so gefährliche linke Angriffsseite von Spenge gut im Griff. Doch dafür traf Linkshänder Christoph Piske aus dem rechten Rückraum nach Belieben.
Erst in der 41. Minute brachte Christian Rommelfanger die Hausherren beim 14:13 erstmals wieder in Führung. Da sich einerseits Marcel Leclaire im Korschenbroicher Tor in der Endphase steigerte, die beiden Breuer-Brüder Simon und David gar nicht mehr zu stoppen waren, und andererseits sich die Gäste durch ihre Undiszipliniertheiten selbst schwächten, brachten die Khan-Schützlinge ihren Vorsprung über die Zeit.
Das sah der TVK-Coach selbst aber nur von der Tribüne aus. 136 Sekunden vor dem Ende gaben ihm die unsicheren Unparteiischen, die ihn bereits vor der Pause wegen Reklamierens verwarnt hatten, zunächst zwei Minuten. Als Khan anmerkte, mit ihnen nach Spielschluss darüber noch einmal reden zu wollen, sah er Rot – und wird deshalb wohl für die Partie beim VfL Gladbeck gesperrt werden.
Schon vorher hatte die Referees in der keineswegs überharten Begegnung zweimal Rot gezeigt: Spenges Abwehrspezialisten Stefan Dessin (54.) und Jan Rüter (57.) durften nach ihrer jeweils dritten Zeitstrafe nur noch zuschauen. Nach all der Aufregung blieb TuS-Trainer Gennadij Chalepo nur der Glückwunsch an den TVK - und heftige Schelte für die Schiedsrichter.
Sein Gegenüber Khan verwies darauf, dass ein Abreißen der Siegesserie für die – bereits vorher diagnostizierten – Kopfprobleme heilsam sein könnten: „Irgendwann werden wir wieder einmal verlieren. Aber – auch wenn der Druck eine Belastung für meine Spieler ist – je später, desto lieber.“
Statistik:
TV Korschenbroich: Mainka (36.- 42.), Leclaire; Deppisch (3), Esser (n.e.), Bednarzik (n.e.), David Breuer (9/1), Simon Breuer (11/3), Görden (2), Markus Breuer (1), Marquardt (8), Barth (n.e.), Ilper (2), Rommelfanger (3)
TuS Spenge: Grote (ab 47.), Madert; Bergmann (4), Reinisch (6), Mulius (4), Morasch (2), Rüher, Steinicke (1), Matthews (3/1), Dessin Djuric (4), Piske (11).
Stimmen zum Spiel:
David Breuer: „Wir haben nie den Kopf verloren, das war am Ende entscheidend. Wir haben nicht so gut gespielt wie wir es können, aber wir haben nicht aufgegeben und sind dafür belohnt worden.“
Mathias Deppisch: „Wir haben schlecht gespielt. Woran das gelegen hat, müssen wir genau analysieren, aber jetzt freuen wir uns einfach, dass wir trotzdem gewonnen haben.“
GerdBennewirtz (Geschäftsführer des TVK-Hauptsponsors SJB FondsSkyline OHG 1989): Es war das erwartet schwere Spiel nach dem Highlight gegen Niederwermelskirchen letzte Woche. Spenge war physisch sehr stark, aber der TVK hat geduldig gespielt und am Ende verdient gewonnen. Ich freue mich, dass der TVK seine tolle Serie weiter ausgebaut hat."
Eine Woche nach dem 38:37 gegen den Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen steht für den TV Korschenbroich das nächste Spitzenspiel auf dem Spielplan. Mit dem TuS Spenge gastiert ein Mitabsteiger beim ungeschlagenen Spitzenreiter in der Waldsporthalle - so wie der TVK im Süden mussten die Ostwestfalen aus der Nordgruppe der Zweiten Liga runter in die Regionalliga West.
„Das ist eine absolute Top-Mannschaft, die ersten Sechs gehören zum Besten, das unsere Liga zu bieten hat“, warnt Trainer Khalid Khan seine Mannschaft vor dem TuS. Allerdings hinken die Gäste bislang noch etwas hinter dem eigenen Anspruch und dem selbstgesteckten Saisonziel ‚sofortiger Wiederaufstieg‘ hinterher.
Mit 10:10-Punkten liegt das Team von Trainer Gennadij Chalepo derzeit nur auf Rang acht. Was vor allem an den bisher schwachen Vorstellungen in fremden Hallen liegt. Während Spenge zu Hause eine Macht ist – zuletzt wurde der Nachbar LIT Nordhemmern/Mindenerwald mit 37:27 deklassiert – gab es bei den letzten Auswärtsspielen bei der HSG Handball in Lemgo (25:31) und beim OSC Rheinhausen (25:34) derbe Klatschen.
Diese wechselhaften Vorstellungen seines Teams sind auch Coach Chalepo ein Rätsel. Genau wie der TVK hat der TuS seine letztjährige Zweitliga-Mannschaft (fast) komplett zusammen gehalten. „Mit Benjamin Pelzer ist zudem noch ein torgefährlicher Mittelmann dazugekommen“, weiß Korschenbroichs Trainer Khan. Sein Kollege Chalepo, vor 19 Jahren als Spieler des damaligen Bundesligisten TuRU Düsseldorf nach Deutschland gekommen und längst hierzulande heimisch geworden, hat für die Partie in der Waldsporthalle ein Erfolgsrezept vorgegeben. Mit „120 Prozent Kampf“, soll Spenge die Punkte entführen.
Da haben die Gastgeber natürlich einiges dagegen. Da Marcel Görden bei einem Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft weilte, Mathias Deppisch aus beruflichen Gründen unterwegs war und Christopher Bath wegen Krankheit fehlte, lief die Vorbereitung allerdings alles andere als optimal. Trotzdem hofft Trainer Khan, dass seine Truppe gegen Spenge an die tolle erste Halbzeit von voriger Woche anknüpfen kann, die „so lief, wie wir uns das vorgestellt haben“.
Bei der Analyse fand der 42-Jährige im übrigen auch in der – nicht ganz so überzeugenden - zweiten Halbzeit Positives. „Es hat zwar vieles nicht funktioniert und gerade in der Phase nach der Pause, die wir 1:7 verloren haben, ging eine Menge schief. Aber wir haben immer dagegengehalten und hatten immer noch einige Antworten parat“, erklärt Khan, der darauf verweist: „Letztlich hat Niederwermelskirchen nie geführt, daher haben wir überaus verdient gewonnen.“
Ein ähnliches Fazit wünscht er sich sicherlich auch für den Samstagabend . . .
Mit zwei Siegen im Gepäck und – mindestens genauso wichtig – kerngesund kehrte TVK-Spieler Marcel Görden vom Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft zurück.
Mit den Ergebnissen der beiden Freundschaftsspiele beim Lehrgang in Naumburg war DHB-Trainer Martin Heuberger zufrieden. Gegen den Zweitligisten Concordia Delitzsch gab es ein 33:32. „Da haben wir Glück gehabt. Das war ein echter Gradmesser“, erläutert Heuberger. Gegen Regionalligist HG 85 Köthen fiel der Sieg mit 37:26 recht deutlich aus.
Mit dabei auch Marcel Görden, der beim TVK in dieser Saison zu den Leistungsträgern zählt. Görden war einer von nur sieben Akteuren aus dem erfolgreichen Team, das im Sommer bei der Europameisterschaft die Silbermedaille errungen hatte.
Von den „Neuen“ haben sich aber wohl nicht allzu viele Spieler aufgedrängt. Einige hätten sich körperlich nicht in bester Verfassung präsentiert, andere seien handballerisch stehen geblieben, monierte der Trainer. „Im Grunde genommen, haben sich höchstens zwei, drei Kandidaten empfehlen können. Der Kern der EM-Mannschaft wurde hier bestätigt.“
Marcel Görden zeigte insbesondere bei den beiden Spielen seine Vielseitigkeit: der gelernte Kreisläufer, beim TVK oft auf Linksaußen eingesetzt, musste wegen Personalmangels im mittleren und linken Rückraum ran. „Es ist für mich ganz gut gelaufen, wobei das zweistündige Training am Morgen schon sehr intensiv war“, so Görden.
Im Januar treffen sich die EM-Zweiten wieder zu einem Vier-Länder-Turnier in Frankreich. Im Sommer steht dann die WM in Ägypten an – vielleicht mit dem TVK-Spieler Marcel Görden.
Die Waldsporthalle stand kopf: In einem Handball-Krimi gewann der TV Korschenbroich am 10. Spieltag der Regionalliga West das Spitzenspiel gegen den Verfolger TuS Niederwermelskirchen mit 38:37 (23:16).
„20:0 Punkte nach 10 Spielen – das heißt zwar noch lange nicht, dass wir den Aufstieg unter Dach und Fach haben, aber das ist ein tolles Zwischenergebnis, auf das die Mannschaft wirklich stolz sein kann“, strahlte TVK-Trainer Khalid Khan. Rene Witte, der sportliche Leiter des starken Aufsteigers aus dem Bergischen, gab zu, dass der Sieg der Hausherren verdient war: „Obwohl wir natürlich gerne einen Punkt mitgenommen hätten.“
Dass sie jedoch mit leeren Händen nach Hause fahren mussten, lag an der fast perfekten Korschenbroicher Angriffsleistung in der ersten Hälfte. Nach dem anfänglichen 2:3-Rückstand spielte sich die Khan-Truppe in einen Angriffsrausch.
Begünstigt von der doppelten Manndeckung gegen die beiden Breuer-Brüder David und Simon marschierten vor allem Mathias Deppisch und Jörn Ilper fast nach Belieben durch die TuS-Deckung. Nach der 12:8-Führung (16.) nahmen die Gäste ihre Auszeit und stellten die Deckung – zumindest für die erste Halbzeit zu spät – auf 6:0 um. Einziger Effekt: Christian Rommelfanger im linken und David Breuer im rechten Rückraum kamen immer besser ins Spiel. Höhepunkt des Offensivwirbels de ersten Hälfte war Rommelfangers Kempa-Tor zum 16:9 in der 19. Minute.
„Wir waren selbst überrascht, wie leicht es zeitweise ging“, gestand nachher Rechtsaußen Deppisch, der mit 13 Toren aus 16 Würfen sowie einem halben Dutzend gelungenen Anspielen auf Kreisläufer Ilper zum überragenden Angreifer avancierte. „Wir haben eigentlich dasselbe gespielt, wie in den Wochen zuvor.“ Offenkundig war es vor der Pause allerdings zu einfach gegangen, bis auf 23:16 davonzuziehen.
Nach dem Seitenwechsel herrschte plötzlich Ladehemmung bei den Hausherren, gestützt auf die starke Vorstellung des eingewechselten Torhüters Max Hamers (und das allzu lässige oft unvorbereitete Abschließen des TVK) kam Niederwermelskirchen schnell heran. Durch ihre starke Vorstellung in der zweiten Hälfte konnte das Gäste-Team von Spielertrainer Lars Hepp die Partie wieder spannend machen. Da zeigten die physisch ungemein starken Blau-Gelben, warum sie als härtester Konkurrent des TVK bislang ungeschlagen waren.
Bezeichnend für die Korschenbroicher Sorglosigkeit war der Anschlusstreffer zum 23:24 nach nicht einmal zehn nach der Pause gespielten Minuten. Roland Mainka, der inzwischen für den nicht schlechten, aber in dieser Phase glücklosen Marcel Leclaire zwischen die Pfosten gerückt war, wehrte einen Siebenmeter von Lukas Schumacher ab. Nachdem Mainka, der insgesamt neun Würfe, darunter drei Siebenmeter hielt, auch den Nachwurf pariert hatte, saß dann der dritte Versuch der Gäste! Erst nach diesem Weckruf nahmen die Hausherren den Kampf an.
So entwickelte sich in den letzten zwanzig Minuten ein offener Schlagabtausch. Der die Fans beider Teams begeisterte und in dem der TVK zwar nicht mehr in Rückstand geriet, aber trotzdem bis in die Schlussminute bangen musste. Nach dem 37:38-Anschluss des TuS spielte ‚Matchwinner‘ Deppisch in den letzten 21 Sekunden seine ganze Cleverness aus und die Zeit runter – die Blau-Weißen tanzten jubelnd im Sieger-Kreis, während die Blau-Gelben geschlagen und enttäuscht am Boden lagen.
Statistik:
TV Korschenbroich:
Leclaire, Mainka (ab 31.);
Deppisch (13), David Breuer (7/2), Simon Breuer (4), Görden, Markus Breuer, Marquardt (2), Bath, Ilper (8), Rommelfanger (4)
TuS Niederwermelskirchen:
Fuchs, Hamers (31. – 52);
Schumacher (2), de la Fuente (1), Niegetiet (3), Hepp (3), Küster (4), Klatt (3), Reinacher (2), Zeller (6), Masmeier, Neuenhofen (11/1), Bauerkamp (2)
Zeitstrafen: 6:2 Minuten
Siebenmeter: 2/2:4/3
Schiedsrichter: Aslandag / Aslandag
Zuschauer: 800
Stimmen zum Spiel:
Lars Hepp (Spielertrainer TuS Niederwermelskirchen):
„Es hat leider nicht gereicht, aber wir können erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.“
Rene Witte (Sportlicher Leiter TuS Niederwermelskirchen):
„Gratulation an Korschenbroich. Wir wollen in diesem Jahr ohnehin noch nicht aufsteigen, trotzdem hätten wir das Spiel heute gerne gewonnen.“
Khalid Khan (Trainer TV Korschenbroich):
„Die Mannschaft kann stolz auf das bislang Geleistete sein. In der 2. Halbzeit haben wir phasenweise unterirdisch gespielt. Mathias Deppisch war heute Weltklasse.“
Kai Faltin (Sponsoren- und Marketing Beauftragter TV Korschenbroich):
„Ich denke, eine bessere Eigenwerbung konnten wir nicht betreiben. Das Spiel, die Zuschauer, das gesamte Drumherum hatte Zweitliga-Niveau. Jeder der in der Halle war, ist hellauf begeistert nach Hause gegangen.“
Am Freitag Abend schaut (mindestens) ganz Handball-NRW nach Korschenbroich, wenn es zum absoluten Spitzenspiel der Regionalliga West kommt. Die Verantwortlichen rechnen mit einer ausverkauften Waldsporthalle.
Mit dem TV Korschenbroich und dem TuS Niederwermelskirchen treffen um 19:30 Uhr die einzigen Mannschaften der Regionalliga aufeinander, die nach neun Spieltagen ohne Niederlage dastehen. Während der TVK eine weiße Weste und einen überragenden Toreschnitt von über 40 Treffern pro Partie vorzuweisen hat, musste sich der Gast gegen den Longericher SC (24:24) und GWD Minden II (31:31) jeweils mit einem Remis zufrieden geben.
„Es überrascht mich nicht, dass Niederwermelskirchen so weit oben steht. Auch als Aufsteiger ist die Mannschaft auf allen Positionen doppelt gut besetzt“, sagt TVK-Trainer Khalid Khan, der aber auch betont: „In einem Handballspiel kann fast immer jeder jeden schlagen. Wir wissen das und werden hochkonzentriert an diese Aufgabe herangehen. Wir haben uns in den letzten Wochen kontinuierlich gesteigert. Mit unseren Fans im Rücken sind wir nur ganz schwer zu schlagen.“
Ganz egal, wie das Spiel ausgeht – der TV Korschenbroich bleibt auch nach dem zehnten Spieltag der Tabellenführer der Regionalliga West. Ob mit einem Minimalvorsprung dank des besseren Torverhältnisses (bei einer Niederlage) oder mit zwei bzw. drei Zählern Differenz auf den Tabellenzweiten (bei einem Unentschieden bzw. einem Sieg), wird sich erst nach Spielende feststellen lassen.
Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr. "Wir haben durchaus noch Kontingente im Stehplatzbereich. Interessierte sollten allerdings rechtzeitig in der Waldsporthalle erscheinen", rät Armin Kloeters von der TVK-Vorverkaufsstelle Knepperges&Zimmer.
Viele Zuschauer kennen ihn noch: Lukas Schumacher wirbelte von 2006 an 1 ½Jahre für den TVK, ehe er aus beruflichen Gründen die Handballschuhe vorübergehend an den Nagel hing. Mittlerweile ist Lukas wieder aktiv und ist mit dem TuS Niederwermelskirchen am Freitag (19.30 Uhr) zu Gast in der Waldsporthalle.
Wiedersehen in der Waldsporthalle: Ex-TVKler Lukas Schumacher / Foto: TuS Niederwermelskirchen
Lukas, am Freitag steigt das Spitzenspiel der Regionalliga West in der Korschenbroicher Waldsporthalle. Für Dich ist das Spiel unabhängig vom sportlichen Stellenwert ein besonders, oder?!
Das ist absolut richtig. Das ist eines der Spiele, auf die man sich das ganze Jahr freut. Ich habe sehr positive Erinnerungen an meine Zeit beim TVK und freue mich ganz besonders auf die Kulisse in der Waldsporthalle. Das hat schon damals immer Spaß gemacht und wird auch am Freitag nicht anders- auch wenn ich jetzt gewissermaßen das „falsche“ Trikot tragen werde.
Wie beurteilst Du die Ausgangslage? Beide Teams sind noch ohne Niederlage und der TuS hat viele bundesligaerfahrene Spieler wie Dich oder den letztjährigen Torschützenkönig der Regionalliga Thomas Küster in seinen Reihen.
Die Rollen sind eigentlich klar verteilt. Der TVK will zurück in die Bundesliga und präsentiert sich dabei bislang sehr souverän. Wir als Aufsteiger haben natürlich andere Saisonziele formuliert. Eines davon haben wir bereits erreicht: Die heutige Partie durch einen anständigen Saisonauftakt zum Spitzenspiel werden zu lassen.
Du kennst einige Spieler des TVK. Gibst Du da spezielle Tipps an Deine Mitspieler?
Mit Sicherheit, aber im Grunde genommen wird es für beide Seiten wenige Überraschungen geben. Dafür kennt man sich mittlerweile zu gut.
Wie wohl fühlst Du Dich bei der ersten Station nach dem TVK?
Es war für mich als Wermelskirchener eine absolute Herzensangelegenheit, mit einer aus vielen „Einheimischen“ bestehenden Mannschaft in die Regionalliga aufzusteigen. Das ist uns im letzten Jahr gelungen. Jetzt sind wir mit einem um tolle Neuzugänge erweiterten Kader in die neue Saison gegangen und haben bisher eine Menge Spaß.
Als TVK-Spieler warst Du noch Medizinstudent –dieser Status dürfte sich mittlerweile geändert haben.
Das stimmt. Als ich beim TVK aufgehörthabe, habe ich mich auf mein Examen vorbereiten und nebenbei auch noch meine Doktorarbeit zu Ende bringen müssen. Das war mit Handball auf diesem Niveau einfach nicht vereinbar. Aber es hat sich gelohnt: ich bin seit Februar 2008 als Assistenzarzt für Innere Medizin (Gastroenterologie) im Klinikum Leverkusen tätig.
Tolle Geste von der 1. Mannschaft des TVK: Sie spendete Sport- und Trainingskleidung zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Mönchengladbach. Keine zehn Kilometer von der Waldsporthalle entfernt übergab Mannschaftskapitän David Breuer die Spende an Carsten Fleck, Hauptamtlicher Ausbilder beim DRK.
Zuvor hatte die Regionalliga-Mannschaft des TV Korschenbroich jede Menge gebrauchter Trainingsutensilien gesammelt. David Breuer erklärt: "Fast alles aus unser Mannschaft hatten etwas gut Erhaltenes im Schrank, was sie aber nicht mehr anziehen. Und anstatt die Sachen in die Mülltonne zu werfen, kann das Rote Kreuz nun sinnvolle Maßnahmen damit unternehmen.“
Dies bestätigt Carsten Fleck: "Es ist wichtig, dass viele Leute spenden. Die Kleidung kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. Sie werden beispielsweise bei Bränden ausgegeben, Bedürftigen oder Obdachlosen zur Verfügung gestellt. Gerade Turn- und Sportklamotten werden hierbei benötigt."
Wer es den 1. Herren des TVK gleich tun will, sei hiermit herzlich eingeladen, sich an das Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Mönchengladbach zu wenden. Die Geschäftsstelle befindet sich in der Hohenzollernstr. 214, 41063 Mönchengladbach. Die Telefonnummer lautet 02161 / 46 86 2-0. Kontaktmöglichkeiten bestehen auch per Email (Info@DRK-MG.de) oder über die Homepage www.DRK-MG.de.
Fleck appelliert insbesondere an Vereine und Mannschaften: "Die stehen mehr in der Öffentlichkeit als Privatpersonen, deshalb haben sie auch eine große Vorbildfunktion. Der TVK ist dieser auf jeden Fall nachgekommen." <!--[if !supportLineBreakNewLine]--> <!--[endif]-->David Breuer hatte nach seinem Besuch beim DRK gleich doppelten Grund zur Freude. Zum einen konnte er die im Rahmen seines Studiums benötigte Auffrischung eines Erste-Hilfe-Kurses absolvieren, zum anderen ging er mit dem gute Gefühl, ein soziale Einrichtung unterstützt zu haben: "Toll, dass wir mit unserer Sportkleidung ein Stück weit helfen können. Ich hoffe, dass wir den ein oder anderen motivieren können, ebenfalls Klamotten zu spenden."
Der TV Korschenbroich siegte am 9. Spieltag mit 42:28 (19:7) bei LIT Nordhemmern-Mindenerwald. Nach konzentriertem Beginn und einer starken ersten Hälfte war die Partie im Grunde schon zur Pause entschieden.
Das lag vor allem daran, dass die Mannschaft – wie von Trainer Khalid Khan gefordert – von Anfang an hellwach war. Über eine 2:0 Führung gelang es dem TVK, seinen Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Auf eine aufmerksame 5 plus 1 Abwehr wurde LIT immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen. Diese wurde wiederholt Beute von TVK-Torhüter Marcel Leclaire, der sein seit Wochen anhaltendes Leistungshoch bestätigte. Beim 9:2 für den TVK wurde bereits früh deutlich, dass es nur einen Sieger an diesem Tag geben konnte. Die Brüder Simon und David Breuer wirbelten im Angriff wie sie wollten – egal, ob es die Gastgeber mit einer 3:2:1-Abwehr oder auch mit einer Manndeckung versuchten.
Die 2. Halbzeit war gekennzeichnet von aufopferungsvoll kämpfenden Gästespielern und der einen oder anderen Unkonzentriertheit auf Seiten des TVK. Dennoch blieb der Tabellenführer in den entscheidenden Situationen die bessere Mannschaft. Beleg dafür war die Tatsache, dass der Vorsprung nie weniger als neun Tore betrug.
Der TV Korschenbroich erzielte erneut über 40 Tore und bleibt damit nicht nur alleiniger Tabellenführer, sondern stellt auch mit Abstand die offensivstärkste Mannschaft der Liga.
Am kommenden Freitag, den 7.11.2008 erwartet der TVK um 19.30 Uhr den Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen zum Topspiel der Regionalliga West.
Statistik:
TV Korschenbroich:
Leclaire, Mainka;
Deppisch (3), D. Breuer (12/5), S. Breuer (10/1), Görden (2), M. Breuer (3/1), Marquardt (2), Bath (2), Ilper (4), Rommelfanger (4), Bednarzik, Esser (n.e.)
LIT Nordhemmern/Mindenerwald:
Formella, Hanf;
Wiese (2), Bartsch, Beining (5), Teinert (1), Gerling, K. (3), Moehle, Rohlfing (8/3), Borcherding (8), Gerling, D. (1)
Siebenmeter: 7/8 – 3/4
Zeitstrafen: 1 – 4
Schiedsrichter: Böllhoff/Lückert
Stimmen zum Spiel:
Khalid Khan (Trainer TV Korschenbroich):
„Ich nehme auch weiterhin keine Glückwünsche zum Aufstieg an. Die Mannschaft ist bundesligareif, aber man heute gesehen, dass es Phasen gab, in denen wir konzentrierter spielen müssen. Insgesamt aber ein großes Lob an meine Mannschaft für ihr Auftreten, das Tempo und über weite Strecken auch das Abwehrspiel.“
„Wir haben nicht gut begonnen und sind nur schwer in die Partie gekommen. Da war das Spiel praktisch schon zur Halbzeit entschieden. Im zweiten Durchgang habe ich viele gute Ansätze meiner Mannschaft gesehen. Korschenbroich ist kein Team, mit dem wir uns messen können.“
Heijo Hauser (Vorsitzender des Aufsichtsrats der TVK Handball GmbH):
„Die erste Halbzeit war ganz hervorragend vom TVK. Insbesondere die hochkonzentrierte Abwehrarbeit hat mir gefallen. In der 2. Hälfte hat die Mannschaft vielleicht etwas zuviel zugelassen. Insgesamt aber ein riesen Kompliment an das Team; neun Spiel in Folge und dann noch mit diesen Ergebnissen zu gewinnen, ist eine tolle Leistung. Als Absteiger aus der 2. Liga und als von allen gejagter Favorit muss man das erstmal schaffen.“
Gerd Bennewirtz (Geschäftsführer des TVK-Hauptsponsors SJB FondsSkyline OHG 1989):
„Toll, dass der TVK auch auswärts so tolle Leistungen zeigt. Ganz Korschenbroich freut sich schon jetzt auf das Spiel am Freitag gegen Niederwermelskirchen. Die Mannschaft kann aber schon jetzt darauf stolz sein, was sie bislang geleistet hat.“
Vor einer schweren Auswärtshürde steht der TV Korschenbroich am kommenden Sonntag(17 Uhr Grundschulhalle Hille-Nord). Gegner ist der Tabellen-Sechste LIT Nordhemmern/Mindenerwald.
Die Ausgangssituation vor diesem Spiel ist für den TVK gewohnt: Er geht als Favorit in die Begegnung, der Gegner übt sich in Understatement. Kein Wunder, konnte die Korschenbroicher Sieben im bisherigen Saisonverlauf vollauf überzeugen und steht mit 16:0 Punkten an der Spitze der Regionalliga West.
„In der Deutlichkeit hätte ich das nicht erwartet. Ich hatte schon geglaubt, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt das eine oder andere Pünktchen abgeben könnten“, sagt TVK-Trainer Khalid Khan.
Um für das Spiel am ungewohnten Sonntag optimal vorbereitet zu sein, wird der TVK auch am Samstag trainieren. „Es entspricht unserem Rhythmus, das Abschlusstraining am Tag vor dem Spiel zu bestreiten. Deswegen ändern wir daran auch nichts“, erklärt Khan.
Nordhemmern gilt als kampfstarke Truppe, die dem TVK in dessen Aufstiegssaison 2007 das Leben lange schwer machte. Doch LIT-Coach Guido Klöpper sieht seine Mannschaft in einem Interview mit dem Mindener Tageblatt in der Rolle des Außenseiters:„Korschenbroich bestraft jeden noch so kleinen Fehler eiskalt. Wir haben nichts zu verlieren und können beweisen, was wir drauf haben.“
Der TVK wird sich am Sonntag Mittag auf die Reise ins Ostwestfälische machen und bangt einzig um den Einsatz von Lukas Esser (Oberschenkelprobleme).
Beide Herrenmannschaften des TVK haben die Chance auf die nächst höhere Klasse – nicht die einzige Gemeinsamkeit
Die Erste wird in der Regionalliga ihrer Favoritenrolle mit 16:0 Punkten und dem überragenden Torverhältnis von +91 bislang mehr als gerecht. Aber auch die Zweite, in der Landesliga an den Start gehend, hat durch die bis dato gezeigten Leistungen gezeigt, dass sie im Aufstiegsrennen ein erhebliches Wort mitreden wird.
„Wir sind nicht ganz im Soll. Eigentlich hatten wir geplant, die ersten fünf Spiele ungeschlagen zu bleiben“, sagt das Korschenbroicher Urgestein Carsten Hirschfelder, Trainer des TVK II. Ein Vorhaben, das lediglich durch die Niederlage bei der Turnerschaft Grefrath (27:33) nicht realisiert wurde. Ansonsten hielt man sich schadlos und überzeugte vor allem in den Heimspielen gegen den TV Geistenbeck (35:18), die SG Wickrath-Beckrath (35:25) und den SV Straelen (25:21). „Aber die Saison ist noch lang und wir sind ja auf Tuchfühlung“, weiß Hirschfelder angesichts von lediglich zwei Punkten Rückstand auf Platz eins.
Es ist aber längst nicht nur die derzeitige sportliche Erfolgswelle, die beide Teams miteinander verbindet. So trainieren mit Daniel Panitz und Stephan Zimmermann zwei hoffnungsvolle Talente bereits regelmäßig bei der Ersten mit (Lesen Sie mehr dazu in der nächsten Ausgabe des TVK-Infomagazins „Heimspiel“ ab dem 7.11. in der Waldsporthalle und in allen Korschenbroicher Haushalten). Darüber hinaus hat sich die Mannschaft der Zweiten freundlicherweise bereit erklärt, bei den Heimspielen der Ersten mitzuhelfen. So übernehmen etliche Spieler des TVK II den dringend benötigten Ordnerdienst oder Helfen rund um den „Business-Partner-Raum“. Keine Selbstverständlichkeit, sondern ein freundliches Entgegenkommen von Sebastian Dengler&Co.
„Ich kann es nur begrüßen, dass die Erste und Zweite wieder mehr miteinander verbindet“, findet Kai Faltin. Der 35-Jährige muss es wissen, übernimmt er doch eine Doppel-Funktion innerhalb des TVK: Spieler der Zweiten und Marketing- und Sponsorenbeauftragter der Ersten. „Wir arbeiten weiter an professionellen Strukturen. Dabei wollen wir aber weiterhin den familiären Flair innerhalb des TVK beibehalten. Das schließt sich keineswegs aus. Im Gegenteil: am Beispiel der 1. und 2. Mannschaft sieht man, dass alle voneinander partizipieren können.“
Übrigens: Am 25.10.2008 fand ein Doppelspieltag statt, d.h. der TVK II bestritt quasi das „Vorspiel“ zur Partie der Regionalliga-Truppe. Und beide TVK-Teams behielten die Punkte in der Waldsporthalle und freuten sich über jeweils guten Zuschauerzuspruch. Die nächste Doppelveranstaltung der 1. und 2. Herren des TVK findet am 29.11.2008 statt. Vielleicht können dann beide Mannschaften einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machen…
Nähere Informationen zu diesen Spielen erhalten Sie wenige Tage zuvor an dieser Stelle!
TVK siegt nach holprigem Start auch gegen Lemgoer Zweitvertretung
37:28 (16:11) lautete das Endergebnis der Regionalligapartie TV Korschenbroich gegen HSG Handball Lemgo II. Doch dass es am Ende so deutlich werden sollte, danach sah es im ersten Durchgang der Begegnung lange nicht aus. Geschlagene fünf Minuten mussten die TVK-Fans auf das erste Tor ihrer Lieblinge warten. Markus Breuer war es schließlich, der das 1:1 markierte und sogar eine Minute später die erste TVK-Führung besorgte (2:1).
Stand seinen Mann in der Abwehr: Simon Breuer Foto: B. Voß
Doch auch im Anschluss gelang es den Gastgebern zunächst nicht, sich abzusetzen. Maßgeblichen Anteil daran hatte der starke Cornelius Nolte im Tor von Lemgo II, der besonders in der Anfangsphase zahlreiche Bälle parieren konnte. Auf der Gegenseite stand ihm jedoch Marcel Leclaire im TVK-Gehäuse in nichts nach und so hieß es nach 17 gespielten Minuten 6:6. Da sich die Gäste bis zur 20. Spielminute sogar auf 6:8 absetzen konnten, sah sich Khalid Khan gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen. Seine Ansprache zeigte Wirkung und binnen weniger Minuten konnte David Breuer für sein Team zum 10:10 (23.) ausgleichen. Doch damit nicht genug. Bis zur Pause gelang den Gästen aus Lemgo ein einziger Treffer, der TVK hingegen war gleich sechsfach erfolgreich. Den Schlusspunkt des kleinen Zwischenspurts setzte David Breuer in der 29. Minute, als er per Kempa-Trick zum 16:10 traf. Beim Stand von 16:11 ging es in die Halbzeitpause. Großen Anteil daran, dass der TVK sich nach dem holprigen Beginn bis zur Pause schließlich doch noch absetzen konnte, hatte auch C