Der TV Korschenbroich hat für die kommende Saison einen zweiten Torhüter unter Vertrag genommen. Mit Marcel Leclaire kehrt ein guter alter Bekannter in die Waldsporthalle zurück. Von 2006 bis 2010 stand er bereits vier Spielzeiten für das Hand.Ball.Herz.-Team zwischen den Pfosten und hatte dabei maßgeblichen Anteil an den Aufstiegen 2007 und 2009.
Der TV Korschenbroich hat für die kommende Saison einen zweiten Torhüter unter Vertrag genommen. Mit Marcel Leclaire kehrt ein guter alter Bekannter in die Waldsporthalle zurück. Von 2006 bis 2010 stand er bereits vier Spielzeiten für das Hand.Ball.Herz.-Team zwischen den Pfosten und hatte dabei maßgeblichen Anteil an den Aufstiegen 2007 und 2009.
Etwas überraschend kam die Anfrage des TVK für Marcel Leclaire schon, wie er zugibt: „Ich hatte ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet, noch einmal ein höherklassiges Angebot zu erhalten. Die Lebensplanung von mir und meiner Familie sah eigentlich auch anders aus. Aber als dann das Angebot aus Korschenbroich kam, da habe ich sofort wieder das Kribbeln gespürt.“
Dabei hatte der 33 Jahre alte Chemikant für die Saison 2012/2013 bereits seinem aktuellen Verein TV Weiden die mündliche Zusage erteilt: „Aber die Verantwortlichen in Weiden haben sich in der Situation großartig verhalten. Natürlich tut es mir sehr leid, dass ich meine Zusage zurückziehen musste, man hat mir von Vereinsseite aber überhaupt keine Steine in den Weg gelegt. Ganz im Gegenteil, alle haben sich mit mir gefreut und mir für diese neue, tolle Aufgabe viel Erfolg gewünscht. Dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken!“ Die Verhältnisse beim ambitionierten Oberligisten seien denen beim TVK sehr ähnlich: „Auch in Weiden habe ich ein ganz familiäres Umfeld kennen und schätzen gelernt. Obwohl ich nur eine Saison beim TV gespielt habe, habe ich mich dort sehr heimisch gefühlt.“
Sonderlich viel Überzeugungsarbeit hatte TVK-Manager Kai Faltin bei den Verhandlungen mit Marcel Leclaire nicht zu leisten. Der erfahrene Torhüter, der neben der Zeit in Korschenbroich auch schon für Solingen und Dormagen in der 2. Liga aktiv war, war schnell begeistert von der Idee, ins TVK-Trikot zurückzukehren: „Der TVK war und ist immer eine Herzensangelegenheit gewesen für mich. Daher ist die Freude jetzt natürlich sehr groß noch einmal die Chance zu erhalten, gemeinsam mit ein paar alten Weggefährten dieses ehrgeizige Projekt angehen zu dürfen.“ Davon, dass er im kommenden Jahr Teil einer schlagkräftigen Mannschaft sein wird, ist er überzeugt: „Das Konzept, das Kai Faltin mir vorgestellt hat, klingt sehr gut. Ich bin mir ziemlich sicher, dass alles so aufgehen wird, wie man sich das hier beim TVK vorstellt. Auch der eine oder andere aus dem aktuellen Kader wird nach meiner Einschätzung bestimmt noch zusagen.“
Eine der bisherigen externen Verpflichtungen kennt Leclaire schon jetzt gut: „Philipp Ruch kenne ich aus der Oberliga Mittelrhein. Er ist ein sehr ehrgeiziger und hochtalentierter Torhüter. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und bin mir sicher, dass wir ein gutes Gespann abgeben werden. Wir ergänzen uns gut.“ Freude empfindet er auch bei dem Gedanken, im kommenden Jahr wieder mit Mathias Deppisch in einem Team zu spielen: „Mit Tissy hatte ich immer ein sehr enges Verhältnis. Es ist toll, dass wir jetzt noch einmal gemeinsam auflaufen können.“ Marcel Leclaire erhält beim TVK zunächst einen auf ein Jahr befristeten Vertrag. Eine längerfristige Zusammenarbeit wird aber von beiden Seiten ausdrücklich nicht ausgeschlossen.
TVK nimmt neuen Mittelmann unter Vertrag
14.05.2012
Der TV Korschenbroich hat den zweiten Neuzugang für die Saison 2012/2013 unter Vertrag genommen. Aus der A-Jugend Bundesligamannschaft des TV 05 Mülheim wechselt Spielmacher Michel Mantsch an den Niederrhein.
Der TV Korschenbroich hat den zweiten Neuzugang für die Saison 2012/2013 unter Vertrag genommen. Aus der A-Jugend Bundesligamannschaft des TV 05 Mülheim wechselt Spielmacher Michel Mantsch an den Niederrhein.
Der torgefährliche Rückraumspieler unterschreibt beim Hand.Ball.Herz.-Team einen Vertrag für zwei Jahre. „Ich freue mich, dass wir mit Michel den nächsten jungen, erfolgshungrigen Spieler unter Vertrag nehmen konnten“, sagt TVK-Manager Kai Faltin. „Michel ist ein sympathischer Kerl, der gut zum TVK passt und sich hier hoffentlich weiterhin gut entwickelt“, ergänzt der Sportliche Leiter. Auch der Neuzugang selber zeigt sich von seinen bisherigen Erfahrungen mit dem künftigen Drittligisten angetan: „Der TVK hat sich sehr bemüht, den Vertrag trotz der schwierigen Phase in trockene Tücher zu bringen und die Gespräche mit Kai Faltin sind durchweg sehr positiv verlaufen. Außerdem ist es ein Verein, der versucht perspektivisch etwas aufzubauen und Erfahrung in der 2. Bundesliga hat – und dorthin mittelfristig auch zurück möchte. Die Verbindung zwischen Handball und solider beruflicher Ausbildung hat dann den Ausschlag zu Gunsten des TVK gegeben."
In der abgelaufenen Spielzeit der A-Jugend Bundesliga hat Mantsch, der seit seinem vierten Lebensjahr regelmäßig zum runden Leder greift, in 20 Spielen satte 195 Treffer erzielen können – im Schnitt beinahe zehn pro Partie. Seit Jahren ist der gebürtige Aachener mit seinen Jugendmannschaften in den höchsten Ligen unterwegs, konnte mit der HSG Wittlich sogar schon als C-Jugendlicher die Südwestdeutsche Meisterschaft feiern. Den erfolgreichen Abschluss der Vertragsverhandlungen mit dem TVK feierte der am 08. Juni 1993 geborene frisch gebackene Abiturient im sonnigen Kalifornien, wo er sich von den Strapazen der Abschlussprüfungen erholte.
Stand heute haben neben Mantsch in Korschenbroich drei weitere Spieler für die kommende Saison unterschrieben. Neben den beiden Rechtsaußen Mathias Deppisch und Philipp Liesebach, die schon in der aktuellen Spielzeit zum Kader des Zweitligisten gehören, konnte mit Philipp Ruch ein junger Torwart verpflichtet werden. Manager Kai Faltin ist sich sicher, schon in Kürze weitere Erfolgsmeldungen verkünden zu können: „Wir befinden uns derzeit in aussichtsreichen Gesprächen mit weiteren Kandidaten und arbeiten mit Hochdruck an unserem Kader für die Saison 2012/2013. Die bisherigen Verpflichtungen zeigen, dass wir weiterhin eine gute Adresse für ambitionierte Spieler sind.“
Mit einer überragenden ersten Halbzeit legte der TVK am Samstagabend den Grundstein für seinen 35:28 (21:14) Heimsieg gegen den TV Bittenfeld. Durch die in allen Mannschaftsteilen hervorragende Leistung bestanden schon früh nur noch wenig Zweifel über den Spielausgang. Klaus Hüppchen, Co-Trainer der Gäste, entschuldigte sich im Anschluss für den schwachen ersten Durchgang seiner Mannschaft.
Die erste Halbzeit, die wohl mit zum Besten gehörte, was der TVK je in der 2. Bundesliga aufbieten konnte, begann gleich mit vier Paraden von Korschenbroichs Keeper Sven Bartmann. Er hatte maßgeblichen Anteil an der frühen Führung seines Teams (3:1, 6.) die die Gäste vom TVB über die gesamte Spieldauer nicht mehr ausgleichen konnten.
Egal, was die Korschenbroicher in diesen dreißig Minuten auch probierten, es sollte Simon Breuer & Co gelingen. Dabei strahlten alle Akteure Torgefahr aus. Ob Kempa-Trick, Dreher oder Rückhandwurf, nahezu jeder Ball fand seinen Weg in die Maschen des Bittenfelder Tores.
Während die TVK-Spieler in ihrer Defensive Beton anrührten, fanden die Gäste aus Baden-Württemberg zu keiner Zeit den nötigen Zugriff auf die Korschenbroicher Angreifer. Über 10:5 (14.) und 17:10 (25.) setzten sich die Hausherren bis zur Pause auf 21:14 ab. Bei noch besserer Verwertung der vorhandenen Chancen wäre auch eine noch höhere Pausenführung im Bereich des Möglichen.
In der zweiten Halbzeit konnte der TVK zunächst nicht an die überragende Leistung anknüpfen. Der Wechsel von Oliver Mayer für Sven Bartmann und die Auszeit von Trainer Christian Voß in der 41. Minute beim Stand von 27:23 brachten die Korschenbroicher aber wieder in die Spur zurück, zumal sich der TVB kurz darauf selber dezimierte. Zunächst sah Jürgen Schweikardt für einen Wechselfehler seine dritte Zeitstrafe (48.) und nur eine Minute später leistete sich Dominik Weiß im Duell mit Dennis Marquardt ein grobes Foulspiel und war fortan ebenfalls zum Zuschauen verdammt.
Letztlich brachten die Gastgeber den Sieg souverän über die Zeit und hatten am Ende den alten Abstand von sieben Treffern wiederhergestellt. Bermkenswert, dass Bittenfelds Co-Trainer Klaus Hüppchen sich auf der Pressekonferenz nach Spielende bei den anwesenden Zuschauern für die schwache Vorstellung seines Teams in der ersten Halbzeit entschuldigte. Sein Gegenüber Christian Voß zeigte sich mit der Leistung seiner Schützlinge sehr zufrieden.
Am nächsten Spieltag muss der TVK zur HSG Düsseldorf reisen (20.5., 17 Uhr), in der darauffolgenden Woche kommt Empor Rostock zum letzten Heimspiel in die Waldsporthalle (26.05., 19.30 Uhr) ehe dann am 02.06. bei der ASV Hamm-Westfalen um 19.30 Uhr die Saison für den TVK beendet wird.
„Wir müssen neidlos anerkennen, dass die Gastgeber besser ins Spiel gekommen sind. Mit unseren Spielern werden wir im Nachgang besprechen müssen, warum wir die erste Halbzeit so angegangen sind. Der Rückstand zur Halbzeit war sehr deutlich. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, eine bessere Abwehr zu stellen und waren auch im Angriff besser disponiert. Dann kam es zu zwei für uns unglücklichen Situationen mit den roten Karten. Das soll aber nicht die Leistung des Gegners schmälern. Danach war es für uns aber aussichtslos. Ich bitte den katastrophalen Auftritt in der ersten Halbzeit zu entschuldigen. So was darf uns als TV Bittenfeld nicht passieren. Wir werden das mit unseren Spielern ausführlich besprechen. Sie haben ein Eintritt bezahlt und ein Anrecht darauf, dass die Mannschaften ordentlichen Handball spielen. Das haben wir 30 Minuten nicht gemacht. Wir müssen aber auch anerkennen, dass die Heimmannschaft sehr gut eingestellt war. Deshalb Lob an den TVK und Entschuldigung für unsere Leistung.“
Christian Voß
„Das war ein überzeugender Sieg. Allerdings muss man auch sehen, dass es in der zweiten Halbzeit auch einige kritische Situationen gab. Wir waren gut eingestellt, wussten genau was kommen würde und waren in der Abwehr absolut sattelfest. Darauf aufbauend konnten wir dann einen hervorragenden Gegenstoß spielen. Bei sieben Toren Vorsprung zur Pause war es für uns sehr schwierig, die Spannung hochzuhalten. Das habe ich in der Halbzeit schon gemerkt. In solchen Situationen muss man als Trainer ein bisschen in die Trickkiste greifen, was mir heute aber nicht so gut gelungen ist. Daher sind wir ohne Spannung in die zweite Halbzeit gegangen, was man in der ersten Viertelstunde auch gemerkt hat. Wir haben weder in der Abwehr die Leistung des ersten Durchgangs gebracht, noch im Angriff. Dadurch machen wir das Spiel knapper als es eigentlich hätte sein müssen. Nach einer Viertelstunde finden wir unsere Spannung glücklicherweise wieder und machen dort weiter, wo wir nach dreißig Minuten aufgehört hatten. Am Ende gewinnen wir das Spiel deutlich, überzeugend und auch verdient.“
Marcel Görden
„Die erste Halbzeit war wohl die beste, die wir in dieser Saison gespielt haben. Angefangen beim Torhüter über die Abwehr bis in den Angriff hat einfach alles funktioniert. Es ist fast sogar schade, dass wir nicht mit einer noch höheren Führung in die Pause gehen, die Chancen dafür waren auf jeden Fall da. Wir wussten, dass schwer werden würde, diese Konzentration und Konstanz in der zweiten Halbzeit in der Form beizubehalten. Bittenfeld wollte sich hier mit Sicherheit auch nicht abschlachten lassen. Wir sind dann auch in ein kleines Loch gefallen. Christian hat aber zum genau richtigen Zeitpunkt das Timeout genommen und an uns appelliert, uns wieder zu konzentrieren. Ab da haben wir wieder ein gutes Spiel abgeliefert und waren voll fokussiert. Entscheidend war aber, dass wir nicht eingebrochen sind und den Abstand immer relativ deutlich halten konnten. Am Ende bringen wir den Sieg souverän nach Hause, was gegen eine Mannschaft wie den TV Bittenfeld im Vorfeld sicherlich nicht zu erwarten war.“
Seit eineinhalb Jahren bemüht sich die Handball-Jugend-Förderinitiative im TVK darum, den leistungsorientierten Jugendhandball nach vorne zu bringen. Im Gespräch mit der Presseabteilung blicken Klaus Weyerbrock, Gründungsmitglied der HJFI und Walter Hintzen, Vorstand der Handballabteilung des TVK auf die bisherige Arbeit zurück, wagen aber auch einen Blick in die Zukunft.
Presse: Seit rund eineinhalb Jahren engagiert sich die HJFI für den Jugendhandball im TVK. Wie fällt das Zwischenfazit aus?
Hintzen: Die HJFI ist ein wichtiger Baustein in der Handballabteilung. Wir Handballer sind nun einmal die Abteilung mit den meisten Ausgaben die auch keine wesentlichen Einnahmen generiert wie andere Abteilungen des TVK. Die HJFI schafft es mit ihrem Engagement wichtige Dinge zu unterstützen, die nicht direkt Pflichtaufgaben sind, aber die Qualität verbessern, wie z.B. die Finanzierung von Trainerausbildungen.
Weyerbrock: Unser Zwischenfazit fällt absolut positiv aus. Im Oktober 2010 hat keiner der damaligen HJFI-Gründer auch nur ansatzweise geahnt, dass wir auf eine so große Resonanz und finanziellen Zuspruch stoßen werden die Jugendabteilung des TVK in Form einer Förderinitiative zu unterstützen.
Wurden die gesteckten Ziele der HJFI erreicht?
Hintzen: Die Frage kann man nur mit „ja“ beantworten. Aber mit dieser Aufgabe ist man immer auf einem Weg, auf dem man ständig arbeiten muss und das macht das Team um Uli Dengler bisher hervorragend.
Weyerbrock: Unser Hauptziel lag ganz klar in der schnellen Gewinnung von mehreren Sponsoren, die die Nachwuchsarbeit des TVK mit Geld- oder Sachspenden unterstützen wollen. Dieses Ziel wurde erreicht.
Wo besteht derzeit noch der größte Handlungsbedarf?
Hintzen: Wir sind ständig dabei die Qualität des Angebots zu verbessern. Für leistungsbezogenen Jugendhandball fehlen aber derzeit die Strukturen, die ohne finanziellen Anschub nicht leistbar sind.
Weyerbrock: Um Projekte wie Jugendkoordinator, Traineraus- und Fortbildungen, Trainingscamps und außergewöhnliche Trainingsmaterialen dauerhaft mitzufinanzieren, benötigt man fortlaufende Spendeneinnahmen. Aus diesem Grund werden wir gezielter an den Einzelhandel und Gewerbetreibende in Korschenbroich herantreten und für die Förderinitiative werben.
Es war vor einiger Zeit angedacht, einen Jugendkoordinator einzustellen. Warum hat das bislang nicht geklappt?
Weyerbrock: Für solche Auskünfte ist die HJFI der falsche Ansprechpartner. Wir haben im Dezember, nach Gesprächen mit der Handballabteilungsleitung, eine Anschubfinanzierung für einen Jugendkoordinator für ein Jahr verabschiedet und die Rahmenbedingungen schriftlich mitgeteilt. Grundsätzlich ist es jedoch für die Entscheidungsträger nicht einfach, auf Grund des Anforderungsprofiles und den zur Verfügung stehenden Mitteln schnell geeignete Kandidaten zu finden.
Hintzen: Der Wunsch einen Jugendkoordinator ins Boot zu holen ist nach wie vor vorhanden. Sinnvoll ist aber nur eine nachhaltige Lösung. Das ist bei der erforderlichen qualitativen Anforderung bei begrenztem finanziellem Rahmen bisher noch nicht gelungen.
Betreibt der TVK parallel zur HJFI auch noch Sponsorenakquise?
Hintzen: Natürlich stehen hier auch nach wie vor andere Wege offen um die TVK-Jugend zu unterstützen. Jeder kann eine Spende an den TVK auch zweckgebunden direkt für die Handballabteilung, für die Jugend oder z.B. für die Trikots der Mannschaft des eigenen Kindes geben, natürlich gegen Spendenbescheinigung.
Was sind die großen Schwierigkeiten beim Versuch, Sponsoren und Geldgeber für die HJFI zu finden?
Weyerbrock: Die HJFI besteht aktuell aus vier Personen, die sich in ihrer Freizeit um die Akquise von Sponsoren kümmern. Dadurch sind nun mal Grenzen vorhanden, um kontinuierlich weitere Sponsoren und Geldgeber für die Förderinitiative zu gewinnen. Seit der Gründung vor 16 Monaten konnten bereits über 10 größere Sponsoren gewonnen werden, wovon mehrere auch bereits zum zweitenmal gespendet haben.
Für die kommende Spielzeit bildet die weibliche A-Jugend eine Spielgemeinschaft mit dem TV 1848 Mönchengladbach. Wie und Warum ist es dazu gekommen? Sind ähnliche Projekte auch mit anderen Mannschaften geplant?
Hintzen: Die Schülerzahlen sind stark rückläufig, die Freizeitangebote zahlreich wie nie. Das hat natürlich Auswirkungen auf den Pool der aktiven Nachwuchshandballer. Die sinnvolle Reaktion ist die Bildung von Spielgemeinschaften um überregional mitspielen zu können. Mit dem TV 1848 ist so etwas erstmals gelungen. Das kann man auch nur dann schaffen, wenn alle mal die Vereinsbrille absetzen und kompromissbereit sind.
Weyerbrock: Sicherlich werden wir uns bei Anfragen seitens der neuen JSG TVK/TV 1848 MG intensivere Gedanken über die Ausschüttung von Geldern für diese Mannschaft machen müssen, ich sehe vom Grundsatz her aber keine Probleme in einer Unterstützung. Schließlich sind solche Jugendspielgemeinschaften absolut erforderlich, um einzelne Teams im spielschwachen Handballkreis überregional wettbewerbsfähiger zu machen. Ich hoffe, dass es einige Nachahmer in der Region geben wird und freue mich persönlich sehr über diese Kooperation, die ich administrativ ein wenig begleitet habe. Ich finde es mehr als nur bemerkenswert, dass mit Walter Hintzen und Uli Rheinhart beide Vereinstrainer zukünftig einen gemeinsamen Weg mit den A-Mädels beschreiten.
Wenn die Jugendabteilung des TVK einen Wunsch frei hätte, wie sähe der aus?
Hintzen: Die Voraussetzungen für leistungsbezogenen Jugendhandball zu schaffen: Hierzu wäre einerseits ein deutlich verbessertes Hallenangebot erforderlich, ebenso gehören Talentsichtung und Akquise an den Schulen und überdurchschnittlich qualifizierte und engagierte Trainer bereits ab der E-Jugend zum Paket. Damit da keine Missverständnisse entstehen: Die hervorragende Arbeit durch unsere ehrenamtlichen Jugendtrainer möchte ich hier in keiner Form in Frage stellen.
… und bei der HJFI?
Weyerbrock: Hier würde ich meinen persönlichen Wunsch mal nennen, der eine leistungsorientiertere Ausrichtung der Nachwuchsabteilung beinhaltet. Es kommen im D- und C-Jugendbereich zur neuen Saison mehrere talentierte Korschenbroicher Mannschaften in das Alter, wo man sich zwischen breitensportlichem oder leistungsorientiertem Werdegang entscheiden muss. Die Trainingssituation wird sich in der Waldsporthalle/Hallensportzentrum auf Grund zurückgehender Handballteams verbessern. Somit wären einige der zwingend erforderlichen Grundlagen für einen neuen Fokus vorhanden, wobei wir als HJFI die benötigten begleitenden Maßnahmen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten unterstützen könnten.
Info Klaus Weyerbrock:
Der 52 Jahre alte B-Linzeninhaber Klaus Weyerbrock war zwölf Jahre lang Jugendtrainer im TVK, trainierte sieben Jahre lang verschiedene Auswahlmannschaften und war als Kreislehrwart für die Ausbildung der Handballtrainer in Mönchengladbach und Umgebung verantwortlich. Auch ohne eigene Mannschaft ist das Gründungsmitglied der HJFI dem TVK treu geblieben, wirkt derzeit aber eher im Hintergrund. Der Lehrer für Sport, Mathematik und Informatik kümmert sich so zum Beispiel um die Jugendseite auf der TVK-Homepage und übernimmt für die Handballabteilung die Pressearbeit.
Info Walter Hintzen:
Walter Hintzen ist fast ein halbes Jahrhundert im TVK aktiv. Als Neunjähriger fand der heutige Diplom Ingenieur im Öffentlichen Dienst zum Handball und blieb 'seinem' Verein bis heute treu. Aktuell ist der 55-Jährige Leiter der Handballabteilung des TVK und Trainer der weiblichen A-Jugend, die er in der kommenden Spielzeit auch in der dann neu gegründeten JSG TVK / TV 1848 MG begleiten wird. Im Laufe der Jahre hat der frühere Jugendwart etliche Nachwuchsmannschaften des TVK trainiert und zu Erfolgen geführt.
Der TV Korschenbroich begrüßt den ersten neuen Spieler für die Saison 2012/2013. Vom Oberligisten Longericher SC wechselt das Torwarttalent Philipp Ruch an den Niederrhein. Trotz besser dotierter Angebote konnte Korschenboichs Sportlicher Leiter Kai Faltin den 19-Jährigen für das Hand.Ball.Herz.-Team gewinnen.
„Mit der Verpflichtung von Philipp Ruch führen wir unseren eingeschlagenen Weg, auf talentierte junge Spieler aus der Region zu setzen, konsequent fort“, erläutert Faltin. „Philipp hat mit starken Leistungen in der Oberliga Mittelrhein auf sich aufmerksam gemacht und hätte auch ohne Probleme zu einem höherklassigen Verein wechseln können. Ich bin überzeugt davon, dass wir an ihm viel Freude haben werden“, ergänzt der TVK-Manager.
Der Abiturient verfügt über enormes Potential, das er nun in der nächsten Spielzeit in der 3. Liga abrufen will. Abseits des Feldes eher ruhig und besonnen, zeigt Ruch während des Spiels ein anderes Gesicht, wie Kai Faltin beschreibt: „Philipps Spiel lebt von seiner Emotionalität und seinem unbändigen Siegeswillen. Er gibt nie auf und geht immer voran.“ In der aktuellen Saison hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass Longerich auf einem hervorragenden 3. Platz in der Oberliga Mittelrhein abschloss und nach Meister Opladen die zweitbeste Defensive der Liga stellte.
In Korschenbroich erhält der Keeper einen Einjahresvertrag, der jedoch mit einer Option auf Verlängerung versehen wurde. „Wir planen auch mit Philipp langfristig. Wie wir in den letzten Wochen immer wieder betont haben, liegt uns viel daran, perspektivisch zu arbeiten und eine Mannschaft aufzubauen, die dauerhaften Erfolg haben kann“, so Kai Faltin.
TVK freut sich am Hand.Ball.Herz.-Tag auf Bittenfeld
Das vorletzte Heimspiel der Saison 2011/2012 will der TVK nutzen, um einmal mehr den Blick auf soziale Projekte zu lenken. Gleichzeitig gibt es mit dem Aufeinandertreffen zwischen dem TV Korschenbroich und dem TV Bittenfeld (Sa., 19.30 Uhr) auch eine spannende sportliche Auseinandersetzung.
Die bisherigen Partien zwischen den beiden Turnvereinen waren immer enge Spiele, in der Regel jedoch mit dem besseren Ende für die Mannschaft aus dem Remstal. Sechs der bisherigen Sieben Aufeinandertreffen gewann der TVB. Auch im Hinspiel waren die Schweikardt-Schützlinge erfolgreich. 32:30 lautete im Dezember das Endergebnis, zur Pause lag der TVK noch mit 15:14 in Führung. Exakt die Hälfte der TVK-Treffer erzielte übrigens Mittelmann Simon Breuer. Über eine ähnlich gute Ausbeute würde man sich am Samstag im Korschenbroicher Lager sehr freuen.
Am vergangenen Spieltag sicherten sich die Bittenfelder mit einem Sieg über die HSG Nordhorn-Lingen den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Dabei feierten sie eine gelungene Premiere in der Stuttgarter SCHARRena, die in der kommenden Spielzeit die bisherige Spielstätte in Bittenfeld ersetzen wird. Wie sich der TVB nach dem erfolgreichen Klassenerhalt präsentieren wird, das vermag TVK-Trainer Christian Voß nicht vorherzusehen, „aber das Beste wird ohnehin sein, dass wir uns auf uns selber konzentrieren“, gibt er als Vorgabe an seine Spieler aus und appelliert gleichzeitig an das Selbstbewusstsein seiner Schützlinge: „Wenn wir eine solche Leistung bringen, wie wir es beispielsweise im Heimspiel gegen Bad Schwartau getan haben, dann brauchen wir uns vor keinem Gegner verstecken.“
„Sehr zufrieden“ sei er mit den bisherigen Leistungen seines Teams. „Ich gehe davon aus, dass sich daran auch in den letzten vier Spielen nichts ändern wird“, ist sich Voß sicher. Damit neben einer ansprechenden Leistung womöglich auch Zählbares am Samstag herausspringt, müssen seine Spieler die passende Antwort auf die enorme Variabilität der Gäste finden. „Es ist schon sehr beeindruckend, wenn wir wie im Hinspiel mit vier oder fünf Rückraumspielern antreten müssen und unser Gegner gleich doppelt so viele aufbieten kann. Der TV Bittenfeld verfügt über einen sehr breiten Kader, der gleichzeitig aber auch sehr ausgeglichen ist. Die Spieler bewegen sich im Prinzip alle auf dem gleichen guten Niveau.“
Unterdessen sind die personellen Möglichkeiten auf TVK-Seite weiter eingeschränkt. Neben den Langzeitverletzten Florian Korte und Robin Doetsch droht Christoph Piske weiter auszufallen. Auch hinter dem Einsatz von Dennis Marquardt steht noch ein großes Fragezeichen. Seine Verletzung aus dem Dormagen-Spiel verhinderte zunächst die Trainingsteilnahme, ob der Korschenbroicher Abwehrchef rechtzeitig bis zum Spiel am Samstag wieder fit wird, ist noch nicht gänzlich klar.
Sicher ist aber schon jetzt, dass im Anschluss an die Partie das Finale im DFB-Pokal zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München auf der Leinwand in der Waldsporthalle gezeigt wird.
Liegt es am Roetgener Trinkwasser? Ist es die Luft in der Voreifel? Oder sind es doch die marquardt'schen Gene? Woran es liegt, dass die Familie der TVK-Brüder Dennis und Björn so sportbegeistert ist, vermag man nicht auszumachen. Fakt ist aber, dass alle Mitglieder der 'Handballfamilie' wohl am liebsten auch nachts ihre Sportschuhe anbehalten würden.
Wenn Dennis Marquardt von seiner Kindheit spricht, gewinnt man schnell den Eindruck, der blonde Abwehrhüne des TVK sei ausschließlich in den Sporthallen seiner Heimatregion groß geworden. „Sport gehörte bei uns daheim irgendwie immer dazu. Das war für mich und meine Geschwister die selbstverständlichste Sache der Welt“, erzählt der 1,93 Meter große Modellathlet. Fußball, Leichtathletik und eben Handball begeisterten den Wahl-Korschenbroicher von klein auf. „Irgendwann habe ich mich dann für die Sportart entschieden, in der ich wohl am talentiertesten war – den Handball.“ Wer schon einmal miterlebt hat, wie er im Training des TVK beim obligatorischen Fußballspiel 'Alt gegen Jung' (bei dem er trotz seiner nur 26 Jahre für die 'Oldies' auflaufen muss) in bester Profimanier ein Tor des Monats nach dem anderen erzielt, bekommt bei dieser Aussage zwar so seine Zweifel, doch auch beim Spiel mit dem kleineren Leder muss man dem Sport- & Fitnesskaufmann reichlich Begabung attestieren.
Die haben ihn von seinem Heimatverein TV Roetgen über zwei Stationen in den Niederlanden schließlich 2007 zum TVK geführt. Vier Spielzeiten 2. Bundesliga und ein Jahr in der Regionalliga (gekrönt vom verlustpunktfreien Titel des Westdeutschen Meisters) stehen seitdem in seiner Vita. „Meine Entscheidung, nach Korschenbroich zu kommen, habe ich zu keiner Sekunde bereut. Inzwischen bin ich hier richtig heimisch geworden, fühle mich pudelwohl und habe hier auch außerhalb des TVK viele Freunde gefunden“, so Marquardt.
Doch es war nicht alles eitel Sonnenschein in den letzten knapp fünf Jahren. Eine schwere Schulterverletzung warf ihn lange Zeit aus der Bahn: „Damals habe ich gemerkt, wie schnell es mit dem bezahlten Sport auch vorbei sein kann“, erinnert er sich zurück, „umso wichtiger ist es, dass man sich neben dem Handball noch ein zweites Standbein aufbaut.“ Dass diese zweite Profession auch etwas mit Sport zu tun haben sollte, stand für Dennis außer Frage. Bei einer großen Fitnesskette absolvierte er eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann, erwarb zudem zahlreiche Zusatzqualifikationen und absolvierte Weiterbildungen.
Zum Jahreswechsel stand dann der nächste Karriereschritt an: Unter dem Slogan MARQUARDTTRAINING hat er sich als Personal Trainer selbstständig gemacht. Seitdem arbeitet er ausschließlich mit einzelnen Klienten zusammen, um deren Fitness und körperliches Wohlbefinden zu steigern. Die wesentlichen Trainingsaspekte sind dabei Funktionales Training, Gewichtsreduktion, Herz-Kreislauf-Training und Burn-Out Prophylaxe. „Mir ist es wichtig, dass ich mich jetzt ganz individuell auf meine Kunden einstellen kann, um gemeinsam mit ihnen ihre persönlichen Ziele erreichen. Das fängt an bei gestressten Berufstätigen, die einen Ausgleich suchen, geht über Hobbysportler bis hin in den Leistungsbereich. Für jeden lassen sich passende Maßnahmen und Umfänge finden.“ Auch Ernährungsberatung und mentales Coaching stehen dabei auf dem Programm.
Wer bislang aus Angst vor horrenden Kosten davor zurückgeschreckt ist, einen Personal Trainer zu engagieren, dem kann der 26-Jährige nur raten „einfach mal unverbindlich anzufragen. Personal Training ist längst nicht mehr nur etwas für Stars und Sternchen, im Prinzip kann sich jeder, der Wert auf Fitness und Gesundheit legt, Trainingseinheiten leisten. Es hängt einfach sehr viel von der Disziplin und Motivation des jeweiligen Klienten ab. So ist es zum Beispiel auch möglich, gemeinsam einen langfristigen Trainingsplan zu erarbeiten, der weitestgehend selbstständig durchgezogen wird. In regelmäßigen Zeitabständen trifft man sich dann, um gemeinsam die Ergebnisse zu überprüfen und neue Ziele festzulegen.“
Weitere Informationen können Interessenten im Internet unter www.marquardttraining.de finden. Zu erreichen ist der sympathische Blondschopf via Mail unter der Adresse dennis@marquardttraining.de, weitere Kontaktmöglichkeiten sind auf der Homepage zu finden und auch bei Facebook kann man Fan von MARQUARDTTRAINING werden.
Der TVK-Dauerkartenvorverkauf für die kommende 3. Liga-Spielzeit 12/13 ist gestartet. Derzeitige Dauerkarteninhaber durften sich bereits über den attraktiven Treuebonus freuen, der die Inhaber in den vergangenen Tagen persönlich erreichte.
Seien auch Sie dabei und erleben Sie 15 TVK-Heimspiele, mit einer Vielzahl an Derbys. Als Inhaber einer TVK-Dauerkarte sind sämtliche Spieltagszuschläge enthalten! Die Tickets können bei Knepperges & Zimmer, Hindenburgstr. 4, in Korschenbroich oder über die Ticket-Hotline: 02161 - 977 28 12 final ab dem 11. Juni (gültig für Teile der Sitzplätze) erworben werden. Bis dahin haben die derzeitigen Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht auf den jeweiligen Sitzplatz. Stehplätze und nicht belegte Sitzplätze können selbstverständlich schon ab heute erworben werden. Die Ausgabe der Karten erfolgt in der 34. Kalenderwoche.
Frühbucher werden lohnt sich - Werden Sie "neuer" Dauerkarteninhaber bei 2 Spielen Nachlass inkl. sämtlicher Spieltagszuschläge!
Wer im Frühbucherverkauf eine Dauerkarte bei sofortiger Bezahlung der Gesamtsumme bei Knepperges & Zimmer kauft, erhält einen Nachlass von zwei Spielen. Bei einer Anzahlung von 20,- € erhalten Sie noch einen Nachlass von einem Spiel. Die Berechnung anderer Dauerkarten-Kategorien erfolgt entsprechend. Option A: direkte Bezahlung der Gesamtsumme = zwei Spiele Nachlass oder Option B: Anzahlung von 20,- €, Differenz bei Erhalt der Karte = ein Spiel Nachlass
zzgl. 1,- € Spieltagszuschlag* beim Kauf eines Tages-Tickets zum Spiel gegen Leichlingen, Uerdingen, Düssedorf, Dormagen, Ferndorf, Rheinhausen, Wermelskirchen und Hagen. Bei Reservierungen mit Abholung an der Abendkasse gilt der Abendkassenpreis, zzgl. einer Hinterlegungsgebühr von 1,- € pro Karte. Die reservierten Karte(n) müssen bis spätestens 1 Tag vor dem Spieltag per Überweisung auf das Ticket-Konto: 933 565 17, BLZ.: 305 500 00 bezahlt sein. Andernfalls gehen diese in den freien Verkauf. Ermäßigungen werden nur gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises gewährt!
Es tut sich 'was beim TVK. Während sich die Saison 2011/2012 langsam ihrem Ende nähert, werden hinter den Kulissen die Weichen für die neue Spielzeit in der 3. Liga gestellt. Ziel ist es dabei, die nötigen Bedingungen zu schaffen, um mittelfristig das Unternehmen Wiederaufstieg in Angriff nehmen zu können.
So konnte Geschäftsführer Dr. Peter Irmen in dieser Woche zwei weitere Neuzugänge begrüßen. Wohlgemerkt handelt es sich bei Stefan Hoffmann und Oliver Gransee nicht um spielendes Personal. Zu ihren Aufgaben werden weniger das Torewerfen oder -verhindern gehören, als viel mehr administrative Tätigkeiten innerhalb der TVK Handball GmbH & Co. KG. Die beiden Wahl-Korschenbroicher sind seit langem mit dem TVK-Virus infiziert, verpassen kaum einmal ein Heimspiel in der Waldsporthalle und sind auch oft bei den Gastspielen in Deutschlands Handballhallen zugegen.
Daher ist den beiden auch nicht entgangen, wie es um 'ihren' TVK derzeit bestellt ist: „Der Rückzug in die 3. Liga ist sehr schade und stimmt Stefan und mich wahrscheinlich genauso traurig, wie alle anderen TVK-Fans“, so Oliver Gransee. „Für uns beide hatte der Entschluss der Geschäftsführung aber auch so etwas wie Signalwirkung. Wir wollten uns damit nicht abfinden und haben überlegt, wie man dem TVK in dieser schwierigen Situation bestmöglich zur Seite stehen könnte.“
In Gesprächen mit Geschäftsführung und Management wurde schnell klar, woran es unter anderem hapert, nämlich vor allem an zusätzlichen Schultern, auf die man die Last der administrativen Tätigkeiten rund um dem Spitzenhandball in Korschenbroich verteilen könnte. „Das ist genau der Punkt, an dem wir ansetzen wollen“, erklärt Stefan Hoffmann. „Wir haben erst nach und nach realisiert, was für ein unmenschliches Pensum Peter Irmen und Kai Faltin abreißen müssen, um das Projekt 'Hand.Ball.Herz. am Niederrhein' am Laufen zu halten.“ Der kaufmännische Angestellte eines großen Unternehmens aus der Werbebranche will nach eigener Aussage „mit viel Herzblut und Begeisterung und dem nötigen Know-How“ in den Bereichen Marketing und Sponsoring weiterhelfen. Und auch Oliver Gransee, Key Account Manager im Bereich Medizinprodukte, will sich intensiv einbringen: „Ich habe mir zusätzlich die stärkere Verbindung von Jugend und Senioren auf die Fahnen geschrieben.“
Geschäftsführer Dr. Peter Irmen ist froh über die Hilfe, die die beiden 'Neuzugänge' des TVK darstellen: „Ich möchte mich bei Stefan Hoffmann und Oliver Gransee ganz herzlich dafür bedanken, dass sie uns in dieser schwierigen und richtungsweisenden Zeit zur Seite stehen und uns unterstützen. Es ist immer mein Bemühen gewesen, die Aufgaben hier beim TVK auf so viele Schultern wie möglich zu verteilen. Nur so haben wir mit unseren bescheidenen Mitteln eine Chance, Spitzenhandball langfristig in der Region zu etablieren.“
Doch nicht nur personell gibt es beim TVK neue Strukturen. Zusätzlich wird im Mai die Geschäftsstelle von ihrem bisherigen Standort an der Hindenburgstraße in repräsentative Räumlichkeiten an der Fuggerstraße in Kleinenbroich umziehen. Möglich gemacht hat dies Sponsor KVV Konzis Versicherungs-Vermittlungs GmbH, der dem TVK an seinem Firmensitz entsprechende Büroräume bereitstellt. „Dafür gebührt Geschäftsführer Reinhard Kraemer und seinen Mitarbeitern unser Dank“, so Manager Kai Faltin. „Es ist toll zu sehen, wie viele unserer langjährigen Partner auch weiterhin zu uns stehen und uns helfen, wo sie nur können.“
TVK unterliegt in torreichem Derby mit 33:37 (15:16)
Für gewöhnlich gilt unter Handballern die Faustregel, dass man mit 30 erzielten Auswärtstoren gute Chancen hat, in der Fremde Punkte zu entführen. Dem TVK ist es am Freitagabend sogar gelungen, satte 33 Mal ins Dormagener Gehäuse zu treffen. Weil aber die gastgebenden Rheinländer vom DHC noch vier Tore mehr erzielen konnten, gingen auch im zweiten Rhein-Kreis-Derby der Saison die Punkte an die Chemiestädter.
Wie erwartet musste TVK-Coach Christian Voß ohne den verletzten Christoph Piske antreten. Rekonvaleszent Sebastian Bartmann saß zwar auf der Bank, an einen Einsatz war aber noch nicht zu denken. Zudem meldeten sich Rechtsaußen Philipp Liesebach kurz vor Spielbeginn mit Adduktorenproblemen ab. Vom Anwurf weg legten beide Mannschaften ein extrem hohes Tempo an den Tag. Konnte sich zunächst der TVK einen kleinen Vorsprung heraus spielen (2:0, 4.), glichen die gastgebenden Dormagener zunächst zum 4:4 (9.) aus und gingen in der 13. Minute durch das 6:5 ihres besten Torschützen Michael Hegemann erstmals in Führung.
Die leichten Vorteile, die sich die Hausherren in den folgenden Minuten erarbeiten konnten, glichen Simon Breuer & Co bis zum Pausenpfiff fast vollständig wieder aus. Das 15:16, das beim Seitenwechsel aus Korschenbroicher Sicht auf der Anzeigetafel leuchtete, verhieß einen spannenden zweiten Durchgang mit völlig offenem Spielausgang. Der Optimismus in der TVK-Kabine bekam jedoch einen herben Dämpfer, denn Dennis Marquardt, bis dahin mit einer starken Leistung im Angriff und in der Abwehr gewohnt souverän, hatte früh in der ersten Halbzeit einen Schlag aufs Bein erhalten und konnte in den zweiten 30 Minuten nicht mehr eingesetzt werden.
Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischte der DHC Rheinland. Schnell waren die Dormagener wieder auf drei Tore davon gezogen, 20:17 (35.). Den Vorsprung verteidigten die Ratka-Schützlinge auch über weite Strecken, weil es dem TVK nicht gelang, die nötige Stabilität in der Abwehr zu finden und der DHC zudem in Max-Henri Herrmann und Matthias Jan Broy über das deutlich stärkere Torhütergespann verfügte.
Trotzdem gelang es den Korschenbroichern, das Spiel spannend zu halten. Dem Stellenwert der Partie angemessen kämpften sie unentwegt gegen die drohende Niederlage. Mit zunehmender Spieldauer schlug sich das dann auch wieder im Ergebnis nieder. Mehrfach schaffte es das Team von TVK-Coach Christian Voß, den Abstand auf einen Treffer zu verringern – doch der eminent wichtige Ausgleich wollte nicht fallen. Mit dem Mute der Verzweifelung stellte Christian Voß dann für die letzten Spielminuten noch einmal die Abwehrformation um. Mit einer offensiveren 4:2-Formation wollte der Korschenbroicher Trainer leichte Ballverluste beim Gegner provozieren. Gleichzeitig suchte seine Truppe im eigenen Angriff den schnellsten Weg zum Tor. Gleichwohl war dieser letzte Versuch, am Spielverlauf noch einmal etwas zu drehen, nicht von Erfolg gekrönt.
Mit dem 37:33 feierte der DHC letztlich einen verdienten Sieg im Rhein-Kreis-Derby. In einem Spiel auf Augenhöhe waren es die viel zitierten 'Kleinigkeiten', die den Ausschlag gaben. Den nächsten Spieltag haben die Verantwortlichen des TVK einmal mehr zum „Hand.Ball.Herz.-Tag“ erklärt, am Samstag gastiert der TV Bittenfeld in der Korschenbroicher Waldsporthalle. Anwurf ist um 19.30 Uhr.
„Dormagen hat heute ein sehr gutes Spiel abgeliefert, das war kein Vergleich beispielsweise zu der Leistung in der Vorwoche. Der gesamte Rückraum hat gut agiert, ihre Außen hatten im Prinzip kaum einen Fehlwurf. Wir haben hingegen das vermissen lassen, was uns im letzten Spiel so stark gemacht hat: Uns fehlte die konsequente Abwehrarbeit mit guten Torhütern dahinter und auch unseren schnellen Gegenstoß konnten wir heute so gut wie gar nicht anbringen. Insgesamt haben wir viele verschiedene Dinge ausprobiert. Als wir Hegemann in Manndeckung genommen haben, bekamen wir aber Probleme mit den Dormagener Kreisläufern und auch die 4:2-Formation, mit der wir am Ende noch einmal versuchen wollten, das Ruder herumzureißen, hat nicht gefruchtet.
Natürlich hat man in der zweiten Halbzeit einmal mehr gesehen, wie wichtig Dennis Marquardt für uns ist. Er arbeitet unwahrscheinlich viel in der Abwehr und hält dort alles zusammen und auch im Angriff hat er eine wirklich starke erste Halbzeit gespielt. In der Pause wurde aber leider klar, das ich ihn im zweiten Durchgang nicht mehr würde bringen können.
Ich finde die Niederlage total ärgerlich, weil ich wirklich gerne gewonnen und unseren Fans einen Derbysieg geschenkt hätte, aber man muss einfach anerkennen, dass Dormagen heute den entscheidenden Tick besser war. Gegen eine individuell so gut besetzte Mannschaft, die heute auch noch hervorragend zusammengespielt hat, kann man aber ohne jede Frage auch verlieren. Insofern mache ich überhaupt niemandem einen Vorwurf. Wir sammeln jetzt unsere Kräfte und konzentrieren uns auf das nächste Heimspiel gegen den TV Bittenfeld. Da wollen wir wieder so auftreten, wie wir es zuletzt gegen Bad Schwartau getan haben.“
Dennis Marquardt
„Ich denke, wir konnten den Fans ein attraktives und temporeiches Spiel bieten, das zudem lange Zeit ziemlich offen war. Der Sieg für Dormagen geht auch völlig in Ordnung, weil sie heute eben ein kleines Stückchen besser waren. Man hat gemerkt, dass sie sich für das Spiel heute noch einmal richtig etwas vorgenommen hatten. Der DHC ist hoch motiviert aufgetreten und hat sehr kämpferisch gespielt, anders als das vielleicht in den letzten Wochen der Fall war. Trotzdem war es aber kein überhartes Spiel. Man muss sich angesichts des Spielermaterials schon wundern, dass Dormagen so weit unten in der Tabelle steht. Ich habe bereits zu Beginn der ersten Halbzeit einen Schlag gegen das Bein bekommen und habe in der Pause gemerkt, dass es nicht mehr weiter geht. Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, irgendwann wird es aber halt schwierig, die Ausfälle zu kompensieren. Heute kam auch noch hinzu, dass die Dormagener Torhüter ein paar Bälle mehr gehalten haben“,
Markus Breuer
„Wir sind gut ins Spiel gekommen, es ging gleich mit hohem Tempo los. Darauf waren wir aber gut eingestellt. Kleinigkeiten haben dazu geführt, dass Dormagen sich leicht absetzen konnte. Wir haben ein paar Mal zu ungestüm agiert oder zu leichtfertig Bälle hergegeben. Der DHC hat das mit all seiner Erfahrung und Routine ausgenutzt. In der zweiten Halbzeit hat man einmal mehr gesehen, dass der Ausfall von Dennis für uns fast nicht zu kompensieren ist. Am Ende des Spiels haben wir noch einmal alles versucht, wollten zu schnellen Abschlüssen kommen. Das hat leider nicht den erhofften Erfolg gebracht, weshalb die Partie deutlicher ausgegangen ist, als es eigentlich war. Der DHC hat sich für das Derby noch einmal richtig was vorgenommen und auch verdient gewonnen. Mit dieser Truppe müssten die Dormagener aber ehrlicherweise auch ganz woanders stehen und es verwundert schon ein wenig, wenn man sieht, wie euphorisch der heutige Sieg gefeiert wurde. Aber das muss man einfach so hinnehmen.
Wir konnten heute zwar über die gesamte Spieldauer auf Augenhöhe mithalten, letztlich waren es dann Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entschieden haben. Dormagen hat in allen Mannschaftsteilen sehr gut gespielt und verdient gewonnen.“
Die Zeit der weiten Reisen in der 2. Handball-Bundesliga ist für den TVK vorbei. Drei Auswärtsspiele hat das Team in dieser Saison noch zu bestreiten, bei zweien davon handelt es sich um Lokalduelle, das letzte führt die Korschenbroicher lediglich 130km weit bis ins westfälische Hamm.
Am kommenden Freitag steht das erste der besagten Nachbarschaftsduelle auf dem Programm. Um 19.45 gastiert das Hand.Ball.Herz.-Team im TSV-Sportcenter beim DHC Rheinland. Und obwohl es für beide Teams nominell um nichts mehr geht in dieser Saison, erwartet TVK-Trainer Christian Voß eine spannende und interessante Partie: „Derbys haben immer ihren ganz eigenen Charakter. Ich bin mir sicher, dass niemand dieses Spiel vorzeitig abschenken wird.“ Dass der DHC zuletzt fünf Niederlagen in Serie hinnehmen musste, interessiert den Korschenbroicher Trainer wenig: „Man muss sich doch nur mal die Kaderliste der Dormagener ansehen. In dieser Mannschaft steckt so viel individuelle Qualität, da können nur wenige Teams mithalten.“ Gleichwohl ist für Voß die Favoritenrolle nicht eindeutig vergeben. „Die große Stärke meiner Jungs ist die mannschaftliche Geschlossenheit, der absolute Wille und die Bereitschaft, alles für den Erfolg zu geben. Wenn wir diese Tugenden auch am Freitag wieder anbringen können, dann haben wir mit Sicherheit auch die Möglichkeit, in Dormagen zu bestehen“, so der TVK-Coach.
Auf der Suche nach Motivationstricks ist dem Korschenbroicher Trainer sicherlich auch das Hinspiel wieder in den Sinn gekommen. Im dritten Auftritt unter seiner Regie musste sich der TVK dem Nachbarn mit 33:36 (15:21) geschlagen geben. Dabei starteten die Gastgeber miserabel in die Partie, lagen früh zurück und mussten diesem Rückstand über die gesamte Spieldauer hinterherlaufen. Auch eine deutliche Leistungssteigerung in Durchgang zwei reichte nicht aus, um im ersten Kreis-Derby etwas Zählbares einfahren zu können. Das soll am Freitag anders werden.
Dass Rückraumspieler Christoph Piske dabei mithelfen kann, gilt als nahezu ausgeschlossen. Seit Wochen machen dem Korschenbroicher Halbrechten massive Rückenbeschwerden das Handballspielen unmöglich. Trainer Christian Voß geht von einem längeren Ausfall des wurfgewaltigen Linkshänders aus. Wieder zurück auf dem Hallenparkett ist hingegen Sebastian Bartmann. Der Kreisläufer fiel monatelang mit einer Sprunggelenksverletzung aus und hat in diesem Kalenderjahr noch kein Spiel für den TVK bestritten. Am Mittwoch kehrte er ins Mannschaftstraining zurück. Ob es bei Bartmann bereits für einen Einsatz am Freitag reichen wird, ist laut Trainer Voß höchst unwahrscheinlich: „Bei Sebastian müssen wir abwarten, wie er sich im Training präsentiert, wahrscheinlich wird es aber noch etwas dauern, ehe er wieder voll einsatzfähig ist.“
Für Trainer Christian Voß ist das anstehende Derby ein guter Gradmesser für die traurige Entwicklung, die der Handball in der Region in den letzten Monaten genommen hat: „Wenn ich an das Hinspiel zurückdenke, dann kommt mir vor allem die unfassbare Euphorie wieder in den Sinn, die hier damals herrschte. Davon ist jetzt nur noch sehr wenig zu spüren. Für beide Vereine steht der Abstieg am Ende der Saison fest und was die Zukunft angeht, gibt es noch einige Fragezeichen.“ Was den TVK anbelangt, haben sich diese Fragezeichen teilweise aufgelöst. Inzwischen ist klar, dass man in der kommenden Saison die Herausforderung in der 3. Liga suchen wird, mit Mathias Deppisch und Philipp Liesebach wurden die ersten Spieler unter Vertrag genommen, weitere sollen in Kürze folgen. Und auch hinter den Kulissen tut sich einiges im 'Handballdorf' hierzu soll in den nächsten Tagen ebenfalls näheres bekannt gemacht werden. Zunächst aber richten sich alle Blicke auf das anstehende Rhein-Kreis-Derby, in dem es neben zwei Punkten auch erneut um eine Menge Prestige gehen wird.
Der TVK hat seinen rechten Flügel für die kommenden beiden Spielzeiten zusammen. Philipp Liesebach wird zwei weitere Jahre in der Waldsporthalle auflaufen. Somit verfügen die Korschenbroicher auch in Zukunft über ein starkes Gespann auf der Position des Rechtsaußen.
Sehr wenig Mühe hatten die TVK-Verantwortlichen dabei, den 20 Jahre alten Linkshänder von einem Verbleib in Korschenbroich zu überzeugen. „Ich hatte mir schon weit im Vorfeld überlegt, dass ich das Angebot des TVK in jedem Fall annehme, falls man mir eines machen würde“, gibt Philipp Liesebach nach erfolgter Vertragsunterschrift zu. Den frühzeitigen Entschluss begründet er auch: „Ich bin hier beim TVK sehr zufrieden. Meine Spielanteile werden immer mehr, ich fühle mich sehr wohl und ich denke auch, dass ich mich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt habe.“
Das sieht auch Kai Faltin, der Sportliche Leiter des TVK so: „Philipp Liesebach hat die Chance, die ihm das Doppelspielrecht bei uns gegeben hat, wirklich genutzt. Ich bin mir sicher, dass er in den nächsten zwei Jahren zusammen mit Mathias Deppisch ein hervorragendes Gespann auf Rechtsaußen bilden wird. Die Vertragsverlängerung mit Philipp zeigt, dass wir konsequent auf junge, hungrige Talente aus der Region setzen wollen."
Angst vor der Konkurrenz auf seiner Position hat Liesebach keine: „Ganz im Gegenteil, das ist das beste, was mir als jungem Spieler passieren kann. Mathias Deppisch hat so einen riesengroße Erfahrungsschatz, er kann mir noch viel beibringen. Unser Verhältnis ist hervorragend, das hat fast schon etwas von einer Lehrer-Schüler-Situation. Schon in den vergangenen Monaten konnte ich mich jederzeit an ihn wenden und er hat mir oft weitergeholfen.“
Aktuell ist Philipp Liesebach auch noch für den Hülser SV in der Verbandsliga am Ball. Dort hätte man ihn sicherlich auch in der kommenden Saison noch im Kader gehabt, doch das kam für den gebürtigen Duisburger nicht in Frage: „Ich bin mit der Situation offen umgegangen und habe die Verantwortlichen in Hüls früh informiert. Man hat sich letztlich für mich gefreut und mir keine Steine in den Weg gelegt.“ Wohin ihn dieser (handballerische) Weg führen wird, das vermag der pfeilschnelle Außenspieler nicht vorherzusehen, „aber es wäre ein Traum noch einmal in der 2. Bundesliga spielen zu können – am liebsten natürlich mit dem TVK.“ In den nächsten beiden Jahren gehe es darum, auf dem Niveau der 3. Liga Fuß zu fassen und die ersten guten Ansätze, die Liesebach bislang im TVK-Trikot gezeigt hat, zu bestätigen. „So gesehen ist es vielleicht auch ganz gut, dass es erst einmal runter geht. Der Sprung in die 3. Liga ist nicht ganz so groß wie in die 2. Bundesliga“, kann er auch der aktuellen Situation des Korschenbroicher Handballs noch etwas gutes abgewinnen.
Neben der sportlichen treibt der bekennende Anhänger von Fortuna Düsseldorf auch die berufliche Karriere voran. Ab August wird er bei einem Neusser Unternehmen eine Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing absolvieren. „Ich habe mich ganz bewusst für eine Ausbildungsstelle hier in der Nähe entschieden. Derzeit bin ich auch noch auf Wohnungssuche hier in der Gegend“, so Liesebach. Auf der Suche sind derzeit auch noch die Verantwortlichen des TVK. Dass es gelingen wird, auch in der kommenden Spielzeit eine schlagkräftige Mannschaft aufzubieten, dessen ist er sich aber sicher: „Ich habe da völliges Vertrauen in die Geschäftsführung und die Sportliche Leitung. Es wäre sehr schön, wenn so viele Spieler aus dem aktuellen Kader wie möglich bleiben würden, aber auch die Neuzugänge werden uns mit Sicherheit weiterhelfen.“
Das Wichtigste vorweg: Der TVK tritt in der kommenden Saison in der 3. Liga an. Darüber herrscht inzwischen Gewissheit im Handballdorf. Nun geht es laut Geschäftsführer Peter Irmen darum, die berühmten 'Nägel mit Köpfen' zu machen. Erste Personalentscheidungen wurden bereits getroffen.
So konnte sich der TVK die Dienste von Rechtsaußen Mathias Deppisch für zwei weitere Spielzeiten sichern. „Ich freue mich, dass ich in mein achtes und neuntes Jahr beim TVK gehen werde“, sagte Deppisch nach der Vertragsunterzeichnung. „Natürlich ist noch ein Stück Unsicherheit dabei, wie der Kader im nächsten Jahr aussehen wird. Eine klare Zielvorgabe ist daher noch schwer“, so der Linkshänder weiter. Gleichzeitig machte das gebürtige Nordlicht aber auch deutlich, was für ihn den Ausschlag gegeben hat, sein Engagement in Korschenbroich fortzusetzen: „Eins steht für mich fest: Die kommende Saison in der 3. Liga mit den vielen Derbys und unseren tollen Zuschauern im Rücken wird allen Beteiligten wieder jede Menge Spaß machen.“
Spaß gemacht haben ihm mit Sicherheit auch seine bislang 187 Auftritte im Dress des TVK. Dabei beförderte er das runde Leder satte 744 Mal ins gegnerische Tor, oft genug per Dreher oder auf ähnlich raffinierte Art und Weise. Mit einem Schnitt von fast vier Treffern pro Partie gehört er seit Jahren zu den erfolgreichsten Werfern im TVK-Dress.
Bei den Verantwortlichen des TVK hat die Vertragsverlängerung mit dem Publikumsliebling helle Begeisterung ausgelöst. So freut sich Geschäftsführer Dr. Peter Irmen, „dass wir mit Mathias Deppisch eine absolute Identifikationsfigur des Korschenbroicher Handballs weiter an uns binden konnten.“ Auch zeige die Fortführung des bereits sieben Jahre währenden Engagements Deppischs, dass der TVK auch in Zukunft eine gute Adresse für ambitionierten Handball in der Region ist. „Ich möchte mich auch an dieser Stelle noch einmal für den Vertrauensvorschuss bedanken, den Mathias uns mit seiner Unterschrift gewährt hat. Jetzt gilt es für uns, schnellstmöglich einen konkurrenzfähigen Kader zusammen zu stellen. Hier führen wir derzeit aussichtsreiche Gespräche und ich bin mir sicher, dass wir schon in den nächsten Tagen weitere Erfolgsmeldungen verkünden können.“
Mathias Deppisch hofft derweil, dass seine Unterschrift Signalwirkung hat: „Mir war es wichtig, ein Zeichen zu setzen und ich hoffe, dass sich noch möglichst viele meiner Mitspieler genauso entscheiden und auch von Seiten der Sponsoren klare Bekenntnisse für den TVK erfolgen.“ Aber auch an seinen Arbeitgeber hat das TVK-Urgestein gedacht: „Ich möchte an dieser Stelle ein ausdrückliches Dankeschön an meine Vorgesetzten und Kollegen von der Polizei Köln richten, die mir es ermöglichen, Beruf und Leistungssport miteinander zu vereinbaren.“
Hochklassigen Handball mit dem Job unter einen Hut zu bringen ist eine der größten Schwierigkeiten, die die Spieler zu bewältigen haben. Bislang ist dies auch Mathias Fuchs immer gelungen, doch in Zukunft setzt der Mittelmann andere Schwerpunkte in seinem Leben. Er wird den TVK ebenso verlassen, wie das aktuelle Torhütergespann Oliver Mayer und Sven Bartmann. Während Mayer sich zurück in den Norden orientiert, um näher bei seiner Freundin und dem kleinen Sohn zu sein, aber noch bei keinem neuen Verein unterschrieben hat, kehrt Bartmann zu seinem Heimatverein SC Bayer 05 Uerdingen zurück. Dort trifft er in Trainer Olaf Mast auf einen guten Korschenbroicher Bekannten. Auch sein Bruder Sebastian, derzeit per Doppelspielrecht für den TVK und die Sportfreunde Hamborn aktiv, schließt sich zur neuen Saison einem anderen Verein an. Ihn zieht es zu Adler Königshof, derzeit noch als Meister der Oberliga Niederrhein im Kampf um dem Aufstieg in die 3. Liga aktiv.
Nach der „besten Leistung unter seiner Leitung“, so TVK-Coach Christian Voß, hat das Hand.Ball.Herz.-Team am Samstagabend die Nordlichter vom VfL Bad Schwartau bezwungen. Vor 476 begeisterten Zuschauern siegten Simon Breuer & Co mit 32:29 (14:12) und waren zehn Minuten vor dem Ende beim Stand von 30:22 sogar auf dem Weg, einen Kantersieg einzufahren.
Im Mittelpunkt standen dabei vor allem Keeper Oliver Mayer, der über 60 Minuten eine bärenstarke Leistung ablieferte und die beiden Rückraumspieler Björn Marquardt und Pasqual Tovornik, die die ihnen gewährten Einsatzzeiten hervorragend nutzen konnten. VfL-Trainer Torge Greve gratulierte nach dem Schlusspfiff den über die gesamte Distanz tonangebenden Gastgeber zum mehr als verdienten Sieg.
In einer über weite Strecken sehr fairen Partie erwischten die Hausherren den deutlich besseren Start. Nach zehn Minuten gelang Linksaußen Markus Breuer mit dem 6:2 die erste 4-Tore-Führung. Maßgeblichen Anteil am frühen Vorsprung des TVK hatte Torhüter Oliver Mayer, der bis dahin schon satte sechs Paraden auf seinem Konto verbuchen konnte. Überhaupt kristallisierte sich im Laufe des Spieles heraus, dass der Vergleich der Torhüter entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie nehmen sollte.
Zunächst konnte der TVK seinen Vorsprung weiter ausbauen. Über 8:3 (13.) zogen die Gastgeber auf 10:4 (17.) davon. Dann jedoch kamen die Gäste aus dem Norden der Repulik ein wenig besser in die Partie, erzielten in knapp drei Minuten vier Treffer in Serie und verkürzten dadurch auf 11:9 (24.). Mit zwei Treffern Differenz ging es auch zum Pausentee, beim Stand von 14:12 wurden die Seiten gewechselt.
Im zweiten Durchgang brachte TVK-Coach Christian Voß für den bereits mit zwei Zeitstrafen belegten Dennis Marquardt dessen jüngeren Burder Björn, der sich in der Abwehr zu Marcel Görden in den Innenblock gesellte und im Angriff auf die halblinke Position begab. Dort fügte er sich gleich in seiner ersten Aktion mit einem fulminanten Geschoss ein, dass neben dem machtlosen Panzer im Schwartauer Gehäuse einschlug. In der Folge entwickelte sich ein atemberaubender Schlagabtausch. Abschluss folgte auf Abschluss. Während die Versuche der Gäste aber regelmäßig im Korschenbroicher Block oder bei Mayer landeten, netzten Simon Breuer & Co ein ums andere Mal ein. Schnell schlug sich das auch im Ergebnis nieder. Vom 18:16 in der 34. Minute an gelang dem VfL rund fünf Minuten kein Treffer, während der TVK in der gleichen Phase fünf Tore erzielen konnte. Folglich lagen die Gastgeber nach 39 Spielminuten mit 23:16 in Führung.
Den deutlichen Vorsprung brachten die Korschenbroicher dann auch über die Zeit. Zehn Minuten vor dem Ende war beim Stand von 30:22 die Entscheidung gefallen. Im letzten Spielabschnitt ließen es die Hausherren dann etwas ruhiger angehen, am souveränen und völlig verdienten Sieg bestanden da aber überhaupt keine Zweifel mehr. 32:29 lautete der Endstand einer unterhaltsamen Partie.
Als großer Erfolg entpuppte sich die Freikartenaktion der TVK-Verantwortlichen. Im Vorfeld der Partie war den drei weiterführenden Korschenbroicher Schulen ein Kontigent an Karten zur Verfügung gestellt worden. Weit über einhundert Schüler fanden den Weg in die Waldsporthalle. Den größten Anteil entsandte die Realschule, die sich somit über den ausgelobten Preis von drei Trainingseinheiten mit einem Zweitligaspieler des TVK freuen durfte.
Für den TV Korschenbroich geht es in der 2. Handball-Bundesliga mit einem Auswärtsspiel am kommenden Freitag weiter. Um 19.45 Uhr soll die Partie beim DHC Rheinland steigen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Dormagener den Spielbetrieb über das Monatsende hinaus aufrecht erhalten können.
„Für mich war das heute natürlich etwas ganz besonderes. Was für uns noch wichtiger ist als die Frage, ob wir gewinnen oder verlieren, ist wie wir uns präsentieren. Wir hatten ein kleines Loch, seit einigen Spielen sind wir aber wieder voll da. Das war heute das stärkste Spiel unter meiner Regie. Es war heute eine Freude, die Mannschaft zu sehen, unsere Deckungsarbeit und unser Gegenstoß waren von allerhöchster Klasse. Ich habe mich für zwei Spieler extrem gefreut. Björn Marquardt und Pasqual Tovornik haben heute eine sehr gute Leistung gebracht.
Es ist ein bisschen Schade, dass es am Ende noch einmal etwas enger geworden ist, denn die Mannschaft hätte einen deutlichen Sieg verdient gehabt, weil sie so überragend gespielt hat. Heute war ein wirklich schöner Abend für mich.“
Torge Greve
„Ich gratuliere der Heimmanschaft zum verdienten Sieg, ich denke, da gibt es keine zwei Meinungen. Wir haben von Anfang an nicht ins Spiel gefunden. Mit ein bisschen Glück und ohne eine Leistungssteigerung sind wir dennoch zur Halbzeit noch einmal auf zwei Tore ran gekommen. Das haben wir uns in der Pause auch gesagt, wir lagen trotz einer wirklich schlechten Leistung eben nur zwei Tore zurück. In der zweiten Halbzeit hat Korschenbroich dann aber ein wirklich sehr gutes Spiel gezeigt. Konsequenz, Aggressivität und Spielwitz haben uns heute gefehlt.“
Oliver Mayer
„Ich bin heute ganz zufrieden. Für uns alles war das ein sehr emotionales Spiel. Wir wollten für unseren Trainer und für uns selber gewinnen. Uns ging es auch darum zu zeigen, dass die Waldsporthalle eine Festung ist. Keine Mannschaft soll hier her kommen und sich denken, dass der TVK ohnehin schon abgeschenkt hat. Man hat heute genau wie in den letzten Wochen auch schon gesehen, dass das definitiv nicht der Fall ist. Ich freue mich, dass ich 60 Minuten spielen durfte und bin mit meiner Leistung natürlich auch zufrieden. Wir haben gegen eine starke Mannschaft eine sehr ordentliche Partie abgeliefert und verdient gewonnen. Sicherlich hat bei Bad Schwartau mit Schult ein wichtiger Spieler gefehlt, aber der VfL verfügt auch darüber hinaus über geügend Qualität, um gegen jede Mannschaft in der Liga zu schlagen. Sie verfügen über einen breiteren Kader als wir und konnten auch heute durchwechseln. Insgesamt waren wir emotional und vom kämpferischen Aspekt her überlegen.“
Zu einer neuerlichen Begegnung mit der eigenen Vergangenheit kommt es für TVK-Coach Christian Voß am Samstag (19.30 Uhr, WSH). Dann nämlich gastiert mit dem VfL Bad Schwartau sein ehemaliger Verein, der zudem aus seiner Heimatstadt Lübeck kommt, in der Korschenbroicher Waldsporthalle.
Ein bisschen sind sie so etwas wie die Mannschaft der Stunde, die Handballer aus dem hohen Norden. Vor dem Jahreswechsel hatten sie magere elf Punkte auf der Habenseite, rangierten auf dem – für ihre Ansprüche – enttäuschenden vorletzten Tabellenplatz. Zum neuen Jahr kam mit Torge Greve ein neuer Trainer mit dem dann auch der sportliche Erfolg zurückkehrte in die Hansehalle. Satte 19 Punkte hat der VfL im Jahr 2012 unter Greves Regie eingefahren, punktete dabei sogar gegen die Spitzenteams aus Minden, Essen und Neuhausen. Acht Zähler trennen Bad Schwartau inzwischen von den Abstiegsrängen. Mit dem Team, gegen das der TVK im Hinspiel ein 31:31 (15:13) erkämpfte, haben die Lübecker vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen nicht mehr viel gemein.
„Torge Greve holt einfach das aus der Mannschaft raus, was sie kann“, analysiert TVK-Coach Christian Voß die Entwicklung, die der nächste Gegner der Korschenbroicher genommen hat. „Bad Schwartau ist einfach in der Lage eine bärenstarke Abwehr hinzustellen, hat zudem dahinter einen guten Keeper. Und inzwischen spielen sie auch einen richtig guten Gegenstoß, dafür haben sie auch absolut die richtigen Leute“, so Voß weiter. Im Hinspiel habe Bad Schwartau auf dieses Mittel nahezu völlig verzichtet. „Dass sie das jetzt so gut beherrschen, macht es für uns nicht unbedingt einfacher, gegen den VfL zu bestehen“, verdeutlicht er die im Vergleich zum Hinspiel verschobene Rollenverteilung.
Das war laut dem Korschenbroicher Übungsleiter „vor allem geprägt von einer unfassbaren Intensität. Und die brauchen wir auch am Samstag wieder, wenn wir in dem Spiel etwas holen wollen.“ Eine vor allem emotional intensive Begegnung wird es für Voß so oder so werden. Wenngleich er gegenüber dem Aufeinandertreffen im Dezember des vergangenen Jahres schon Abstriche macht: „Die Situation damals war natürlich etwas ganz besonderes. Ich freue mich aber auch auf das neuerliche Duell am Samstag, wenngleich das sicherlich etwas weniger intensiv ist. Aber der Ehrgeiz ist groß und ich würde die Partie gerne positiv für uns gestalten.“
Bis auf den Trainer selber sind derweil alle Korschenbroicher fit. Voß plagt sich seit Tagen mit einer fiebrigen Grippe, „bis Samstag hat sich das aber hoffentlich auch wieder erledigt“. Verzichten muss er momentan trotzdem auf zwei seiner Schlüsselspieler: Mathias Deppisch und Mathias Fuchs weilen derzeit bei der Deutschen Polizeimeisterschaft. Dort spielen die beiden zwar überaus erfolgreich und zogen auch in das Finale am Donnerstag ein, für die Spielvorbereitung beim TVK stehen sie aber so gut wie gar nicht zur Verfügung. Lediglich am freitäglichen Abschlusstraining können die Namensvetter teilnehmen, hofft ihr Trainer.
Eine besondere Aktion rund um das Spiel am kommenden Samstag hat der TVK mit den Korschenbroicher Schulen geplant. Im Vorfeld der Partie haben das Städtische Gymnasium sowie die Haupt- und Realschule je 100 Freikarten erhalten. Die Schule, von der am Samstag die meisten Schüler zum Zweitligaspiel gegen den VfL Bad Schwartau erscheinen, gewinnt unter dem Motto 'TVK goes SCHOOL' den Besuch eines aktuellen Korschenbroicher Bundesligaspielers. „Der TVK ist und bleibt das sportliche Aushängeschild der Stadt. Wir wollen den Korschenbroicher Schülerinnen und Schülern den Handballsport schmackhaft machen und sie mit der tollen Atmosphäre in unserer 'Waldsporthölle' begeistern. Der eine oder andere kennt die Halle vielleicht nur aus dem Sportunterricht. Mit der groß angelegten Aktion zum Spiel gegen Bad Schwartau wollen wir zeigen, dass hier aber auch packender Bundesligahandball geboten wird“, so Manager Kai Faltin zu der Aktion.